Nass auf dem Speicher
Beichthaus.com Beichte #00031065 vom 22.04.2013 um 12:27:24 Uhr in Dessau-Rosslau (Ziebigker Straße) (10 Kommentare).
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Beichthaus.com Beichte #00030928 vom 25.03.2013 um 11:21:20 Uhr in Dessau-Roßlau (13 Kommentare).
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Es ging am Ende alles gut aus. Ich habe, nachdem ich im Speicher aufgewacht bin, die untere Hose und meine Boxershort ausgezogen und in meinen Rucksack gestopft. Die Obere habe ich halbwegs trocken gefönt, zum Glück ging der Großteil der Misere in die Untere. Ich habe mich dann ins Gästezimmer gelegt und meinen Rausch ausgeschlafen. Ich schäme mich derart für diesen Absturz und habe mir geschworen, mich nie mehr so abzuschießen. Was mich aber noch viel mehr quält, sind die Fragen, auf die ich keine Antworten finde. Das Bad war abgeschlossen, aber meine Kumpels haben munter weiter getrunken und mussten sich ab und zu sicher mal erleichtern. Wie haben die das gemacht? Um Spekulationen zu entschärfen: Das Bad ist von außen nicht zu öffnen und dementsprechend können sie mich auch nicht anuriniert haben. In meiner paranoiden Sichtweise habe ich das auch schon befürchtet. Weiterhin würde ich gerne wissen, wo mir das Malheur passiert ist, also ob es noch im Bad oder erst im Speicher war. Ich vermute mal, dass es das Bad war und ich mich aus Scham dann im Speicher versteckt habe, aber was dachte sich mein vernebeltes Hirn bloß dabei? Ich will mir auch gar nicht ausmalen, was passiert wäre, wenn mich jemand so gefunden hätte. Wir haben damals alle noch studiert und waren nur ab und zu zu Hause. Dementsprechend fanden die Treffen immer im Elternhaus statt. Wenn ich mich dazu entschlossen hätte, im Flur oder so zu schlafen und mich dann Eltern, Großeltern oder Freunde im eigenen Saft da liegen gesehen hätten, wäre ein peinlicher Spitzname wohl das geringste Übel geworden. Meinen Freunden habe ich davon nie erzählt. Mir war es jedoch eine Lehre.