Ich rettete sein Leben

13

anhören

Zorn Engherzigkeit Trunksucht Arbeit

Ich möchte gerne beichten, dass ich mich für meine eigenen Gedanken schäme. Um das zu verstehen, muss ich ein wenig ausholen. Ich bin Student und arbeite in den Ferien meist als Bademeister im örtlichen Freibad. Der Job wird nicht gut bezahlt und ist außerdem auch ziemlich anstrengend. Die meisten Badegäste sehen nur, dass meine Kollegen und ich in der Gegend herumstehen - dabei bedenkt niemand, dass wir von 07:00 bis 20:00 jeden Tag Dienst haben. Dabei müssen wir vor Badebeginn sämtliche Becken reinigen und alles sauber machen und während des Betriebes dürfen wir in der prallen Sonne stehen und müssen zu dritt aufpassen, dass uns keiner der 2.000 Gäste absäuft. Trotz alledem mache ich den Job schon, seit ich 16 bin, weil es mir einfach Spaß macht. Soweit alles gut. Mein Problem ist, dass es mir so vorkommt, als würde unsere Jugend immer dümmer werden. Sie sind unhöflich, nur auf Ärger aus und können sich nicht mehr benehmen. Mir ist schon klar, dass man im Freibad Spaß haben möchte, jedoch finde ich, dass ein gewisses Benehmen in der Öffentlichkeit angebracht ist. Nun zu meiner Beichte: Im jetzigen Sommer kam es vermehrt zu Problemen mit alkoholisierten Badegästen, vor allem Jugendlichen.

So kam es, dass ich in den paar Wochen meines Dienstes insgesamt drei bewusstlose junge Burschen, die einfach zu viel gesoffen hatten, und dann meinten, sie müssten einen Bauchfleck vom 10-Meter-Turm machen, vom Beckengrund geholt habe. Zwei davon mussten im Anschluss Mund zu Mund beatmet werden. Was mich jetzt ärgert, ist, dass keiner im Nachhinein die Größe hatte, sich zu bedanken. Obwohl jeder Einzelne der drei nur ein paar Wochen später wieder beinahe täglich im Bad sein Unwesen getrieben hat, und oft genug an mir vorbeigelaufen ist, hat keiner auch nur einmal den Mund aufgemacht. Ich weiß schon, dass es mein Job war und meine einzige Aufgabe ja genau das ist, was ich getan habe, dennoch finde ich, dass sich das so gehört. Ganz im Gegenteil, als einer von denen trotz meiner Ermahnung wieder mal mit geschätzten drei Promille über das Sprungbrett torkelte, drohte er mir noch an, mich zu verklagen, weil ich ihm anscheinend die Schulter ausgekugelt habe, als ich ihn damals aus dem Wasser zog. Seitdem ertappe ich mich hin und wieder bei dem Gedanken, dass es besser gewesen wäre, wenn ich diese Herrschaften einfach "übersehen" hätte, als sie da so regungslos am Beckenboden trieben. Das würde ich natürlich nie machen, dennoch befriedigt mich dieser Gedanke. Ich bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00032315 vom 27.11.2013 um 22:22:50 Uhr (13 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Der ungerechte Betrieb

13

anhören

Faulheit Zorn Ungerechtigkeit Arbeit

Seit einigen Monaten arbeite ich absichtlich zu langsam und zu wenig. Unser Betrieb hat letztes Jahr auf eine Lohnerhöhung und auf Weihnachtsgeld verzichtet, obwohl wir sehr gut produzieren, und wirklich sehr hart arbeiten müssen. Dieses Jahr steht auch noch das Urlaubsgeld auf dem Spiel. Außerdem werden wir nicht mal nach Tarif bezahlt und der Geschäftsführer sperrt sich gegen jede Form von Mitarbeitermotivation! Deshalb sitze ich am Wochenende meistens herum und mache so ziemlich nichts, und unter der Woche tue ich schwer beschäftigt, schaffe jedoch nicht einmal die Hälfte des Arbeitspensums des letzten Jahres! Wenn Probleme in der Anlage anfallen, versuche ich nicht, sie selber zu beheben, sondern stelle die Produktion ein und warte, bis sich jemand anderes dafür verantwortlich fühlt. Eigentlich kann ich froh sein überhaupt eine Arbeit zu haben, aber dieser Sklavenbetrieb kotzt mich an! Ich bin auch nicht der Einzige, der so arbeitet. Ich bitte um Vergebung für mich und meine Kollegen, für unsere Faulheit und die Dummheit unseres Chefs, der nicht sieht, wie er die Leute ausnutzt und das dies eines Tages zum Ruin des Betriebes führen könnte.

