Diagnose: Boreout
Beichthaus.com Beichte #00023814 vom 15.05.2008 um 19:40:43 Uhr in Butzow (5 Kommentare).
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Wenn ich selten mal anspruchsvollere Aufgaben bekomme, macht mir das sehr viel Spaß. Aber das macht nur ca. 10 Prozent meiner Arbeitszeit aus. Die andere Zeit warte ich, bis das Telefon klingelt oder man lässt mich abspülen oder Milch kaufen. An guten Tagen darf ich nach Bewerbern fürs Office suchen, die für die Hälfte der Arbeitszeit fast doppelt so viel Gehalt wie ich bekämen. Ich bin todunglücklich und frage mich, wofür ich so viel Zeit, Energie und Geld in mein Studium investiert habe. Ich kann wesentlich mehr und habe wirklich viel Potential, das ich auch gerne ausschöpfen würde. Aber man lässt mich hier nicht. Ich habe die Problematik schon mehrmals bei meinem Vorgesetzten angesprochen und um größere Aufgaben gebeten, aber das ist immer wieder versandet. Das große Glück ist, dass seit Neuestem eine Praktikantin die Handlangerjobs erledigt. Dennoch werden meine Aufgaben nicht substanzieller, obwohl ich mich wirklich drum kümmere. Mir geht es nicht ums Geld, sondern darum, Aufgaben zu haben, die mich erfüllen und die mich auch fachlich weiterbringen. Ich will in der Zukunft nicht vor einem Personaler stehen, der mir sagt "Wie, Sie haben laut Ihrem Lebenslauf zwei Jahre Erfahrung in dem Bereich. Wieso können Sie denn dann nix?"
Ich traue mich nicht, zu kündigen, weil ich Angst habe, vielleicht monatelang arbeitslos zu sein. Außerdem habe ich nach wie vor die Hoffnung, dass es irgendwann besser wird. Heimlich suche ich in der Arbeit nach freien Stellen in anderen Firmen und kopiere hier Bewerbungsunterlagen.