Die Bilanz von fünf Jahren Saufen

13

anhören

Trunksucht Maßlosigkeit Diebstahl Last Night

Seit knapp fünf Jahren gehe ich mindestens zwei Mal im Monat mit Kumpels in die Düsseldorfer Altstadt, um mich am Wochenende sinnlos zu besaufen. Das allein wäre schon eine Beichte wert, jedoch denke ich, dass es vielleicht an der Zeit wäre, eine Fünf-Jahres-Bilanz bezüglich meiner regelmäßigen Besuche an der "längsten Theke der Welt" zu ziehen:
In den ganzen fünf Jahren habe ich in der Altstadt weder die Frau meines Lebens kennengelernt noch neue Freunde hinzugewonnen. Stattdessen habe ich es aber geschafft, mir insgesamt drei Mal das Handy und zwei Mal den Geldbeutel klauen zu lassen, da die Düsseldorfer Altstadt das Eldorado aller Taschendiebe zu sein scheint. Darüber hinaus habe ich es geschafft, mich drei Mal so abzuschießen, dass ich mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus gelandet bin. Warum meine Krankenversicherung alle drei Fahrten mit dem RTW übernommen hat, ist mir ein Rätsel. Zu meinen Alkohol-Abstürzen kommen noch zwei Platzwunden am Kinn und an der Augenbraue, die ich mir zugezogen habe, indem ich einmal im Suff einfach umgefallen bzw. ein anderes Mal gegen das Schild einer Bushaltestelle gerannt bin.


Da ich in den letzten Jahren eine ziemlich hohe Toleranz aufgebaut habe, sind Totalabstürze mittlerweile eine ziemliche Seltenheit geworden, allerdings nur, was die körperlichen Symptome betrifft. Früher war es noch so, dass ich, wenn ich zu viel getrunken hatte, irgendwann einfach kotzte, danach konnte ich eh keinen Blödsinn mehr anstellen, weil ich zu gar nichts mehr zu gebrauchen war. Mittlerweile ist es dagegen so, dass ich auch mit drei Promille noch ohne Probleme laufen kann und mich am nächsten Morgen auch noch an alles erinnern kann, allerdings benehme ich mich im Suff wie ein richtig asoziales Schwein. Das fängt schon damit an, dass meine Kumpels und ich bei warmem Wetter lieber draußen chillen, anstatt in einen Club zu gehen, weil man dadurch Geld spart und man, so scheint es, leichter mit Leuten ins Gespräch kommt, wenn man nicht durch laute Musik gestört wird. Leider ist mir viel zu spät aufgefallen, dass ab einer gewissen Uhrzeit nur noch drei Arten von Leuten auf der Straße saufen: Halbstarke Minderjährige, die noch nicht in den Club dürfen und schon längst zu Hause sein müssten, Kriminelle, die entweder dein Portemonnaie abziehen wollen oder dir Drogen verkaufen wollen, und Straßenpenner. Die einzige Frage, die sich stellt, ist, zu welcher Gruppe meine Freunde und ich gehören.


Wenn wir nicht saufen, machen wir meistens irgendeinen kriminellen Blödsinn. Zu unseren größten "Heldentaten" gehören unter anderem Vandalismus, kleinere Diebstähle, sexuelle Belästigung, Zechprellerei, Landfriedensbruch und so weiter. Wenn ich auf die fünf Jahre zurückschaue, muss ich sagen, dass sich das alles nicht gelohnt hat. Es hat mich nur viel Geld, viel Zeit und viele Synapsen meines Gehirns gekostet und meine Leber macht das wahrscheinlich auch nicht ewig mit. Wenn ich darüber nachdenke, dass das Schlimmste, was mir bei meinen "Abenteuern" passiert ist, eine Platzwunde war, muss ich sagen, dass ich noch verdammt viel Glück hatte. Ich habe mich oft nicht nur asozial, sondern im höchsten Maße verantwortungslos verhalten, sodass es fast ein Wunder ist, dass mir noch nie etwas richtig Krasses passiert ist wie z.B. ein Aufenthalt auf der Intensivstation samt Magenauspumpen, eingeschlagene Zähne oder Stress mit der Polizei. Ich war mehrmals in Situationen, in denen ich kurz davor war, in eine üble Schlägerei zu geraten oder den Abend in Handschellen zu beenden.