Beichthaus.com Beichte #00031142 vom 05.05.2013 um 10:12:11 Uhr (13 Kommentare).

In WhatsApp teilen
Zufallsbeichte
“Ein


Azubi unter Gehirnwäsche

37

anhören

Verrat Ungerechtigkeit Arbeit Chef Nesselwang

Azubi unter Gehirnwäsche
Ich möchte beichten, dass ich meinen besten Freund in arge Bedrängnis bei seinem Arbeitgeber gebracht habe. Mein Kumpel war früher ein recht fauler Strick und als solcher hatte er es doch tatsächlich geschafft, seinen Quali zu vermasseln, obwohl ich und fast alle anderen aus seinem Bekanntenkreis der Meinung waren, er hätte locker die mittlere Reife geschafft. Dadurch musste er natürlich jede Lehrstelle annehmen, die er finden konnte. Seine Mutter, eine erfahrene Restaurantfachfrau, besorgte ihm durch Vitamin B eine Lehrstelle in einem Hotelrestaurant im tiefsten Allgäu. Dorthin fuhr er nun jede Woche und kam nur noch spärlich nach Hause.


Eines Tages wurde ich im Rahmen eines Lehrganges bei der Bundeswehr in seine Nähe versetzt und machte mit ihm fest aus, eine WG zu gründen, wie wir es schon immer vorgehabt hatten. Dadurch bestellte ich auch keine Stube in der Kaserne. Als ich in seiner Wohnung ankam, traf mich der Schlag. Die Arbeitswohnung, die er von seinem Arbeitgeber bekommen hatte, war ungefähr 4 auf 3 Meter groß mit einem Bad von der Größe eines Plumpsklos. Es zog durch die Dachbalken hindurch und bei Regen stellte mein Kumpel eine selbstgebaute Konstruktion aus Stangen und Plastikplanen über sein Bett, um trocken schlafen zu können. Ich war schockiert und sagte ihm, er solle das unbedingt seinem Chef melden. Doch mein Kumpel, der sonst ein riesiges Ego an den Tag legt, winkte verschüchtert ab.


Selbstverständlich war das noch längst nicht alles. Nachdem ich ja keine Stube in der Kaserne hatte und auch meinen Kumpel nicht enttäuschen wollte, blieb ich für die Dauer des Lehrganges bei ihm und bekam so einige Sachen aus seinem Arbeitsalltag mit. Zuallererst fiel mir auf, dass er immer knapp bei Kasse war. Früher glaubte ich, es läge an den teuren Fahrtkosten nach Hause, schließlich verdient ein Kochlehrling nicht die Welt. Doch als ich eine Lohnkostenabrechnung von ihm in die Finger bekam, wurde mir alles klar. Sein Chef verlangte von ihm 154 Euro Verpflegungskosten (eine Tütensuppe am Mittag) sowie 440 Euro Miete für den Hühnerstall, in dem er seinen Lehrling wohnen ließ. Mein Kumpel bekam also am Monatsanfang satte 19 Euro auf sein Konto überwiesen. Ohne seine Halbwaisenrente hätte er sich nicht mal was zum Essen kaufen können. Als ich einen Teil der Miete bezahlte (was ja nur rechtens war, schließlich wohnte ich darin) forderte sein Chef mein Geld zusätzlich von ihm ein. Als ich ihn fragte, warum er es dem Chef erzählt hätte, blockte er ab. Immer mehr bekam ich das Gefühl, mein Kumpel wurde total ausgenutzt und sogar psychologisch misshandelt. Sämtliche Vorschläge meinerseits, mit seinem Chef zu reden, wurden mit der Bemerkung "In der Gastronomie ist das halt so" beantwortet bzw. beiseitegewischt.


