Rekrut ohne urdeutschen Namen

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Verrat Rache Arbeit Zivi & Bund Stade

Rekrut ohne urdeutschen Namen
Ich habe jemandem vor fünf Jahren die Karriere versaut. Diese Person wollte ganz hoch hinaus, war auch schon auf dem Sprung in höhere Gefilde der Macht. Jeder weiß, was gemeint ist mit "Pfadfinder mit Waffen". Doch dann traf er mich. Ich war sein Untergebener in der Hierarchiestruktur und habe immer alles getan, was der Herr wollte, oder was ihm gerade so einfiel. Leider habe ich keinen urdeutschen Nachnamen, was ihm damals sehr aufstieß. Er ließ immer mal ein paar Sprüche vom Stammtisch los, wegen meines Namens. Nun kam aber Rekrut dazu, der wirklich nicht Urdeutsch war bzw. aussah. Ein Moslem. Er wurde von ihm runtergemacht bis zum geht nicht mehr. Er bekam keine Verpflegung im Feld, da mein Vorgesetzter ja nicht wisse, was Moslems essen. Kein Schweinefleisch, ergo nichts zu essen für den Armen. Das ging mir dann doch zu weit und ich zog die Notbremse. Ich schrieb alle Vorfälle auf und gab sie einem noch ehrgeizigeren Offiziersanwärter. Dieser brachte es fertig, einen riesigen Wirbel daraus zu machen. Es gab wochenlang Untersuchungen, Gespräche, Rekonstruktionen des Geschehenen. Zu guter Letzt wurde er unehrenhaft entlassen und musste eine Geldstrafe zahlen. Mir hätte eine Entschuldigung gereicht. Alles, was ich seitdem von ihm weiß: er ging nach Norwegen und arbeitete dort als Tischler. Ich bin so schnell wie möglich raus aus dem Verein und habe seitdem niemanden mehr die Party versaut.

Beichthaus.com Beichte #00031146 vom 06.05.2013 um 18:14:01 Uhr in Stade (25 Kommentare).

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Zufallsbeichte

Kommentare der Beichthaus-Bewohner

krischan

Wo ist das Problem? Hierzulande wurde ihm sein Sold in Euro ausgezahlt, am Ende noch Euros, die in Griechenland geprägt worden sind. War doch dem armen Menschen nicht zuzumuten.

08.05.2013, 10:46 Uhr     melden


csor aus Deutschland

Herzlichen Glückwunsch, du hast alles richtig gemacht. Dein Vorgesetzter hatte zwar sehr hohe Ziele, aber er hat völlig seine Pflichten vergessen.
Fürsorgepflicht für unterstellte, normaler Respekt den ein Kamerad einem anderen gegenüber verpflichtet ist. Du hast dich nicht an der Beschimpfung/Gängelung deines Mitkameraden beteiligt und du hast es auch nicht stillschweigend überhört. Du hättest vielleicht schon früher einschreiten können, aber das Verhalten deines Vorgesetzten war so aller Sau, das hätte auch andere erstmal ins stolpern gebracht.
"Melden macht frei und belastet den Vorgesetzen." - Du hast diesen Spruch in die Tat umgesetzt und die Bundeswehr hat die Konsequenzen gezogen. Das du jetzt nicht mehr dabei bist ist schade, weil die Bundeswehr ruhig mehr solcher Personen wie dich braucht, aber in deine persönliche Lebensplanung will ich mich nicht einmischen.

08.05.2013, 10:58 Uhr     melden


MatzePeters

Was ist denn ein Pfadfinder mit Waffen?

08.05.2013, 11:45 Uhr     melden


127302 aus Deutschland

Solche Fälle solen schonmal vorkommen. Absolution erteilt.

08.05.2013, 11:53 Uhr     melden


Dr.Know

Der wäre wohl vor 70 Jahren bei den Braunhemden besser aufgehoben gewesen...

08.05.2013, 13:17 Uhr     melden


fraubalboa

Deine Handlungsweise passt schon. Es sollte nicht jeder nur zugucken und mitlachen wenn jemand in diesem Ausmasse runtergemacht wird.. Jeder bekommt eben das was er verdient.

08.05.2013, 13:55 Uhr     melden


EmmyAltera

Ich finde irgendwie, dass Arbeiten als Tischler in Norwegen doch viiiiel besser ist.

08.05.2013, 14:04 Uhr     melden


Spirit1984

was gibt es hier zu beichten? Du hast genau richtig gehandelt! Oder ist für dich Zivilcourage beschämend ?

08.05.2013, 14:28 Uhr     melden


Niks

Da kannst du aber stolz auf dich sein. Du edler Verteidiger der Demokratie und leuchtendes Vorbild des Gutmenschentums. Ein Leben bzw. eine Karriere mutwillig zu zerstören weil die Person eben auch nur ein Mensch mit Vorlieben und Abneigungen ist... Hut ab. Bei Leuten wie dir kann ich nicht genug essen wie ich kotzen mag.

