Elf Jahre und 70 Männer

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Schamlosigkeit Begehrlichkeit Maßlosigkeit

Ich (w/25) hatte in den letzten 11 Jahren mit über 70 Männern Sex. Ich schäme mich nicht. Bereue aber den einen oder anderen Fehlgriff. Aber ist das denn wirklich so schlimm? Ich will doch auch nur meinen Spaß. Und warum sollen nur Männer sich durch die Welt vögeln dürfen!?

Beichthaus.com Beichte #00023900 vom 27.05.2008 um 22:45:18 Uhr (32 Kommentare).

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Meine fragwürdige Vergangenheit

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Dummheit Hochmut Steinhöring

Ich (24/m) war früher ein hundertprozentiger Nazi, auch Mitglied in entsprechenden Organisationen. Kein Skinhead, die haben wir (d.h. die Zirkel, in denen ich verkehrte) als grobe Schlägertrupps zwar geschätzt, jedoch wegen ihrer Einfachheit auch verachtet. Wir begriffen uns eher als die geistig-akademische Speerspitze eines Vierten Reiches, kultiviert, von guter Erziehung. Der 20. April war ein Feiertag, an dem wir rituell den Treueeid auf A**** H***** abgelegt haben. Bizarr an der ganzen Situation war immer, dass ich durchaus auch einen großen Freundeskreis außerhalb dieser Ecke hatte und noch heute habe. Diese meine Freunde konnten nie was mit meiner Einstellung anfangen, haben sich aber, und das kann ich eigentlich nicht nachvollziehen, nicht von mir abgewendet. Mein damaliges Weltbild habe ich nie verheimlicht. Etwa mit 18 hat ein Sinneswandel bei mir eingesetzt, ich begriff, dass ich auf einem gewaltigen Holzweg war. Ich habe diese ganze Szene verlassen und bin in eine andere Stadt gezogen. Seit Jahren habe ich keine Kontakte mehr zu dieser Szene. Da ich durch mein Alter auch keine tragende Rolle innehatte, eher Mitläufer war, hatte ich als Aussteiger auch nicht mit Repressalien zu kämpfen. Zum Glück, denn Menschenhasser, und nichts anderes sind meine ehemaligen Kameraden, sind prinzipiell zu allem fähig. Ehrlicherweise muss ich auch gestehen, dass ich keine Schuldgefühle habe. Ich habe nie einen Menschen verletzt. Aber durch diese Zeit habe ich viel über mich und über Gruppendynamik, über soziale Manipulationstechniken gelernt. Und ich habe gelernt, meinen eigenen Gefühlen nicht immer bedingungslos zu vertrauen.

Beichthaus.com Beichte #00023899 vom 27.05.2008 um 22:25:55 Uhr in Steinhöring (27 Kommentare).

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“Beichte

Rache im Straßenverkehr

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Rache Zorn Ungerechtigkeit Auto & Co.

Mir (m/20) ist letztens was Dummes passiert. Ich wollte mit meinem Auto zur Videothek, um eine DVD auszuleihen. Als ich über eine Kreuzung gefahren bin, hat mir einer richtig dreist die Vorfahrt genommen. Dachte nur so "Was geht?!" Habe natürlich gehupt und mich aufgeregt. Der Typ in seinem alten Kombi meinte dann, erst mal den Finger zu heben, so nach dem Motto: Pass auf - ich bin im Recht. War mir dann echt zu blöd. Habe ihn überholt und einen Vogel gezeigt. So weit ist das ja normal. Dann bin ich auf den Parkplatz der Videothek gefahren und der Kerl auch. Sprach mich drauf an, was denn los sei. Ich meinte, er hat mir die Vorfahrt genommen. Dieser Typ meinte dann tatsächlich: "Ich wäre da sonst nicht rausgekommen". Ja und? Dann fahr woanders lang, aber nicht über zwei Spuren und eine durchgezogene Linie. Ist das etwa ein Grund, andere im Straßenverkehr zu gefährden? Wohl nicht! Dann hat sich der Kerl noch auf den §1 der StVO berufen. Da dachte ich dann auch nur. Danke, da geben sie mir Recht. Er hat mich auch geduzt, und als ich ihn daraufhin fragte, ob wir uns kennen, hat er es nicht gepeilt. Als dieser Idiot dann auch noch meinte, ich wäre zu schnell gefahren und es würde am Alter liegen, platze mir der Kragen.

