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Ich will aber da sitzen

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Ignoranz Engherzigkeit Selbstsucht Bahn & Co. Fulda

Ich (m) hatte heute ein unglaublich groteskes Erlebnis, als ich mit der Bahn von Stuttgart nach Berlin gefahren bin. Ich fahre immer mit einer Platzreservierung, obwohl es nicht nötig wäre, denn um diese Zeit sind immer genügend Plätze frei. Da steigt in Frankfurt eine Frau mit ihrem circa 20-jährigen Sohn ein. Noch bevor sie sich hinsetzen, zeigt der Sohn auf mich und fängt an in einer dümmlichen Kindersprache zu quatschen: "Ich will da sitzen, wo der sitzt." Darauf sie: "Nein, unsere Plätze sind hier." Er: "Ich will aber da sitzen, der soll weggehen." Dann sie zu mir: "Würdest du mal aufstehen und Dich woanders hinsetzen, Du siehst ja mein Sohn hat ein Syndrom" (habe die genaue Bezeichnung vergessen) und da muss man Verständnis haben. Ihr fordernder Ton passte mir gar nicht und auch wenn ich erst 19 bin, hat sie mich nicht zu duzen. Ich habe ihr das auch so erklärt und bin natürlich nicht aufgestanden.

Da fängt ihr Bengel an ein Mordsgequengel zu veranstalten, mit Heulen und Schreien und ständigem Ich-will-aber-da-sitzen-Geplärre. Ich habe meinen Kopfhörer eingestöpselt und die Musik laut gemacht, um nicht auch noch lachen zu müssen, da der Anblick des 20-jährigen, der sich wie ein 5-jähriges Kind benimmt, einfach zu komisch war. Auch der Schaffner hat ihr dann erklärt, dass er da nicht viel machen kann, außer an meine Vernunft zu appellieren, denn es sind ja genug andere Plätze frei und es gibt kein Recht auf einen bestimmten Sitzplatz. Ich möchte mich hiermit bei allen Mitreisenden entschuldigen, welche zwischen Fulda und Göttingen entnervt den Wagen gewechselt haben, da das Geschrei für Unbeteiligte unerträglich gewesen sein muss. Und an die Dame mit dem Syndromkind: Nehmen sie das nächste mal ein Flugzeug zur Beförderung und dann laufen wir uns auch nicht mehr über den Weg.

Beichthaus.com Beichte #00029684 vom 04.01.2012 um 21:02:16 Uhr in Fulda (Am Bahnhof) (88 Kommentare).

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Schlechte Erfahrungen im Kinderheim

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Gewalt Aggression Rache Schamlosigkeit

Ich (m/38) war als Kind lange im Heim. Warum, sei hier dahingestellt, meine Familie konnte jedenfalls wenig dafür, ich aber auch nicht. Es waren einfach damals Umstände da, die heute anders angepackt werden würden. Leider waren in der ersten Einrichtung viele Erzieher […]
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Beichthaus.com Beichte #00037673 vom 22.02.2016 um 21:03:54 Uhr (23 Kommentare).

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“35.000

“Folge

Muffins vs. Kuchen

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Zorn Kindergarten Ernährung

Ich hasse diese kleinen Küchlein in Förmchen, auch als Muffins bekannt, mittlerweile total. Früher habe ich auch gerne mal einen Muffin gegessen und auch Muffins gebacken. Aber nach diesem Erlebnis hier kann ich diese Teile nicht mehr sehen und würde sie am Liebsten auf den Mond schießen! Meine kleine Schwester wurde vor vier Monaten fünf Jahre alt. Es ist in ihrem Kindergarten üblich, dass das Geburtstagskind Kuchen mitbringt. Sie wünschte sich von mir eine Cassata-Torte - in diesem Fall natürlich ohne Alkohol. Ich mache eine Ausbildung zur Konditorin und habe dann sowohl die gewünschte Cassata-Torte, als auch noch einen Käsekuchen mit Mandarinen sowie einen einfachen, saftigen Schokokuchen gebacken, damit jeder Geschmack getroffen ist.

