Diplomarbeit aus dem Zug

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Betrug Schamlosigkeit Diebstahl Dummheit Aurach

Ich möchte beichten, wie ich meine BWL-Diplomarbeit geschrieben habe. Vor zwei Jahren besuchte ich meinen Kumpel in einer großen deutschen Stadt. Beim Aussteigen aus dem Zug sah ich eine herrenlose Laptoptasche auf dem Sitz liegen. Ich war der Einzige im Abteil und habe nicht lange überlegt, gleich zugegriffen und die Tasche in meiner großen Sporttasche verschwinden lassen. Auf dem Laptop befanden sich, neben tausend anderer privater Köstlichkeiten, eine nahezu komplett fertige Diplomarbeit für den Studiengang BWL. Super! Die Arbeit beinhaltete alles, was das Herz begehrt: Perfekte Gliederung, Fußnoten, Literaturhinweise, Analysen, es gab sogar mehrere, vom Verfasser durchgeführte, Erhebungen bei multinationalen Unternehmungen, ausgefeilte Schlussbetrachtungen, usw. Ich ging auf eine Business School, also privat. Und da ich ein kaum begabter, höchst mittelmäßiger Student war, sah ich meine große Chance. Ich setzte auf die fehlenden Netzwerke der Dozenten und meiner Privatuni zu normalen Unis und ging also volles Risiko.

Ich reichte das Thema ein. Es wurde stattgegeben. Und so "schrieb" ich. In der Verteidigung konnte ich mündlich sogar eine 1 machen und wurde für meine Recherchearbeit und meine Analysen ausdrücklich gelobt. Eine 1,4 war der verdiente Lohn. Immer wieder habe ich seitdem Bammel, dass das irgendwie doch noch rauskommt. Aber auf der anderen Seite ist es mir auch egal, schließlich arbeite ich, auch bedingt durch meine hervorragende Diplomarbeit, bei einem Globalplayer und habe eine gute Position, gute Vergütung und erstklassige Aufstiegschancen. Dieser schicksalhafte Moment im Zug hat mein Leben sehr positiv beeinflusst. Es war sozusagen mein Karrierebeschleuniger.

Beichthaus.com Beichte #00023585 vom 25.03.2008 um 00:49:58 Uhr in Aurach (17 Kommentare).

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Ein schwarzes Loch verschlingt die Erde!

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Boshaftigkeit Engherzigkeit Gesellschaft

Im Herbst soll der LHC der Forschungseinrichtung CERN seinen Betrieb aufnehmen. Als angehender Physiker warte ich voller Spannung auf die Ergebnisse, die uns der leistungsstärkste Teilchenbeschleuniger zu liefern vermag. Beim Surfen bin ich nun auf den ängstlichen Mr. Walter Wagner gestoßen, der sich selbst als Kernphysiker bezeichnet und eine unglaubliche Angst vor den unabsehbaren Folgen der Hochenergieexperimente im LHC zu haben scheint. Mit seiner Organisation zur Verhinderung der Inbetriebnahme des LHCs ("Large Hadron Collider legal defence fund") versucht er uns unter anderem davon zu überzeugen, dass mikroskopisch kleine Schwarze Löcher, die aufgrund der hohen Energien im Teilchenbeschleuniger entstehen könnten (was physikalisch u.U. sogar möglich sein könnte) eine ernsthafte Bedrohung für unseren Planeten darstellen.

Unabhängig davon, ob diese "Mini-Löcher" eine tatsächliche Gefahr darstellen oder nicht, finde ich die Vorstellung, dass sich die Menschheit kollektiv durch ein von ihr selbst geschaffenes, schwarzes Loch auslöscht, nur zu komisch. Da ich im Laufe der Diskussion um den anthropogenen Klimawandel eine unglaubliche Wut auf die im kollektiv so dumm und kurzsichtig agierende Menschheit entwickelt habe, fände ich es nur zu gut, wenn sie sich durch ein schwarzes Loch aus eigener Produktion selbst vernichten würde, noch bevor die mittel- und langfristigen Folgen des Klimawandels ihre Vernichtung in Angriff nehmen können. Ich lache mich jedes Mal tot, wenn ich mir dies aus Sicht einer extraterrestrischen Zivilisation vorstelle: Diese Außerirdischen beobachten die sich sukzessive durch Emission von Treibhausgasen zugrunde richtende Menschheit und plötzlich – schwupp – verschwindet der Planet in einem schwarzen Loch. Ich persönlich würde mir den Arsch ablachen über so eine dumme Zivilisation! Einfach nur herrlich.

Beichthaus.com Beichte #00023535 vom 23.03.2008 um 05:53:48 Uhr (14 Kommentare).

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“Beichte

Warum haltet ihr für mich an?!

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Peinlichkeit Engherzigkeit Auto & Co.

