Hilfe, meine Eltern sind Rassisten!

32

anhören

Vorurteile Zorn Ungerechtigkeit Peinlichkeit Familie

Hilfe, meine Eltern sind Rassisten!
Meine Eltern sind Rassisten und ich schäme mich dafür. Vor ein paar Monaten war ich mit meinem Vater in Amerika. Alle Leute dort waren sehr freundlich und man hätte keinen Unterschied zwischen Weißen und Schwarzen finden können. Und obwohl uns auch Schwarze sehr weitergeholfen haben, hat er noch am selben Abend gemeint, in Amerika würde alles viel besser laufen, wenn man die ganzen "Neger" rauswerfen würde. Dann schaute er Fox News und wetterte sofort gegen die Mexikaner, obwohl er, denke ich, noch nie mit einem gesprochen hat. Aber wenn Fox News das sagt, muss es ja stimmen. Er hofft, dass Trump Präsident wird, weil dann endlich Schluss mit den Mexikanern und der weichen Einwanderungspolitik ist. Auf dem Flughafen beschwerte er sich dann mehrfach über die anwesenden Inder und Araber und hatte ernsthaft bedenken, dass sie im selben Flugzeug mitfliegen könnten. Ich denke, in seinem Kopf gibt es eine sehr klare Klassifizierung von Ländern mit guten und Ländern mit schlechten Menschen. Zurück in Deutschland regt er sich jeden Tag über Merkel und den viel zu seichten Umgang mit Kriminellen auf - und dass man nicht so viele "Kanacken" reinlassen darf. Berlin hasst er wegen der ganzen Türken dort.

Meine Mutter ist nicht besser. Sie ist grundsätzlich gegen alle, die nicht europäisch aussehen. Zuletzt, als wir Oma auf dem Land besuchten, kam ein arabisch aussehender Mann ins Dorf und wartete dort an der Bushaltestelle. Meine Mutter beobachtete ihn durchs Fenster, bis er wieder fort war, und bekundete ununterbrochen, dass so einer gar kein Recht hat, ins Dorf zu kommen und dass die Oma ab sofort bessere Schlösser wegen der Diebe braucht. Es überrascht sicher nicht, dass beide bei der letzten Wahl AfD gewählt haben. Mir geht es anders. Ich studiere in einer Großstadt und da ist es normal, allen Menschen gleich gegenüberzutreten. Allerdings erzähle ich dort nicht viel von meinen Eltern und lade auch nie jemanden zum Besuch ein, denn dann könnten meine Freunde mitbekommen, wie ausländerfeindlich meine Eltern sind und das will ich nicht.

Beichthaus.com Beichte #00038162 vom 30.04.2016 um 02:04:29 Uhr (32 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Die Schwester meiner Frau

22

anhören

Ehebruch Fremdgehen Lügen Selbstsucht

Vor etwa drei Jahren lernte ich eine junge Frau kennen. Wir haben uns so gut verstanden, dass sie gleich am ersten Tag des Kennenlernens und auch den vier folgenden Tagen bei mir geblieben ist. In dieser Zeit haben wir auch beide bei mir geschlafen, allerdings nicht mit, sondern nur nebeneinander. Wir haben uns beide in der Nähe des anderen sehr wohl gefühlt und das Thema Sex stand auch gar nicht im Raum. In den folgenden drei Monaten haben wir uns fast täglich getroffen. Das gegenseitige Interesse aneinander wurde immer stärker - wobei ich schnell bemerkt habe, dass ich ihr Zeit lassen muss.

Eines Tages hat sie mir dann ihre Schwester vorgestellt und mich darauf aufmerksam gemacht, dass ihre Schwester sich gerne an die Männer, für die sie sich interessiert, ranmacht. Der Beweis dafür kam schon nach einer Woche, und zwar nicht nur verbal. Ich hatte bereits gesagt, dass das nicht in Ordnung ist, als ich dann auf der Couch sitzend ihren Kopf zwischen meinen Beinen hatte. Plötzlich hatte ich nicht mehr genug Blut im Kopf, um klar denken zu können, und konnte nichts mehr machen. Den Rest könnt ihr euch vorstellen. Ich muss sagen, dass wir ganz hervorragenden Sex miteinander hatten, sodass es selbstverständlich nicht bei dem einen Mal blieb. Die Frau, an der ich ernsthaftes Interesse hatte, merkte natürlich nicht, was los ist, es geht sie aber auch gar nichts an. Meine damalige Freundin ist heute meine Frau und die Mutter meine Töchter. Ich schlafe auch heute noch mit ihrer Schwester, da der Sex einfach zu gut ist und ich nicht anders kann.

Beichthaus.com Beichte #00038157 vom 28.04.2016 um 21:39:08 Uhr (22 Kommentare).