Als ich erkannte, dass ich gegen die Gehirnwäsche des Betriebes nichts tun konnte, mischte ich mich nicht mehr ein. Doch ich führte Tagebuch. In den 5 Monaten, in denen ich bei ihm wohnte, dokumentierte ich alles. Ich fotografierte das Zimmer und die Lohnabrechnungen, dokumentierte seine Arbeitszeiten, die in der Regel bei 16 Stunden täglich lagen, auch Samstags (zu diesem Zeitpunkt war mein Freund noch minderjährig) sowie seine Bemerkungen und Informationen über den Arbeitsalltag, zumindest diejenigen, die ich ihm entlocken konnte. Kleine Beispiele wären da die fehlende Auszahlung oder Gewährung von Überstunden, Ratten in der Küche, Geschmacksverstärker und vergammelte Zutaten (der Ausbeuterbetrieb hatte 4 Sterne und nahezu ständig die oberen Zehntausend zu Gast) in der Küche und natürlich auch die klassischen ausbildungsfremden Tätigkeiten wie den Diener für die versnobte Gattin des Chefs spielen, das Haus streichen und und und.

Ich habe persönlich nie eingegriffen, weil ich meinen Freund sein Leben nicht noch schlechter machen wollte, als es
ohnehin schon war. Nur einmal riss mir der Geduldsfaden. Ich wachte um 2:00 Uhr in der Früh und erkannte, dass mein Kumpel immer noch nicht zu hause war, obwohl er seit 6:00 Uhr in der Arbeit war. Ich rief also seinen Chef an und fragte, ob er schon auf dem Heimweg war. Sein Chef fing an mich anzuschreien, von Null auf Hundert. Ich dachte ja meinem Freund wäre auf dem Heimweg was passiert, aber er war tatsächlich noch in der Arbeit. Ich hörte mir die Schimpftirade seelenruhig an und sagte dann mit ruhiger Stimme: " In 10 Minuten ist er daheim. Sonst schick ich die Polizei." Dann legte ich auf. Kurz darauf wurde er vom Chef persönlich heruntergebracht.


Als mein Freund vor einem Jahr die Ausbildung beendete, hatte ich schon Kontakte zu einigen Lehrlingen, die im selben Betrieb gearbeitet hatten, aufgebaut. Die meisten hatten schon vorzeitig abgebrochen. Unterstützt von ihren Aussagen und meinem Tagebuch legte meine Mutter, eine IHK-Prüferin, die Fakten den zuständigen Ausbildungsleitern auf dem Tisch. Ende vom Lied: Mein Kumpel bekam eine Nachzahlung von 3.000 Euro sowie ein erstklassiges Arbeitszeugnis, der Betrieb durfte keine Lehrlinge mehr aufnehmen und hatte nach einigen Besuchen des Gesundheitsamts nur noch 2 Sterne. Diese Episode bereue ich nicht. Aber ich bereue, dass ich mich in jener Nacht zu diesem Telefonat hinreißen ließ, obwohl mein bester Freund das sicherlich ausbaden musste, und zwar noch fast 2 ganze Lehrjahre lang.

