Junge Leute und ihre Psycho-Pillen

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Vorurteile Engherzigkeit Gesundheit Gesellschaft

Ich (m/34) hatte beruflich die letzten vier Wochen mit einem Psychologen zu tun, in dessen Haus ich die Elektroinstallation ausführte. Ein sehr freundlicher Mann, mit dem ich oft ins Gespräch kam. Dabei kamen wir auf das Thema der jugendlichen oder jungen Erwachsenen zu sprechen, welche sich oftmals sehr auffallend benehmen würden. Ich denke, ich habe bei ihm sozusagen einen wunden Punkt getroffen, denn er begann, aus dem Nähkästchen zu plaudern. Er erklärte mir, dass von zehn Menschen im Alter zwischen 15 und 30 mindestens acht davon in psychologischer Behandlung sind. Das bedeutet meist, dass sie Medikamente bekommen, welche ihre Gefühle und Emotionen beeinflussen. Junge Menschen haben Probleme, mit ihrer Umwelt klarzukommen. Sie drehen bei kleinsten Kleinigkeiten durch oder brechen zusammen. Warum das heutzutage so ist, konnte er mir nicht sagen. Er meinte nur, dass das vor 20 Jahren noch kein Thema war, aber jetzt setzt sich keiner dieser Menschen mehr wirklich mit seinen Problemen auseinander oder versucht, etwas zu lösen, sondern geht sofort zu einem Arzt und lässt sich starke Pulverchen verschreiben.


Ich war ein wenig entsetzt und konnte das Ganze nicht so recht glauben, da ich solche Probleme nicht kannte und auch in meinem großen Bekanntenkreis nicht vermutet hatte. Am nächsten Wochenende beim Fortgehen, fragte ich bei Bekannten und Freunden nach und stellte entsetzt fest, dass wirklich fast ausnahmslos alle Medikamente, die ihr Gemüt beeinflussen, einnahmen. Bei manchen musste ich ein wenig nachfragen, andere gaben es ohne Umschweife zu. Eigentlich bin ich davon ausgegangen, dass diese Menschen einfach ein sonniges Gemüt haben. Dass diese gute Laune von Psycho-Pillen kommt, daran hätte ich im Traum nicht gedacht. Eine 23-jährige Bekannte erzählte mir, dass sie von ihrer Ausbildungsstelle geflogen ist, nachdem sie oftmals zu spät gekommen war. Daraufhin bekam sie eine Krise und ließ sich Tabletten verschreiben. Auf die Frage, warum sie nicht einfach pünktlich hätte zur Arbeit kommen können, und somit keine Probleme gehabt hätte, wusste sie keine Antwort. Ein an und für sich intelligenter Kumpel, der sehr muskulös und für mich auch geistig sehr gefestigt zu sein schien, gab auch zu, schon seit längerem Pulver zu nehmen. Seine Freundin hatte ihn damals verlassen und im Internet wurde er wegen seines trainierten Körpers gemobbt.


Daraufhin ließ er sich Pulver verschreiben, um im Leben noch halbwegs klarzukommen. Dabei dachte ich immer, dieser Mensch habe mehr Selbstvertrauen als alle anderen. Warum er nicht daran gearbeitet hat, um damit klarzukommen, konnte er mir auch nicht sagen. Er meinte nur, so wäre es schon okay und er komme jetzt besser mit seiner Umwelt klar. Diese Geschichten könnte ich noch länger fortsetzen. Was ich mir in den Tagen für Storys anhören konnte, warum die Menschen Medikamente für ihre Psyche nehmen, hat meinen Glauben an die Menschheit nachhaltig verändert. So etwas kenne ich einfach nicht, und ich hatte in meinem Leben auch schon einige Schicksalsschläge zu bewältigen und das habe ich auch ohne die Einnahme von Medikamenten geschafft! Sie kommen mit ihren Leben nicht klar und lassen sich sofort vom Doktor etwas dagegen verschreiben. So etwas ist doch nicht normal! Die Leute sollen lernen, mit ihren Problemen klarzukommen! Auch verstehe ich jetzt die eigenartigen Verhaltensweisen vieler junger Leute in der Öffentlichkeit, welche aus der Einnahme von Psychopharmaka herrühren. Ich beichte hiermit, dass ich viele Menschen jetzt mit anderen Augen sehe und diese verabscheue, weil sie ihre Probleme nicht selbst verarbeiten können und psychisch so ungefestigt sind, dass sie sofort zum Arzt laufen, um sich Pillen verschreiben zu lassen.

