Süchtig nach Nasenspray

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Sucht Zwang Gesundheit

Ich bin süchtig nach Nasenspray, schon seit Jahren. Abends schwillt immer meine Nase zu, dann nehme ich das Spray und freue mich, wenn die Nase wieder frei ist. Ich weiß schon gar nicht mehr, was zuerst da war - das Zuschwellen oder die Nasentropfen nehmen. Damit nichts auffällt, kaufe ich das Spray immer in verschiedenen Apotheken, und wenn man mir da sagt, ich solle es höchstens eine Woche benutzen, nicke ich freundlich und stimme zu. Ich beichte, dass ich genau weiß, dass das nicht besonders gesund für mich ist, aber ich gar nicht erst versuche, etwas zu ändern. Ich werde schier verrückt, wenn meine Nase zuschwillt.

Beichthaus.com Beichte #00038146 vom 26.04.2016 um 22:46:01 Uhr (24 Kommentare).

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Mein Leben ging den Bach runter

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Verzweiflung Manie Gesundheit

Ich (w/23) habe vor Kurzem aufgrund gesundheitlicher Probleme (psychisch und körperlich) meine Ausbildung abgebrochen. Ich konnte einfach nicht mehr und dachte, dann ginge es mir besser. Falsch gedacht. Mein Freund, mit dem ich über fünf Jahre zusammen war, hat mich verlassen. Ich musste aus der Wohnung, da es seine ist und meine geliebten Katzen habe ich auch dort lassen müssen. Jetzt wohne ich wieder bei meinen Eltern, weil ich keine Wohnung finde und versuche, mein Leben irgendwie auf die Reihe zu kriegen, obwohl ich gar keinen Lebenswillen mehr habe. Shit happens.

Beichthaus.com Beichte #00038143 vom 26.04.2016 um 16:47:14 Uhr (9 Kommentare).

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Mein Leben wird von Angst beherrscht

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Verzweiflung Zwang Manie Gesundheit

Ich (m/bald 30) habe die Kontrolle über mein Leben an die Angst abgegeben und das leider nicht zum ersten Mal. Vor knapp acht Jahren entwickelte sich bei mir eine Agoraphobie mit Panikstörung, deren Symptomatik recht simpel zu erklären ist, auch wenn es bei jedem Menschen anders ausschaut. Ich fing an Panikattacken zu bekommen, wenn ich weitere Strecken zurücklegen musste oder auf große Plätze ging, die mit vielen Menschen befüllt waren. Das Ganze entwickelte sich sehr schnell und dramatisch, sodass ich kaum noch das Haus verlassen wollte. Ihr müsst euch vorstellen, ihr verlasst das Haus, doch plötzlich befindet sich der eigene Körper scheinbar grundlos in Todesangst - Puls von 200, Schwindel, Tunnelblick, Schweißausbrüche und das ständige Gefühl, jeden Moment das Bewusstsein zu verlieren, sich zu übergeben oder gar zu sterben.


Aufzuhalten ist das Ganze nur durch eines: Durch die Flucht in meine sichere Höhle, sprich nach Hause. Das Ganze ist so extrem, dass ich bei starken Panikattacken unmittelbar einschlafe, da der Körper einfach am Ende seiner Belastbarkeit ankommt. Zu dieser Zeit war ich aktiver Zeitsoldat, der fast berentete Truppenarzt hielt mich für einen Simulanten, einen Therapieplatz bekam ich nicht und Chemietabletten lehnte ich ab. Somit biss ich mich ein Jahr bis zum Dienstzeitende weiter durch und konnte durch Vitamin B einen Therapieplatz bekommen und diesen in Anspruch nehmen, als ich ins zivile Leben überging. So weit, so gut: Ich durchlief eine Therapie, nahm zur Stütze auch Medikamente und ein gutes Jahr später ging es mir schon deutlich besser, mein Leben fing langsam an, normal zu verlaufen und ich lernte, die Panik unter Kontrolle zu bekommen.


Als es mir wirklich gut ging, entschloss ich mich dazu, die Medikamente langsam abzusetzen. Von da an fiel ich in ein unvorstellbares Depressionsloch, meine Beziehung ging nach acht Jahren in die Brüche, ich verlor meinen Job und dann auch noch meine Wohnung, um ein Haar wurde ich obdachlos. Ich verbrachte 1,5 Jahre damit, mich in meiner kleinen Horrorwohnung alleine mit meinem Hund zu verkriechen und seelisch abzustürzen, bis ich mich umbringen wollte, was aber verhindert wurde. Ich berappelte mich sehr langsam, fand Arbeit und auch wieder zurück ins Leben. Ich traf eine Freundin aus Kindheitstagen und wir kamen zusammen. Eigentlich kann man sagen, es ging alles voran und schien sich wieder zu richten.


Als wir dann vor gut einem halben Jahr in den Urlaub noch Holland fuhren, kam die Panik mit einem heftigen Tritt ins Gesicht zurück. Mitten auf der Autobahn hatte ich so starke Anfälle, dass der Urlaub fast abgebrochen werden musste. Ich biss mich durch die Hollandwoche, eher schlecht als recht. Als wir dann zurück in Deutschland waren, wurde alles innerhalb weniger Tage so schlimm, dass ich nicht mehr das Haus verlassen konnte, da mein Körper nach ein paar Metern sofort im Eskalationsmodus war. Und das war dann auch so schlimm, dass die Angst, davor Angst zu bekommen, so schlimm war, dass ich gar nicht mehr rausgehen wollte. Ich habe mich an diesem Tag von meiner Freundin in eine Klinik einweisen lassen. Ich war aber drei Tage später schon wieder zu Hause, da einem dort nicht geholfen wird, es sei denn, man nimmt Medikamente.