Wenn solchen Leuten nichts mehr einfällt, ist es das Alter. Bitte?! Keine plausiblen Argumente mehr parat? Er war ja auch im Unrecht. So ein Affe. So viel zu der Situation. Ich dachte mir, hier muss Rache echt mal sein. Ich bin rein habe meine DVD ausgeliehen und wollte erst einen Schlüsselkratzer in den Lack seines Autos machen. Gut, dass ich es nicht gemacht habe. Ich habe dann schlussendlich mein Kaugummi genommen und ihm schön unter den Türgriff geklebt. Natürlich habe ich drauf geachtet, dass kein anderer dies auf dem Parkplatz bemerkt. Leider saß seine Frau im Auto und hat mächtig dumm gekuckt. War mir dann aber egal und ich bin schnell weggefahren. Mein Kennzeichen war leider sicher erkennbar. Ist bis heute nichts gekommen und ist über einen Monat her. Wäre eh nur grober Unfug und so etwas wird meistens fallen gelassen. Hier musste ich mich einfach rächen, auch wenn ich so vielleicht als Verlierer aus der Situation gegangen bin. Nun ja, er hatte ja das Kaugummi unter der Tür und nicht ich. Und denkt immer dran. Der Klügere gibt nach - und dann wird die Welt von Dummen regiert.

Beichthaus.com Beichte #00023891 vom 27.05.2008 um 17:45:00 Uhr (13 Kommentare).

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Das Mädchen, dessen Haare ich anz

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Boshaftigkeit Dummheit Gewalt Schule Volkach

Ich (m/33) beichte jetzt etwas, das mich schon seit bestimmt 20 Jahren quält. In der sechsten oder siebten Klasse haben wir Jungs immer diese eine (sozial schwache) Klassenkameradin geärgert (gequält). Irgendwann fingen wir an, sie zu hassen. Warum auch immer. Ich weiß es nicht mehr. Außer unserem Hass hatten wir nichts mit ihr zu tun. Ich beschloss eines Tages, ihr einen Denkzettel zu verpassen. Warum? Einfach so, einfach deshalb, weil sie existierte. Dieser Hinweis ist wichtig, um die ganze Dramatik, Hirnlosigkeit und Fahrlässigkeit zu ermessen. Sie ging auf dem Weg zur Schule durch die Kleingartensiedlung irgendwann vor mir her. Ihre langen Haare tanzten vor meiner Nase. Da war sie endlich, meine Gelegenheit. Ich zückte mein Gas-Sturmfeuerzeug (hatte eine Flamme wie ein Schneidbrenner) und zündete ihre Haare an.

Es geschah das Unfassbare: Sofort stand ihr Kopf lichterloh in Flammen. Sie schrie und schlug sich auf den Kopf, lief, rannte, weinte und wurde immer panischer. Blitzschnell reagierte ich. Ich lief hinter ihr her, zog meine Jeansjacke aus und warf sie ihr über den Kopf. Sie stolperte und ich fing sie auf und drückte ihr dabei weiterhin die Jacke auf den Hinterkopf. Das Feuer war gelöscht! Aber: Von ihren ehemals langen blonden Haaren waren nur noch schwarze Klumpen an ihrem Hinterkopf. Und sie hatte eine Brandwunde im Nacken. Sie weinte und war wie von Sinnen und zitterte am ganzen Körper. Ich war so geschockt, dass ich nur eine knappe Entschuldigung rausbrachte. Nach dem Motto: "Sorry, dass ich dich angezündet habe. Ganz schön doof mit deinem Haar." Dann war Stille. Zehn Minuten lang blieben wir so im Gras sitzen, ich hielt das zitternde Mädchen im Arm und wollte sterben vor Scham und Angst. Ich gab ihr meine Dose Cola aus meiner Tasche, die sie wortlos nahm und austrank. Irgendwann stand sie auf und schaute mich mit leeren Augen an. Diesen Blick werde ich nie vergessen. Sie lief nach Hause und kam erst eine Woche später wieder zur Schule. Mit neuer Frisur und Pflaster im Nacken (man sah ihr den Vorfall äußerlich nicht an). Beschämend für mich kam hinzu, dass sie mich weder angezeigt, noch ihren Eltern, noch ihrer Schule etwas davon erzählt hat. Zumindest hatte es für mich keinerlei Konsequenzen. Wir haben auch nie darüber geredet.