Beichthaus.com Beichte #00034695 vom 26.12.2014 um 07:51:44 Uhr (10 Kommentare).

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Die Eichel an dem Schnitzel reiben

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Rache Restaurant Arbeit Chef Weinheim

Ich arbeite bereits seit circa fünf Jahren als Kellner in einem Biergarten, um mir mein Studium zu finanzieren, beziehungsweise früher um mir mein Taschengeld zu verdienen und mir den einen oder anderen Luxus zu gönnen. Obwohl der Job im Sommer abartig stressig ist, kann ich mich eigentlich nicht beklagen. Ich habe ein supernettes Team, mit dem man nach Feierabend auch mal länger zusammensitzt, kann dort essen, was und wie viel ich will, und verdiene ziemlich ordentlich (meistens 17-20 Euro die Stunde).

Es könnte eigentlich ein Traumjob sein - wäre da nicht mein Hurenbock von Chef. Eigentlich ist er, was Löhne angeht, superfair und scherzt gerne mal mit mir und den Kollegen herum, leider ist er aber auch der ultimative Choleriker. In der einen Sekunde ist er supernett, in der nächsten schreit er herum, weil ein Bier etwas über Eich ist, oder weil Gäste, die ein paar Minuten sitzen (bei vollem Biergarten), nicht sofort bedient werden (auch wenn das Team schon bis zum geht nicht mehr am Rumrennen ist). Nicht nur, dass er damit den ganzen Arbeitsprozess stört, er vermiest einem einfach vollkommen die Laune und nicht selten kam es vor, dass Kolleginnen aus Angst vor ihm, anfangen zu heulen und zu zittern. Obwohl er mich meistens in Ruhe lässt, geht mir dieses Arschloch damit pervers auf die Eier und in mir staut sich einfach nur ein unglaublicher Frust auf.

Eines Tages - die Küche war komplett überlastet - sollte ich für das Küchenteam frische Milch aus dem Kühlhaus holen. Unser Chef hatte davor mal wieder einen seiner Anfälle und hatte eine supernette junge Kollegin angeschrien, die erst zum zweiten Mal arbeitete und dementsprechend sowieso fertig mit den Nerven war. Ich war auf 180. Als ich im Kühlhaus stand, kam mir ein rachsüchtiger Plan - ich packte mein Glied aus und ließ es genüsslich in die vorgekochte Jägersauce gleiten und zog es einmal quer durch die Masse. Irgendwie gab mir das eine unglaubliche Genugtuung und es blieb somit nicht das letzte Mal, dass ich meine genitale Rache auslebte. Seit dem Jägersaucen-Skandal vor circa zwei Jahren verschwinde ich jedes Mal, wenn mein Chef wieder einen seiner Anfälle hat, ins Kühllager und verunreinige die Lebensmittel mit meinem Glied. Ich reibe meine Eichel an den Schnitzeln, hänge meine Eier in die Salatsauce oder scheuere das Gesamtpaket an vorgeschnittenem Gemüse. Meinen verunreinigten Penis mache ich dann einfach mit einem Küchentuch sauber. Die Steigerung war, dass ich mir Lebensmittel durch die Kerbe gezogen und einmal sogar mein Smegma in die Suppe gekrümelt habe.

