Liebenswerte Hühner aus der Massentierhaltung

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Falschheit Morallosigkeit Verrat Ernährung Syke

Ich beichte, dass ich mich schäme, so ein gespaltenes Verhältnis zu Hühnern zu hegen. Auf der einen Seite könnte ich jedes Mal kotzen, wenn ich sehe, wie mit den Tieren in der Massentierhaltung umgegangen wird, auf der anderen Seite schaffe ich aber nie ganz den Absprung von Hühnerfleisch. Schweine, Rinder, Fische und was sonst so kreucht und fleucht, esse ich nicht, weil ich da neben der Haltung auch die Tiere an sich nicht mag, bei Huhn ist das aber anders. Hühner sind liebenswert und wunderschön - die anderen Tiere in den Augen vieler anderer gewiss auch - und deswegen fühle ich mich bei jedem Brustfilet, das ich esse, wie eine ganz miese Verräterin. Vor allem, weil diese Biosache ja auch so eine Lüge ist, wenn man die Schlachtung ansieht.

Eigentlich sollte man ja gerade das, was man mag, nicht essen, aber irgendwie ist da durch meine verkorkste wählerische Art wohl etwas schiefgelaufen. Huhn ist eben eines der wenigen Gerichte, das schmeckt und das ich somit esse. Seit ich meine eigene Wohnung habe, habe ich allerdings kein Huhn mehr gekauft, das gibt es nur alle paar Wochen bei Mutti. Vielleicht werden durch den geringeren Konsum ein paar der schönen Vögel verschont. Es tut mir leid, liebe Hühner! Irgendwann mache ich es wieder gut und eröffne einen Gnadenhof, auf dem Hühner aus dieser Scheißhaltung ihre verbleibende Zeit auf echtem Boden und mit genug Platz genießen können.

Beichthaus.com Beichte #00034655 vom 21.12.2014 um 00:51:51 Uhr in Syke (5 Kommentare).

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Die Traumfrau aus dem Sommerurlaub

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Begehrlichkeit Feigheit Urlaub Partnerschaft

Meine Großeltern, die einen Dreiseitenhof mitten im Nirgendwo besaßen, starben vor fünf Jahren im Abstand von nicht einmal einem halben Jahr. Meine Eltern erbten den Hof zwar, aber sie wollten ihn nicht - er galt als nahezu unverkäuflich und musste teilsaniert werden. Ich arbeitete damals in London, daher war ich an dem Hof zunächst überhaupt gar nicht interessiert. Leider feuerte mich mein Arbeitgeber kurze Zeit später, weil die Firma auf eine Pleite zusteuerte. Ich erstritt mir vor Gericht eine saftige Abfindung, die ich auch teilweise ausgezahlt bekam, und ging zurück nach Deutschland. Bevor ich mir einen neuen Job suchte, wollte ich den Sommer auf dem ungeliebten Dreiseitenhof verbringen, mit dem Hintergedanken, da mal eine Weile meine Ruhe vor der Welt zu haben. Die ersten Tage waren jedoch ernüchternd. Die Scheunen waren nahezu unbenutzbar und halb verfallen, uraltes Heu gammelte fröhlich vor sich hin, überall lagen vollkommen verrostete Werkzeuge herum, es sah aus, als wäre dort seit 20 Jahren niemand mehr gewesen.

Das Wohnhaus war besser in Schuss, es roch allerdings immer etwas muffig und die Möbel waren uralt. Immerhin regnete es aber nicht herein, das Bad und die Küche funktionierten und das Gästezimmer war durchaus heimelig und bewohnbar. Außerdem fand sich in der Garage Opas alter Fünfer BMW mit V8-Motor, sogar noch angemeldet, das einzige, leicht behebbare Manko war eine platte Batterie. Ich machte es mir dort also gemütlich, las eine Menge Bücher und machte ansonsten viel Sport. Bald fiel mir auf, dass jeden Morgen gegen halb neun ein wunderschönes Mädchen den einsamen Feldweg mit dem Fahrrad entlangfuhr. Ich schätzte sie auf etwa 18 Jahre. Bald grüßten wir uns, wenn wir uns sahen, und begannen schließlich auch mal ein Gespräch. Wir redeten irgendwann jeden Morgen kurz miteinander. Sie wohnte einen Hof weiter und fuhr während der Ferien zu ihrer Mutter in den einzigen Laden unten im Dorf, um dort auszuhelfen.

