Kameraüberwachung ist gar nicht so schlimm!

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Zorn Maßlosigkeit Engherzigkeit

Ich arbeite seit mehreren Jahren bei einer großen deutschen Discounter-Kette, die vor Kurzem in Verruf geraten ist, da einige Angestellte dort mit Hilfe von Kameras und scheinbaren Ladendetektiven ausspioniert wurden. Das Ganze hat mich sehr überrascht, da ich damit nicht gerechnet hätte. Was ich allerdings beichten möchte, ist die Tatsache, dass mich nicht diese gewisse Dreistigkeit der Unternehmensführung aufregt, sondern dieses elende Geheule über angebliche Stasimethodik und das ganze Gerede. Keinesfalls würde ich die Notizen über Toilettengänge der Angestellten als vertretbar ansehen, aber die versteckten Kameras zur Überwachung der Kassierer und des Warenlagers sind doch wohl bewiesener Maßen keine Seltenheit oder im Geringsten ungerechtfertigt, da eben jene Märkte massive Inventarverluste durch Diebstahl und schlechte Arbeitsmoral zu verzeichnen hatten.

In unserer heutigen globalisierten Welt zählt nun mal der Profit und deshalb kann es sich keine Filiale leisten, solchen Missverhältnissen nicht entgegen zu wirken. Ich bin ja auch so manches Mal genervt von der andauernden Hetzerei an meinem Arbeitsplatz und würde gerne mal einen Gang runterschalten oder Fünfe gerade sein lassen, aber dennoch kann man sich doch wohl für die paar Stunden zusammenreißen. Die Dame, die den Stein ins Rollen brachte und immer so schön wutentbrannt in jede Kamera, die sich bot, schielte, sollte nun mal ausgebootet werden, weil der Verdacht einer Manipulation bestand, was jedoch in keinem westlichen Unternehmen anders gelaufen wäre, wenn solche Verdachtsmomente bestünden. Ich will ebenfalls beichten, dass ich, trotz meines aufgesetzten Grinsens, allzu gerne so manchen Kleingeistern, die meinten, Sprüche wie: "Oh, in welche Kamera soll ich jetzt lächeln?", oder "Ist das meine Schokoladenseite?" rauszuhauen, eine gelangt hätte. Am Schlimmsten empfinde ich allerdings die Dreistigkeit der Leute, die sich darüber beschweren, dass sie ungefragt gefilmt wurden und so etwas eine Frechheit sei.

Ich meine, sind die Leute zu blöde, das Schild an der Filialtür mit einem Kamerasymbol darauf zu entschlüsseln? Und in welchem Supermarkt oder Einkaufszentrum, in welchem öffentlichen Verkehrsmittel oder auf welchem Platz wird man nicht gefilmt? Mir gefällt das auch nicht, aber dann braucht man sich nicht über Kameras in Discountern aufregen, die den Sinn haben, Diebstähle zu verhüten, damit durch möglichst geringe Verluste weiterhin niedrigere Preise als bei der Konkurrenz forciert werden können. Zudem kann dadurch auch Schlimmeres verhindert oder zumindest im Nachhinein aufgeklärt werden. So wurde mein Filialleiter beinahe von einem aufgebrachten Kunden verprügelt, obwohl dieser selbst Schuld an seiner Misere hatte. Denn dieser Kunde wollte ein Produkt zurückgeben (also das Geld erstattet bekommen), besaß jedoch keinen Kassenbon und kam zudem gerade aus derselben Ecke des Ladens, in der dieses Produkt zu finden ist und dieser Ort lag wahrlich nicht auf seiner Route vom Eingang zur Kasse.