In WhatsApp teilen
“35.000

“Folge

Hilfe, ich bin ein Totalversager

17

anhören

Faulheit Verzweiflung Dummheit Gesundheit Studentenleben

Was ich dringend beichten möchte, ist, dass ich (m/40) das Klischee eines Totalversagers schon in geradezu absurder Weise übererfülle. Ich habe nach endlosen Jahren des Studiums (Medizin) immer noch keinen Abschluss, außerdem keinen (Neben-)Job mehr (und dementsprechend nur sehr wenig Geld zur Verfügung), bin darüber hinaus stark übergewichtig und beginne mittlerweile auch meine Haare zu verlieren. Dass ich alleine in einer zusehends abgegammelten Wohnung lebe und keine Kinder habe, bedarf dabei wohl keiner besonderen Erwähnung mehr. Als vorläufige Krönung meiner Situation leide ich seit Jahren unter Depressionen, die mein Leben mehr und mehr beeinträchtigen. Selbstmordgedanken begleiten mich derzeit nahezu ständig - mein alltägliches Leben irgendwie auf die Reihe zu kriegen, fällt mir immer schwerer und sogar den Kontakt zu Freunden und Familie aufrechtzuerhalten, wird gefühlterweise schon zu einem kleinen bis größeren Kraftakt.

Mittlerweile schon seit Jahren hänge ich bei ein und derselben Prüfung fest, die seitens des sie abhaltenden Instituts tatsächlich noch zusehends schwerer gestaltet wird. Da ich in einem auslaufenden Studienplan studiere, gibt es nur noch relativ wenige Kolleginnen und Kollegen, die in einer vergleichbaren Situation sind. Unter diesen Verbündete für die Prüfung zu finden, scheint nahezu unmöglich - die lieben KollegInnen jammern und beschweren sich zwar leidenschaftlich gerne; geht es aber darum, sich zu vernetzen, auszutauschen und gemeinschaftlich auf das Bestehen der Prüfung hinzuarbeiten, dann sind sie einfach nur zu vergessen.

Kurz gesagt: Mein Leben fühlt sich an, als würde ich inmitten einer endlosen Schlammwüste feststecken und verzweifelt versuchen, voranzukommen. Doch das Einzige, was sich voranbewegt, ist die Zeit - die läuft dafür aber rasant und unbarmherzig. Ich schäme mich so sehr - so abgrundtief - dafür, was ich aus meinem Leben gemacht habe und empfinde mir selbst gegenüber nur noch bodenlose Verachtung. Vielleicht gibt es ja einen Weg heraus aus dieser Misere, leider kann ich ihn aber momentan beim besten Willen nicht entdecken. So bleibt mir nur, meine in der Vergangenheit gemachten Fehler, Versäumnisse und schlechten Entscheidungen, die mich in diese völlig verfahrene Situation gebracht haben, jeden Tag aufs Neue von ganzem Herzen zu bereuen.

Beichthaus.com Beichte #00038156 vom 28.04.2016 um 21:16:00 Uhr (17 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Gewalt in der Ehe

29

Gewalt Missbrauch Verzweiflung Feigheit Partnerschaft

Meine Frau beschimpft mich (42) seit einigen Jahren übel und schlägt auch gerne mal zu. Ernsthaft passiert mir hierbei körperlich zum Glück nichts, aber ich hatte schon blaue Flecken und blaue Augen, Bisswunden, eine dicke Lippe oder tiefe Kratzer überall am Oberkörper. […]
Diese Beichte kann nur von Beichthaus Bewohnern gelesen werden. Jetzt schnell anmelden!

Beichthaus.com Beichte #00038154 vom 28.04.2016 um 15:21:02 Uhr (29 Kommentare).

In WhatsApp teilen
Zufallsbeichte
“Folge

Wurst vom Vortag

17

anhören

Verschwendung Manie Zwang Ernährung

Ich habe einen bescheuerten Tick. Ich esse nur Wurst, die ich am selben Tag an der Wursttheke gekauft habe. Habe ich am nächsten Tag noch etwas übrig, kann ich nicht mehr drauf vertrauen dass die Wurst noch gut ist, und schmeiße sie weg. Zum Großteil kaufe ich aber auch nur so viel, wie ich an dem Tag essen werde, ich will ja nichts verschwenden. Das Verhalten habe ich in meiner Kindheit entwickelt. Wir hatten noch Fleischwurst im Kühlschrank und ich machte mir ein Brot mit eben dieser Wurst und habe das Brot genüsslich gemampft. Kurz darauf ging meine Mutter an den Kühlschrank, roch an der Wurst und warf sie weg, weil sie meinte, die sei nicht mehr gut. Danach hatte ich eine riesige Panik, dass ich jetzt eine fette Lebensmittelvergiftung habe.

Es kam nichts, sie war wohl doch nicht schlecht. Das scheint mein Vertrauen in Wurstfrische aber extrem erschüttert zu haben. Mir ist durchaus bewusst, dass die Wurst in der Wursttheke eventuell auch einen Tag alt sein kann, aber ich vertraue drauf, dass die Leute wissen, was sie verkaufen. Ich beichte, dass ich immer warte, bis Personen aufgewärmtes oder aufgetautes Essen oder eben Wurst vom Vortag mal probiert haben. Erst wenn die nicht tot vom Stuhl fallen, esse ich auch. Ich habe meine privaten Vorkoster.

Beichthaus.com Beichte #00038150 vom 27.04.2016 um 20:39:00 Uhr (17 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht