Die Freakshow meines Chefs

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Verrat Boshaftigkeit

Ich weiß, dass sich mein Boss und sein Prokurist neben den wirklich guten und geeigneten Bewerbern immer auch Kandidaten zu einem Vorstellungsgespräch einladen, die sich alleine schon aufgrund ihrer fehlerhaften, grottenschlechten Bewerbungsunterlagen im Vorfeld disqualifiziert haben. Je schlechter die Grammatik, je geringer die Fremdsprachenkenntnisse, je niedriger die Qualifikation für die offene Stelle ist und je hässlicher das Bewerbungsfoto, desto größer ist die Chance, eingeladen zu werden.
Die beiden sprechen dann immer vom Mutantenball oder aber auch von "Sonderschul-Casting" und machen sich einen großen Spaß daraus. Sie weisen die armen Teufel vorher darauf hin, dass das Bewerbungsgespräch auf Video aufgezeichnet wird, nur um nachher die "größten Stunts" der hilflosen Kandidaten, wahlweise auch Deppen genannt, noch mal in einer "Freakshow" anzuschauen. Gerne werden diese Filme auch in großer, lustiger Rund den Abteilungsleitern oder Freunden vorgespielt. Steht z.B. in der Bewerbung "Schulenglisch - gut" dann führen sie das Gespräch konsequent auf Englisch. Oder sie lassen sich etwas anderes gemeines einfallen. In jedem Fall aber, nehmen sie die ahnungslosen, überforderten Bewerber richtig auseinander. Grade heute Vormittag war wieder eine richtig fette Frau hier, die mit den Worten verabschiedet wurde: Also, bei Ihnen werden wir uns definitiv nicht melden. Meine Fresse, Sie sind völlig untauglich. Den Job für Ihre geringe Qualifikation müssten wir hier erst noch erfinden.“ Im Hintergrund brüllte der Prokurist vor Lachen. Die arme Dame hat lange durchgehalten. Viele brechen entnervt mittendrin ab, einige laufen sogar weinend raus. Zu den geeigneten Bewerbern, also zu den Menschen, die sie gerne haben wollen, sind sie sehr zuvorkommend und angenehm. Aber zu den anderen nicht. Und diese Personen werden ausschließlich zur allgemeinen Belustigung eingeladen. Ich finde das so boshaft und Menschenverachtend und wünsche mir, dass irgendeiner die Verarsche kapiert und den beiden mitten im Gespräch ordentlich eine ballert.

Beichthaus.com Beichte #00024196 vom 03.07.2008 um 21:04:55 Uhr (37 Kommentare).

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Geisterstunde

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Feigheit Dummheit

Ich (w) bin 19 und schlafe öfter bei meiner Freundin (18). Wir gehen beide noch zur Schule, sind aber nächstes Jahr fertig und wollen beide Medizin studieren. Neulich erzählte mir meine Freundin, dass es in ihrem Zimmer nachts spuken würde! Ich habe sie natürlich ausgelacht, weil ich an diesen ganzen Geisterkram nicht glaube. Doch sie erzählte mir ganz aufgeregt, dass sich nachts ganz von alleine die Tür ihres Einbauschrankes öffnen würde, obwohl sie den abgeschlossen hätte. Außerdem würden vom Schrankinneren nachts komische Geräusche kommen. Ich versprach ihr, dass ich am Wochenende bei ihr schlafen würde, um der Sache auf den Grund zu gehen. Am Samstag legte ich meine Matratze sogar direkt vor den Schrank. Um ganz sicher zu gehen, räumten wir den Schrank komplett leer, klopften ihn von Innen nach Hohlräumen oder versteckten Türen ab und saugten und wischten ihn blitzeblank. Ich habe dem Ganzen nicht viel Bedeutung beigewohnt, fand es eher lustig. Gemeinsam warteten wir die "Geisterstunde" ab. Nichts geschah. Gegen 2:00 Uhr legten wir uns hin und schliefen ein.

