Erlebnisse in Paraguay
Beichthaus.com Beichte #00026045 vom 09.04.2009 um 10:23:37 Uhr in Paraguay (Asunción) (18 Kommentare).
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Die ersten Wochen in Paraguay waren toll, alles lief wie geschmiert. Irgendwann kam dann ein Kollege auf die Idee, auf eine Art paraguayischen Springbreak zu fahren, was wir natürlich dann gemacht haben. Ich lernte dort ein nettes, sehr hübsches Mädchen kennen, habe mich gleich in sie verliebt. Wir gingen zu mir nach Hause und hatten natürlich Geschlechtsverkehr. Dazu muss ich noch anmerken, dass ich zu diesem Zeitpunkt bereits eine Freundin hatte, die zu Hause auf mich wartete. Zwei Monate später klingelt es an meiner Tür und ihr Vater steht vor der Tür, mit einem Dolmetscher, der mir erzählt, dass seine Tochter nun schwanger ist und mich dermaßen anschrie, dass mein Gesicht danach ganz feucht von seiner Spucke war. Jedenfalls fing er an, mich in meiner Unterkunft herumzuschubsen und einer der Nachbarn rief dann wohl die Polizei an. Die reagierten sehr aggressiv, zerrten ihn mit Gewalt in den Wagen, wie lange er in der Zelle saß weiß ich nicht, ich hoffe jedoch nicht sehr lange. Nach dem ganzen Stress fuhr ich zur nächsten Bar, die knapp 20 Kilometer entfernt war und gab mir ordentlich die Kante, es war ein echter Schock für mich und ich begann nachzudenken, ob ich nicht einfach abhauen sollte, denn schließlich kennen sie ja meinen Namen nicht. Und erst recht nicht, wo ich wohne oder wo ich erreichbar bin. Doch wie erkläre ich das Ganze meinem Chef?
Da zu dieser Zeit in Paraguay das Gelbfieber sehr verbreitet war, entschloss ich mich, meinem Chef mitzuteilen, dass ich mir dieses zugezogen hätte, und bat darum, wieder nach Frankreich zurückzukehren, was auch problemlos funktionierte. Ich war trotzdem immer noch total von der Rolle und trank weiter ein Glas Tequila nach dem anderen. Irgendwann war ich so besoffen, dass ich mich knapp zehn Minuten von der Bar entfernt entleert habe, die Anwohner dort haben schon entsetzte Gesichter gezogen, weil sie so etwas anscheinend noch nicht erlebt hatten. Ich beschloss, zu meiner Unterkunft zu fahren und setzte mich total betrunken ans Steuer. Die Sache ging nicht gut. Nach etwa 10 Kilometern schleifte ich die Seite eines geparkten Fahrzeugs. Da ich keine Lust auf Ärger hatte, beschloss ich, mich schnell aus dem Staub zu machen und fuhr mit Vollgas davon. Nach fünf Minuten hatte ich die Polizei hinter mir, sie zogen mich sofort aus dem Verkehr. Der eine Polizist schubste mich mit voller Wucht gegen das Auto und schrie mich an, was er sagte konnte ich jedoch nicht verstehen. Da ich wirklich Angst hatte, dort ins Gefängnis zu wandern, kramte ich mein Bargeld aus der Tasche, ich hatte noch umgerechnet etwa 200 Euro bei mir, die ich ihm in seine Hemdtasche steckte. Er holte das Geld aus der Tasche und schaute mich an, dann zählte er es nach und steckte es wieder ein. Sein Kollege sagte gar nichts und sie fuhren wieder davon. So erleichtert habe ich mich in meinem ganzen Leben nie gefühlt, doch trotzdem bereue ich das alles, ich war einfach dumm und feige, hätte mich meiner Verantwortung stellen müssen.