Beziehung mit einem Alkoholiker

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Trunksucht Verzweiflung Partnerschaft Erkner

Ich möchte beichten, das mein Freund mich regelrecht anwidert, wenn er betrunken ist. Ich hasse sein Genuschel und Gestammel, sein Schwanken und seine Aufdringlichkeit, wenn er trinkt. Früher war es noch schlimmer mit dem Trinken, aber es sind schlimme Dinge passiert und ich wollte mich deswegen von ihm trennen. Ich war schon fort, und dann war er so verzweifelt, so am Boden zerstört, dass er mir geschworen hat, ein Jahr mindestens keinen Tropfen anzurühren. Und ich dumme Kuh habe gewusst, dass er das nicht durchhält, und bin trotzdem zu ihm zurück, habe mir eingeredet, es ginge um unser Kind. Dabei war ich einfach nur feige. Er trinkt seitdem nicht mehr so viel, aber regelmäßig.

Er ist nüchtern so klug, rational, zuverlässig, starrsinnig aber bodenständig. Er kann seine Gefühle nur zulassen, wenn er getrunken hat. Und immer wieder ekele ich mich vor ihm, wenn er betrunken ist. Ich habe alte Geschichten im Kopf und will nicht mal, dass er mich anfasst, geschweige denn küsst. Und ich behandele ihn dann auch sehr respektlos. Ich weiß, dass das nicht okay ist. Ich beichte also, dass ich weiß, dass diese Beziehung scheitern wird. Irgendwann. Ich habe versucht zu helfen, und kann es nicht. Ich habe nur nicht die Kraft, den Mut, irgendeine Form von Anstand, für mich und mein Kind, das einen guten und nüchternen Vater verdient hätte, aber einen furchtbaren und betrunkenen hat, zu kämpfen. Und ich verabscheue mich dafür.

Beichthaus.com Beichte #00036718 vom 26.09.2015 um 23:12:52 Uhr in Erkner (12 Kommentare).

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Freiheit oder Partnerschaft?

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Begehrlichkeit Verzweiflung Selbstsucht Partnerschaft

Ich (m/21) bin introvertiert. Eine Eigenschaft, die mich seit nun fast einem Jahr langsam zerfrisst. Vor ein paar Jahren bin ich nach erfolgreichem Abitur bei meinen Eltern ausgezogen und habe mir eine eigene kleine Einraumwohnung, dank BAföG und finanzieller Unterstützung meiner Eltern, leisten können. Damals war es einfach das Beste, was mir passieren konnte: Unabhängigkeit. Manchmal fühlte ich mich einsam, aber nie so, dass es lange anhielt. Vielmehr genoss ich es, für mich alleine zu sein und schließlich ging ich noch zur Uni, besuchte regelmäßig meine Eltern und unternahm auch mit Freunden gerne was. Anfang 2014 lernte ich dann meinen jetzigen Freund kennen und wir haben in der Anfangszeit jeden Tag telefoniert, bis wir uns ein paar Monate später trafen. Damals war ich überglücklich und ich konnte es nie abwarten, wieder bei ihm zu sein. Dazu sollte ich erwähnen, dass ca. halb Deutschland zwischen uns lag, aber aufgrund meines knappen Stundenplans und meiner nicht grade bahnbrechenden Motivation für mein Studienfach, war es kein Problem sich öfters zu treffen, denn ich hatte nie ein Problem damit, den halben Tag im Zug zu verbringen.


Zu dieser Zeit habe ich allerdings viel gelernt, was sparen betrifft, um die Reisen überhaupt bezahlen zu können. Geld hatte er nicht viel und aufgrund seiner Depressionen, welche durch die Fernbeziehung noch schlimmer wurden, verlor er letztendlich auch seine Wohnung und hat Schulden angehäuft. Da ich nicht zusehen konnte, wie es ihm tagtäglich schlechter ging, bot ich ihm an, übergangsweise zu mir zu ziehen, so dass er sich in der Zeit eine neue Wohnung suchen kann. Aus dieser geplanten Übergangszeit ist nun ein Jahr geworden. Sein Zustand hat sich rückblickend betrachtet gebessert, vielleicht bin ich durch seine Depression aber einfach nur gefühlskälter geworden. In 90 Prozent aller Fälle ist alles gut, in den restlichen 10 Prozent streiten wir uns - und das meist dank mir. Ich ertrage es einfach nicht, 24/7 von Menschen umgeben zu sein. Da er nicht viele Freunde hat und es dank seiner Depression mit einem Job oder gar einer neuen Wohnung nicht vorangehen will, hängt er umso mehr an mir. Ich bekomme manchmal Panikattacken, die nicht selten in Wutausbrüchen enden. Ich werde nur selten laut und ich würde ihm auch kein Haar krümmen, habe ihn jedoch aus Verzweiflung schonmal angeschrien und Vorwürfe zu einem anderen Thema gemacht, welche ziemlich idiotisch waren.


So sehr ich mich jeden Tag nach der Arbeit freue, dass er da ist und ich jemanden habe, dem ich alles anvertrauen kann und dem ich auch wirklich vertrauen kann, so sehr vermisse ich die Zeit, in der ich einfach komplett abgeschottet sein kann. Die Zeit, in der ich stundenlang Lieder schreibe, zeichne, Videos schaue oder in eine andere Stadt fahre. Einfach so, ohne Grund, ohne vorher zu fragen und ohne auf irgendjemanden Rücksicht nehmen zu müssen. Unabhängigkeit, Freiheit. Ich fühle mich schlecht diese Gedanken zu haben und ich liebe meinen Freund wirklich über alles und möchte ihn niemals wieder hergeben, aber langsam gehe ich daran kaputt und weiß nicht, wie ich das Thema weiter behandeln soll, ohne ihn dabei zu verletzen.