Kurze Zeit später wurde ich aber durch einen eiskalten Windzug geweckt. Es war so, als würde mir etwas Eisiges direkt ins Gesicht pusten. Ich schreckte hoch, durchs Fenster fiel Licht ins Zimmer und ich sah meine Freundin. Sie schlief seelenruhig in ihrem Bett. Und plötzlich hörte ich ein Rascheln im Schrank und dann ein leises Klopfen. In Panik schrie ich auf und setzte mich mit dem Rücken gegen die Schranktür. Meine Freundin wurde wach und machte das Licht an. Zwei Mal hat es noch ganz laut von Innen gegen die Tür gebollert. Ich habe es richtig im Rücken gemerkt. Und plötzlich war alles vorbei. Der Schock saß uns beiden noch in den Gliedern, wir trauten uns aber nicht, die Schranktür zu öffnen. So setzte sich meine Freundin neben mich auch mit dem Rücken zur Schranktür. Und auf einmal raschelte es wieder in dem Schrank und die Tür fing an zu vibrieren. Dann hörte es wieder auf. Wir saßen beide vor dieser Tür und weinten. Und dann geschah das Unfassbare. Meiner Freundin fiel der Schrankschlüssel auf den Kopf, was gar nicht hätte passieren können, da wir den Schrank abgeschlossen hatten und dem Schlüssel noch eine Extradrehung gegeben hatten. Der Schlüssel fiel einfach aus dem Schloss heraus. Wie kann das gehen?

Wir erschraken sehr laut, wovon auch ihre Eltern wach wurden und ins Zimmer kamen. Als der Vater uns so sah, musste er lachen. Wir gingen von der Tür weg, er hob den Schlüssel auf und öffnete den Schrank. Nichts! Es war nichts zu sehen. Es war noch so sauber und leer wie am Nachmittag. Natürlich hat er uns nicht geglaubt und vermutet, dass bei uns Drogen im Spiel seien. Dem ist aber nicht so. Wir haben uns das alles nicht eingebildet. Wir haben das wirklich erlebt und gehört. Ganz schön gruselig, oder? Es gibt offenbar zwischen Himmel und Erde Dinge und Phänomene, die naturwissenschaftlich nicht wirklich zu erklären sind. Und ich weiß jetzt definitiv, dass es Geister gibt. Nicht im Sinne von Hui-Buh oder Poltergeist, daran glaube ich nicht.

Wahrscheinlich aber sind es Rest-Energien von verstorbenen Seelen oder so. Und sie spuken auch. Das heißt, sie entladen ihre Energien noch irgendwo bzw. wollen kommunizieren. Sie sind wahrscheinlich nicht böse und wollen niemandem schaden, aber nervenaufreibend ist es schon. Meine Beichte? Ich glaube an Geister und habe den Beweis dafür, dass es sie gibt. Da ich es selber erlebt habe.

Beichthaus.com Beichte #00024176 vom 29.06.2008 um 17:33:55 Uhr (46 Kommentare).

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“Beichte

Eine zerstörte Hochzeit

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Dummheit Fremdgehen Ungerechtigkeit

Wir (6 Typen) beichten, dass wir vor zwei Jahren aus Versehen die Hochzeit unseres Freundes verhindert und durch die daraus resultierende Kettenreaktion viele Leute ins Unglück gestürzt haben. Es kam so: Wir organisierten seinen Junggesellenabschied und zogen mit ihm betrunken über den Kiez (Reeperbahn/Vergnügungsmeile in Hamburg). Dort musste er an junge Frauen Schnäpse verkaufen. So weit, so gut. Der Zufall wollte es, dass wir dort auch auf seine Ex aus Dänemark trafen, von der er sich zwei Jahre zuvor getrennt hatte und die wieder zurück nach Kopenhagen gezogen war und hier an diesem Wochenende nur eine Freundin besuchte. Sie umarmten sich lange und küssten sich. Daran ist an einem Junggesellenabschied nichts auszusetzen! Zumal noch ein finaler Puff-Besuch fest eingeplant war. Dann zogen wir weiter. 20/30 Minuten später, in einem unbeobachteten Augenblick, haute er aber ab. Unser Kollege war plötzlich verschwunden. Er war nicht mehr aufzufinden. Er war weg. Das Problem, er tauchte auch am nächsten Tag nicht mehr auf. Wir alle, seine Eltern/Schwiegereltern und seine Zukünftige suchten ihn überall. Einer von uns bekam dann eine SMS, in der unser Kollege schrieb, dass wir bitte der zukünftigen Braut das Ende der Beziehung mitteilen mussten. Er war mit seiner alten Liebe wieder zusammen und wollte mit ihr leben und nach Dänemark ziehen.

Natürlich hat uns alle Welt Vorwürfe gemacht und seine ehemalige Verlobte hasst jeden Einzelnen von uns. Immer noch! Zumal man sagen muss, dass die beiden eigentlich verdammt gut zusammengepasst hätten. Letztes Jahr hat er dann seine Dänin geheiratet, weil sie relativ schnell schwanger geworden ist. Naja, und seit April dieses Jahres lebt er wieder hier in Deutschland und hat sich von seiner dänischen Frau getrennt. Die uralten Probleme, die Gründe weshalb schon der erste Versuch mit den beiden scheiterte, waren auch diesmal wieder Schuld. Er ist natürlich über den bisherigen Verlauf seines Lebens recht unglücklich und war am Anfang schlecht auf uns zu sprechen, da er uns zumindest eine Teilschuld an seiner Misere gab. Aber jetzt hängen wir alle wieder zusammen an den Wochenenden ab und haben mächtig Spaß. Echte Freundschaft vergeht nie!

Beichthaus.com Beichte #00024158 vom 29.06.2008 um 00:39:52 Uhr (28 Kommentare).

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Nicht genug Mut zum Leben

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Verzweiflung Selbstverletzung Begehrlichkeit Feigheit Partnerschaft

Mein Freund möchte die Beziehung mit mir nicht weiterführen, aber anstatt die Entscheidung zu treffen und die Konsequenzen zu tragen wie ein Mann, versucht er mich so zu manipulieren und zu provozieren bis ICH Schluss mache. Auf der einen Seite macht mich das total wütend und meine Achtung und mein Respekt vor ihm neigen sich dem Nullpunkt zu und er kotzt mich manchmal einfach nur an, sodass ich am liebsten der Beziehung wirklich ein Ende setzen will. Andererseits liebe ich ihn so sehr, dass ich mir ein Leben ohne ihn nicht vorstellen möchte. Ich brauche ihn, weil ich ihn liebe. Und ich weiß nicht, wie ich den Schmerz aushalten soll, wenn die Sehnsucht nach ihm zu stark wird und er nicht mehr da ist. Ich bin total unglücklich, weil ich bis jetzt immer gehofft hatte, dass ich und meine Liebe ihm so viel wert sind, dass er etwas an sich ändert. Aber er meint wohl, dass es mit einer anderen Frau besser laufen würde und er dann keine Probleme mehr hätte. Das tut so verdammt weh, weil ich der Meinung bin, dass er sich selbst belügt und deswegen meine Liebe einfach so wegwirft.

Ich bin total fertig und mir geht es schon wochenlang wegen meinen eigenen Problemen nicht gut, jetzt weiss ich gar nicht mehr, wie ich weiter leben soll. Die Selbstmordgedanken werden immer schlimmer und ich überlege mir konkret, wie ich mich umbringen kann. Zuerst wollte ich mir die Pulsadern aufschneiden, aber das schaffe ich irgendwie nicht. Jetzt denke ich daran einfach genug Schmerztabletten und die ganzen Anti-Depressiva zu schlucken, die wir so in der Wohnung haben. Aber anscheinend habe ich nicht genug Mut, um zu leben UND nicht genug Mut, um mich umzubringen. Ich schäme mich, dass ich nicht stark genug bin, um diesem Schrecken, der mein Leben ist, ein Ende zu bereiten. So bleibt mein Leben wohl ein Schrecken ohne Ende...

Beichthaus.com Beichte #00024156 vom 28.06.2008 um 23:41:48 Uhr (18 Kommentare).

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“Folge

Das Arschschweiß-Taschentuch

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Masturbation Ekel Peinlichkeit Solnhofen

Ich habe die Angewohnheit, mir beim Wichsen ein Taschentuch unter den Arsch zu legen, damit ich meinen Polsterstuhl nicht vollschwitze. Da ich es für Verschwendung halte, jedes Mal ein Frisches zu benutzen, lege ich es nach der Tat immer zusammen und lege es auf den Tisch. Vorhin waren überraschend noch ein Kumpel und seine Freundin für ein paar Stunden zu Besuch. Ich war dann kurz auf dem Klo und, jetzt kommt der Hammer, als ich zurückkam, putzte sich seine Freundin gerade die Nase. Ich ahnte nichts Böses, aber dann schaute ich auf meinen Tisch und tatsächlich, mein Schweiß-vom-Arsch-beim-Wichsen-Auffang-Taschentuch war verschwunden. Ich brach in Lachen aus, aber die beiden haben mich nur komisch angeschaut und nicht verstanden. Natürlich habe ich das nicht aufgeklärt, wäre ja unendlich peinlich gewesen.

Beichthaus.com Beichte #00024155 vom 28.06.2008 um 22:57:59 Uhr in Solnhofen (24 Kommentare).

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