Meine Stiefschwester und unser Erbe

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Vorurteile Misstrauen Schamlosigkeit Begehrlichkeit

Mein Vater heiratete nach dem frühen Tod meiner Mutter eine wesentlich jüngere Frau, die bereits ein kleines Mädchen hatte. Ich war damals 14 und konnte mit der Zweijährigen nicht allzu viel anfangen. Genau genommen sah ich sie eher als Störfaktor. Als ich dann mit der Zeit merkte, dass die Kleine auch noch wesentlich liebevoller behandelt wurde, und Freiheiten zugestanden bekam, die mir in ihrem Alter verwehrt geblieben waren, konnte ich mit ihr schließlich gar nichts mehr anfangen. Mit 18 zog ich dann zu Hause aus und studierte eine Weile im Ausland, wo ich dann lange Jahre blieb und mich so selten wie möglich zu Hause blicken ließ. Vor zwei Jahren dann der Schock: Mein Vater verstarb urplötzlich und vollkommen unerwartet an einem Infekt. Um alles Nötige zu regeln und zur Beerdigung kam ich heim. Ich stellte fest, dass meine Stiefmutter total neben der Spur war und permanent hemmungslos weinte. Man konnte gar nichts mit ihr anfangen.


Zu meiner Verwunderung hatte meine Stiefschwester mit ihren 18 Lenzen jedoch alles vollkommen im Griff. Sie kümmerte sich um die Beerdigung, die Versicherungen und alles Notarielle. Ich kam mir regelrecht doof und hilflos neben ihr vor. Bald begann ich mir allerdings Gedanken zu machen, warum sie das alles so hervorragend regelte und kam nur auf eine einzige Erklärung: Sie musste wohl besonders auf das Erbe scharf sein und würde eventuell versuchen wollen, den Rest der Familie zu übervorteilen. Ich begann also, mich durch alle entsprechenden Unterlagen zu wühlen und ihr auf Schritt und Tritt zu folgen. Nach zwei Tagen spürte sie mein Misstrauen und stellte mich zur Rede. Wir gerieten ordentlich aneinander. Danach erledigten wir alles gemeinsam. Wir redeten jedoch nicht viel miteinander. Mir fiel auf, dass sie eine außerordentlich attraktive junge Frau geworden war. Sie hatte sehr weibliche Gesichtszüge, auch wenn sie merklich durch den Wind war, und ihre Figur war muskulös, straff und absolut makellos. Ab und an bildete ich mir ein, dass auch irgendwie eine Art sexuelle Spannung im Raum war, während wir mit den Papieren beschäftigt waren. Ich schob das auf die allgemeine emotionale Verwirrung, die bei mir vorherrschte, und maß dem Ganzen keinerlei Bedeutung bei.


Im Bestattungsinstitut passierte dann einer Mitarbeiterin ein gründlicher Fauxpas. Sie hielt uns aufgrund des gleichen Nachnamens für ein Ehepaar, nicht für Bruder und Schwester. Wir klärten das Missverständnis nicht auf, weil wir es beide irgendwie amüsant fanden, und spielten dann auch ein wenig Ehepaar. Ich merkte dabei plötzlich, dass die sexuelle Spannung wohl gar keine Einbildung meinerseits gewesen war. Am Abend gingen wir dann gemeinsam ins Fitnessstudio trainieren und anschließend zu Hause in die Kellersauna. Wir fielen allerdings übereinander her, noch bevor das Ding überhaupt richtig warm war. Danach gingen wir ins Bett und machten dort weiter, bis wir in den frühen Morgenstunden vollkommen fertig einschliefen. Glücklicherweise war ihre Mutter seelisch so am Ende, dass sie nichts davon mitbekam. Mit schlechtem Gewissen wiederholten wir das auch nach der Beerdigung immer wieder, obwohl wir uns mehrmals schworen, damit aufzuhören.