Ich weiß, dass ich damit nicht meinen Chef, sondern primär die Gäste bestrafe - weil er es ja nicht einmal weiß, und finde es sogar selbst eklig und krank. Ich habe auch jedes Mal Angst, dass ich erwischt werden könnte, da jederzeit jemand reinkommen könnte - aber ich glaube, ich brauche den Kick. Ich will also beichten, dass ich lebensmitteltechnisch ein ziemlicher Sausack und Sozi bin und ich nicht aufhören kann, aus Rache Lebensmittel zu verunreinigen.

Beichthaus.com Beichte #00034683 vom 24.12.2014 um 01:41:10 Uhr in 69469 Weinheim (19 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Rassistische Ossis

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Vorurteile Hass Aggression Misstrauen Gesellschaft

Ich bin Türke und hasse die Ossis! Ich bin hier aufgewachsen, habe zu 60-70 Prozent deutsche Freunde, habe mein Abi gemacht, gearbeitet und studiere jetzt auch noch. Nirgendwo und niemals hatte ich Probleme mit Rassismus - bis ich vor fünf Jahren das erste Mal nach Dresden ging. Ich war auf der Durchfahrt nach Prag mit meiner Schwester und wir machten einen kleinen Abstecher, um uns das verlorene Weltkulturerbe mit der Semperoper, der Frauenkirche und so weiter anzusehen. Wir wurden dort schon direkt komisch angeguckt - ich dachte zuerst, ich bilde mir das nur ein, doch kaum hatte ich in einem Café einen Satz auf Türkisch gesagt, kam schon das Erste: "Sprecht gefälligst Deutsch! Ihr seid hier nicht auf dem Basar!" Nachdem ich den alten Sack auch nur ganz normal gefragt habe, was sein Problem ist, wurden wir rausgebeten, nicht er!


Ich dachte, das war nur ein Einzelfall, bis ich die Jahre über öfter Ossis aus Sachsen bis zur Ostseeküste getroffen habe. Jedes Mal irgendein dummer Spruch oder eben Pöbelei! Es wundert mich auch nicht, dass so viele von diesem Pack diesen Beschiss in Buchform von Sarrazin gekauft haben, oder dass sie jetzt in Dresden marschieren gehen, um "gegen die Islamisierung von Deutschland und für christliche Werte zu demonstrieren." Klar doch - vor allem in einer Stadt, in der die Ausländeranzahl Promille-Werte hat und eine Gegend, die als eine der atheistischsten der ganzen Welt gilt. Was mich am meisten aufregt? Meine Eltern und Geschwister haben jahrzehntelang hier in Deutschland gearbeitet, wir sind länger in der Bundesrepublik als diese kollektiven Landeier!


Ich habe es satt, dass wir Steuern zahlen und es dann in den Solidarpakt für diesen Haufen dort geht! Damit die dort auch noch die Nerven haben, um zu behaupten, dass wir sie ausbluten würden! Damit sie regelmäßig die Internet-Foren mit ihrem Scheiß gegen Muslime und Türken oder Araber zukleistern können! Damit sie wieder Neo-Nazi-Banden auf die Welt setzen, die vielleicht wie die NSU mordend durch das Land reisen können?! Ich weiß natürlich, dass es Rassismus überall gibt, auch im Westen von Deutschland, aber nirgendwo hatten ich und viele meiner Freunde, das so oft und so heftig erlebt, wie im Gebiet der ehemaligen DDR, bzw. mit Menschen aus den neuen Bundesländern.

Beichthaus.com Beichte #00034672 vom 23.12.2014 um 02:54:12 Uhr (64 Kommentare).

