Die brennende Designertasche

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Boshaftigkeit Rache Würzburg

Letztes Jahr im Sommer - die Nacht war lau, das billige Discounterbier auch. Meine Freunde und ich trafen uns am Baggersee in der Nähe von Würzburg, um nachts im mondbeschienenen Wasser zu schwimmen, herumzualbern und einfach die Ruhe, abseits vom Trubel des Tages zu genießen. Im taufeuchten Gras machten wir es uns mit Decken bequem, und zündeten (verbotenerweise) auch ein kleines Lagerfeuer an. Irgendwer hatte eine Gitarre mitgebracht, grölend gaben wir Lagerfeuerlieder zum Besten. Bald schon bildeten sich kleine Grüppchen, es stieß mir sauer auf, dass Jan sich mit Andrea eine Decke teilte und das Gespräch intim zu werden schien. Jan – ich weiß nicht, wie lange ich ihn schon angehimmelt hatte. In der Schule schrieb ich immer wieder Zettelchen, kam mir dann aber albern vor und schickte keines je durch die Hände der Klasse. Jetzt musste ich mir also mit ansehen, wie sich Andrea-Pute ihm vertraulich näherte. Ich – ganz Kämpfernatur – war weit entfernt davon, traurig zu sein, vielmehr kochte ich vor Wut.

Mein Kopfkino spielte mir grausame, sehr reale Bilder von Mord vor. Mir wurde übel dabei, dem Treiben weiter tatenlos zuzusehen, ich stand also auf und lief ans Seeufer. Aus dem Augenwinkel sah ich die Beiden aufstehen. "Ha! Viel Spaß ihr Turteltäubchen! Sollen sie doch! SO toll ist Jan jetzt auch wieder nicht" dachte ich bei mir. Bis mein Blick auf Andreas 500-Euro-Designertäschchen fiel. Der Rest der Gruppe war grade Holz suchen gegangen, ich war alleine am Lagerfeuer. Mit dem Schuh stippte ich ein brennendes Holzscheit in Richtung Tasche, die prompt das Schwelen anfing. Ich verdrückte schnell mich in Richtung Büsche und suchte eifrig mit dem Rest der Gruppe Zweige… Eigentlich bereue ich in Gedanken an Andreas weinerlichen Auftritt nach der Entdeckung der ruinierten Tasche.

Beichthaus.com Beichte #00005594 vom 24.02.2006 um 23:52:09 Uhr in Würzburg (7 Kommentare).

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Gentleman mit Vorrechten

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Vorurteile Engherzigkeit Schamlosigkeit

Ich beichte, dass ich mir nur eine Frau gesucht habe, damit sie mir dient. Ich vertrete die Meinung, dass die Männer eine herrschende Rasse sind und Frauen nur zwei Zwecke erfüllen: Kinder bekommen und den Mann glücklich machen. Meine jetzige Freundin arbeitet zwar noch, aber schon bald habe ich sie komplett in der Hand. Sie soll ihre Ausbildung aufgeben und zu mir ziehen. Dann zeige ich ihr die Küche und das Bett, praktisch ihren neuen Arbeitsplatz. Wenn ich sie erstmal habe, werde ich sie nie mehr gehen lassen. Ich bin ein ziemlich guter Schauspieler, denn absolut niemand weiß von meiner eigentlichen Haltung.

Bei Freunden, Familie oder eben bei der Weibchen-Suche, bin ich ein vollendeter Gentleman. Außerdem bin ich ein Fan von körperlicher Züchtigung. Ich habe mir dazu extra ein Zimmer hergerichtet. Das meiste habe ich sogar selber gebaut, da man so etwas Spezielles eher selten kaufen kann und ich ungern im Gedächtnis des Verkäufers bleiben will. Das war eine ganze Menge an Arbeit, aber jetzt ist der Raum sogar fast Schalldicht. Das wird ihr bestimmt gefallen, oder auch nicht. Manchmal erschrecke ich vor mir selber und dann denke ich an all diese Schlampen da draußen, die einfach so für jeden die Beine breit machen. Sie haben es verdient!