Beichthaus.com Beichte #00036717 vom 26.09.2015 um 22:44:24 Uhr (8 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Ich habe im Leben versagt!

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Verzweiflung Trunksucht Maßlosigkeit

Ich möchte beichten, dass ich eine Flasche bin. Und damit nicht genug: Ich bin willenlos, emotional labil und verachte mich selbst. Ich bin 20 Jahre alt und habe eine abgebrochene Ausbildung, mein Abi abgebrochen, hänge seit ungefähr einem halben Jahr nur rum und bin selten nüchtern. Vor zwei Tagen hat mir meine Ex gestanden, schwanger von mir zu sein, jedoch definitiv die Abtreibung zu wollen. Mal abgesehen davon, dass sie sowieso die Abtreibung will, möchte ich hiermit offiziell bekannt geben, wie viel Ekel ich verspüre, wenn ich in den Spiegel schaue und dabei feststellen muss, dass ich nicht einmal das Geld habe, um meinen eigenen Sohn zu ernähren. Ich würde am Liebsten das Kind behalten, selbst ohne Mutter und mit Ackern von früh bis spät, aber es ist nun einmal wie es ist. Es geht nicht. Und das, weil ich zwanzig Jahre nichts anderes gemacht habe, als ein überflüssiges Stück Scheiße zu sein.

Beichthaus.com Beichte #00036709 vom 25.09.2015 um 22:01:56 Uhr (17 Kommentare).

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Die gute alte Friendzone

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Verzweiflung Begehrlichkeit

Ich (m/20) beichte, dass mich Frauen seit geraumer Zeit gewaltig an die Grenzen meiner Nerven treiben. Der Grund dafür? Ich habe bei diesem Thema kläglich versagt! Ich habe es ganze neun Mal nicht geschafft, eine Beziehung oder Ähnliches zu beginnen. Das letzte Mal wurde ich von meiner ehemaligen besten Freundin abgewiesen - nach einer langen Freundschaft entwickelten sich meinerseits Gefühle für sie, aber sie fing wieder etwas mit ihrem Ex-Freund an. Wie nicht anders zu erwarten, ging das Ganze aber wieder den Bach runter. Kontakt haben wir inzwischen keinen mehr. Ich habe nun endgültig die Lehre daraus gezogen und renne keiner Frau mehr hinterher. Ich habe mit 20 Jahren endgültig die Nase voll davon! Ich kann offensichtlich keine Beziehung führen - auf der anderen Seite weiß ich das aber auch nicht, da ich ja noch nie eine hatte. Ich bin gefangen in einer misslichen Lage. Ich finde übrigens auch keine Gründe dafür, obwohl ich lange danach gesucht habe. Ich beichte hiermit also, dass ich wohl unfähig bin, meine Gefühle an eine andere Person zu vermitteln und meine Interessen jetzt lieber alleine verfolge.

Beichthaus.com Beichte #00036703 vom 24.09.2015 um 20:01:24 Uhr (13 Kommentare).

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Ich bin in eine Affäre gerutscht

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Fremdgehen Ehebruch Verzweiflung Begehrlichkeit

Ich möchte beichten, dass ich meinen Mann betrogen habe! Es war nicht geplant, es ist einfach irgendwie passiert. Ich (w/31) habe in der stationären Therapie einen netten jungen Mann (26) kennengelernt. Anfangs haben wir uns nur gut verstanden und wurden Freunde. Wir hatten einen guten Draht zueinander und konnten offen über alles reden. Ich habe ihn oft besucht, wir haben Filme geschaut, etwas getrunken und ich habe bei ihm übernachtet. Wir lagen nachts gemeinsam im Bett, da wir beide der Meinung waren, dass wir als erwachsene und vernünftige Menschen durchaus in einem Bett schlafen können - ganz ohne sexuelle Spannung oder Anziehungskraft. Wir haben uns nachts im Bett unterhalten, haben angetrunken etwas geflirtet. Und dann ist es plötzlich passiert: Wir haben uns geküsst. Geküsst, gestreichelt, uns gegenseitig ausgezogen und weitergemacht.


Es war eine wunderschöne Nacht. Am nächsten Morgen haben wir uns lange darüber unterhalten, ob das nun unsere Freundschaft zerstört hätte und wie es denn nun weitergehen sollte. Es ist noch öfters geschehen. Wir hatten dann ungefähr drei Monate eine sexuelle Affäre. Allerdings kam irgendwann der Moment, an dem es mir damit immer schlechter ging, und ich sowohl meinem Mann, als auch meinem Freund gegenüber ein schlechtes Gewissen hatte. Es fühlte sich falsch an und ich war mehr und mehr unglücklich und verzweifelt. Wir haben diese Liaison dann in gegenseitigem Einverständnis beendet. Eigentlich wollten wir Freunde bleiben, aber ich glaube, auch unsere Freundschaft hat darunter gelitten. Es ist einfach nicht mehr so wie früher. Ich beichte, dass ich meinen Mann betrogen und eine wirklich gute Freundschaft aufs Spiel gesetzt habe.

Beichthaus.com Beichte #00036697 vom 24.09.2015 um 15:03:48 Uhr (28 Kommentare).

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