In den zwei Jahren seitdem hatten wir eine Art Daueraffäre, hinter die auch ihre Mutter irgendwann kam, und ein ziemliches Fass aufmachte. Mittlerweile haben wir jedoch beschlossen, es offiziell zu machen und auf die Meinung aller anderen zu pfeifen. Immerhin sind wir biologisch nicht verwandt, auch wenn der Nachname der Gleiche ist, und uns 12 Jahre trennen. Aber weder sieht man uns den Altersunterschied an, noch ist es irgendwie illegal. Ich habe allerdings immer noch ein schlechtes Gewissen, weil ich vermutet habe, sie wolle sich am Tod meines Vaters bereichern. Heute weiß ich, dass sie alles korrekt und richtig gemacht und wirklich Großartiges geleistet hat, während ich nichts Besseres zu tun hatte, als ihr hinterherzuschnüffeln.

Beichthaus.com Beichte #00037782 vom 10.03.2016 um 00:28:19 Uhr (15 Kommentare).

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Mein Freund hat mit 60 Frauen geschlafen!

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Eifersucht Maßlosigkeit Partnerschaft

Ich habe letztens erfahren, dass mein etwas älterer Verlobter (Ende 40) vor mir um die 60 Frauen hatte. Er war Profisportler und mir war klar, dass er schon seine Erfahrungen gesammelt hat, aber 60 Frauen?! Ich bin sehr geschockt und irgendwie muss ich ständig drüber nachdenken. Und nein, er lügt nicht, um damit anzugeben, es war ihm eher unangenehm. Irgendwie belastet mich das, auch wenn ich mir sicher bin, dass ich seine Letzte bin.

Beichthaus.com Beichte #00037781 vom 09.03.2016 um 15:22:53 Uhr (21 Kommentare).

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“Beichte

Liebesentzug als Erziehungsmaßnahme

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Boshaftigkeit Engherzigkeit Verzweiflung Familie

Ich beichte, dass ich (w/45) und mein Mann unserem Sohn, der mittlerweile schon erwachsen ist und studiert, mal aus lauter Enttäuschung zwei Wochen lang Liebesentzug gegeben haben. Also pures Ignorieren, er bekam nur das Nötigste, also Essen und ein Dach über dem Kopf, aber wir haben mit ihm nicht gesprochen und ihn nicht wahrgenommen. Er war damals etwa zehn Jahre alt und ich habe mitbekommen, wie gemein er und sein Kumpel einen anderen Jungen behandelt haben. Der Junge war neu an der Schule, wollte mitspielen und wurde von den beiden mit: "Verpiss dich, du Fettsack" und anderem beschimpft, was wirklich grausam war. Das Kind war dermaßen traurig und eingeschüchtert, und es war eben leider nicht das erste Mal, wie mir andere Kinder sagten. Das war nicht mein Sohn! Ich habe ihn nach Hause gekarrt und mein Mann war ebenso entsetzt und enttäuscht von ihm.


Die zwei Wochen taten uns beiden sehr weh, aber in dem Moment wollten wir das einfach nur durchziehen. Er hat natürlich mehrfach mit uns gesprochen, wollte auch abends öfter mit mir kuscheln oder mit meinem Mann spielen, aber dann sind wir einfach gegangen. Nach den zwei Wochen haben wir ihm alles erklärt. Der Kumpel war wohl die treibende Kraft - nicht gerade tolle Familie, alleinerziehende Mutter ohne Zeit, keine Vaterfigur - aber mein Sohn hat genauso mitgemacht. Mein Sohn hat sich dann entschuldigt. Er hat dem anderen sogar geholfen, Freunde zu finden. Sie selbst haben sich akzeptiert, aber eine Freundschaft ist nicht entstanden. Das fand mein Sohn zwar schade, letztlich fand er den Jungen doch ganz "cool", aber der Junge wollte nach den Aktionen nicht mehr. Das musste mein Sohn aber auch akzeptieren. Heute stelle ich fest, wie sehr er solche Gemeinheiten verurteilt. Ich weiß aber trotzdem, dass dieser lange Liebesentzug nicht richtig war.

Beichthaus.com Beichte #00037766 vom 07.03.2016 um 22:40:43 Uhr (13 Kommentare).

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Er ist ein ekliger Rassist!