Ich (m/21) hasse es, wenn Autos anhalten, um mich über die Straße zu lassen. Ich bleibe dann stehen und warte, dass sie wieder beschleunigen und weiterfahren, aber diese Idioten bleiben hartnäckig stehen und fahren nicht eher los, bis ich mich bewegt habe. Wenn ich dann vorsichtig einen Schritt mache, fahren sie ein Stück vor, ich bleibe wieder stehen, sie bleiben stehen, und wenn dann noch jemand hupt, bin ich total am Ende und renne einfach über die Straße. Ich stelle mich an Straßen, die ich überqueren will, deswegen immer unauffällig hin, bis alle Autos vorbeigefahren sind, und laufe erst dann los. Wenn ich mit dem Fahrrad unterwegs bin, ist es fast dasselbe.

Beichthaus.com Beichte #00023230 vom 08.12.2007 um 21:01:47 Uhr (20 Kommentare).

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290 PS nach dem Abitur

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Lügen Falschheit Auto & Co.

Ich habe reiche Eltern. Meine Eltern verstehen nicht viel von Autos. Dies ist eine sehr dankbare Kombination. Zu meinem Abitur sollte ich ein Auto geschenkt bekommen, aber meine Eltern gaben mir aus ihrem Verantwortungsgefühl vor, mir keinen teueren Sportwagen auszusuchen, ein Abiturient soll keinen Mercedes, Porsche, etc. fahren, das würde nicht passen. Umso erstaunter waren sie, als ich ihnen ein Prospekt von Mitsubishi vorgelegt hatte. Sie meinten, dass eine Limousine ja nicht gerade typisch jugendlich ist, ich erzählte ihnen aber, wie toll doch die Alufelgen seien und ich mich in den Wagen verliebt hätte. Er war ja jetzt auch nicht super teuer. Gesagt, gekauft. Was meine Eltern nicht ganz verstanden haben ist, dass es sich hier um einen Mitsubishi Lancer Evolution handelt, der ein Orchester von 290 PS unter seiner Haube zelebrieren lässt, wenn meinem rechten Fuß danach ist. Ich habe auch keine Probleme damit, dass ich selbst in einer Tempo-30-Zone in nullkommanix auf 200 Öcken beschleunigen kann. Ich finde generell, dass Typen, die langsam fahren und einen mit Sicherheit vollquasseln, einfach weniger "Mann" sind. Ich hingegen geile mich nicht nur am Tempo, sondern auch am Neid der anderen auf. Das Leben ist schön.

Beichthaus.com Beichte #00022507 vom 14.08.2007 um 12:36:08 Uhr (11 Kommentare).

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“Beichte

Satan persönlich wohnt neben mir!

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Hass Zorn Kinder Nachbarn

Ich (m/28) HASSE die Nachbarskinder! Sowohl unterhalb, wie auch oberhalb meines Hauses wohnen Leute mit Kindern. Die Kinder über mir haben den ganzen lieben langen Tag nichts anders zu tun, als mit ihrem verdammten Basketball auf der Straße rumzutitschern und ihn gehen ihr Garagentor zu ballern. Mein Schlafzimmer liegt neben diesem Hof/Tor und die kleinen Rotznasen schmeißen mich regelmäßig aus dem Bett, wenn ich nachts arbeiten war. Unterhalb wohnt eine Familie, die eigentlich sehr nett ist, deren 4-5 Jahre alter Sohn aber NULL Erziehung erhält. Der schreit den ganzen Tag rum wie am Spieß und keiner aus der Familie außer dem Vater hat Kontrolle über den.

Da dieser aber die Woche über weg ist, gibts hier täglich Terror ohne Ende. Der Kleine schreit rum, die Geschwister sind genervt und schreien auch und die Mutter jammert in ähnlicher Lautstärke nebenher. Ich glaube es wäre mir vollkommen egal, wenn der Kleine eines Tages vom Balkon fallen würde und sich den Hals bricht, ich wäre mir nicht mal sicher, ob ich nicht noch grinsen würde. Immer wenn er da rumrennt und mich sieht, sehe ich in seinen Augen, dass er das genau weiß, wie ich ihn hasse und meistens setzt er noch einen drauf. Sein älterer Bruder meinte auf meine Frage, wieso den keiner mal richtig rund schwartet und Grenzen aufzeigt, dass das die Mentalität wäre und war auch noch stolz drauf. Er ist in Ordnung, aber der Kleine ist Satan persönlich, ich HASSE ihn.

Ich freue mich schon darauf, wenn der Bastard mal ins Teenageralter kommt, dann darf ich mich wohl auf aufgebrochene Türen und geklaute Autoradios einstellen. Immerhin wird sicher nicht lange dauern, bis er im Jugendknast sitzt, DANN ist er endlich weg, vielleicht schwärz ich ihn auch an um die Sache zu beschleunigen.

Beichthaus.com Beichte #00022144 vom 27.06.2007 um 02:28:43 Uhr (3 Kommentare).

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