Beichthaus.com Beichte #00030106 vom 20.07.2012 um 00:43:28 Uhr in Nesselwang (37 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Stempelbettler

97

anhören

Verrat Missbrauch Betrug Ungerechtigkeit Arbeit Oettingen

Stempelbettler
Ich bin Mitarbeiter eines Großhandelsbetriebes für Baustoffe. Zu uns kamen immer in regelmäßigen Abständen Arbeitslose und Hartz IV Empfänger die uns immer nach Stempeln gefragt haben. Zur Information diese Stempel haben sie benötigt, quasi als Nachweis das sie sich bei uns vorgestellt haben, wir aber "leider" keine Stelle für sie haben. Die Dreistigkeit dieser Menschen uferte schon ins bodenlose. Meistens waren sie immer in einer Gruppe unterwegs. Einer kam rein und fragte ob er denn einen Stempel haben könnte und wenn er den bekommen hatte, dann stand auf einmal der Rest im Büro und wollte auch einen. Was ich nur nie nachvollziehen konnte war, dass mein Chef bereitwillig schön brav einen Stempel nach dem anderen verteilte. Ich hasste diese Bagage von Monat zu Monat mehr und stellte meinen Chef zur Rede, ob er es denn richtig findet das wir täglich mindestens 8 Stunden arbeiten und diese verdammten Schmarotzer jeden Monat unsere Verkaufstheke belagern, nur weil sie keine Lust zum arbeiten haben. Daraufhin hat er das dann eingestellt und denen nur immer gesagt: "Schicken sie eine richtige Bewerbung an unsere Personalabteilung und dann können Sie einen haben." oder "Ja, schicken Sie eine Bewerbung wir haben gerade ganz viele unterschiedliche Stellen frei!". Danach haben wir sie nie wieder gesehen.

Nun zu meiner Beichte ich habe diese Menschen dann immer an das (damals noch) Arbeitsamt gemeldet und als "Stempel-Bettler" denunziert, weil ich es verdammt nochmal nicht einsah und auch heute noch nicht einsehe das alle anderen jeden Tag hart und aufs neue ihrer Arbeit nach gehen und diese elenden Schmarotzer auf unsere Kosten Leben. Einer wollte sogar einmal Kohlen bei uns kaufen. Dafür hatte er einen Bezugsschein. Jetzt war der Gute nur so schlau und hat uns gefragt ob wir denn nicht einen Barbeleg über den kompletten Betrag machen könnten und ihm aber nur die Hälfte Kohlen geben könnten, die andere Hälfte die nimmt er dann in Bar. Unter dem Vorwand das ganze erst bei uns prüfen zu müssen, haben wir den Schein kopiert einen Anruf beim Arbeitsamt gemacht und den Guten bei seinem Sachbearbeiter gemeldet. Ob ich mich gut dabei gefühlt habe? Ja, und ich würde es heute ohne mit der Wimper zu zucken wieder tun! Sollen sie doch arbeiten wie alle anderen auch, dann haben sie das Problem nicht.

Beichthaus.com Beichte #00028459 vom 02.01.2011 um 11:12:10 Uhr in Oettingen (97 Kommentare).

Gebeichtet von CBR77 aus Stuttgart
In WhatsApp teilen

“Beichte

Meine Freundin braucht einen anderen Kerl!

4

Vorurteile Dummheit Drogen

Ich (w/24) hasse den Freund meiner guten Freundin! Er ist so unglaublich dumm. Einmal haben wir (also meine Freundin und ich) uns unterhalten, es ging um Vermögensberatung und die Jobfunktion innerhalb eines solchen Betriebes. Er mischte sich in das Gespräch ein und meinte: "Ach ja, Vermögensberatung, da arbeiten Statiker, ne?" Unglaublich, wie hohl dieser Typ ist! Zudem ist er noch stolz drauf, sich ein Jahr lang Ecstasy reingeschmissen zu haben, ohne groß was zu merken. Ich hasse Drogen und Leute, die davon offensichtlich noch mehr verblöden! Unter Alkoholeinfluss habe ich mal mit meiner Freundin rumgeknutscht und sie hat es ihm erzählt - am Anfang hatte ich noch ein schlechtes Gewissen, weil er voll sauer auf mich war, aber im nachhinein bereue ich nichts! Hoffentlich lernt sie einen anderen Typen kennen und tritt ihm in den Arsch!

Beichthaus.com Beichte #00021531 vom 26.04.2007 um 03:11:07 Uhr (4 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht  

“35.000