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Neueste Kommentare


2.6/5 (39 Votes)

Die Liste meiner Männer

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Ich (w) habe einen Tick oder sogar eine kleine Leidenschaft, die ich von den Anfängen meines Sexlebens bis heute extrem ernst nehme. Bei den ersten Malen Sex mit verschiedenen Männern, kam mir plötzlich der Gedanke, Namen und Alter der Typen aufzuschreiben - einfach um eine kleine Übersicht über meine Errungenschaften zu haben. Vielleicht auch noch nach Jahren. Ich fertigte vorerst nur eine Liste in meinem Handy mit Alter und Namen der netten Herren an, doch das war mir schnell zu wenig. Hinzu kamen jetzt auch noch das Herkunftsland, die Ausmaße ihres besten Stückes, technische Versiertheit, Durchhaltevermögen, Aussehen und das Gesamtfazit. Außerdem machte es mir zunehmend Spaß, möglichst viele verschiedene Nationalitäten im Bett gehabt zu haben. Und ich freue mich bis heute immer wieder, wenn einer meiner One-Night-Stands oder Affären ein "neues" Herkunftsland hat. Naja, vor einiger Zeit reichte mir auch meine detaillierte Handy-Liste nicht mehr, und ich fertigte ein Buch an. Mit Bildern der Männer, genaue Angaben über Aussehen, allgemeine Angaben zur Person und der Bewertung der sexuellen Fertigkeiten, chronologisch geordnet und mit der Geschichte unseres Kennenlernens und dem Verlauf unserer sexuellen Beziehung. Ich habe sogar kleine Flaggen der Länder der Männer ausgedruckt und individuell hineingeklebt. Und da ich bestimmt kein Kind von Traurigkeit bin, hat sich da über die paar Jahre ganz schön was angesammelt. Ich liebe es, in dem Buch zu lesen und in alten Erinnerungen zu schwelgen, ich kann es einfach nicht sein lassen. Ich beichte, dass ich mich selbst dafür für extrem kindisch und leicht gestört halte, und mir das Ausmaß des Ganzen langsam irgendwie Angst macht.



Beichte vom 17.04.2014, 06:41:31 Uhr

2.1/5 (39 Votes)

Das Kaninchen und die Katze

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Meine große Schwester hatte die Angewohnheit, unsere Haustiere, wenn sie sie loswerden wollte, einfach auszusetzen. Als ich 20 Jahre alt war, folgte ich ihrem Beispiel. Ich hatte einen Stallhasen aus schlechter Haltung gerettet und ihn dann im örtlichen Wandergebiet neben einem Reiterhof ausgesetzt. Monate später holte ich mir eine Katze vom Bauernhof. Doch als ich umzog, ließ ich sie auf den Feldern des Bauern zurück. Seitdem denke ich jeden Tag daran und es tut mir im Herzen weh, was ich den beiden Tieren damals angetan habe. Erst wollte ich ihnen ein beschützendes Heim geben und dann habe ich sie aus Hilflosigkeit, Überforderung und blind dem Handeln meiner Schwester folgend vor die Tür gesetzt und sich selbst überlassen, anstatt sie im Tierheim abzugeben. Inzwischen sind zehn Jahre vergangen und ich denke immer noch voller Schuld jeden Tag an das Kaninchen und die Katze. Am liebsten würde ich die Zeit zurückdrehen. Heute benutze ich mein Gehirn zum Nachdenken und bin regelrecht fanatisch für die Rechte der Tiere engagiert, beschütze und umsorge sie. Jeder, der ihnen Böses tut, bekommt dann meinen Hass zu spüren. Ich beichte: Liebes Kaninchen und liebe Katze von damals, es tut mir aufrichtig leid, dass ich euch an die frische Luft gesetzt habe. Mein schlechtes Gewissen kann euer Schicksal auch nicht wieder gut machen.



Beichte vom 17.04.2014, 01:59:53 Uhr

2.6/5 (34 Votes)

Unerkannter Missbrauch

(00033075)



Ich (w/25) habe mir während der Beziehung zu meinem Ex-Freund eingeredet, dass mir liebloser, schmerzhafter Sex gefällt, denn ansonsten wäre er beleidigt gewesen. Nicht nur beleidigt - wenn ich "Nein" gesagt habe, hat er mich regelmäßig ignoriert, bis ich nachgegeben habe. Das hat natürlich zu Schmerzen geführt, nicht nur während des Geschlechtsverkehrs, sondern auch Tage danach. Sogar eine Entzündung habe ich bekommen. Wenn er dann befriedigt war, hat er sich umgedreht und wollte schlafen oder eine rauchen. Ich war ihm dabei völlig egal. Das ging dann so weit, dass mir der Schmerz ab und zu zu viel geworden ist und ich mich von ihm wegdrücken wollte, er mich aber gepackt und festgehalten hat. Meine Beichte ist natürlich, dass ich mir das selbst angetan habe, ohne klar und deutlich "Nein!" zu sagen. Ich möchte aber auch beichten, dass ich das alles während der Beziehung quasi ausgeblendet habe und jetzt, wo ich eine wundervolle Beziehung zu einem tollen Mann führe, wird mir klar, was da überhaupt passiert ist und ich traumatisiere mich selbst immer wieder mit diesem Gedanken. Ich wünschte, ich könnte die Vergangenheit ändern.