08.05.2013, 14:49 Uhr     melden


Zufallsbeichte
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29873

Richtig gehandelt - abmarsch! *grins*

08.05.2013, 14:51 Uhr     melden


LacrimaMosaEst

@Niks: Ich hab grad gegessen und bei deinem Bla hätte ich tatsächlich fast kotzen müssen! Schön und gut was menschlich sein und persönliche Abneigungen betrifft, aber jemandem deswegen leiden zu lassen hat damit auch wieder nichts zu tun! Man kann sich seinen Teil auch denken... Aber wieder ein gutes Beispiel, das Uniformen einen gleich mächtiger erscheinen lassen, und das muss ja ausgenutzt werden! Uniform macht Arsc*loch!

08.05.2013, 16:04 Uhr     melden


Ragnarok1987

@Niks:
Ich find es ja immer wieder bemerkenswert wie es dieses Zitat eines Nazigegners aus damaliger Zeit es seit neustem scheinbar immer wieder in das Geseiere der ewig Gestrigen schafft. Vorlieben und Abneigungen schön und gut, nur geht die eigene persönliche Freiheit nur so weit wo die des Anderen beginnt. Und wer es nicht schafft seine persönlichen Vorlieben und Abneigungen außerhalb der Dienstzeit/Arbeitszeit auszuleben bzw. diese währenddessen außen vor zu lassen hat eben verkackt, platt gesagt. Gerade eben als Vorgesetzter mit Vorbildfunktion.

08.05.2013, 17:18 Uhr     melden


Todesschwein aus Hamburg, Deutschland

Genau richtig gehandelt... immerhin war dein Vorgesetzter der Inbegriff der Intoleranz und hat das Unvermögen zu führen deutlich gezeigt. Als Tischler ist er besser aufgehoben, da er so (mit Glück) niemanden verletzen wird.
Also Absolution für den Beichter!

08.05.2013, 18:17 Uhr     melden


ManU_Master aus Deutschland

Er hat wiederholt gegen ein wichtiges Menschenrecht verstoßen und du hast das unterbunden. Wieso also eine Beichte?

08.05.2013, 19:33 Uhr     melden


Tetraethylblei

Wir haben in meiner GWD Zeit diese karrieregeilen Zivilversager mit grossen Maul immer ausgelacht. Trotzdem glaub ich, das er heute als Handwerker in Skandinavien um Längen besser dranne ist.

08.05.2013, 21:00 Uhr     melden


Vladtepec aus Deutschland

Willst du jetzt Absolution? Du kriegst ein Schulterklopfen, Daumen nach oben und hättest noch ein Bier verdient! Ein Vorgestetzter sollte ein Vorbild sein. Ein Idiot mit Befehlsgewalt weniger.

08.05.2013, 21:32 Uhr     melden


Anonühm;) aus , Deutschland

Ist an sich nun keine Beichte, da du alles rechtmäßig gemacht hast anstatt dich auf miese Art an deinem Vorgesetzten zu rächen.

09.05.2013, 11:10 Uhr     melden


nightowl

Ehrlich gesagt versteh ich nicht warum du ein schlechtes gewissen hast. Du hast alles richtig gemacht! Ein solcher Mensch verdient es nicht auch noch aufzusteigen!

31.05.2013, 19:55 Uhr     melden


Sternenhimmelchen

Gut gemacht! Absolution erteilt..,

02.06.2013, 03:21 Uhr     melden


gemmakaffeetrinken aus Wien, Österreich

Tja die Liebe und Mitmenschlichkeit ist keine Frucht, sonst könnte man sie beim Billa oder Aldi kaufen.

18.07.2013, 16:24 Uhr     melden


DieGroßeFettheit

Du hast ihn im Endeffekt dazu gebracht nach Norwegen zu ziehen, damit hast du ihm eigentlich einen ziemlichen Gefallen getan. Tolles Land, und ganz ohne unerträgliche kack Sommer mit 40 Grad + Schwüle..

08.08.2013, 02:23 Uhr     melden


LadyBeetle

Ich finde, was du gemacht hast, war völlig richtig. Dieser Mann war ja offensichtlich rassistisch veranlagt und so etwas darf man nicht dulden

28.08.2013, 09:50 Uhr     melden


taylorswift13 aus Wunder, Deutschland

Du hast alles richtig gemacht!









07.04.2014, 11:31 Uhr     melden


Lenzou

mir wurde auch mal dringend empfohlen nach dem GWD mich verpflichten zu lassen, von Leuten die nur flüchtige bekannte meiner Eltern waren, wollten mich auch aus dem Elternhaus schmeißen, hätte ich das gemacht wäre ich auf Jahre mit "Gleichgesinnten" in eine Kaserne verknackt worden, ich sehe ganz offensichtlich ausländisch aus, würde aber dann doch lieber in den richtigen Knast wandern, meinetwegen auch Isohaft wäre kein großer Unterschied zu dem Leben jetzt.

23.04.2014, 21:31 Uhr     melden


RustyNail

Ein "Spieß" muss hart und streng sein gegenüber den Rekruten oder seinen Untergebenen aber auch alle gleich respektvoll behandeln. Denn im Gefecht muss man sich auf seinen Kameraden verlassen und es ist scheiß egal unter welchem Namen der Kamerad Gott anruft. Jeder der gedient hat versteht was ich meine.
Kurz gesagt: Du hast absolut richtig gehandelt mein Lieber. So ein "A....loch" als Vorgesetzten kann man nirgendswo gebrauchen. Hast du gut gemacht. Von mir gibt es die Absolution.

20.06.2015, 11:29 Uhr     melden


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