Das Einzige, was sich verändert hat, war, dass sie seit dem Vorfall unter meinem persönlichen Schutz stand und ihr nie wieder (nicht dass ich wüsste) jemand in der Schule irgendein Leid zugefügt hat. Meinen Freunden sagte ich, dass Mädchen zu ärgern lächerlich sei und wir alle verloren relativ bald auch daran das Interesse. Ich möchte noch erwähnen, dass es sich hier um das beste Gymnasium in der Stadt handelte und wir hier nicht von der Rütli-Schule sprechen. Man hätte also eine gewisse Form der Reife und Intelligenz von mir erwarten dürfen. Und demnach hätte man auch erwarten dürfen, dass ich mir damals sehr wohl über die Konsequenzen meiner Feuer-Attacke hätte bewusst sein können. Will sagen, die Ausrede, ich wusste nicht, dass Haare brennen können, zählt nicht.

Sie ist dann einige Monate später auf ein anderes Gymnasium gewechselt und seitdem habe ich sie nicht mehr gesehen. Ich beichte, dass kein Tag vergeht, an dem ich nicht an diese feige Tat denken muss. Manchmal quält es mich so stark, dass ich Magenschmerzen bekomme und vor Scham im Boden versinken möchte. Dieses Gefühl überfällt mich in den unmöglichsten Situationen - zum Beispiel bei Kundenpräsentationen, bei der Geburt meiner Tochter, im Urlaub, morgens, abends, und so weiter. Es kommt immer unvermittelt und oft, um mich zu quälen. Ich habe schon alles versucht, sie ausfindig zu machen, mit ihr zu reden, ihr zu sagen, wie leid es mir tut. Aber ich finde sie nirgends. Als seien sie und ihre Familie vom Erdboden verschluckt worden. Dieser Vorfall hat mich auf irgendeine magische Weise mit diesem Menschen verbunden. Liebe P., wenn du das hier liest, bitte verzeih mir. Ich war dumm und unreif und es ist durch nichts zu entschuldigen. Ich möchte einfach nur, dass du weißt, wie unsagbar Leid mir das alles tut. Ich hoffe, du lebst irgendwo glücklich mit lieben Menschen um dich herum. Ich wünsche dir alles Glück der Welt. Echt wahr!

Beichthaus.com Beichte #00023887 vom 26.05.2008 um 03:03:04 Uhr in Volkach (34 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Ein


Kameraüberwachung ist gar nicht so schlimm!

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Zorn Maßlosigkeit Engherzigkeit

Ich arbeite seit mehreren Jahren bei einer großen deutschen Discounter-Kette, die vor Kurzem in Verruf geraten ist, da einige Angestellte dort mit Hilfe von Kameras und scheinbaren Ladendetektiven ausspioniert wurden. Das Ganze hat mich sehr überrascht, da ich damit nicht gerechnet hätte. Was ich allerdings beichten möchte, ist die Tatsache, dass mich nicht diese gewisse Dreistigkeit der Unternehmensführung aufregt, sondern dieses elende Geheule über angebliche Stasimethodik und das ganze Gerede. Keinesfalls würde ich die Notizen über Toilettengänge der Angestellten als vertretbar ansehen, aber die versteckten Kameras zur Überwachung der Kassierer und des Warenlagers sind doch wohl bewiesener Maßen keine Seltenheit oder im Geringsten ungerechtfertigt, da eben jene Märkte massive Inventarverluste durch Diebstahl und schlechte Arbeitsmoral zu verzeichnen hatten.