Beichte vom 16.04.2014, 23:53:26 Uhr
Ort: Hauzensteiner Straße, 93047 Regensburg



2.2/5 (26 Votes)

Das Rollentausch-Experiment

(00033074)



Meine Beichte ist, dass ich (m/28) mein Ego in den letzten fünf Jahren auf Kosten von flirtwilligen Männern gepuscht habe. Nein, ich habe mich nicht in Gaybars angraben lassen. Es hat damals vor fünf Jahren beim Online-Dating angefangen, nach erfolgloser Suche wollte ich mir mal die Tricks der anderen Männer anschauen und habe mich einfach als Frau angemeldet. Fotos habe ich von einer Singlebörse aus dem Ausland geliehen, ist natürlich nicht korrekt, aber ich denke, die Dame hat es nie erfahren. Mein Avatar war auch eine absolut durchschnittliche Frau, also nicht der Oberflieger, ich wollte ja ein ehrliches Experiment wagen. Nun ja, ich war zunächst über die Anzahl der Zuschriften doch ein wenig irritiert. Am Tag kamen so an die vierzig Mails rein. Zehn davon waren gewöhnlich auf schnellen Sex aus und haben das auch ganz klar gesagt. Weitere zehn Mails waren oft Wiederholungen, gewöhnlich mit demselben Text wie vor zwei Wochen. Die restlichen Mails waren aber oft sehr nett geschrieben und ich habe dann angefangen, zurückzuschreiben. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich in meinem ganzen Leben noch nie so freundlich von anderen Männern behandelt wurde. Da gab es Leute die am Wochenende mal eben von Österreich nach Hamburg fahren wollten, nur um mit mir einen Kaffee zu trinken, und ich dachte damals, dass ich schon verzweifelt wäre. Ob es darum ging, dass ich eine starke Erkältung hatte oder mein Staubsaugerkabel nicht mehr richtig aufrollte, ich bekam stets das vollste Verständnis. Ja, ich hätte sie wirklich alle haben können, hunderte, wenn ich eine Frau gewesen wäre.

Ich muss leider sagen, dass ich durch diese Kontakte unglaublich arrogant geworden bin und daher nach Jahren auch damit aufgehört habe. Es war zwar Balsam für die Seele, wenn man nach Feierabend die vielen verständnisvollen Mails lesen konnte, aber im Beruf bin ich immer gereizter geworden, wenn mir nur irgendwer ein wenig quer gekommen ist. Daher muss ich sagen, dass ich heute einen derben Respekt vor Frauen habe, da sie trotz dieser Dauerberieselung auch im Alltag oft noch ganz normal drauf sind, auch wenn es da natürlich Ausnahmen gibt. Was mir auch schwer zugesetzt hat, ist, dass einige der Männer wirklich die absoluten Verlierer waren. Das bedeutet sie waren beruflich schwer erfolgreich, hatten aber überhaupt keine Freunde und auch kein richtiges Leben. Ihre einzige Kontaktperson schien die Frau zu sein, die auf ihre Mails geantwortet hatte und in Wirklichkeit doch dann nur ein Mann war. Das hat schließlich auch dazu geführt, dass ich die Kontakte habe langsam abbrechen lassen und mich dann vor zwei Monaten ganz zurückgezogen habe. Ich vermute heute, dass ich meine Strafe in gewisser Weise erhalten habe - denn durch den Rollentausch habe ich auch einen Einblick in eine ziemlich dunkle Seite unserer Gesellschaft erhalten.



Beichte vom 16.04.2014, 23:06:42 Uhr

2.9/5 (46 Votes)

Studenten an der Armutsgrenze

(00033073)



Ich (20) bin Studentin und kann mit BAföG (300 Euro) und Kindergeld (180) gerade mal meine Wohnung zahlen. Zwar arbeite ich nebenbei, aber mit dem Geld kann ich nur "existieren" und nicht leben. Von meinen Eltern bekomme ich keine Unterstützung und manchmal muss ich sogar hungern. Ich wiege bei 1,70 Meter inzwischen nur noch 43 Kilogramm und die Armenküche in München verweigert mir jegliche Hilfe, weil ich "jung und gesund bin und arbeiten gehen kann". Manchmal gehe ich nachts an die Mülltonnen der Supermärkte, weil ich kein Geld für Essen habe. Ich denke inzwischen sogar an Prostitution. Ich finde es nicht fair, dass Arbeitslose alles vom Staat gezahlt bekommen, während manche Studenten weit unterhalb der Armutsgrenze leben und ihr Hunger-BAföG auch noch zurückzahlen müssen. Natürlich habe ich nichts gegen Arbeitslose - nur gegen die, die einfach nicht arbeiten wollen, habe ich eine Abneigung. Und nicht alle Studenten sind eben Bonzen, feiern die ganze Zeit und lassen sich alles von Mami und Papi zahlen.



Beichte vom 16.04.2014, 15:34:47 Uhr
Ort: Albert-Roßhaupter-Straße, 81369 München


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