Ich will zurück in meine eigene Wohnung!

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Verzweiflung Engherzigkeit Selbstsucht Partnerschaft

Ich (m/28) stecke in einer Zwickmühle. Seit rund neun Monaten lebe ich mit meiner Freundin zusammen. Am Anfang war alles eigentlich relativ gut, aber je länger wir zusammenwohnen, umso mehr geht sie mir auf die Nerven. Ich vermisse mein altes Leben in einer eigenen Wohnung, wo ich tun und lassen konnte, was ich wollte. Ich will mich nicht trennen, ich will einfach meine Wohnung zurück. Ich beichte hiermit also, dass ich zu feige bin, um mit meiner Freundin über dieses Problem zu sprechen, da sie momentan viel größere Probleme hat und stattdessen so tue, als ob nichts wäre. Ich bitte um Absolution!

Beichthaus.com Beichte #00037731 vom 01.03.2016 um 18:10:59 Uhr (14 Kommentare).

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Selbstständig und arbeitslos

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Zorn Ungerechtigkeit Betrug Habgier

Meine Schwägerin und ihr Mann verdienen sich in ihrer kürzlich gegründeten Selbstständigkeit eine goldene Nase. Es läuft jetzt schon so gut, dass sie darüber nachdenken, sich zu vergrößern. An sich wäre das ein Grund sich zu freuen, und das tue ich im Grunde genommen auch. Allerdings sind beide offiziell arbeitslos gemeldet und lassen sich ihr Leben vom Amt finanzieren. Diese ewige Doppelmoral, das Gejammer, wie schwer sie es doch haben, wie schlecht das deutsche Sozialsystem doch ist und wie leicht es ist, den Staat zu bescheißen, ergänzt von Sprüchen über Ehre und Respekt. Bla, bla, bla! Ich kann gar nicht so viel fressen, wie ich kotzen möchte! Versteht mich nicht falsch, ich bin keineswegs neidisch! Ich kann mit meiner kleinen Familie zwar keine großen Sprünge machen, aber wir leben ganz gut und müssen nicht am Hungertuch nagen. Meine Beichte? Ich weiß gar nicht, was ich eher beichten sollte: Die Tatsache, dass ich darüber nachdenke, sie anonym beim Amt zu melden, oder die Tatsache, dass ich es noch nicht getan habe, weil sie meine Schwägerin ist.

Beichthaus.com Beichte #00037723 vom 29.02.2016 um 21:23:03 Uhr (24 Kommentare).

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“Beichte

Die Affäre meiner Frau

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Lügen Neugier Fremdgehen Verzweiflung Partnerschaft

Ich (m/39) habe meiner Frau (35) immer vertraut. Bis zu einem bestimmten Tag. Wir waren in der Innenstadt spazieren. Dann kam ein recht junger gut aussehender Mann auf uns zu. Er grüßte sie und lächelte. Ich habe sie gefragt, wer dieser Mann denn sei. Darauf wusste sie nur eine Antwort: Er müsse sie mit jemand anderem verwechselt haben, sie kenne ihn nicht. Ich glaubte ihr das erst einmal. Doch es ließ mich nicht in Ruhe und so beobachtete ich sie. Ich dachte mir, wenn sie ihn doch kannte, müsste sie irgendwann Kontakt zu ihm aufnehmen. Einige Wochen vergingen, es passierte nichts, ich wollte schon aufgeben. Doch dann wollte sie zu ihrer Freundin. An sich nicht ungewöhnlich, für sie nur dumm, dass ich mit dem Mann ihrer Freundin befreundet bin und zufällig wusste, dass er mit seiner Frau ins Wellness-Hotel wollte. Ich habe das auch, noch während sich meine Frau im Bad fertigmachte, überprüft, sie waren tatsächlich weggefahren. Also beschloss ich, ihr unauffällig hinterher zu fahren. Doch sie ging shoppen, sie musste mich wohl bemerkt haben.


Ich fuhr wieder nach Hause, und als sie kam, sagte sie zu mir, wie dumm sie bloß sei, sie hätte ganz vergessen, dass ihre Freundin heute gar nicht da sei, deshalb hat sie dann etwas Schönes für uns zwei gekauft. Sie hatte Dessous. Und wir hatten eine tolle Nacht. Ich wusste nicht mehr, was ich glauben sollte. War sie doch anständig oder einfach nur vorsichtiger? Ich hatte es schon fast vergessen, da hatte sie zwei Karten für ein Fußballspiel. Alles war gut, dachte ich. Doch dann wurde mein Kumpel, mit dem ich ins Stadion wollte, krank. Dann wollte ich mit ihr hingehen, schließlich hatte sie mir auch die Karten geschenkt. Dazu muss man sagen, dass wir schon öfters zusammen im Stadion waren. Sie ging auch gerne mit mir hin. Doch sie wollte, dass ich dann eben mit einem anderen Freund ins Stadion gehe, sie müsse noch etwas ganz Dringendes erledigen. Ich sagte zu. Nun wusste, auch schon mein kranker Kumpel Bescheid, er bemerkte, dass mir etwas auf der Seele lag. Er sagte, wenn ich damit einverstanden wäre, würde er sie beschatten. Ich hielt es für eine gute Idee, sein Auto erkennt sie nämlich nicht so leicht.