Ich habe den Eindruck, dass ich mit jedem weiteren Abend nicht nur noch mehr Zeit und Geld und Energie verschwende, sondern russisches Roulette spiele, weil ich beim Trinken immer ans absolute Maximum dessen gehe, was ich gerade noch so eben vertrage, ohne zu kotzen, und weil es theoretisch schon der nächste Düsseldorf-Abend sein kann, an dem ich mein Leben zerstöre. Des Weiteren habe ich festgestellt, dass mir die Altstadtabende immer weniger Spaß machen, weil es immer auf dasselbe hinausläuft: Saufen und Mist bauen. Aus diesem Grund habe ich mich dazu entschlossen, meine Altstadt-Karriere als asozialer Säufer und Kleinkrimineller hiermit zu beenden und mich mehr den Freunden zu widmen, mit denen nicht jeden Abend die Gefahr besteht, dass man entweder im Krankenhaus oder bei der Polizei endet. Des Weiteren habe ich beschlossen, meinen Alkoholkonsum signifikant zu reduzieren, weil ich mich bald selbst nicht mehr ausstehen kann, wenn ich so weitermache und im nüchternen Zustand trotzdem weiterhin vorgebe, ein anständiger, umgänglicher, verantwortungsbewusster, ausgeglichener und gebildeter Mensch zu sein.

Beichthaus.com Beichte #00036082 vom 03.07.2015 um 18:05:53 Uhr (13 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Das verstecktes Sexspielzeug

14

anhören

Neugier Waghalsigkeit Schamlosigkeit Masturbation

Ich (w/26) muss beichten, dass ich ziemlich neugierig bin. Wenn ich bei anderen Leuten zu Besuch bin, dann schaue ich in ihre Badezimmerschränke oder, wenn sich die Möglichkeit ergibt, dann auch unbemerkt in die Nachttische und Ähnliches. Das ist für mich ein totaler Nervenkitzel und ich hoffe immer, dass ich dort Sexspielzeug oder ähnlich Interessantes finde. Beispielsweise habe ich einmal bei einer Freundin übernachtet, die dann morgens schon früh weg musste und ich noch ein paar Stunden in ihrer Wohnung bleiben musste. Natürlich habe ich dann in ihren Nachtschrank geschaut und dort unter Halstüchern versteckt eine kleine Sammlung Sexspielzeug gefunden. Dabei war auch ein so großer Dildo, wie ich ihn noch nie selbst benutzt habe und deshalb wollte ich ihn unbedingt testen, was ich auch getan habe. Dabei hat mich vor allem angemacht, dass meine Freundin theoretisch jederzeit hätte zurückkommen können.


Natürlich habe ich den Dildo komplett sauber gemacht und desinfiziert, bevor ich ihn zurückgelegt habe. Ich habe auch schon einmal bei einem bekannten Pärchen einen Umschnalldildo und weiteres Sexspielzeug gefunden, welche ich zwar nicht benutzt habe, aber trotzdem musste ich vor Geilheit ins Badezimmer gehen und mich erst mal selbst befriedigen. Es tut mir leid, dass ich anderer Leute Geheimnisse ausspähe, nur weil es mich so geil macht. Ich bitte um Vergebung!