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Zorn Rache Boshaftigkeit Familie

Ich (w) bin in der 11. Klasse und wohne dementsprechend noch zu Hause. Vor einem halben Jahr ist meine Tante (Papas Schwester) an Krebs gestorben und seither laden meine Eltern ihren Mann (ich weigere mich, ihn als Onkel zu bezeichnen) oft ein. Sie sagen, sie machen das, weil man es ja bei Verwandten muss. Sie können ihn absolut nicht ausstehen, was sie auch oft genug sagen und machen immer die berühmten drei Kreuze, wenn er wieder weg ist.


Der Grund - der Mann ist ein absolutes Ekel. Ich bin niemand, der mit Wörtern wie "Rassist" um sich wirft, aber dieser Mann ist der Schlimmste. Er schimpft über jeden Ausländer, sagt, dass die alle nur nach Deutschland kommen, um zu stehlen, Frauen zu vergewaltigen und nicht mal eine Toilette benutzen können. Er sagt das auch im Beisein meines Freundes, der aus Ghana kommt - hier in Deutschland geboren wurde, akzentfreies Deutsch spricht, demnächst Abi macht, schon einen Studienplatz hat, nebenbei arbeitet und richtige Lebenspläne hat. Er schimpft über Schwule und sagte, denen sollte man ein gewisses Teil abschneiden. Die Liste könnte ich endlos weiterführen. Nun war er letzte Woche Mittwoch am Abend wieder bei uns, mein Freund war auch da und er hat über Ausländer in der widerlichsten Art und Weise gepöbelt. Ich habe gemerkt, wie das meinen Freund getroffen hat, vor allem, weil er auch mehrfach über Schwarze geschimpft hat. Da bin ich irgendwann so ausgeflippt. Ich habe die ganze Zeit versucht, meine Atmung zu kontrollieren, da ich kurz vorm Platzen stand. Doch dann ist es passiert. Ich bin aufgestanden und habe gesagt: "Aha? Dann überleg doch mal, wie deine ach so supertolle Arierfrau vor ihrer Hochzeit hieß. Richtig! ...ski! Ein typisch deutscher Name? Die muss ja mächtig gestunken haben, bei den polnischen Vorfahren, die sie dementsprechend ja gehabt haben muss."


Er gab Laute von sich, die eine Mischung aus Heulen und Schreien waren und meine Eltern blickten mich nur fassungslos an. Zwei Minuten später war ich samt Freund aus der Küche verschwunden, wir haben die Haustür hinter uns zugeknallt. Mir tut es leid, was ich gesagt habe, und zwar für meine verstorbene Tante. Ich habe sie sehr gerne gemocht und ich weiß, dass sie sich sehr für ihn geschämt hat. Aber da sie der einzige Mensch war, den er tatsächlich geliebt hat, ist sie bei ihm geblieben. Sie war ein herzensguter Mensch, viel zu gutmütig, und hat leider nie Widerworte gegeben. Mir sind abends im Bett die Tränen gekommen, als ich darüber nachgedacht habe, welch hässliche Worte ich über meine geliebte Tante gesagt habe. Meine Eltern waren erst ziemlich sauer auf mich, haben dann aber schnell eingelenkt, dass sie mehr auf sich selbst sauer sind, denn so weit hätte es nicht kommen müssen. Wir werden den Kontakt jetzt endlich abbrechen.

Beichthaus.com Beichte #00037760 vom 07.03.2016 um 05:08:10 Uhr (23 Kommentare).

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“Folge

Warum habe ich die Chance ruiniert?