Eben aufgrund dieser Umstände kam es zu Diskussionen und mein Filialleiter sagte dem Kunden, dass er das Geld unter diesen Umständen nicht erstatten könne. Das Ergebnis war letztendlich, dass die Polizei gerufen werden musste und der Kunde nun Hausverbot hat. In diesem Fall wäre eine Kamera nützlich gewesen, wenn die Sache schlimmer ausgegangen wäre, aber das sei dahingestellt. Auf jeden Fall sollten sich die Leute mal überlegen, über welche Kleinigkeiten sie sich aufregen, da es auf dem Gebiet wesentlich schlimmere Vergehen allein seitens der Regierung gibt, gemeint ist damit unter anderem die viel zitierte "Stasi 2.0." Zudem soll nicht unerwähnt bleiben, dass mir in diesem Unternehmen stets nur Positives widerfahren ist. Selbstverständlich kommt man nicht immer mit allen Charakteren klar, aber schließlich arbeite ich dort immer noch und denke auch nicht ans Aufhören.

Beichthaus.com Beichte #00023856 vom 19.05.2008 um 04:56:32 Uhr (18 Kommentare).

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Verschobene Lesezeichen

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Boshaftigkeit Engherzigkeit

Wenn ich bei Freunden und Verwandten zu Besuch bin und dort Bücher finde, die sie gerade lesen, lege ich die Lesezeichen in ihrer Abwesenheit immer heimlich an eine Stelle weiter vorne im Buch. Wenn diese Menschen mich vorher irgendwie ein bisschen genervt haben, befriedigt mich der Gedanke, dass sie sich, wenn sie in Ruhe lesen wollen, ärgern, weil sie die Textstellen schon kennen und erst einmal suchen dürfen, wo sie eigentlich waren.

Beichthaus.com Beichte #00023849 vom 19.05.2008 um 01:25:02 Uhr (18 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Geld vom Konto meiner Eltern

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Diebstahl Engherzigkeit Lügen Familie

Ich (25/m) bin von Geburt aus aus gutem Hause. Musste mir nie Gedanken um Geld machen. Machte mein Abi, eine Ausbildung zum Industriekaufmann und habe mittlerweile mein VWL-Studium abgeschlossen! Soviel zu den normalen/guten Nachrichten. Seit ca. 8 Jahren kann ich nicht die Finger von dem Konto meiner Eltern lassen. Aus welchen Gründen auch immer haben sie nie etwas von meinen Abhebungen gemerkt. Ich weiß, dass die der wohl schlimmste Vertrauensverlust überhaupt ist. Das schlimmste ist, ich hätte es noch nicht einmal nötig! Anscheinend leide ich an Kleptomanie. Ich fühle mich deswegen unsagbar schlecht und würde am liebsten den Kontakt zu meinen Eltern abbrechen, damit ich sie nicht mehr BEKLAUEN kann. Ich bin wohl das asozialste Element unter der Sonne.

Beichthaus.com Beichte #00023846 vom 18.05.2008 um 23:41:53 Uhr (18 Kommentare).

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Der Polizist mit Gras

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Morallosigkeit Engherzigkeit Drogen Polizei

Ich bin Polizist (44) im mittleren Dienst und habe neulich auf Streife mit dem Rad zwei Junge Männer beim Kiffen erwischt. Da ich in solchen Fällen garantiert kein Auge zudrücken kann, musste ich das Gras von den beiden konfiszieren und ihnen mitteilen, dass sie […]
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Beichthaus.com Beichte #00023832 vom 18.05.2008 um 13:18:36 Uhr (15 Kommentare).

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Essen für die Armen

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Verschwendung Engherzigkeit Ernährung Stadtoldendorf

Ich habe mir heute viel zu viel zum Essen gemacht, mehr als ich verputzen konnte - und jetzt muss ich die Hälfte wegschmeißen. Ich wünschte, ich könnte den Rest den hungernden Menschen geben, aber sie sind zu weit weg. Es tut mir leid.

Beichthaus.com Beichte #00023829 vom 18.05.2008 um 10:03:17 Uhr in Stadtoldendorf (14 Kommentare).

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