Beichthaus.com Beichte #00005483 vom 22.02.2006 um 16:53:39 Uhr (1 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Ein


Ein Jahr voller Verzweiflung und Hoffnung

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Trunksucht Begehrlichkeit Verzweiflung

Ich weiß nicht recht, ob es eine Beichte ist, wenn ich nur etwas loswerden will, aber ich tue es jetzt mal auf diesem Wege (bin tierisch betrunken). Ich schlafe mit jemandem, der nichts für mich empfindet, ich treffe mich mit einem sehr lieben Menschen, der mir diese fehlende Aufmerksamkeit gibt, aber lieben tue ich jemandem, der von all diesem keine Ahnung hat. Du fehlst mir, wenn du das hier irgendwann lesen wirst, denke einmal an unsere schönen Zeiten und all das, was wir miteinander hatten. Das Lachen, das Streiten, das Weinen, das Verückte sowie das Reden, die Wärme, die wir uns gaben.

Ich weiß, dass es schon lange vorbei ist und vielleicht ist es ja auch gut so, aber manchmal wünschte ich, es wäre nicht so gekommen. Du bist für mich der Mensch in meinem Leben, der mir gezeigt hat, was Liebe bedeutet und ich werde dich nie vergessen. Und schon sitze ich hier und es kommen die Tränen, die Tränen, die nicht sein dürften, die Tränen, die umsonst fließen, die die mich noch mehr daran hindern abzuschließen, Abschied zu nehmen nach einem Jahr Hoffnung, einem Jahr Verzweifelung.

Beichthaus.com Beichte #00005349 vom 19.02.2006 um 09:46:44 Uhr (4 Kommentare).

Gebeichtet von Hideaki
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Fehlende Leerstellen

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Faulheit Trägheit

Ichbinzufaul,umdieLeertastezubenutzen.

Beichthaus.com Beichte #00004835 vom 30.01.2006 um 07:57:03 Uhr (1 Kommentare).

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“35.000

“Beichte

Disco-Häschen statt Beziehung

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Fremdgehen Lügen Verzweiflung Partnerschaft Regensburg

Vor einem halben Jahr habe ich meine Freundin betrogen. Die einzige Person, die bis jetzt von diesem Fehltritt erfahren hat, ist mein bester Kumpel. Er kennt meine Freundin auch sehr gut und hat mir auf jeden Fall davon abgeraten, ihr meine Sünde zu gestehen. Gut, damit mag er ja recht haben. Ich weiß, dass meine Freundin in diesem Bereich äußerst empfindlich ist und sich auf jeden Fall von mir trennen würde. Aber dennoch: Ich halte dieses quälende Gefühl der Lüge nicht mehr aus. Ich kann meiner Freundin schon fast nicht mehr in die Augen schauen. Immer dann, wenn sie betont, wie sehr sie mich liebt, sterbe ich fast vor schlechtem Gewissen. Es ist so schrecklich. Hätte ich mich damals bloß nicht von diesem Disco-Häschen verführen lassen. Ich weiß genau, dass eine Beichte für meine Freundin wahnsinnig hart wäre. Sie vertraut mir und ich vertraue ihr. Wenn sie erfährt, was ich getan habe, wird sie zusammenbrechen. Ich fühle mich so schlecht; so wahnsinnig dreckig. Dabei stimmt bei uns im Bett alles. Es gibt nichts, worüber ich mich beschweren könnte. Ehrlich gesagt bin ich wirklich total verzweifelt. Ich bin mit meiner Freundin jetzt schon fast fünf Jahre zusammen und wir haben auch schon ganz offen und ernsthaft übers Heiraten nachgedacht. Aber ich kann ehrlich gesagt in der jetzigen Situation doch nicht vor den Altar treten. Ich bin echt total fertig. Mein Kumpel rät mir, einfach gute Miene zum bösen Spiel zu machen; aber nein, das kann ich nun mal einfach nicht.

Beichthaus.com Beichte #00004695 vom 26.01.2006 um 00:59:19 Uhr in Regensburg (5 Kommentare).

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