Das Spielzeug in der Badewanne

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Dummheit Peinlichkeit Masturbation Waghalsigkeit

Das Spielzeug in der Badewanne
Ich möchte meine eigene Dummheit beichten. Vor einigen Jahren habe ich (w/24) aus Spaß einen elektrischen Vibrator von einem guten Freund geschenkt bekommen. Insgeheim freute ich mich sehr über dieses Geschenk und wollte ihn gleich am Abend danach ausprobieren. Ich ließ mir ein Bad ein, um mich dann mit meinem neuen kleinen Freund in der Badewanne zu entspannen. Nachdem ich ihn mir eingeführt hatte, schaltete ich ihn an und bekam einen sehr schmerzhaften Stromschlag. Zum Glück habe ich keine bleibenden Schäden erlitten. Ich verstehe wirklich nicht, wie ich so dumm sein konnte, einen elektrischen Vibrator in der Badewanne auszuprobieren. Bitte verzeiht mir.

Beichthaus.com Beichte #00031562 vom 05.07.2013 um 17:14:28 Uhr (35 Kommentare).

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Der Fake-Account

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Falschheit Dummheit Lügen Verzweiflung Halle

Alles fing vor über drei Jahren an. Damals war ich knapp 15-16 Jahre alt und in unserer Klasse ging ein merkwürdiger Trend um, nämlich das Erstellen von Fake-Accounts auf einer, damals noch sehr populären, Internetplattform. Immer mehr meiner Freundinnen erzählten mir, wie viele Nachrichten und Fotokommentare sie erhielten - eine andere Freundin zeigte mir sogar, wo ich Bilder erhalten konnte, bei denen man nicht sofort erkannte, dass es Fakes waren. Irgendwann meinte ich dann, ich müsse auch einen Fake erstellen. Gesagt, getan - ich erschuf einen Fake mit dem Namen Maddy und konnte mich danach kaum vor Nachrichten retten. Das Ganze betrieb ich einige Monate und schrieb mit vielen Leuten, meist jedoch nicht mehr als "Wie geht es dir?" "Was machst du?", oder ich bedankte mich für ihre Komplimente zu meinen Bildern.

Irgendwann wurde das zunehmend langweiliger, und wahrscheinlich hätte ich das Ganze auch bald beendet, hätte ich nicht einen Fotokommentar bekommen. In dem Fotokommentar schrieb ein Junge, dass ich sehr hübsch wäre, wenn ich es denn wirklich wäre. Schockiert über diese Anzweiflung reagierte ich prompt und kommentierte zickig den Kommentar. Was ich nicht ahnte, war, dass der Junge, der den Kommentar postete, ganz und gar kein Idiot war. Zuerst kommunizierten wir nur über Fotokommentare, dann irgendwann auch über Nachrichten. Er war der Erste, dem ich wirklich von Dingen aus meinem Leben berichtete, allen anderen hatte ich mit großer Freude aufregende Geschichten über "mein" Leben aufgetischt. So erfuhr ich, dass er später einmal Journalismus studieren wollte, und genau das wollte ich zu diesem Zeitpunkt auch. Ich erfuhr, dass wir beide seit Jahren denselben Musiker hörten und dass wir beide an derselben Universität studieren wollten. Wir hatten so viel gemeinsam, dass man es einfach nicht mehr als Zufall abstempeln konnte. Unsere Nachrichten umfassten oftmals mehr als fünf Seiten und uns gingen die Themen niemals aus.

Irgendwann kam es dann aber dazu, dass er kaum noch Lust hatte, so viel Zeit in eine einzige Nachricht zu stecken, denn das Verfassen einer solchen Nachricht dauerte oftmals Stunden, und der Kontakt brach ab. Das wunderte mich nicht, ich hatte mich schließlich auch darauf eingestellt, dass unser Kontakt nicht ewig gehen könnte, eben aufgrund meiner Lüge. Ich wollte den Account also endgültig löschen, brachte es aber letztlich nicht über mich, die Nachrichten zwischen mir und besagtem Jungen einfach zu löschen, und entschied mich kurzerhand dafür, meinen Namen in eine wahllose Buchstabenkombination zu ändern, und alle Bilder zu löschen. Zwei Jahre vergingen und ich hatte den Jungen nicht vergessen, ich wusste noch immer alle Geschichten, die er mir aus seiner Kindheit berichtet hatte, und dachte immer noch oft an ihn.

Also wollte ich mir die Nachrichten noch einmal durchlesen, wollte mich der Erinnerung hingeben, als ich jedoch online kam erkannte ich, dass er mir vor genau zehn Minuten eine Nachricht geschrieben hatte. Er schrieb, dass er nach all der Zeit noch an mich dachte, und dass es ihm leidtäte, alles kaputtgemacht zu haben. Entgegen aller Vernunft antwortete ich, wir begannen wieder miteinander zu schreiben, erkannten, dass sich noch mehr Gemeinsamkeiten gebildet hatten und wir schafften es sogar, die Sätze des Anderen zu vervollständigen. Ich erzählte ihm alles, von der Schule bis hin zu der Tatsache, dass ich nach Amerika gehen würde und er erzählte mir von seinen Sorgen und von seinen Plänen nach seinem diesjährigen Abitur. Gemeinsam entschieden wir, was er studieren wollte. Es blieb dabei bei ungefähr einer Nachricht am Tag.

