Ich gehe nicht zum Frauenarzt

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Peinlichkeit Manie Feigheit Gesundheit Christiansholm

Ich (w) beichte, dass ich in meinem ganzen Leben noch nie beim Frauenarzt war. Dazu muss ich aber auch sagen, dass ich sexuell nicht aktiv bin oder war, da ich asexuell bin, und dadurch auch wohl ein wesentlich geringeres Risiko laufe, mich mit irgendwas Fiesem anzustecken. Ich gestehe, dass allein der Gedanke, da unten jemanden Fremdes dranzulassen, mich zutiefst abstößt, allerdings bin ich auch seit jeher beschwerdefrei, in jeglicher Hinsicht. Der einzige Arzt, zu dem ich regelmäßig gehe, ist der Zahnarzt. Ich habe mir über diese Macke echt ewig den Kopf zerbrochen, und muss gestehen, dass ich mich ganz fix wieder bestätigt fühle: Bei uns in der Stadt gab es kürzlich einen Skandal, bei dem Arzt seine Patientinnen mit einer kleinen Kamera im Kugelschreiber gefilmt hat. Ich habe mich sogar ein bisschen gefreut. Der Typ ist zwar vor Gericht gekommen und hat auch eine - wenn auch zu geringe - Strafe bekommen, aber für die betroffenen Frauen macht es das auch nicht wieder ungeschehen. Ich bitte um Verzeihung für meine Eigenart und dass ich Freunden am Rande notdürftig auch schon mal was vorgelogen habe, wenn das Thema irgendwo aufkam, da es offenbar auf Unverständnis stößt, wenn man sich nicht regelmäßig auf den Kopf stellen und auf alles Mögliche untersuchen lässt.

Beichthaus.com Beichte #00036665 vom 19.09.2015 um 16:12:21 Uhr in Christiansholm (20 Kommentare).

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Meine beste Freundin und der Frauenschläger

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Selbstsucht Rache Engherzigkeit Missbrauch Heidelberg

Ich (w/34) möchte heute etwas beichten, was mir schon lange auf der Seele liegt. Mit Mitte zwanzig traf ich auf einer Party einen Mann, charmant und einfühlsam, mit Humor, in den ich mich sofort verliebte. Wir kamen dann auch wirklich zusammen und eine Weile lang war ich unendlich glücklich wie noch nie zuvor. Das war allerdings, bevor er sein wahres Gesicht zeigte, er hatte ein Alkoholproblem, welches er gut zu vertuschen wusste, und war leicht reizbar, vor allem wenn er getrunken hatte. Immer öfter rutschte ihm die Hand aus und er verprügelte mich immer wieder. Nach außen waren wir immer noch das perfekte Paar, welches von vielen Freunden betuschelt wurde, und deswegen traute ich mich nicht, jemandem zu erzählen, dass mein Freund ein übler Frauenschläger war. Ich war mir damals einfach sicher, dass niemand mir glauben würde und sich alle von mir abwenden würden. Außerdem redete ich mir ein, dass er sich ändern würde und alles wieder so werden könnte wie am Anfang. Damit log ich mir natürlich selbst in die Tasche, aber eine Weile ging alles seinen Gang, er schlug mich fast täglich und trank genauso oft, ich hielt den Mund. Nicht mal meine beste Freundin wusste davon, und meine Eltern mochten ihn so sehr, dass ich ihnen das Herz gebrochen hätte, wenn ich etwas gesagt hätte.