Es dauerte nicht lange, bis wir uns auch einfach mal so trafen. Sie war in Wirklichkeit leider erst 16 und hatte absolut keine Erfahrung mit Jungen. In ihrer Klasse war sie wohl ziemlich isoliert, weil sie so weit hinten vom Dorf kam. Ihre Eltern hatten nicht einmal einen Fernseher, geschweige denn Internet, dafür aber eine ganze Schar Kinder. Wir verbrachten die restlichen Ferien so gut wie jeden Abend miteinander und redeten oder gingen spazieren. Es wurde absolut nicht langweilig, sie war witzig, intelligent, und reif für ihr junges Alter. Ich merkte auch bald, dass ich Gefühle für sie entwickelte und dass es ihr ähnlich ging. Wir hatten eine wahnsinnig intensive gemeinsame Zeit. Dennoch schliefen wir ihres Alters wegen nicht miteinander. Wir küssten uns noch nicht einmal, denn ich wollte ihr nicht noch mehr wehtun, als es ohnehin der Fall sein würde. Schließlich waren die Ferien vorbei und sie ging wieder auf ihr Gymnasium. Ich blieb noch zwei Wochen auf dem Hof und wir verbrachten die letzten beiden Wochenenden gemeinsam. Ihre Eltern waren davon zwar nicht gerade begeistert, aber immerhin vertrauten sie ihrer Tochter und mir so weit, dass sie es zuließen.

Am letzten Abend kuschelten wir ausgiebig miteinander und ich küsste sie zum Abschied auf den Mund. Danach hielten wir per SMS Kontakt, aber der riss nach einem Dreivierteljahr ab, auch weil eventuelle Besuche ihrer Eltern wegen nahezu unmöglich waren. Allzu große Mühe, den Kontakt aufrechtzuerhalten, gab ich mir zugegebenermaßen auch nicht. Ich wollte, dass sie mich vergisst und sich jemanden in ihrem Alter sucht. Bei mir kamen und gingen einige Frauen, aber es war nichts von Bedeutung darunter. Ich dachte sehr oft an meine 16-Jährige und verfluchte abwechselnd mich, die Umstände und die damalige Idee mit dem Sommerurlaub. Meine Eltern ließen indessen den Hof zu einem Ferienwohnungskomplex umbauen. Zum 18. Geburtstag schrieb ich ihr noch einmal eine Karte und schickte ihr ein kleines Geschenk, aber ich erhielt nie eine Antwort.

Tief in meinem Inneren bereute ich es jahrelang wie ein Irrer, damals nicht mal einfach unkonventionell und etwas mutiger gewesen zu sein. Das ist dann auch meine erste Beichte. Allerdings, und auch glücklicherweise, geht die Geschichte noch weiter. Vor eineinhalb Jahren war ich mit einem Freund im Sommer am Baggersee. Er ist so ein typischer Aufreißer, braun gebrannt, sogar noch etwas trainierter als ich, immer einen lockeren Spruch auf den Lippen, und nicht verlegen darin, Frauen anzusprechen. Als wir Hunger bekamen, ging er zum Imbissstand und ich sah aus den Augenwinkeln, wie er dort mit einer äußerst wohlgeformten Blondine und ihrer hübschen brünetten Freundin anbandelte. Neugierig geworden drehte ich mich zur Seite, und muss dann wohl geguckt haben wie eine Kuh, wenn es blitzt. So hat es zumindest mein Kumpel später beschrieben. Ich kann mich selber nicht mehr wirklich daran erinnern. Das Nächste, was ich weiß, ist, dass ich die wohlgeformte Blondine um den Hals hängen hatte, sie hemmungslos weinte, und mich im ganzen Gesicht wild abküsste.

Die Brünette und mein Freund standen daneben, und jetzt war es an ihnen, dämlich zu gucken. Dann fragte mich meine 16-Jährige, ob ich eine Freundin hätte, was ich verneinen konnte, und schob mir anschließend direkt die Zunge bis zu den Mandeln. Viel Erfahrung mit Jungs hatte sie wohl immer noch nicht. Der Kontaktabbruch von ihrer Seite kam, wie ich nach unserer wunderschönen Wiedersehens-Nacht erfuhr, übrigens nur dadurch zustande, dass sie ihr Telefon verloren und sich meine Nummer nirgends aufgeschrieben hatte. Sie hatte mir zwar einen Brief auf dem Hof in den Briefkasten getan, aber dazu besaß niemand einen Schlüssel. Mein Geschenk zu ihrem 18. Geburtstag hatte sie nicht erhalten, weil ihre Eltern inzwischen in die Stadt gezogen waren. Sie hatte mich nach eigenen Angaben fünf Jahre lang gesucht - in sozialen Netzwerken, im Telefonbuch, und sogar die Auskunft hatte sie bemüht. Leider war ich weder beim großen blauen F noch anderswo und die einzige E-Mail-Adresse, die sie ergoogelt hatte, war noch aus meinen Londoner Zeiten.