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Wie ich mir den perfekten Mann angeln werde

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Völlerei Verzweiflung Selbstsucht Begehrlichkeit

Ich (w/20) bin nicht sehr glücklich. Mit 15 habe ich angefangen zu futtern, was das Zeug hält. Meine Eltern haben mich immer gewarnt, doch auf sie zu hören war außerhalb jeder Diskussion. Mit 18 war ich eine Tonne und damit die Außenseiterin in allen Bereichen. Ich habe mich zurückgezogen und als Hobby nur noch Bücher gelesen. Alle Vereine habe ich wegen anhaltendem Mobbing - vielleicht habe ich es auch nur so empfunden - verlassen. Es gibt nicht mal mehr eine einzige Freundin, die ich wirklich habe. An einen Freund ist gar nicht zu denken. In meinen Fantasien lebe ich mit den männlichen Figuren aus meinen Büchern zusammen. Sie verehren mich und tragen mich auf Händen. Ich habe mit meinem Traummann viele Kinder und bin glücklich. Aber zurück zum wirklichen Leben. Meine Lehrstelle zur Krankenschwester kann ich nur ertragen, weil es einige andere gibt, die auch zumindest als korpulent zu bezeichnen sind. Alle rauchen in den Pausen, ich habe es auch angefangen, damit ich ein bisschen dabei bin.


Die Einsamkeit zwingt mich immer wieder zu Fressattacken, deshalb schaffe ich es nicht, auch nur ein Gramm abzunehmen. Jetzt gibt es einen sehr attraktiven Assistenzarzt auf unserer Station, der aussieht wie mein Fantasie-Partner. Er ist zwar fast zehn Jahre älter als ich, aber das würde mich nicht stören. Er ist unheimlich nett. Er spricht auch mit mir, ohne mich lächerlich zu machen - ich habe fast den Eindruck, er nimmt mich ernst. Ich habe das Gefühl, dass viele Schwestern-Schülerinnen ihn anhimmeln. An diesem Mann werde ich mich festbeißen, für diesen Mann bin ich geschaffen worden, ich will ihn und dann werde ich glücklich. Jetzt stelle ich mir nur schon länger die Frage, wie kann ich an ihn herankommen, denn er wurde unlängst von einer weiblichen Person abgeholt.


In den letzten Wochen habe ich einen Plan ausgearbeitet, wie ich mir diesen Mann angeln kann. Zuerst werde ich seine Beziehung zerstören, dann werden ihm immer mehr Unglücke passieren, die von mir eingefädelt werden. Er wird verzweifelt sein und mit mir darüber in den Pausen reden. Dann werde ich ihn immer mehr umgarnen und sein Leben wieder in Bahnen lenken, ich werde ihm Liebe schenken und er wird mich dafür für immer und ewig lieben. Ich habe einige furchtbare Sachen für meinen Plan ausgeheckt, dafür möchte ich unbedingt bereits im Voraus um Verzeihung bitten, aber es muss einfach sein.

Beichthaus.com Beichte #00034665 vom 22.12.2014 um 11:01:06 Uhr (50 Kommentare).

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Der Weg zum schlanken Ehemann

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Schamlosigkeit Eitelkeit Zwang Partnerschaft Ernährung Duisburg

Ich beichte, dass ich dafür verantwortlich bin, dass mein Ehemann jede Woche schlanker wird. Er war lange Zeit übergewichtig und hat das irgendwie auch gemocht, doch nun ist er schon bald an der Grenze zum Untergewicht. Ich verbiete ihm zum Beispiel herkömmliche Desserts und lasse ihn stattdessen Früchte essen, nachdem ich ihm Wunderbeeren-Tabletten verfüttert habe. So hat er nach dem Genuss dieser Tabletten das Gefühl, dass alles schön süß ist, obwohl er sehr saure Früchte isst. Mir tut das Ganze schon leid, doch ich konnte nicht länger akzeptieren, dass ein eigentlich schöner Mann so fett war, dass man sich auf der Straße mit ihm schämen musste.

Beichthaus.com Beichte #00034645 vom 19.12.2014 um 13:29:34 Uhr in 47055 Duisburg (Gärtnerstraße) (11 Kommentare).

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