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Verzweiflung Begehrlichkeit Selbstsucht Stolz

Ich (w) bin ein wirklich hübsches Mädchen, dem öfter hinterhergeschaut wird, das aber durch lange Beziehung in der alten Heimat eh nie als potenzielles Zielobjekt gegolten hat. Jetzt ist diese alte Beziehung beendet und ich bin in einer neuen Stadt zum Studieren gelandet, wo ich nun auch einen "älteren" Mann über Tinder kennengelernt habe - 26, Musiker, gefühlt schon mitten im Leben. Nicht nur, dass er rein optisch mein absoluter Traum ist, er ist auch intelligent und hat eine gewisse rationale, trotzdem lebensbejahende Art, die ich sofort mochte, sowie auch ihn generell. Bereits nach wenigem Schreiben stellte er allerdings klar, wie gut auch ich ihm gefiel, er mir aber keine falschen Erwartungen auf eine Beziehung machen möchte. Wirklich auf der Suche nach einer Beziehung war ich nicht, nur Sex finde ich mit meiner sehr ruhigen Vergangenheit diesbezüglich auch nicht verwerflich. So stellte ich es so dar, als wäre mir das eh schon klar gewesen.


Es begannen wenige Wochen von sehr regelmäßigem Schreibkontakt vor dem ersten Treffen, in dem es mal um unsere beiden Charaktere ganz generell ging, mal um Sex, Vorlieben und Ähnliches. Der Kontakt wurde tatsächlich immer enger und inniger, er gestand mir auch, dass ihm das bisher noch nicht so passiert ist, sich vor einem eigentlichen Sextreffen so sehr zu freuen - und zwar auf unterschiedlichste Aktivitäten mit mir. Es klang danach, als würde er mich tatsächlich schon mögen und hätte seine Meinung über "nur Sex" revidiert. Jetzt kommt aber der Clue: Anstatt ihm zu zeigen, dass das bei mir ähnlich ist, habe ich mich auf einmal extra kühl verhalten und Kram wie: "Verliebe dich nicht" geschrieben, denn ich hielt das seinerseits für einen Test, ob ich sofort anhänglich werde, wenn er ein paar süße Dinge schreibt. Ich weiß im Nachhinein, dass er als Mann wahrscheinlich gar nicht so weit um die Ecke gedacht hat und ich dort meine Chance verspielt habe, das Ganze in andere Bahnen zu lenken.


Wir haben uns bis jetzt zwei Mal getroffen, beide Male kam es zum Akt. Ich fand die Zeit mit ihm tatsächlich sehr schön, den Sex gut - ich hätte so gerne mehr davon. Aber wie habe ich mich natürlich verhalten?! Megakühl, warum auch immer. Auf die Frage, ob ich ihn bei mir schlafen lasse, habe ich trotzig "Nein" geantwortet, ihn schnell und unkompliziert zur Tür gebracht, teilweise sogar aus Spaß seinen kleinen Bruder erwähnt, zwischendurch noch einmal gesagt, dass ich mich natürlich nicht in ihn verguckt habe - unglaublich bescheuert jedenfalls! Hätte er es mir nicht so angetan, würde ich mich auch nie so eigenartig verhalten, ich kann das selbst nicht nachvollziehen. Dazu muss man sagen, dass, hätte er mich anders kennengelernt und nicht gleich diese Ansage gestartet, wahrscheinlich das Gegenteil von kühl bei ihm angekommen wäre. Ich bin ein sehr herzlicher, verspielter und eigentlich liebenswürdiger Mensch. Mir tut das so leid, dass ich so kratzbürstig und pseudo-erwachsen ihm gegenüber war, so gespielt abgehärtet. Ich glaube, ihn hat das unterbewusst schon verletzt.


Was ich also beichte? Ich habe wahrscheinlich die Gefühle von dem Typen verletzt, obwohl ich ihn wirklich toll finde und das überhaupt nicht wollte. Gleichzeitig leide ich jetzt selbst wie ein Tier, weil er sich wenig bis gar nicht mehr meldet, nach diesen komischen Aktionen, und wünsche mir nichts mehr, als ihn einfach noch einmal neu kennenzulernen. Im Park oder so. Die zweite Beichte ist, dass ich trotz dieser beschissenen Umstände wahrscheinlich versuchen werde, die Sexbeziehung, die wir jetzt begonnen haben, weiter aufrechterhalten, und damit im schlimmsten Fall uns beiden wehtue. Ich traue mich jetzt nicht mehr, Gefühle einzubauen. Ich habe es ordentlich verkackt!

Beichthaus.com Beichte #00037751 vom 04.03.2016 um 19:38:23 Uhr (24 Kommentare).

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