Dann kam aber der Tag, an dem meine beste Freundin zu mir kam, um mir zu erzählen, dass etwas Furchtbares passiert sei, sie hätte mich ein paar Tage vorher besuchen wollen, aber nicht angetroffen, sondern nur meinen Freund. Er hätte sie dann reingebeten und sie hätten gemeinsam etwas getrunken und eins hätte zum anderen geführt. Ich war natürlich furchtbar enttäuscht, aber auch sehr glücklich, da ich jetzt einen handfesten Grund hatte, um mich zu trennen. Wir gingen auseinander, mit meiner Freundin verlor ich den Kontakt, die beiden führten, wie ich über ein paar Ecken gehört hatte, eine Sexbeziehung. Und nun kommt meine Beichte: Ich bin damals nicht zu ihr gegangen und habe ihr erzählt, wie mein Ex wirklich war. Damals hätte sie ihn noch einfach verlassen können, heute haben sie zusammen zwei Kinder - ein Unfall, ob das zweite geplant war, weiß ich nicht. Ich bereue es, dass ich zugelassen habe, dass dieses Schwein sich nicht nur eine weitere Frau zum Schlagen, sondern auch noch Kinder zulegt, und das lässt mich einfach nicht los. Ich war damals so wütend, dass ich die Konsequenzen nicht bedacht habe, und ich bereue es jeden Tag. Eine kleine Strafe habe ich aber schon bekommen: Ich hatte seitdem nicht viel Glück, und auch wenn ich jetzt wieder in einer Beziehung bin, so schön, wie die Anfangszeit mit meinem Ex, war mein Leben nie wieder. Es tut mir leid, was ich getan habe und ich erbitte Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00036663 vom 18.09.2015 um 18:23:57 Uhr in 69155 Heidelberg (Schillerstraße) (14 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Frauen mit Haarausfall

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Ungerechtigkeit Eitelkeit Engherzigkeit

Mir (m/26) sind schon in den frühen Jahren die Haare ausgefallen. Für viele mag das jetzt wieder eine Lappalie sein, aber mir hat das so zugesetzt, dass ich depressiv wurde. Bis heute bin ich nicht glücklich. Ja, ich weiß: Es gibt Schlimmeres. Aber jeder hat andere Prioritäten. Könnte ich einen Arm gegen Haarwuchs tauschen, ich würde es tun. Meine Beichte ist jedenfalls Folgendes: Seit ein paar Jahren werden die Betroffenen von Haarausfall immer jünger.
Auch trifft es mittlerweile sogar recht viele junge Frauen. Ich erzähle keinen Scheiß, seht euch einfach mal um, wenn ihr unterwegs seid. Mittlerweile sind ja in jedem Werbeblock mehrere Produkte zu sehen, die angeblich helfen. Kauft den Scheiß bloß nicht! Ich will auch keinen auf Verschwörungstheoretiker machen, aber das passt mir alles etwas zu gut zusammen. Vor 20 Jahren war das Problem auf keinen Fall so immens und weit verbreitet. Was ich genau beichte, ist allerdings, dass ich mich schon fast etwas freue, wenn ich auf der Straße wieder eine junge Frau sehe, die das typische Haarausfall-Muster hat. Männer sollen ja damit klarkommen, aber bei Frauen zeigen alle Verständnis. Transsexualität ist okay, Geschlechtsumwandlungen von Mann zu Frau ebenfalls akzeptiert - aber wenn jemand einfach nur seine verdammten Haare behalten will, ist man ein Witz für alle. Es tut mir jedenfalls leid, dass ich mich über meine neu gewonnenen Leidensgenossen freue.

Beichthaus.com Beichte #00036662 vom 18.09.2015 um 13:53:38 Uhr (16 Kommentare).

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Verrückte Liebe auf den ersten Blick

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Begehrlichkeit Fremdgehen Verzweiflung

Ich bin seit fünf Jahren in einer Beziehung mit meinem unglaublich, perfekten, liebevollen und gut aussehenden Freund. Ich kann mir weder vorstellen, ohne ihn zu leben, noch ohne ihn aufzuwachen, weil ich glücklich bin, wenn er morgens wie ein warmer Ofen neben mir schlummert und leise grunzt. Allerdings muss ich zugeben, dass wir komplett unterschiedlich aufgewachsen sind, und so unsere Differenzen haben. Seit geraumer Zeit gibt es einen anderen Mann, der mir furchtbar den Kopf verdreht. Ich habe sozusagen die unfassbare Liebe auf den ersten Blick erlebt, und kann an nichts anderes mehr denken. Er hat mich sogar todesmutig nach meiner Telefonnummer gefragt, und ich habe sie rausgegeben und verschwiegen, wie fest ich eigentlich schon gebunden bin.