Beichthaus.com Beichte #00036081 vom 03.07.2015 um 13:13:43 Uhr (14 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“35.000

“Beichte

Multikulti in Deutschland

40

anhören

Vorurteile Engherzigkeit Gesellschaft

Multikulti in Deutschland
Ich wohne in einer Großstadt und arbeite in einer Kanzlei. Wir haben eine relativ flache Hierarchie und verstehen uns recht gut untereinander. Das Team ist ziemlich multikulti. Von der türkischen Mitarbeiterin bis hin zum kroatischen Mitarbeiter ist so einiges dabei. Es sind sehr nette Kollegen und ich habe auch schon Freundschaften knüpfen können. Nun zu meiner Beichte: Ich hasse es förmlich, wie Multikulti Deutschland überrennt. Es ist der absolute Wahnsinn. Als ich in dieser Stadt, in meinem Kiez, aufgewachsen bin, war alles noch angenehm. Auf 20 Deutsche kamen gefühlte 2-5 Ausländer. Mittlerweile fühlt man sich als Deutscher allerdings in der Minderheit. Die Straßen und die Gebäude versiffen. Geht man durch bestimmte Bezirke mit hohem Ausländeranteil, kann man sich anschauen, wie heruntergekommen alles ist. Die Läden sind alle verbarrikadiert, da es eine hohe Kriminalitätsrate gibt. Ich kann nicht verstehen, wie man so blind sein kann, und trotzdem ständig schreit "Refugees Welcome". Bei meiner Arbeitsstelle gibt es ein Gesundheitszentrum, zu dem viele Ausländer müssen. Man muss sich nur mal anschauen, was da alles rein und raus geht, da kriegt man das blanke Kotzen.

Als Konsequenz dieses Multikulti-Wahns werde ich bei der nächsten Wahl für die AFD stimmen. Ich kann einfach nicht mehr zulassen, dass dieses Land so vor die Hunde geht. Ich kann noch einiges aus dem Nähkästchen plaudern. Glaubt mir, es ist kein Spaß als deutsche Kartoffel an einer Schule zu sein, die einen Anteil von 90 Prozent "Deutsche mit Migrationshintergrund" hat. Und dabei war es nur die Grundschule. Auch wenn ich liebe Menschen aus anderen Kulturkreisen kennen und mögen gelernt habe, möchte ich irgendwie verhindern, dass weiter der Asylanten-/Flüchtlingsschlamassel vorangetrieben wird. Die guten Leute überwiegen leider nicht die schlechten Leute. Daher bitte ich um Absolution, da sich anscheinend ein kleiner brauner Teufel in mir versteckt.

Beichthaus.com Beichte #00036070 vom 01.07.2015 um 22:10:38 Uhr (40 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Blähungen vom Müsli

11

anhören

Ekel Ernährung

Blähungen vom Müsli
Ich (w/29) esse seit Neustem Müsli, von dem ich ungemein übelriechende Blähungen bekomme. Aber andererseits führen die ganzen Ballaststoffe dazu, dass ich jeden Tag ein derart gewaltiges Endprodukt in der Toilette versenke, dass es noch durch den Wasserpuffer hindurch dumpf auf dem Porzellangrund auftrifft. Oft ist es ein geglückter Bilderbuchschiss, der kaum - oder gar keine Nachputzarbeiten mehr erfordert. Das ist jedes Mal so ein befriedigendes Erlebnis für mich, dass ich deswegen trotz der Blähungen nicht damit aufhöre, obwohl mein Freund mich schon mehrfach darum gebeten hat.

Beichthaus.com Beichte #00036066 vom 01.07.2015 um 18:56:28 Uhr (11 Kommentare).

In WhatsApp teilen
Zufallsbeichte
“Ein


Meine geile Zeit als Single

27

anhören

Fremdgehen Schamlosigkeit Selbstsucht Falschheit Eppingen

Ich (w/23) möchte beichten, dass ich ein absolut manipulatives und arrogantes Miststück bin. Als ich 17 war, lernte ich meine erste große Liebe kennen. Wir waren 4,5 Jahre zusammen. Im Endeffekt hatte er mich mit meinen zwei besten Freundinnen betrogen - das verzieh ich ihm sogar. Die endgültige Trennung kam dann per SMS von ihm - es ginge wohl nicht mehr, blablabla. Nach einem Vierteljahr Trauer, intensiven Alkoholkonsums und den effektreichen Genuss mancher Betäubungsmittel begann die schönste Zeit meines Lebens: mein Single-Leben. Ich ließ nichts aus, alles, was geil war und ein Genital hatte, war mein bester Freund. Bis ich meinen jetzigen Ex kennenlernte. Er war zwei Jahre jünger und bei ihm, so könnte man sagen, war es "Liebe auf den ersten Blick". Es war nicht nur die Geilheit auf sein Aussehen, die mich anzog, sondern auch sein Charakter. Dieses prollige Machogehabe, während er einem jedoch das Gefühl gab, die "Eine" zu sein. Ich hatte nie das Gefühl betrogen zu werden oder Sonstiges. Nach einigem Hin und Her lernten wir unsere Familien kennen und beschlossen, dass es nun etwas Ernstes wäre. Doch es dauerte nicht lange und mein Alter Ego aus dem Single-Leben meldete sich immer wieder.


