Das Heft im Container

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Dummheit Feigheit Vandalismus Lügen

Als Teenager ging ich auf das Gymnasium - das ist schon eine ganze Weile her. Ich schrieb damals immer Vieren oder Fünfen, was ich natürlich geheim halten wollte. Wenn die Arbeitshefte voll waren, verbrannte ich sie immer in unserem Garten - damit man sie niemals finden konnte, da ich gerne auch mal die Unterschriften meiner Eltern fälschte. Ich nutzte immer die Gelegenheit, wenn gerade niemand zu Hause war. Als ich dann mein Mathearbeitsheft verbrennen wollte, kam meine Schwester nach Hause, als es gerade zur Hälfte abgebrannt war. Ich bekam Panik, trat das Feuer aus, rannte zu dem Altkleider-Container direkt gegenüber und warf es dort hinein. Was ich nicht bedachte, war allerdings, dass das Heft noch glühte. Das Ende der Geschichte war dann, dass der Container abbrannte. Ich konnte noch nicht einmal zugeben, dass ich daran schuld war, als die Polizei mich danach befragte. Ich habe ihnen einfach ins Gesicht gelogen und behauptet, dass es ein paar Jungs waren, die ich nicht leiden konnte. Deshalb konnte ich ein paar Tage lang auch kaum schlafen.

Beichthaus.com Beichte #00031743 vom 14.08.2013 um 19:57:15 Uhr (8 Kommentare).

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Sangria mit Geheimzutaten

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Ekel Rache Falschheit Trunksucht Last Night Mutterstadt

Vor ungefähr vier Jahren war ich (m) auf einer Party ein paar Dörfer weiter eingeladen. Der Gastgeber war eher ein unbeliebter und nicht gerade sehr gern gesehener Gast bei uns im Freundeskreis. Wir entschieden uns trotzdem hinzugehen, da uns eine Menge Alkohol, Mädels uns eine sturmfreie Bude versprochen wurde. Dort musste ich leider feststellen, dass "eine Menge Alkohol" bedeutete, dass dort ein Kasten Bier, eine billige Flasche Kräuterlikör und zwei Flaschen Sangria standen. Die Mädels waren zwischen 13-15 Jahre alt, machen waren noch dazu moppelig und sonst war auch kein "Hingucker" dabei, außer das eine Mädel. Sie war zwischen 18 und 20 und kam auch nur als Aufsichtsperson für ihre Schwester, die wohl erst dreizehn war. Da ich keine andere Möglichkeit hatte, als das Dorf vor sieben Uhr morgens mit dem Bus zu verlassen, machte ich das beste daraus. Ich schnappte mir den Kräuterlikör und setzte mich zu ihr, sie war sichtlich gelangweilt und nahm das Angebot an.


Wir lachten und unterhielten uns, dank dem Alkohol wurde es immer lustiger. Ich dachte schon, der Abend wäre gerettet, bis besagter Gastgeber sich zu uns gesellte. Er war bekannt dafür, alles Mögliche zu tun, um seine Vorteile daraus zu ziehen, deshalb schwante mir schon Böses, als er mit uns trank. Natürlich waren wir dann ein kleines bisschen angeheitert, und wie man das so kennt, zwingt der Alkohol einen dann doch irgendwann, die Toilette aufzusuchen. Als ich wieder zurückkam war nicht nur der Kräuterlikör weg, nein, auch der Gastgeber und das Mädel waren verschwunden. Genervt gesellte ich mich dann zu einem Kumpel, der mich dann darüber aufklärte, dass die beiden in seinem Zimmer verschwunden wären. Ich war bedient und musste mir etwas einfallen lassen. Also schnappten wir uns die zwei Päckchen Sangria und füllten damit einen Eimer. Mit ein paar Orangen und Partydekor richteten wir das Ganze noch schön her und tranken davon, bis wir keine Lust mehr darauf hatten. Da sie Beiden noch immer nicht wiedergekommen waren, überlegten wir uns, wie wir uns rächen sollten.


Und jetzt wird es eklig. Wir pinkelten und spuckten in den Eimer. Als dann der Gastgeber mit seiner Eroberung wieder kam, luden wir sie ein, sich erneut zu uns zu gesellen. Wir lachten uns innerlich ins Fäustchen und am Morgen, als wir gingen, haben wir es ihm erzählt, damit es auch Sinn macht. Er glaubte uns nicht und lachte nur. Ich weiß, dass das absolut ekelhaft und krank war, aber jeder, der diesen Typen kennt, hätte das Gleiche getan. Zu Schaden kam er auch nicht, da er wirklich nicht glaubte, dass wir das gemacht haben. Urin ist zudem steril, und ein bisschen Speichel trinkt man auch, wenn man aus fremden Gläsern trinkt. Ich lache allerdings noch oft darüber, besonders, wenn ich ihn sehe.

Beichthaus.com Beichte #00031733 vom 12.08.2013 um 14:53:35 Uhr in 67112 Mutterstadt (19 Kommentare).