Nur eine Stadt und einen Unilehrstuhl hatte sie in Verbindung mit meinem Namen gefunden und ging zum Studieren dahin. Leider hatte ich in der Zwischenzeit auch den Job gewechselt, war aber immerhin in der Stadt geblieben. Ich beichte also außerdem, dass ich ihrer Eltern wegen zu feige war, mal bei ihr vorbeizufahren, und dass mich das wertvolle Zeit mit dem tollsten Menschen der Welt gekostet hat. Außerdem möchte ich gestehen, dass ich nicht wirklich etwas unternommen habe, um sie wiederzufinden, obwohl mir alle Möglichkeiten dazu offen gestanden hätten. Immerhin sind wir beide seitdem überglücklich miteinander.

Beichthaus.com Beichte #00034646 vom 19.12.2014 um 13:40:02 Uhr (10 Kommentare).

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Sehnsucht nach einem Blowjob

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Verzweiflung Begehrlichkeit Partnerschaft

Sehnsucht nach einem Blowjob
Ich (m/22) bin schon länger mit meiner Freundin zusammen. Da sie weiter weg wohnt, bin ich meistens von Freitag bis Montag bei ihr. Sie macht zurzeit eine Ausbildung und muss auch jedes zweite Wochenende arbeiten. Da ich trotzdem da bin, kümmere ich mich um alles. Also räume ich auf, gehe einkaufen und koche, damit sie etwas essen kann, wenn sie von der Arbeit kommt. Ich tue alles, damit es ihr gut geht, also massiere ich sie auch regelmäßig und Ähnliches. Sie ist auch einfach wundervoll, wir sind sehr glücklich miteinander und ich mag es sehr, mich um sie zu kümmern. Natürlich versuche ich, auch sexuell sehr auf ihre Bedürfnisse einzugehen. Das Problem ist, dass sie nicht auf meine Vorlieben eingeht und mir sonst auch nichts Gutes tut.

Ich gebe mir so viel Mühe, um sie so glücklich zu machen, wie es irgendwie möglich ist, vor allem weil sie auch so eine wundervolle Person ist. Aber ich habe auch gewisse Vorlieben. Ich werde jedes Mal verrückt, wenn ich mir vorstelle, wie sie mal runtergehen würde, aber sie meint, sie hat zu viel Angst davor, etwas falsch zu machen und irgendwann würde sie sich schon trauen. Ich beichte jetzt, dass ich langsam darüber nachdenke, ob ich mich nicht mit jemand anderem einlassen sollte - nur in der Hoffnung, dass dann auf meine Bedürfnisse eingegangen wird.

Beichthaus.com Beichte #00034640 vom 19.12.2014 um 03:32:00 Uhr (23 Kommentare).

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Zwei Spanner auf dem Hochstand

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Peinlichkeit Schamlosigkeit Neugier Masturbation

Im Sommer 1998 ließen sich meine Eltern scheiden. Ich (m) war da gerade 15 geworden. Mein Vater hatte schon länger eine Affäre und meine Mutter war von der Ehe, unabhängig davon, schon länger nicht mehr sonderlich begeistert. Sie lernte einen Mann vom Dorf kennen, der ihr offensichtlich sehr gefiel, und so zogen wir dorthin. Aus der Großstadt quasi direkt in ein Provinzkaff. Es gab ungelogen nur circa 20 Häuser, die von zehn Familien bewohnt wurden. Ich hasste es. Internet war dort zu der Zeit noch nahezu undenkbar, meine PC-Spiele hatte ich bereits alle durchgespielt, es gab nur einen einzigen, winzigen Fernseher in dem Haus meines Stiefvaters, und andere Jugendliche in meinem Alter waren Mangelware. De facto gab es nur zwei Mädchen etwa in meinem Alter und außer mir noch einen anderen Jungen. Eines der Mädchen war eine absolute Granate: Blond, Sommersprossen, wahnsinnig schön, eine Figur wie gemeißelt. Die andere war klein, etwas mollig und nicht direkt hübsch, eher niedlich.