Nun möchte die verrückte Liebe auf den ersten Blick mit mir essen gehen und ich habe sogar schon die Angewohnheit mein Handy mit ins Bad zu nehmen, damit mein Freund keine Nachrichten sieht, die ihn nicht unbedingt freuen würden. Ich komme mir furchtbar schlecht vor, ihn so zu hintergehen, aber ich werde mich mit dieser Einschlag-Blick-Liebe auf einen Kaffee treffen. Es tut mir jetzt schon leid. Ich hoffe, er ist ein Analphabet ohne Tischmanieren, wirklich.

Beichthaus.com Beichte #00036661 vom 18.09.2015 um 12:28:16 Uhr (20 Kommentare).

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Hässliche Backwaren für unfreundliche Leute

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Rache Ignoranz Gesellschaft Arbeit Wernau

Ich arbeite derzeit in einer Bäckerei, bevor ich im Oktober mein Studium beginne. An sich ist der Job nicht so übel, wenn man bedenkt, dass man nicht besonders viel Hirn braucht, um Brötchen zu verkaufen. Es gibt jede Menge Kunden, die einem wirklich den Tag versüßen können, weil sie einfach so freundlich sind. Allerdings gibt es da auch eine dicke Kehrseite: Die Menschen, die wohl ein einsames, trauriges Dasein fristen und meinen, ihren Frust an der armen Bäckereiverkäuferin auslassen zu müssen. Ich beichte, dass ich zu diesen Menschen auf meine eigene Art und Weise fies bin. Ich darf keine pampige Antwort zurückgeben, schließlich bin ich ein Strahlemännchen, das jedem einen wunderschönen Tag wünscht und außerdem würde das sicher Beschwerden zufolge haben, die ich nicht unbedingt verschulden will. Aber ich habe es mir zur Gewohnheit gemacht, Menschen, die nur rumnölen und nicht mal ein Guten Morgen rausbringen, die hässlichsten Backwaren zu geben.

Kein Bitte oder Danke? Du kriegst das Plunderstück, auf dem ich eben noch eine Wespe habe sitzen sehen. Mich dabei verbessern, wie ich meine Arbeit mache, obwohl du ein Ekel in Schlips bist, der vermutlich noch nie selber einen Finger gerührt hat? Das kleinste Croissant ist gerade noch gut genug für dich. Und in diesem Ton schon gar nicht, mein lieber Herr. Du schnauzt mich an, dir gefälligst das größere Stück Kuchen einzupacken? Da habe ich wohl beim Einpacken ausversehen den ganzen Kuchen eingedrückt. Ein Jammer. Manchmal fühle ich mich wirklich schlecht deswegen, vor allem wenn die Person beim Gehen plötzlich nett wird und mir noch einen tollen Tag wünscht. Aber andererseits bin ich Karmas kleine Helferin. Dafür bekommen dann die Menschen, die mit einem strahlenden Lächeln den Laden betreten, die dicksten Brötchen die ich dahabe. Ich stelle mir oft vor, wie die Miesepeter ihre Backwaren auspacken und sich aufregen, weil sie alle hässlich und klein sind. Und selbst wenn nicht, einen Moment der Genugtuung hat es mir doch verschafft. Und an alle von euch: Legt euch nicht mit Menschen an, die euer Essen anfassen!

Beichthaus.com Beichte #00036658 vom 17.09.2015 um 21:13:53 Uhr in 73249 Wernau (Kirchheimerstraße) (19 Kommentare).

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