Meine Schwester in der Dritten Welt

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Engherzigkeit Familie Kinder Mudau

Meine Schwester in der Dritten Welt
Meine Stiefschwester ist schon immer etwas seltsam gewesen. Sie ist sehr religiös und weltfremd, obwohl der Rest meiner und auch ihrer Familie eigentlich ganz normal geraten ist, und wir auch, außer ihr, keine weiteren Religionsfanatiker in der Familie haben. Nach dem Abitur ging sie ein Jahr in die Türkei, um dort in einer Organisation mitzuarbeiten, die Straßenkindern und Zigeunern hilft. Sie animierte uns ständig zum Spenden für diese Organisation, was wir ihr zuliebe auch bereitwillig taten. Ein Jahr später wiederum ging sie in den Kongo um Schulen zu bauen und soziale Projekte zu betreuen, auch wieder mit einer kirchlichen Organisation, der wir fleißig Geld in den Rachen warfen. Sie wünschte sich nie etwas zum Geburtstag, sondern wollte ihr Geld für Geschenke lieber an diese Institutionen fließen lassen. So und ähnlich zog sich das einige Jahre hin. Das wäre an sich gar kein Problem, wenn sie sich nicht immer nur dann gemeldet hätte, wenn sie wieder auf Spenden aus gewesen wäre.

Mit den Jahren wurde der Kontakt schließlich immer weniger. Wir bekamen so gut wie nichts mehr mit von ihr, außer immer mal einen knappen Brief, in dem sinngemäß stand, dass es ihr gut ginge, und wir doch bitte an Organisation XY spenden sollten. Kontodaten waren immer dabei. Wir spendeten, zugegebenermaßen teilweise eher widerwillig, ihr zuliebe jedoch insgesamt einen Haufen Geld. Irgendwann hörten wir schließlich gar nichts mehr von ihr. Vor etwa zwei Jahren stand sie jedoch plötzlich vor der Tür, mit einem kleinen, süßen Mädchen im Schlepptau. Wie sich herausstellte, war das ihre Tochter. Das Mädchen war damals etwa ein Jahr alt. Meine Stiefschwester sah gar nicht gut aus. Sie war abgemagert, ihr fehlten Zähne, außerdem hatte sie seltsame Narben im Gesicht und war vorzeitig gealtert. Meine Freundin und ich beherbergten die beiden einige Zeit lang, dabei bekamen wir mit, dass meine Stiefschwester ihre Tochter herrisch, überaus streng und distanziert behandelte. Meine Stiefschwester redete und erzählte auch nicht viel. Eines Tages war sie dann einfach weg. Mit dem kompletten Geld von unseren Konten und einigen anderen Wertgegenständen. Das kleine Mädchen ließ sie jedoch da. Meine Freundin und ich überlegten lange, was zu tun wäre, aber dann trafen wir eine Entscheidung. Obwohl wir beide uns nicht reif dazu fühlten, nahmen wir den Behördenkampf auf uns, und haben jetzt immerhin das Sorgerecht für die Kleine.
Meine Beichte ist: Seitdem das passiert ist, sind wir umgezogen und haben meinen Eltern verklickert, dass sie meiner Stiefschwester auf keinen Fall unsere neue Adresse verraten sollen. Ich will mit ihr in Zukunft nie wieder auch nur das Geringste zu tun haben. Und auch nicht, dass sie eines Tages bei uns aufschlägt und die Kleine zurückfordert. Wir behandeln sie wie unsere eigene Tochter und es würde mir das Herz zerreißen, wenn ich sie mit ihrer offensichtlich derart verantwortungslosen Mutter in irgendwelchen Dritte-Welt-Ländern wüsste. Sicherlich ist das, was meine Stiefschwester tut, gut und richtig. Dennoch kann man von einer erwachsenen Frau erwarten, dass sie auch mal vor der eigenen Haustür kehrt, anstelle immer nur vor den Türen anderer. Allerletzten Endes hat sie sich alles, was ab jetzt und in der Zukunft passiert, selbst zuzuschreiben.

Beichthaus.com Beichte #00030790 vom 14.02.2013 um 12:14:12 Uhr in Mudau (42 Kommentare).

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Kommentare der Beichthaus-Bewohner

Plinius

Zuerst die Stiefmutter, jetzt die Stiefschwester...mal sehen was für Beichten noch heute kommen.

