Models bei der Musterung

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Dummheit Peinlichkeit Zivi & Bund Schwegenheim

Ich (m) muss auch beichten: Damals bei meiner Musterung habe ich mich sehr daneben benommen. Ich wurde also mit 19 Jahren zur Musterung ins Kreiswehrersatzamt bestellt. Morgens fuhr ich mit der Bahn in die Stadt, gut gelaunt, da ich ja einen Tag vom Gymnasium freibekommen habe. In dem Gebäude angekommen, wurden gleich alle Klischees erfüllt: Altes Haus, viele Büros im Keller, am Eingang sitzt ein alter Spießer, der bestimmt damals schon bei der Wehrmacht war. Ich melde mich also an und werde dann in eine Umkleide geschickt, um meinen mitgebrachten Trainingsanzug anzuziehen. Bevor der Spaß aber losging, durfte ich noch zwei Stunden im Wartezimmer rumsitzen. Dann nahm das Unglück seinen Lauf: Die Krankenschwester oder Arzthelferin - oder wie auch immer das bei der Musterung heißt - holt mich im Wartezimmer ab. Und ich muss sagen: Daumen hoch. Das Mädel ist so in meinem Alten und braucht sich auf keinen Fall hier im Keller zu verstecken. Wir gehen also ins Behandlungszimmer, wo schon die Ärztin und eine andere Schwester warten. Und wieder denke ich mir so: Hola! Mir hat ja davor keiner gesagt, dass man wie ein Model aussehen muss, um in Stuttgart beim Kreiswehrersatzamt zu arbeiten.

Meine Daten werden aufgenommen, Gewicht, Größe, berühren Sie ihre Zehen und so weiter. Danach reicht mir die eine Modelschwester einen Plastikbecher und sagt: "Wir brauchen dann noch eine Probe. Machen Sie den Becher voll." und deutet auf eine Türe. Alles klar, ich nehme den Becher und gehe in den Raum. Jetzt kommt der kritische Teil: Der Raum ist klein, kein Fenster, ein Klo und Waschbecken. Aber keine Wichsvorlagen? Klar, wenn ich so an die drei netten Schnitten vor der Türe denke, geht da schon einiges, aber den Becher "voll" machen? Für was braucht der Bund ein Becher voll Samenspende von mir, dachte ich mir damals. Egal. Ich fange also an und schnell ist der Boden des Bechers bedeckt, also noch ein ganzes Stück Arbeit vor mir. Das zweite Mal war schon etwas schwieriger und mir stand auch schon der Schweiß auf der Stirn. Beim dritten Mal dachte ich schon, es klappt nicht mehr so schnell hintereinander, aber dann kam es doch noch. Allerdings war im Becher maximal ein Zentimeter Material drin. Mehr ging nicht und ich habe mich wieder angezogen und bin aus der Kammer raus. Also ich der Ärztin den Becher in die Hand drücke, schaut die mich irgendwie komisch an und gibt mir direkt einen zweiten Becher in die Hand, mit den Worten: "Wir brauchen auch noch eine Urinprobe." Ich bin übrigens ausgemustert worden.

Beichthaus.com Beichte #00017564 vom 21.09.2006 um 00:57:26 Uhr in Schwegenheim (10 Kommentare).

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