Trauma für die Psychotherapeutin

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Verzweiflung Aggression

Ich bin Ende 40 und habe meiner Psychotherapeutin vermutlich ein Trauma verpasst. Es tut mir sehr leid, denn ich bin eigentlich ein sehr friedfertiger Mensch. Aber von Anfang an. Ich hatte eine glückliche und schöne Kindheit, liebevolle Eltern und keine Sorgen. Mit 21 habe ich die Frau geheiratet, die ich liebte. Sie wurde schwanger und das Glück war perfekt. Das Leben änderte sich aber plötzlich, denn unser Kind starb im siebten Monat im Mutterleib. Es war sehr schwer für mich, aber anscheinend weniger schwer für meine damalige Frau, da sie wenige Monate später fremdging. Sie hat mich ausgenutzt so lange es ging. Irgendwann war ich pleite und kaputt, sie zog dann plötzlich zu ihrem türkischen Lover. Die Scheidung gestaltete sich schwierig, da sie im Trennungsjahr zwei Kinder von ihrem Lover bekam, und teilweise keinen festen Wohnsitz hatte. Okay, irgendwann war ich dann geschieden und habe versucht, die Vergangenheit zu verarbeiten. Ich war ungefähr drei Jahre allein und habe nach einiger Zeit eine neue Frau kennengelernt.

Sie war mein Traum, alles war gut und schön. Dann wurde sie schwanger und das Glück war perfekt. Es kam allerdings die Ernüchterung, denn sie ist ein Borderliner. Insgesamt ein eher mäßiger Verlauf, aber ein normales Leben ist schwer. Wir bekamen noch ein zweites Kind und leben seither als Scheinfamilie zusammen. Es gibt seit ca. 7-8 Jahren keinen emotionalen oder sexuellen Kontakt zwischen mir und meiner Frau, wir spielen unsere Rolle für die Kinder. Und ich habe so viel probiert, weil ich nicht begriffen habe, was ein Borderliner ist. Im Job läuft es auch mehr als schlecht: Ich habe eine gute Ausbildung, aber es gab viel Ärger, schlechte Bezahlung und keine Perspektive. Es geht aber noch besser: In den letzten fünf Jahren sind meine Eltern beide an Krebs erkrankt. Eine kurze Zusammenfassung: Meine Eltern sterben bald, meine Familie ist ein Theaterstück für die Kinder, mein Job bringt mich kurz vor ein Burn-out, ein Sexualleben habe ich seit Jahren nicht und ich verliere die Hoffnung und werde zunehmend depressiv.

Meine Hoffnung war eine Therapie als Hilfe, um das alles zu verdauen: Was sagt die Frau Doktor? "Seien sie positiv", "empfinden sie Verständnis für Ihre Mitmenschen", "Respektieren Sie die Eigenheiten der anderen Menschen", und so ging das jede Therapiestunde. Mir ist dann irgendwann der Kragen geplatzt, ich bin im Affekt aufgesprungen, habe sie gepackt und angeschrien: "Deine Scheiß Ratschläge kannst du dir in den Arsch stecken!" Dieser Gefühlsausbruch tut mir leid, zumal ich 1,97m groß und sehr kräftig bin, und sie dagegen sehr zierlich ist. Ich war nie wieder in der Praxis, meine Probleme haben sich auch nicht gelöst. Ich versuche, meinen beiden Kindern eine glückliche und sorgenfreie Kindheit zu ermöglichen, und werde weiter meine Rolle spielen. Aber irgendwann kommt der Knall.

Beichthaus.com Beichte #00035957 vom 18.06.2015 um 13:51:01 Uhr (13 Kommentare).

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Acht Jahre lang eine Sexbombe

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Lügen Falschheit Selbstsucht Internet

Ich möchte hiermit beichten, dass ich und meine beste Freundin einen Typen aus dem Internet mal acht Jahre lang verarscht haben. Alles fing ganz harmlos an - sie und ich (damals noch 12 und 14) entdeckten den Knuddels-Chat. Ich meldete sie dort an, da ich schon länger dort aktiv war, und zeigte ihr, wie alles funktionierte. Irgendwann kamen wir auf die Idee - wie wahrscheinlich jeder in seiner Chat-Karriere - uns ein Sexbomben-mäßiges Profil anzulegen und damit Typen zu verarschen. Wir suchten uns also das Profilbild einer megageilen Schnecke, gaben uns als 17 aus und taten so, als wären wir ein megageiles Partyluder, das sich gern von verschiedenen Typen flachlegen lässt. Wo der Witz dabei war? Keine Ahnung, wir fanden das damals lustig. Wir wollten nur ein bisschen mit ihnen schreiben und dann offline gehen. Anfangs war es noch relativ harmlos - wir saßen beide zu zweit kichernd vor dem PC und chatteten da mit ein paar Typen rum. Hauptsächlich chattete meine beste Freundin - sie schrieb irgendwann ein 16-jähriger Typ ziemlich flirty an. Und dann fing es an. Zuerst schrieben beide nur in Knuddels miteinander und meine beste Freundin hatte es noch ziemlich raus, die Rolle des versauten Partymäuschens aufrechtzuerhalten. Irgendwann tauschten beide ICQ-Nummern aus und so schrieben beide täglich in ICQ ein paar Stunden und lernten sich langsam wirklich kennen. Meine beste Freundin war damals für ihre 12 bzw. 13 Jahre schon überdurchschnittlich reif und erwachsen und dem Typen fiel es überhaupt nicht auf, dass sie viel jünger war als er. Ich hielt den Kontakt noch für harmlos - und anfangs war auch nichts geflunkert, außer dem falschen Profilbild und dem falschen Alter.

Und dann ging es los - ich schrieb ihn ebenfalls an und stellte mich als die beste Freundin vor. Ich machte mich zwei Jahre älter, nannte ihm aber meinen richtigen Namen. Und dann fingen wir an uns ein ganzes Lügengerüst aufzubauen - angefangen von einer fremden Stadt, in der wir lebten, eine Clique, zu der wir angeblich gehören würden, der "nervige Ex" meiner besten Freundin, der sie immer wieder nerven würde, und so weiter. Es war schäbig, ja. Aber es machte uns saumäßig viel Spaß und wir erfassten damals den Ernst der Lage nicht, da der Kontakt noch ziemlich oberflächlich war. Irgendwann mussten wir uns sämtliche Dinge und Erlebnisse aufschreiben, die wir ihm erzählten und uns, wenn wir unabhängig voneinander mit ihm geschrieben haben, Bericht erstatten, damit er keinen Verdacht schöpfte. Wie es aber so ist, wenn man mit jemandem jeden Tag ca. drei Stunden schreibt, wurden die Gespräche zwischen meiner besten Freundin und dem Typen immer tiefgründiger - immer ein wenig mehr. So verging ein Jahr, in dem sie dauernd mit ihm schrieb. Zwischen ihnen hatte sich eine richtige Chat-Freundschaft entwickelt. Ich schrieb auch des Öfteren mit ihm und unser Lügengerüst baute sich immer weiter auf - wir erzählten, dass wir zusammen in Amerika waren, dass ich nun einen Freund hätte, dass sie schwanger von ihrem Ex wäre. Mittlerweile war alles was wir ihm erzählten, erstunken und erlogen und ein riesiges Wirrwarr aus Lügen und Verarsche.

Noch ein Jahr verging - ich war mittlerweile 16 und meine beste Freundin 14. Sie schrieb immer noch mit ihm und da fing es nach und nach an, dass er vor ihr seine Maske fallen ließ und wir mehr erfuhren. Er schüttete ihr sein ganzes Herz aus. Um es kurz zu machen, er war echt eine extrem arme Sau und hatte ein richtig beschissenes Leben hinter sich: Die Eltern Alkoholiker, Drogensucht, massive Aggressionsprobleme - aber er gab nach außen hin immer den harten Kämpfer und ein wenig Macho, aber innerlich sah es wohl oft anders aus. Da haben wir uns schon mal scheiße gefühlt. Meine beste Freundin nahm sich vor, den Kontakt abzubrechen, aber immer wenn ihr langweilig war, schaltete sie wieder ICQ an und tischte ihm weitere Lügen auf. Irgendwann telefonierten wir dann mit ihm und erzählten ihm irgendeinen Quatsch von wegen dass wir zusammen in Arizona wären und so einen Kram. Er hat uns das ernsthaft abgekauft - und dabei war er überdurchschnittlich intelligent und sehr selbstbewusst, und vor allem kein Mensch, der vertraut. Außerdem erfand sie eine kleine Schwester seiner Traumfrau und schrieb mit ihm ebenfalls unter diesem Namen.