Ich ging wie gewohnt ins Stadion, währenddessen behielt mein Kumpel meine Frau im Auge. Er machte Fotos. Sehr pikante Fotos, und da ist definitiv nichts mehr abzustreiten. Er schickte mir alle Bilder per Mail. Ich war wütend, dass sie mir so etwas antun konnte. Sie hatte auf den Fotos sichtlich Spaß. Und ich dachte, jetzt habe ich auch einmal Spaß, ich packte ihre Koffer und stellte sie in die Garage. Als sie nach Hause kam, kam sie zu mir und fragte mich, warum dort ihre Koffer stehen. Ich sagte zu ihr: "Wenn ich dir nicht reiche, und du mich anlügst und betrügst, dann möchte ich dir diesen Spaß gönnen, und wenn du willst, kannst du gleich die Scheidung bekommen. Meinst du jetzt immer noch, dass ich keinen Humor habe?" Sie ging wortlos. Ich war erleichtert und irgendwie tat es mir trotzdem weh und sie fehlte mir. Nach zwei Wochen Funkstille klingelte es an meiner Tür. Sie wollte mit mir reden. Ich war froh, dass sie wieder bei mir war. Ich verzieh ihr die einmalige Affäre und sie verzieh mir meine kleinen Schandtaten. Es war falsch, ihr hinterher zu spionieren, ich hätte ihr einfach mehr Aufmerksamkeit schenken müssen.

Beichthaus.com Beichte #00037720 vom 29.02.2016 um 15:05:00 Uhr (29 Kommentare).

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Ich entstelle mich selbst!

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Verzweiflung Manie Zwang

Ich (w/25) beichte, dass ich einen Tick habe, den ich absolut nicht unter Kontrolle habe und der mein Gesicht entstellt. Und zwar habe ich eine recht unreine, aber trockene Haut und kratze mir alle Pickel auf. Wenn sie gerade am Abheilen sind und eine trockene Kruste bekommen, kratze ich sie wieder auf und das geht ewig so weiter. Daher ist mein Gesicht immer übersäht mit roten Flecken und Punkten und ich brauche morgens immer ewig, um das alles abzudecken, ich komme mir immer vor wie eine Bildrestauratorin, oder so. Und auch nach dem Abdecken sieht meine Haut nicht gerade optimal aus und man sieht, dass ich Make-up trage. Ich würde so gerne einfach morgens aufstehen, Zähne putzen, Haare kämmen und fertig sein. Und mir rund um die Uhr nach Belieben ins Gesicht fassen können, ohne Angst zu haben, etwas zu verschmieren. Wenn ich die Pickel nicht aufkratze, dann sieht man sie kaum, weil es nur kleine Erhebungen sind, die sich farblich nicht abheben.


Aber jeden Abend taste ich mein Gesicht wieder nach trockenen Pickeln ab und kratze alle auf. Es sieht so schlimm aus, dass ich so niemandem unter die Augen treten kann. Ich mache ungeschminkt noch nicht einmal dem Paketboten auf. Auf meinem Nacken und Rücken ist es genauso, aber da kann ich mich im Sommer wenigstens beherrschen, denn da sieht man ja meinen Rücken und da hinten kann man ja nicht so gut Make-up auftragen. Das Doofe ist, dass die aufgekratzten Pickel mittlerweile Narben hinterlassen haben, also rote Punkte, die nicht mehr weggehen. Die unreine Haut kommt wahrscheinlich von meiner Ernährung, aber das ist noch eine andere Geschichte. Ich beichte, dass ich diesbezüglich absolut keine Selbstbeherrschung und Disziplin habe, und es nicht hinkriege, mein Verhalten zu ändern. Stattdessen jammere ich rum und bemitleide mich selbst.

Beichthaus.com Beichte #00037719 vom 29.02.2016 um 12:47:18 Uhr (12 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Deutsch-Unterricht mit Flüchtlingen

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Vorurteile Zorn Gesellschaft