Natürlich versuchte ich, die Aufmerksamkeit der Hübscheren der beiden auf mich zu lenken. Ich fuhr jeden Tag mehrmals "rein zufällig" mit dem Fahrrad an ihrem Haus vorbei, wenn ich sie traf, und warf ihr, wie ich hoffte, vielsagende Blicke zu, wenn ich sie irgendwo traf, und ließ generell den Mann von Welt aus der Großstadt heraushängen. Dass meine Performance nicht die allerbeste war, um es mal vorsichtig zu formulieren, war mir nicht klar. Natürlich reagierte die Schönheit darauf wenig bis gar nicht und nach einem halben Jahr gab ich es dann mehr oder weniger frustriert auf. Wir hatten zwar ein paar Worte gewechselt, aber das war dann das Höchste der Gefühle gewesen. Das andere Mädchen interessierte mich zu dem Zeitpunkt wenig bis gar nicht. Eines Tages, es war in den Sommerferien des darauf folgenden Jahres, langweilte ich mich so sehr, dass ich beschloss, einfach mal laufend die Umgebung des Dorfes zu erkunden. Ich hatte aus lauter Langeweile im Winter mit Kraftsport begonnen, und dachte, man könnte das ja jetzt mit Joggen kombinieren.


Also joggte ich los, und nach einiger Zeit kam ich an einen Hochstand neben einer großen, idyllischen Wiese. Neugierig geworden stieg ich die Leiter hinauf und sah mich um, bekam aber einen riesigen Schreck, als ich feststellte, dass keine 50 Meter entfernt im hohen Gras zwei nackte Gestalten auf einer Picknickdecke lagen und es hemmungslos trieben. Noch schlimmer wurde das Ganze, als ich feststellen musste, dass es sich um die Dorfschönheit und einen wahren Hünen von Mann handelte. Er war im Vergleich zu ihr riesig und bestand offensichtlich nur aus Muskeln. Sie sah nackt aber auch wirklich perfekt aus. Ich versuchte dem Drang zu widerstehen, aber es klappte nicht. Ich masturbierte ziemlich wild bei dem Anblick, wie sie ihn zum Schluss mit dem Mund verwöhnte. Danach ekelte ich mich etwas vor mir selbst und bekam Panik, denn ich musste ja unbemerkt wieder von dem Hochstand herunter. Außerdem überkam mich die Horrorvorstellung, dass die beiden der Aussicht wegen, oder ebenso aus Neugier wie ich, den Hochstand besteigen könnten, während ich noch mit heruntergelassener Hose dasaß. Nach einer halben Ewigkeit gingen sie schließlich.


Ich wartete noch eine Stunde, dann setzte ich mit wackeligen Knien meine Joggingrunde fort. Ab da ging ich immer mal joggen, natürlich insgeheim mit dem Ziel, die beiden wieder zu erwischen, was auch im Verlauf der nächsten Wochen ab und an klappte. Ich legte mich teilweise regelrecht auf die Lauer. Eines Tages bestieg ich wieder voller Vorfreude den Hochstand, als mir das andere Mädchen erschrocken den Kopf entgegenstreckte. Sie fragte mich misstrauisch, was ich hier denn wolle und ich war um eine Antwort verlegen. Ich stammelte irgendetwas, aber ihr Ausdruck blieb misstrauisch. Gerade wollte ich wieder gehen, als die Schönheit und ihr Macker in der Ferne auftauchten. Hilflos sah ich das Mädchen an, das mich entsetzt anblickte, und mir wurde schlagartig klar, dass wir aus demselben Grund dort waren. Wie gelähmt blieben wir sitzen und sprachen kein Wort, während von unten bald leises Stöhnen zu hören war.


Wir wurden beide rot, sahen uns aber doch irgendwann verschämt an und kicherten gemeinsam, was in einem unbeholfenen Kuss endete, dann in unbeholfenem Streicheln und später in unbeholfenem Petting, während wir allerdings kein weiteres Wort sprachen. Selbst als die beiden längst weg waren, spielten wir immer noch mit Begeisterung, aber ohne Sachverstand an uns herum, bis ich beim besten Willen nicht mehr konnte und sie schließlich auch gekommen war. Nächstes Jahr sind wir zehn Jahre verheiratet und bis jetzt kennt niemand unsere wahre Geschichte, allerdings finde ich sie zu gut, um sie weiterhin der Öffentlichkeit vorzuenthalten, auch wenn man sie sonst nirgends erzählen kann. Die blonde Schönheit ist übrigens von dem - wie sich herausstellte 16 Jahre älteren - Hünen schwanger geworden, beide sind anschließend ordentlich aus dem Leim gegangen und leben nach wie vor in diesem Dorf.