Dann gab es eine Phase, in der meine beste Freundin erkrankte und in der Zeit sehr viel mit ihm schrieb. Und es kam, wie es kommen musste - als sie dann 15 war, und ich fast 17, gestand er ihr, dass er sich total in sie verliebt hätte. Er hätte solche Gefühle noch nie für eine Frau empfunden, er sei sich sicher, sie sei diejenige, auf die er sein ganzes Leben gewartet hätte. Sie wäre so anders als alle anderen Frauen, die er kennen würde, und es sei auch nicht schlimm, dass sie ein Kind hätte, er würde sich freuen. Und er wüsste, dass es ihr genauso geht. Da saßen wir nun in unserem Dilemma, das wir angerichtet hatten. Wir entschieden uns für die Notbremse. Wir logen ein letztes Mal. Und zwar erzählte sie ihm, sie wolle ein Jahr in die USA auswandern und bräuchte Abstand von allem und jedem. Er war am Boden zerstört. Und sie löschte ICQ von ihrem PC und bemühte sich, nicht mehr in den Chat zu gehen.

Leider war ich noch regelmäßig in ICQ online und dachte nicht daran, dass er mich ja noch auf seiner Liste hatte. Sofort als ich online kam, fiel er über mich her: Wie es ihr in den USA geht, was sie macht, ob sie klarkommt etc. Er wollte ihr sogar Geld schicken, als ich unbedacht den Verdacht äußerte, sie würde gerade so über die Runden kommen. Er meinte es ernst - er sagte, er will zu mir nach "Berlin" kommen, bei mir übernachten und dann mit mir in dem Flieger in die USA reisen, sein Erspartes hätte er schon abgehoben. Ich schob extrem Panik und rief meine beste Freundin an. Sie versprach, es mit mir zusammen zu regeln. Letztendlich steckten wir in der nächsten Lüge. Ich sagte zu ihm, ich würde demnächst zu ihr fahren, sie besuchen und ihm dann Bericht erstatten.

Ja, die Chance hätte ich ergreifen müssen und danach einfach nicht mehr online gehen sollen, aber ich konnte nicht - ich erzählte ihm von unseren angeblichen Erlebnissen in den USA und von ihrem Kind, von ihr, von meinem Freund. Und notgedrungen erzählte er mir von seinen ganzen Sorgen, wie sehr er sie vermisse, dass er mit keiner anderen Frau mehr eine Beziehung eingehen könnte, weil er sie unbedingt sehen muss. Als ich 17 war, bekam ich einige sehr große Probleme in meinem Leben und ging überhaupt nicht mehr in ICQ online. Meine beste Freundin allerdings ging dann wieder ab und zu online - nach genau einem Jahr teilte sie ihm dann mit, dass sie wieder da wäre und das Spiel ging von vorne los. Als mit 18 bei mir dann wieder alles einigermaßen in Ordnung war, schrieb ich ebenfalls wieder mit ihm. Er war immer noch sehr verknallt und wollte nun unbedingt, dass wir beide ihn besuchen kämen. Er würde alles arrangieren und hätte schon ewig drüber nachgedacht, in seinen Wagen zu springen und zu ihr zu fahren, nur um ihr nahe zu sein.

Keine Ahnung, wie wir es gemacht haben, und es klingt unglaublich - aber der Typ hatte kurz darauf eine Menge mit seiner Arbeit zu tun und war ständig auf Montage. Meine beste Freundin und ich ergriffen die Chance- und der Kontakt verlief unglaublicherweise ein wenig im Sand und ein halbes Jahr später dachten wir nicht mehr wirklich an ihn. Unser Gewissen hat uns zu dieser Zeit extrem aufgefressen. Es tat uns unwahrscheinlich leid um den armen Kerl, der uns seine Gefühlswelt offenbart hat, auf der wir rumgetrampelt sind, indem wir ihm Lüge um Lüge über unser angebliches Leben auftischten, bloß weil uns zwei kleinen Mädchen langweilig war.

Beichthaus.com Beichte #00035950 vom 17.06.2015 um 03:37:28 Uhr (15 Kommentare).

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“Beichte

Pornos machen mich glücklich

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Masturbation Maßlosigkeit Fetisch Sucht Medien

Das hier mag jetzt für einige wie eine billige Wichsvorlage wirken, aber es ist wirklich so: Ich (w/21) habe einen megamäßigen Pornokonsum. Morgens, wenn ich den PC anmache, suche ich mir gleich mehrere Pornos raus und gucke sie mir der Reihe nach an und ziehe mich […]
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Beichthaus.com Beichte #00035946 vom 17.06.2015 um 08:48:19 Uhr (23 Kommentare).

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Der Blowjob und der Selbstmörder

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Schamlosigkeit Trunksucht Last Night

Ich (w/20) beschloss vor zwei Wochen, nach den Prüfungen, feiern zu gehen. Da ich schon vorgetrunken habe, war ich wirklich voll. Auf dem Heimweg entdeckte ich einen jungen Mann, der vor dem Brückengeländer stand. Mir war klar, was das heißt und ich ging zu ihm hin. Ich konnte wirklich nicht mehr richtig denken und fragte ihn, was er tun will: "Nichts, geh bitte" - "Was macht dir Freude, vielleicht kann ich dir helfen?" - "Essen, Schlafen und Rummachen." Ich bot ihm an, ihm einen zu blasen und half ihm über das Geländer. Er weinte und roch stark nach Alkohol. Ich weiß auch nicht, wie ich es tun konnte, aber ich gab ihm einen Blowjob, danach weinte er allerdings weiter. Ich habe ihm meine Nummer gegeben. Am nächsten Tag schrieb er mir: "Danke für alles. Mir geht es besser." Ich bin total überfordert mit der Situation und fühle mich beschmutzt, nachdem ich ihm einen geblasen habe.

Beichthaus.com Beichte #00035940 vom 16.06.2015 um 16:37:35 Uhr (26 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Folge

Wie schmelzen die Fettpolster?

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Ignoranz Verzweiflung Trägheit Sport

Ich (w/24/1,65m/70kg) beichte, dass ich es trotz Übergewicht aufgegeben habe, abnehmen zu wollen und mich jetzt nur noch gehen lasse - kein Sport, essen so viel und was ich will - nur weil ich mit den ganzen Abnehm-Philosophien und deren Widersprüchen untereinander überfordert bin. Ich dachte immer, das sei ganz einfach und ich hätte Ahnung von gesunder Ernährung und Sport. Aber nein, überall liest man etwas anderes. Die Einen sagen, Joggen ist der beste Sport zum Abnehmen, weil da am meisten Fett verbrannt wird und alle Muskeln beansprucht werden. Die Anderen sagen wiederum, Joggen sei sogar kontraproduktiv und würde Fettpolster gar fördern, weil der Körper dann bei den Mahlzeiten bunkert. Woanders habe ich zudem gehört, beim Joggen würden zuerst die Muskeln wegschmelzen und dann erst das Fett und man sähe dann zwar dünn, aber unförmig und undefiniert aus. Man solle daher hauptsächlich Krafttraining machen. Krafttraining mache ich zwar gerne, aber nur für den Bauch und den Po, denn ich weiß aus Erfahrung, dass ich Arme und Beine wie Hulk kriege, wenn ich die trainiere, weil ich von Natur aus schon recht muskulöse und breite Arme und Beine habe.


Ich will hauptsächlich an Rücken, Armen, Schultern und Beinen dünner werden, aber nicht noch mehr Muskeln dort bekommen. Wie soll das bitte mit Krafttraining gehen? Also doch Joggen? Aber das fördert doch Fettpölsterchen? Also lieber gar nicht joggen?? Ich bin bis vor ein paar Tagen immer täglich 20 Minuten joggen gegangen, was ziemlich anstrengend für mich war, aber ich war motiviert. Danach habe ich immer ein ausgiebiges Krafttraining für Po und Bauch gemacht. Jeden Tag. Zudem habe ich mich gesund ernährt, drei Mahlzeiten am Tag, die letzte ohne Kohlenhydrate und spätestens um 19 Uhr. Ich dachte, das sei ein guter Plan. Nach einer Woche habe ich dann allerdings angefangen, mich zusätzlich im Internet zu informieren, bin dabei auf die oben genannten widersprüchlichen Informationen gestoßen und bin nun komplett verwirrt und demotiviert. Ich habe in der einen Woche mit meinem Ernährungs- und Sportplan auch nur 0,5 kg abgenommen, was ja nicht gerade viel ist. Wenn ich mal eine Woche weniger esse (ohne Sport), nehme ich normalerweise mindestens 1 kg ab. Irgendwas scheint an meinem Plan also tatsächlich falsch zu sein. Aber ich bin überfordert damit, rauszufinden, was. Ich beichte, dass ich trotz Notwendigkeit nicht mehr abnehmen will, nur weil mich diese ganze Abnehm-Branche ankotzt und ich zu dumm bin, zu wissen, wem ich glauben soll.

Beichthaus.com Beichte #00035939 vom 16.06.2015 um 13:39:22 Uhr (48 Kommentare).

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