Nach schon einem Monat hatte ich einfach keinen Bock mehr auf ihn. Wir hatten kaum Sex, damit meine ich höchstens zwei Mal im Monat, er meldete sich kaum, und als ich schon zwei Mal Schluss machen wollte, fing er immer fast an zu heulen - wovon ich mich immer wieder weich kochen ließ. Als der erste Mai kam und ein langes Wochenende war, beschloss ich dann, mir das zu holen, was ich brauchte. Donnerstags waren wir feiern, wir hatten uns zwei Wochen nicht gesehen. Natürlich war ich in voller Hoffnung, nach über einem Monat endlich Sex mit meinem Freund zu haben. Beim Feiern sprach mich ein Typ an, er kannte mich vom Sehen her, ob ich einen Freund hätte, etc. Ich verließ die Veranstaltung mit meinem Freund, doch als ich im Bett und er wieder schnarchend neben mir lag, breitete der Frust sich in mir aus. Ich schrieb dem Typen aus der Disco, während mein Freund schnarchend, schwitzend und eklig neben mir lag, er antwortete: Zwei Stunden später lag ich bei ihm im Bett und hatte supergeilen Sex, während mein Freund noch im Bett lag und mir Herzchen und Küsschen schickte. Die ich sogar las, während der Andere auf mir rumrödelte.


Als ich die Wohnung verließ und sich kein schlechtes Gewissen bemerkbar machte, startete ich den nächsten Clou: Ich schrieb meiner F-Plus-Beziehung aus meinen Singletagen, was denn heute noch ginge. Am nächsten Tag hatte ich dann Sex mit ihm. Ich hatte an diesem Wochenende also mehr Sex mit anderen Leuten als mit meinem Freund - und zu allem Überfluss war ich stolz darauf. Ich halte absolut nichts vom Fremdgehen und weiß, wie es sich anfühlt, da ich selbst betrogen wurde. Aber ich fühle mich total im Recht, das gemacht zu haben - vier Mal Sex in fast vier Monaten - ich meine, bitte?! Wie ihr euch denken könnt, ist Schluss mit ihm. Nur habe ich nicht Schluss gemacht, nein viel schlimmer - er hat unsere Traumbeziehung per Facebook beendet. Ich hatte mir das Schlussmachen extra aufgespart, um es persönlich zu machen, aber dieses Miststück nahm mir selbst das.

Wahrscheinlich ging es bei meinem fremden Beischlaf nicht mal darum, mir meinen Sex zu holen, ich denke es ging eher darum, mein unendlich großes Ego zu pushen. Trotzdem habe ich, während er Schluss machte, einen melodramatischen Auftritt hingelegt. Ich habe ihn doch geliebt und er hätte mir mein Herz gebrochen, nachdem ich es endlich jemandem anvertrauen konnte, usw. In so etwas bin ich ziemlich gut, das muss man mir lassen. Selbst wenn er das hier lesen würde und eindeutig wüsste, dass ich hier schreibe, könnte ich mich so gut aus der Sache rausreden, dass er mir glauben würde. Mein Talent zur Hochstapelei und Manipulation ist übrigens auch so verlässlich, dass ich jetzt nach der Trennung vor niemandem verheimliche, dass ich fremdgegangen bin, da ich mich eh rausreden könnte.

Beichthaus.com Beichte #00036060 vom 01.07.2015 um 13:42:58 Uhr in Eppingen (27 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht  

“35.000