Beichthaus.com Beichte #00034620 vom 17.12.2014 um 11:42:01 Uhr (15 Kommentare).

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Vandalismus im Wohnblock

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Vandalismus Hass Lügen Vorurteile Nachbarn

Ich (m) gebe zu: Ich bin ausländerfeindlich. In dem Arbeiterwohnblock, in dem ich wohne, leben seit vielen Jahren ausschließlich Araber, Italiener, Griechen und viele weitere Nationalitäten. Ich übe noch den Nebenjob als Hausmeister dieses und der beiden Nachbarblöcke aus. Die Mieten zahlt fast ausschließlich das Sozialamt, daher geht es dem Vermieter, einer Gesellschaft, auch sehr gut. Aus diesem Grund bezahlen sie mir auch nicht gerade wenig für meinen Nebenjob. Ich muss täglich morgens und abends tätig werden, jeweils für zwei Stunden. Sollte etwas Besonderes anliegen, erhalte ich dafür natürlich auch Geld. Damit Besonderheiten vorkommen, die ich dann abrechnen kann, hetze ich die Leute gegeneinander auf, sodass ich bei Ausschreitungen zur Stelle bin. Ich liebe meine Tätigkeit und auch die Macht, die sie mit sich bringt. Es bereitet mir Vergnügen, alles was die Leute vor den Türen liegen lassen, in den Müll zu werfen. Denn es ist laut Hausordnung verboten, Zeug im Gang liegen zu lassen.


Sie können beispielsweise ihre Schuhe aus den Containern holen. Ebenso trete ich Kinderfahrräder um, die nach 18 Uhr noch vor dem Haus stehen. Es kommt immer häufiger vor, dass die Bewohner ihre Autos vor dem Block waschen, soll ich das unbestraft durchgehen lassen? Ein Kratzer oder abgebrochener Spiegel ist da schon mal drin. Lautes Rumschreien im Hausgang wird selbstverständlich auch nicht geduldet, denn das stört vor allem mich. Alle Leute hassen mich wie die Pest und vermuten natürlich, dass ich hinter der einen oder anderen Sachbeschädigung stecke, aber niemand kann mir etwas nachweisen. Der Essensgestank in den Blöcken nimmt auch immer mehr zu, allerdings kann ich dagegen leider nichts unternehmen, mein Hass auf die Bewohner wurde dadurch natürlich noch größer. Jetzt habe ich der Familie aus Marokko etwas in den Briefkasten geworfen. Es handelt sich um den Ausdruck der marokkanischen Nationalflagge. Diese habe ich durchgestrichen und mit italienischen Schimpfwörtern beschmiert, die ich mir aus dem Internet besorgt habe.


Die Griechen erhielten ebenfalls einen Ausdruck - natürlich mit der durchgestrichenen Griechenlandfahne, dekoriert mit marokkanischen Schimpfwörtern. Die Schimpfwörter verstehen sie sowieso nicht, aber man kann sie dem Absender im Haus zuordnen. So hatte am Montagmorgen jeder eine durchgestrichene Nationalflagge im Briefkasten, mit zum Teil gotteslästerlichen Ausdrücken verziert. Es kam gegen Abend auch zu einer Rangelei im Hinterhof und ich durfte herumschreien und sie beschimpfen. Dummerweise haben die Mieter nach der Rangelei festgestellt, dass jeder eine Nachricht im Briefkasten hatte. Ich wurde gefragt, ob ich der Urheber sei, natürlich verneinte ich und schrie sie an, dass sie den einzigen guten Bürger hier nicht denunzieren sollen. Meine nächste Aktion muss besser werden. Jetzt muss ich allerdings beichten, dass ich der Vermietungsgesellschaft anstatt einer halben Stunde Arbeitszeit für das Gerangel eine Ganze berechnet habe.

Beichthaus.com Beichte #00034599 vom 14.12.2014 um 18:11:14 Uhr (14 Kommentare).

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