Das Ganze ist etwa einen Monat her, und ich schrieb ihm vor drei Wochen die wohl letzte Nachricht, denn mein schlechtes Gewissen hatte gesiegt. Ich fand ihn bei Facebook und schrieb ihm von meinem richtigen Account die Wahrheit. Ich schrieb ihm alles, was ich dachte, ihm nicht mehr sagen zu können. Zurück geschrieben hat er nie, seitdem verfolgt mich mein schlechtes Gewissen. Ich träume beinahe täglich von ihm und wache unter Tränen auf. Ich kann meine Lieblingsmusik nicht mehr hören, weil es zu jedem Lied eine gemeinsame Geschichte gibt.

Es gibt kein Tag, an dem ich nicht bereue, was ich tat. Ich habe jemanden verloren, der mich ergänzen konnte, der mich verstanden hat, und der in der Lage war, über meine Fehler hinwegzusehen. Ich habe ihn verletzt und das kann, und werde, ich mir nicht verzeihen. Ich würde alles dafür geben, es irgendwie gut zu machen. Es tut mir unendlich leid, und ich hoffe mich jeden Tag in meinem Leben schmerzlich an einen Freund erinnern zu werden, den ich verloren habe. Ich möchte mein Leben in Sühne verbringen, um etwas gut zu machen.

Beichthaus.com Beichte #00031532 vom 28.06.2013 um 11:18:47 Uhr in 06110 Halle (Steinweg) (17 Kommentare).

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Je passiver, desto besser

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Fetisch Prostitution Engherzigkeit Selbstsucht Fremdgehen

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Ich bin ein Familienvater Ende 40 und möchte hiermit mein geheimes Laster beichten. Seit etwa zehn Jahren gehe ich regelmäßig zu Prostituierten. Mir ist klar, dass ich meine Frau betrüge, aber das ist nicht die eigentliche Beichte. Ich bin beruflich viel unterwegs […]
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Beichthaus.com Beichte #00031529 vom 28.06.2013 um 09:47:28 Uhr (73 Kommentare).

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Das Noonan-Syndrom

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Verzweiflung Ignoranz Engherzigkeit Familie

Das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen. Man weiß nicht, welche man kriegt. Und mein Bruder hat schon neun Monate vor seiner Geburt eine sehr schlechte Praline bekommen. Einen Gendefekt mit dem Namen Noonan-Syndrom, welcher wie das Downsyndrom unheilbar ist. Neben sehr vielen körperlichen Einschränkungen beinhaltet dieser Defekt auch eine reduzierte Intelligenz. So ähnlich, wie in dem Film Forrest Gump. Ich werde mir diesen Film niemals wieder anschauen, weil ein Happy End in der Realität fast nie möglich ist. Mein Bruder wurde, wie im Film, immer gemobbt. Ich weiß gar nicht mehr, wie häufig ich mich als jüngerer Bruder in unserer Schule geprügelt habe, um ihm beizustehen. Aber alle, bis auf unsere Familie, waren gegen ihn. Er war auf seine Art alleine und irgendwie seltsam. Aber wir wurden erwachsen und zogen von den Eltern weg. Und ab hier habe ich ein ungeheuer schlechtes Gewissen.
Nachdem unsere Eltern verstarben, hatten wir nur noch an Geburtstagen und Weihnachten Kontakt. Mehr nicht. Und nun ist er tot. Seine Ärzte haben mir nach seinem Tod den Gendefekt geschildert. Dieses Syndrom wurde als Defekt erst nach der Volljährigkeit meines Bruders entdeckt. Er hat seine Ärzte zum Stillschweigen verdonnert, sodass niemand etwas von seiner Krankheit wusste. Auch ich nicht. Er starb im Hinblick auf seine Krankheit scheinbar in einem hohen Alter. Kurz vorher hatten wir uns noch getroffen, weil es ein runder Geburtstag war. Er wirkte auf mich sehr lebensfroh, doch dann schlief er wenige Tage später einfach ein. Als Bruder, und einziger Verwandter, gehe ich nun alles durch, was in seiner Wohnung ist. Ich sehe sein Leben nach dem Auszug und bin mehr als traurig. Er hat sich komplett von der Familie abgeschottet. Wir hatten keinen Zutritt mehr. Aber sein Leben verlief nicht, wie in dem besagten Film.

Meine Frau und meine Kinder, welche niemals ihren Onkel bzw. Schwager kennengelernt haben, haben sich Sorgen um mich gemacht. Ich war einfach nur noch traurig nach der Erkenntnis, dass ich noch mehr für meinen Bruder hätte machen sollen. Warum hat er nur geschwiegen? Das Einzige, das mich nun tröstet, ist der Umstand, dass er nun nicht mehr unter seiner Krankheit leiden muss. Ich schäme mich wirklich dafür, dass ich zu Lebzeiten nicht mehr für meinen Bruder gemacht habe, obwohl ich ihn doch geliebt habe. Pralinen sind nicht immer gut.

Beichthaus.com Beichte #00031505 vom 25.06.2013 um 09:20:16 Uhr (16 Kommentare).

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“Beichte

Der penetrante Tür-Bettler

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Engherzigkeit Boshaftigkeit Aggression Gewalt

Der penetrante Tür-Bettler
Angestachelt durch eine Beichte, die gerade veröffentlicht wurde, muss ich jetzt auch etwas beichten. Es ist ein paar Wochen her, da klingelte es an meiner Tür. Ich hatte mein Kind gerade zum Mittagsschlaf hingelegt und war deshalb nicht sofort an der Tür. Das wurde […]
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Beichthaus.com Beichte #00031445 vom 17.06.2013 um 00:10:52 Uhr (33 Kommentare).

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