Mein Chinchilla
Beichthaus.com Beichte #00028719 vom 11.03.2011 um 10:42:36 Uhr in 92287 Schmidmühlen (Hauptstraße ) (19 Kommentare).
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Wie genau es gekommen ist, weiß ich nicht mehr, auf jeden Fall haben dann unsere Nachbarn vom 2. Stock meinen Chinchilla genommen, mit der Option, ich dürfte hingehen und ihn sehen wann immer ich wollte. Das war dann okay für mich, weil ich keine Arbeit mehr hatte, mein Chinchilla aber nicht aus der Welt war.
Naja, jetzt zur eigentlichen Beichte: Da diese Tiere ja sehr viel Auslauf brauchen, hab ich ihn immer aus dem Käfig genommen und ihn im Badezimmer der Nachbarn laufen lassen. Ich wollte das Tier aber noch irgendwie dressieren, keine Ahnung warum. Er hat aber nie auf mich gehört, also hab ich ihn irgendwann sehr fest gedrückt etwas zu fest, wie sich herausstellte.. Ich habe ihn umgebracht! In meiner kindlichen Naivität habe ich noch geglaubt, er wäre eingeschlafen.. Naja, kurz darauf habe ich festgestellt, dass er tot war. Ich hab ihn dann einfach in den Käfig zurückgelegt und den Nachbarn gesagt, dass ich wieder runtergehen würde.
Die nächsten 2 Stunden plagte mich ein derart schlechtes Gewissen, dass ich zu meinem Vater gegangen bin und ihm gesagt habe, dass der Chinchilla irgendwie komisch gewesen war und dass er dann eingeschlafen ist, er solle doch bitte mal nachschauen. Mein Vater also nach oben, ich still und leise hinterher. Er hat sich vor den Käfig gekniet, das Tier angeschaut, in den Käfig gefasst und sich dann umgedreht und mir gesagt, wie Leid es ihm täte, aber er ist tot. In dem Moment habe ich angefangen zu weinen, weil ich ein derart schlechtes Gewissen hatte. Mein Vater glaubte natürlich, ich sei traurig, weil er tot war und nahm mich in den Arm, was mein schlechtes Gewissen noch verstärkte.
Dass ich ihn umgebracht habe hat mich noch lange verfolgt, und es tut mir heute noch irgendwie Leid. Keiner weiß dass ich es war, alle glauben, er wäre eines natürlichen Todes gestorben.