In unserer heutigen globalisierten Welt zählt nun mal der Profit und deshalb kann es sich keine Filiale leisten, solchen Missverhältnissen nicht entgegen zu wirken. Ich bin ja auch so manches Mal genervt von der andauernden Hetzerei an meinem Arbeitsplatz und würde gerne mal einen Gang runterschalten oder Fünfe gerade sein lassen, aber dennoch kann man sich doch wohl für die paar Stunden zusammenreißen. Die Dame, die den Stein ins Rollen brachte und immer so schön wutentbrannt in jede Kamera, die sich bot, schielte, sollte nun mal ausgebootet werden, weil der Verdacht einer Manipulation bestand, was jedoch in keinem westlichen Unternehmen anders gelaufen wäre, wenn solche Verdachtsmomente bestünden. Ich will ebenfalls beichten, dass ich, trotz meines aufgesetzten Grinsens, allzu gerne so manchen Kleingeistern, die meinten, Sprüche wie: "Oh, in welche Kamera soll ich jetzt lächeln?", oder "Ist das meine Schokoladenseite?" rauszuhauen, eine gelangt hätte. Am Schlimmsten empfinde ich allerdings die Dreistigkeit der Leute, die sich darüber beschweren, dass sie ungefragt gefilmt wurden und so etwas eine Frechheit sei.

Ich meine, sind die Leute zu blöde, das Schild an der Filialtür mit einem Kamerasymbol darauf zu entschlüsseln? Und in welchem Supermarkt oder Einkaufszentrum, in welchem öffentlichen Verkehrsmittel oder auf welchem Platz wird man nicht gefilmt? Mir gefällt das auch nicht, aber dann braucht man sich nicht über Kameras in Discountern aufregen, die den Sinn haben, Diebstähle zu verhüten, damit durch möglichst geringe Verluste weiterhin niedrigere Preise als bei der Konkurrenz forciert werden können. Zudem kann dadurch auch Schlimmeres verhindert oder zumindest im Nachhinein aufgeklärt werden. So wurde mein Filialleiter beinahe von einem aufgebrachten Kunden verprügelt, obwohl dieser selbst Schuld an seiner Misere hatte. Denn dieser Kunde wollte ein Produkt zurückgeben (also das Geld erstattet bekommen), besaß jedoch keinen Kassenbon und kam zudem gerade aus derselben Ecke des Ladens, in der dieses Produkt zu finden ist und dieser Ort lag wahrlich nicht auf seiner Route vom Eingang zur Kasse.

Eben aufgrund dieser Umstände kam es zu Diskussionen und mein Filialleiter sagte dem Kunden, dass er das Geld unter diesen Umständen nicht erstatten könne. Das Ergebnis war letztendlich, dass die Polizei gerufen werden musste und der Kunde nun Hausverbot hat. In diesem Fall wäre eine Kamera nützlich gewesen, wenn die Sache schlimmer ausgegangen wäre, aber das sei dahingestellt. Auf jeden Fall sollten sich die Leute mal überlegen, über welche Kleinigkeiten sie sich aufregen, da es auf dem Gebiet wesentlich schlimmere Vergehen allein seitens der Regierung gibt, gemeint ist damit unter anderem die viel zitierte "Stasi 2.0." Zudem soll nicht unerwähnt bleiben, dass mir in diesem Unternehmen stets nur Positives widerfahren ist. Selbstverständlich kommt man nicht immer mit allen Charakteren klar, aber schließlich arbeite ich dort immer noch und denke auch nicht ans Aufhören.

Beichthaus.com Beichte #00023856 vom 19.05.2008 um 04:56:32 Uhr (18 Kommentare).

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