Ich finde keinen Therapieplatz, die Wartelisten belaufen sich auf mindestens sechs Monate, meine alte Therapeutin meint, sie könne mir nicht mehr helfen und mein Zustand verschlechtert sich immer mehr. Ich bin noch berufstätig, aber weiß nicht, wie lange mein Arbeitgeber das mitmacht, da ich in letzter Zeit unregelmäßig erscheine, obwohl ich meinen Beruf wirklich gerne mache. Ich verbringe seit nun sechs Monaten meine Zeit auf der Couch meiner Freundin. Sie nimmt mir alle Aufgaben ab, die mich belasten. Somit ziehen die Tage und Wochen an mir vorbei und ich liege angsterfüllt auf der Couch und sehe durch das Fenster. Ich wünsche mir, wieder zehn Jahre alt zu sein, einfach unbedacht nach draußen zu gehen, die Sonne zu genießen oder einfach nur zu spüren, dass ich lebe! Gehe ich heute raus, sei es nur eine kleine Runde mit meinem Hund, rastet mein Körper aus und hört einfach nicht auf damit, bis ich wieder zu Hause bin. Der scheinbar nie endende Kreislauf einer Scheißhausspirale dreht sich um mein Leben.


Eine Familie, die ich mich stützen kann, gibt es leider nicht. Meine Eltern trennten sich, als ich fünf Jahre alt war. Mein Vater verstarb, meine Mutter gab mich mit 15 Jahren ins Heim. Verwandte gibt es nicht. Mein bester Freund hat meine Situation nie nachvollziehen können und sich vor Kurzem von mir abgewandt. Ich habe eine tolle Freundin, einen wunderbaren Hund, einen Job, der mir Freude bereitet, ein Dach über dem Kopf und genug zum Essen. Das Leid auf der Welt ist enorm und ich habe keine anderen Sorgen, als mit fast 30 Jahren nicht mehr das Haus zu verlassen, weil ich Angst vor der Angst habe und keine Ahnung habe, wie ich aus dieser Schlinge wieder rauskommen soll. Ich beichte, das Gefühl zu haben, alles Glück in meinem Leben schon verbraucht zu haben und dass ich bald einsam und voller Angst zugrunde gehen werde.

Beichthaus.com Beichte #00037976 vom 01.04.2016 um 14:19:54 Uhr (21 Kommentare).

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Ich hasse Hobbypsychologen & Besserwisser

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Zorn Hass Gesundheit Frankreich

Ich hasse Hobbypsychologen & Besserwisser
Ich hasse die Leute, die meinen, sie wüssten, wie es mir geht und mir deshalb bescheuerte Ratschläge geben. Ich bin seit circa zwei Jahren in psychologischer Behandlung. Warum und welche Erkrankung vorliegt, ist meine Sache. Jemand, der nicht betroffen ist, hat keine […]
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Beichthaus.com Beichte #00037925 vom 25.03.2016 um 17:29:49 Uhr in Frankreich (Marne-la-Vallée) (31 Kommentare).

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Angst vor einer Therapie

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Verzweiflung Manie Feigheit Gesundheit

Ich möchte beichten, dass ich psychisch krank bin und nicht dazu in der Lage bin, mich in psychologische Betreuung zu begeben. Vor drei Jahren war ich deswegen drei Monate in einer psychiatrischen Klinik untergebracht. Als ich wieder zu Hause war, ging es mir tatsächlich ein Stück weit besser. Nebenher war ich auch in psychotherapeutischer Behandlung, welche aus meiner Sicht allerdings nicht besonders viel half. Die Therapie habe ich daher abgebrochen. In meinem privaten Umfeld konnten die wenigsten etwas mit mir und dieser Krankheit anfangen und fühlte mich daher auch ständig unter Beobachtung. Wer mich stets unterstützt hatte, war und ist mein Verlobter und ich bin ihm unendlich dankbar. Ich habe auch heute noch Probleme damit, mit meiner Krankheit umzugehen. Die Dinge, die ich in der Klinik gelernt hatte, helfen mir aber im Alltag nicht.


Abgesehen davon, dass mein Job, meine Haustiere und der Haushalt für mich sehr anstrengend sind, habe ich wenig Muße mich dann auch noch in Therapie zu begeben, in der ich alles erneut erzählen muss. Ich weiß, es wird nicht besser, wenn ich nichts tue. Wenn ich etwas tue, wird es mir erst einmal eine Zeit lang richtig schlecht gehen, und ob es dann bergauf geht, kann ich so nicht sagen, aber die Wahrscheinlichkeit ist hoch. Heute war es mir nicht möglich meine Arbeit anzutreten, weil ich mit dissoziativen, autoaggressiven, depressiven und panischen Episoden kämpfe. Ich kann nicht verstehen, was es ausgelöst hat. Jetzt gerade bin ich einigermaßen klar.


Mein Psychiater hatte mir im Notfall ein Medikament verschrieben, welches mich ruhigstellt. Ich traue mich nicht, es zu nehmen, weil ich von damaligen Mitpatienten nur Schlechtes hörte. An einen Klinikaufenthalt ist meinerseits nicht zu denken. Mein Arbeitgeber weiß nichts von meiner Krankheit und ich werde es ihm auch nicht erzählen, da ich bisher damit nur schlechte Erfahrungen gemacht habe. Ich beichte, dass es mir immer schlechter geht und ich immer Ausreden suche, um nicht in Therapie zu gehen, obwohl ich eigentlich weiß, dass es besser wäre.

Beichthaus.com Beichte #00037904 vom 22.03.2016 um 20:51:35 Uhr (14 Kommentare).

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