Ich unterrichte Deutsch als Fremdsprache, habe vor einigen Monaten einen Vorkurs für Flüchtlinge geleitet und möchte hiermit beichten, dass ich kein moralisches Problem darin gesehen hätte, 80 Prozent der Kursteilnehmer wieder abzuschieben. Hätte mein Arbeitgeber über meine Einstellung Bescheid gewusst, wäre mir vermutlich gekündigt worden, da man mir vermutlich latenten Rassismus und Xenophobie unterstellt hätte. Es gibt mehrere Gründe, warum ich zu meinen Überzeugungen gelangt bin. Der erste Grund besteht darin, dass von 25 angemeldeten Kursteilnehmern nur 10 Leute regelmäßig anwesend waren. Hierbei muss ich sagen, dass ich es durchaus verstehe, wenn beispielsweise die Eltern kleiner Kinder oder auch andere Kursteilnehmer wegen eines Behörden- oder Arzttermins nicht an jeder Sitzung teilnehmen können, wenn aber von 25 Leuten täglich 15 fehlen, dann frage ich mich ernsthaft, welche sonstigen dringenden Pflichten Flüchtlinge zwischen 20 und 30 Jahren haben, dass sie trotz ihrer Ambitionen, dauerhaft in diesem Land zu leben, nicht am Deutsch-Unterricht teilnehmen können.


Grund Nr. 2: Von den zehn Leuten, die regelmäßig anwesend waren, konnten sieben nicht ansatzweise schreiben. Natürlich ist mir bewusst, dass im Irak und in Afghanistan eine andere Schrift verwendet wird, jedoch denke ich, dass das lateinische Alphabet mittlerweile so international ist, dass alle, die jemals eine Schule besucht haben, wenigstens grob mit lateinischen Buchstaben vertraut sein sollten. Leute aus Ostasien, die ich unterrichte, hatten beispielsweise nie Probleme mit dem lateinischen Alphabet, obwohl man dort auch andere Schriften verwendet. Jedenfalls hatte ich auch sonst den Eindruck, dass das Bildungsniveau der Kursteilnehmer sehr niedrig war, dass die meisten vermutlich nicht einmal eine Berufsausbildung hatten und daher dem deutschen Steuerzahler vermutlich noch sehr lange, wenn nicht für immer, auf der Tasche liegen werden.


Grund Nr. 3: Natürlich kann man alles lernen, auch die deutsche Sprache, Schreiben, oder einen Beruf. Allerdings fiel mir bei den meisten Kursteilnehmern auf, dass sie überhaupt keinen Bock hatten, irgendwas in meinem Kurs zu lernen, obwohl ich mir wirklich viel Mühe gegeben habe und weder davor noch danach mit anderen Lerngruppen (z. B. Jugendlichen an Schulen, Studenten etc.) Probleme hatte. Die meisten Kursteilnehmer kamen und gingen, wann sie wollten, haben sich von mir im Unterricht auch nicht beim Telefonieren, Schlafen oder Essen stören lassen und haben auch sonst nicht den Eindruck erweckt, als interessierten sich sich auch nur ansatzweise dafür, die Sprache zu lernen.


Grund Nr. 4: Weiterhin negativ aufgefallen ist mir das Verhalten. Es gab regelmäßig Beschwerden vom Hausmeister, weil die Kursteilnehmer benutztes Klopapier einfach auf den Boden geschmissen haben, ihre Zigaretten trotz deutlich sichtbarer Aschenbecher vor dem Hauseingang einfach ausgetreten haben, überall ihren Müll liegen lassen haben, Gegenstände wie Wasserkocher aus der Küche entwendet haben, in die zuvor erwähnten Aschenbecher gerotzt haben, und so weiter. Natürlich habe ich den Kursteilnehmern mehrmals die Hausordnung erklärt und nach einer Weile wurde es auch besser, trotzdem frage ich mich, auf welchem Stand eine Zivilisation sein muss, wenn erwachsene Menschen überhaupt auf solche Ideen kommen, wie zum Beispiel vollgeschissenes Papier einfach auf den Boden zu werfen.


Grund Nr. 5: Ich hatte nicht wirklich das Gefühl, dass es sich bei den Kursteilnehmern um traumatisierte Kriegsflüchtlinge handelte. Die meisten hatten teure Smartphones, Schmuck und nicht gerade die billigsten Klamotten an. Auch sonst habe ich in Gesprächen einen komischen Eindruck gewonnen, als mir einer erzählte, dass ich mir irgendwann mal die schöne antike Architektur im Irak ansehen solle, oder als ich eine Gruppe von Eriträern dabei beobachtet habe, wie sie sich untereinander Witze erzählt und miteinander gelacht haben. Versteht mich nicht falsch: Natürlich müssen Flüchtlinge nicht unglücklich oder andauernd mit einer Fresse wie nach sieben Wochen Regenwetter herumlaufen, allerdings hatte ich bei den Leuten in meinem Kurs wirklich nicht das Gefühl, dass sie sehr bedürftig waren. Natürlich ist mir bewusst, dass meine Gruppe nur eine winzige Stichprobe war und man nicht auf alle Flüchtlinge schließen kann, allerdings konnte mir keiner aus meiner Gruppe wirklich die Hoffnung geben, sich hier jemals zu integrieren oder zu einem funktionierenden Teil unserer Gesellschaft zu werden.

Beichthaus.com Beichte #00037716 vom 29.02.2016 um 05:25:26 Uhr (40 Kommentare).

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