Als ich am Morgen die Kuchen im Kindergarten abgeben wollte, sagte die Erzieherin, dass es ihr leidtäte, aber die Kinder freuen sich immer so auf die Geburtstagsmuffins. Ich verstand nicht ganz. "Naja", sagte sie, "quasi jedes Kind bringt mittlerweile Muffins mit und für die Kinder ist das immer ein tolles Fest, die Muffins so schön aus dem Förmchen essen zu können, ohne Gabel oder Löffel." Ich sagte: "Nun gut, aber jetzt ist es eben Kuchen - in drei Varianten, der schmeckt doch genauso gut!" Sie antwortete aber nur, ich würde ihr einen riesigen Gefallen tun, wenn ich die Kuchen wieder mitnehme. Sie würde aber, sollte ich sie dalassen, für alle Fälle auch eine große Portion Muffins besorgen. Ich habe die Kuchen also wieder mitgenommen und sie wurden dann beim Kindergeburtstag und beim Besuch der Verwandten mit Begeisterung vom Geburtstagskind und allen Anwesenden gegessen - komisch, dass auch die kleinen Gäste die Kuchen mochten und nicht nach Muffins schrien!

Ich habe ja keine Ahnung, was die für Kinder im Kindergarten haben. Wenn die sich denken, dass ich zum nächsten Geburtstag noch einmal selbst backe, haben sie sich geschnitten. Ich hole dann einfach billige Fertigmuffins aus dem Supermarkt. Die scheinen ja bei diesen komischen Muffinkindern besser anzukommen als ein selbst gemachter Kuchen. Aber mein Verdacht ist ja insgeheim, dass die Kindergartenfrauen einfach keinen Bock hatten, die Teller danach zu spülen! Aber seit diesem Vorfall hasse ich Muffins. Dieser Trend mit diesen kleinen Drecksteilen! Dabei können die unschuldigen, von diesem Vorfall überhaupt nicht betroffenen, Muffins der Gegenwart und der Zukunft ja gar nichts dafür. Sie gehören eben, zu ihrem Pech, auch dieser Klasse an. Die Muffins der Vergangenheit sind ja zum Glück aus dem Schneider, die gab es ja zu der Zeit, als ich sie noch mochte.

Beichthaus.com Beichte #00036365 vom 15.08.2015 um 10:57:56 Uhr (17 Kommentare).

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Was bleibt, sind Leichen

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Gewalt Morallosigkeit Drogen Maßlosigkeit

Mit 28 bin ich (m) noch am Abend meiner Studienabschlussfeier, in das Rekrutierungsbüro einer bekannten "Sicherheitsfirma" nach Paris gefahren, um mich eintragen zu lassen. 16 Monate verbrachte ich danach in Guatemala. Es schimmeln einem dort die Socken unter den Füßen […]
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Beichthaus.com Beichte #00037374 vom 10.01.2016 um 20:55:03 Uhr (31 Kommentare).

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“Beichte

Post vom Jugendamt

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Zorn Aggression Ungerechtigkeit Peinlichkeit Verzweiflung

Ich (m/32) habe heute Post vom Jugendamt erhalten, einen großen A5-Umschlag. Zuerst dachte ich, mein Kinderwunsch sei wohl unerwartet in Erfüllung gegangen, aber als ich den Brief öffnete, wurde ich blass: Da war ein Fragebogen drin, in dem sie mich über den schlimmsten Teil meines Lebens befragen wollen, meine Zeit im Jugendheim, in der ich misshandelt, belogen, um mein Taschengeld betrogen und noch einiges anderes wurde.

Jedenfalls rief ich die Frau, deren Name auf dem Anschreiben stand an, und brüllte sie an, was ihr einfiele, mich an diese schreckliche Zeit, die ich erfolgreich verdrängt hatte, zu erinnern. Ich verlangte, dass mein Name augenblicklich aus allen Akten gelöscht werde und man mir meine Original-Akte zukommen ließe, sofort, ansonsten würde ich klagen. Kleinlaut erklärte sie mir, der Fragebogen sei dazu da, genau solche Fehler, wie sie an mir gemacht wurden, in Zukunft zu vermeiden, und als sie mich versehentlich duzte, fiel es mir ein, sie war damals die einzige Person in dieser kalten, unpersönlichen Behörde, die sich für ihre Kinder eingesetzt hatte und der ich vertraute. Ich bekomme jetzt im Laufe der nächsten 2 Wochen 5 dicke Aktenordner voller Berichte, die mich wahrscheinlich wochenlang ins Chaos stürzen werden, weil alles wieder hochkommen wird, und habe der einzigen Person, die damals zu mir stand, in den Arsch getreten. Gute Ausbeute für einen Tag!

Beichthaus.com Beichte #00028478 vom 05.01.2011 um 20:39:56 Uhr (29 Kommentare).

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