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Ihr schreckliches Geheimnis

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Morallosigkeit Verzweiflung Lügen Verrat Innsbruck

Vor einigen Monaten hat mir meine Ex-Freundin anvertraut, dass sie keine schöne Kindheit hatte. Sie redete gut zwei Stunden und musste immer wieder pausieren. Da es Nacht war und wir beim Spazieren waren, habe ich erst später gemerkt, wie sehr ihr dies zusetzte und wie ihr die Tränen die Wangen runterliefen. Sie sagte mir von Anfang an, dass ich (w/23) es keinem erzählen darf und nach dem Gespräch war mir auch klar, warum. Natürlich versuchte ich, ihr schreckliches Geheimnis für mich zu behalten. Doch da ich mit der Situation total überfordert war und am nächsten Tag sogar einen Nervenzusammenbruch deswegen bekam, beschloss ich, mich einer Person anzuvertrauen: meiner Therapeutin, die ich ursprünglich wegen gesundheitlicher Probleme aufsuchte. Ich musste für die erste Zeit sogar Beruhigungstropfen nehmen, weil ich das Gesagte nicht aus meinem Kopf bekam. Es beschäftigte mich noch wochenlang und auch heute noch. Da ich immer und immer wieder von den schrecklichen Bildern heimgesucht wurde, und meine Therapeutin nicht erreichbar war, habe ich Rat bei meiner Mutter gesucht - und ihr einiges von dem Gehörten erzählt. Doch auch nach diesem Gespräch ging es mir nicht besser.


Ich bin nicht stolz drauf und es tut mir auch wahnsinnig leid, aber ich wusste mir nicht zu helfen. Es fraß mich auf, ich war fertig und hatte furchtbare Bilder im Kopf, also redete ich noch mit meiner besten Freundin darüber. Keinen der drei erwähnten Personen erzählte ich alles, sondern nur die Grundrisse, damit sie mich verstehen und mir eventuell helfen konnten. Meine Beichte ist also, dass ich meiner damaligen Freundin und jetzt guten Kollegin versprochen habe, ihr Geheimnis für mich zu behalten und es dennoch drei Personen erzählt habe. Auch wenn es unter diesen Umständen vielleicht nachvollziehbar ist. Es tut mir wirklich leid und ich kann ihr manchmal nicht in die Augen sehen, weil es wirklich ihre Geschichte war und sie mir sie im größten Vertrauen erzählt hat. Aber ich habe es auch nur weitererzählt, weil ich damit nicht umgehen konnte. Ich bitte um Absolution, dass ich in meiner verzwickten Lage gelogen, Vertrauen missbraucht und geredet habe.

Beichthaus.com Beichte #00031713 vom 08.08.2013 um 12:21:57 Uhr in 6020 Innsbruck (Bruneckner Straße) (31 Kommentare).

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Die Kotschmierer

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Ekel Unreinlichkeit Rache Nachbarn Tiere

Die Kotschmierer
Ich (m) wohne mit meiner Familie an einem kleinen Weg, der direkt zum Wald führt - hier kommen viele Hundebesitzer vorbei, wenn sie mit ihrem Liebling spazieren wollen. Eine Dame aus unserem Dorf lässt ihren Liebling immer bei uns auf dem Grundstück sein Geschäft verrichten. Mehrmals haben wir sie schon dabei erwischt und auch darauf angesprochen und sie gebeten ihren Dreck weg zu machen. Aber emotionslos hat sie den Kot immer liegen lassen. Wir mussten also immer selbst sehen, wie der Scheiß wieder weggeräumt wurde. Irgendwann war ich dann mal betrunken und kam auf die Idee, es dieser Dame doch mal gleich zu tun. Mit ein paar Kumpels haben wir dann jedes Häufchen gesammelt, das wir finden konnten. Dann haben wir uns zu dem Haus der Dame geschlichen und wollten die Häufchen eigentlich in ihrem Vorgarten verteilen, aber irgendwie fanden wir es dann lustiger, ihren Wagen damit einzuschmieren.

Wochenlang war es das Gesprächsthema Nummer eins im Dorf, darüber zu munkeln, wer der geheime "Kotschmierer" wohl ist. Diese Attacke hat beim Verhalten der Dame allerdings nichts bewirkt. Oft genug erwischen wir sie immer noch dabei, wie ihr Hund in unsere Einfahrt oder den Vorgarten macht. Solange die Dame nichts daraus lernt, wird sie sich alle paar Monate über eine Hundehaufenüberraschung freuen. Ich werde erst damit aufhören, wenn sie den Kot ihres Hundes einsammelt. Irgendwie ist es doch auch Ironie. Sie respektiert das Eigentum von anderen nicht, aber wenn ihr eigenes betroffen ist, schreit sie so laut, dass es jeder im Dorf mitbekommt.

Beichthaus.com Beichte #00031684 vom 02.08.2013 um 09:46:30 Uhr (23 Kommentare).

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Die Plantage im Wald

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Drogen Falschheit Diebstahl Maßlosigkeit Morallosigkeit Gilserberg

Vor ungefähr 20 Jahren habe ich noch gekifft. Immer mit Genuss, und Bongrunden mochte ich auch nie besonders. Ich habe immer gefragt, ob dann jemand einen Joint mit mir rauchen mag, und bin dann mit den Leuten lieber rausgegangen. Eines Abends war ein Mädchen da, […]
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Beichthaus.com Beichte #00031649 vom 25.07.2013 um 16:17:51 Uhr in Gilserberg (42 Kommentare).

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