Diese Beichte ist echt fünf Sterne wert, auch wenn Ich das Verhalten der Stiefschwester seltsam finde...auf der einen Seite scheinbar ein Engel für die Hilfsbedürftigen aber auf der anderen eine Rabenmutter die ihresgleichen sucht. Aber wie es aussieht hat die Kleine nun ein richtiges Zuhause und wird wohl besser aufwachsen als bei ihrer Mutter.

14.02.2013, 13:50 Uhr     melden


Methadir2

@Plinius
Naja, Engel ... Wer weiß. Gerade bei religiösen Menschen wird sowas sehr schnell pervertiert. Man lese sich mal bei Wikipedia im Artikel "Mutter Theresa" die Kritik durch. Da wird einem schlecht. Das Christentum hat das furchtbare Problem, dass sie die Diesseitsfeindlichkeit aller abrahamitischen Religionen teilt. Daraus folgt eine Verherrlichung der Armut, die schon zu Jesu Zeiten nur deswegen als sinnvoll anzunehmen war, weil er vom Weltuntergang innerhalb von wenigen Jahren ausging.
Wirklich nachhaltige Hilfe kommt eher selten von den Kirchen.

14.02.2013, 14:01 Uhr     melden


Troll-Dad aus Deutschland

Da ich kein religiöser Mensch bin, lasse ich die Kirche mal im Dorf. Das Verhalten von deiner Stiefschwester ist unentschuldbar. Nicht nur das sie Geld und Wertsachen entwendet hat, nein! Sie lässt auch noch das Kind zurück.*kopfschüttel* Ihr werdet euch bestimmt schon genügend Reime auf ihr Verhalten gemacht haben. (kaum etwas gesagt, die Blessuren am Körper und der Diebstahl) Ihr habt auf jeden Fall das richtige getan, ihr sorgt euch um das Kind und meine Absolution habt ihr, dass ihr den Kontakt zu deiner Stiefschwester komplett unterbindet. Ich hoffe nur, dass das Kind niemals nach fragen wird oder es heraus kommt das ihr nur die Adoptiveltern seid.

14.02.2013, 14:13 Uhr     melden


patrikk

Kranke Geschichte. Zu deiner Schwester sag ich mal lieber nichts, sonst wird der Kommentar vermutlich gelöscht. Euer Verhalten finde ich nachvollziehbar und richtig.

14.02.2013, 14:23 Uhr     melden


Methadir2

Ich frage mich übrigens noch: Welche Ethnie hat das Kind? Ich meine, hätte sie es mit einem Mitarbeiter gezeugt fällt es mir schwer zu glauben, dass der sich dafür nicht interessiert.
Wie klar ist denn die ganze Geschichte? Kontonummern der Hilfsorganisationen überprüft? Absender der Briefe plausibel. Nach dem Diebstahl klingt das mehr nach Sekten- oder sogar Drogenkarriere als nach echter Entwicklungsarbeit.

14.02.2013, 14:23 Uhr     melden


Gwad

Wie naiv seid ihr bitte?
Fassen wir mal zusammen:
Sie ist abgemagert und mit fehlenden Zähnen vor der Tür gestanden. Missionare haben aber sehr wohl genügend Hygienemöglichkeiten und bekommen auch ausreichend Essen.
Sie hat immer nur Briefe geschrieben mit der bitte um Geld...
Sie kommt mit einem Kind und lässt es einfach da ohne was zu sagen.
Sie hat Narben und ist "vorzeitig gealtert" (hallo? alarmglocken?)

Gratulation, ihr habt einem Junkie ständig Geld geschickt und glaubt auch jetzt noch das sie Missionarin für irgendeine Organisation ist.

14.02.2013, 14:24 Uhr     melden


Blaubarschbube aus Deutschland

euer konto leergeräumt...aha...habt ihr euch abend mal über eure PINs unterhalten und ihr nebenbei noch erzählt, in welchem fach eurer brieftasche eure ec-karten liegen, ja? wenn diese schwachsinnigkeit wahr sein sollte, dann habt ihr es verdient. wer so blöd ist, der müsste eigentlich alles verlieren. achso, meine pin ist übrigens 6239

14.02.2013, 14:31 Uhr     melden


Kartoffeltier

Sicher das das Geld bei Hilfsoranisationen gelandet ist und sie keine gerissene Drogenabhängige ist? Untypisch eine solche Verwahrlosung, wenn man Entwicklungshilfe etc. leistet.

14.02.2013, 14:49 Uhr     melden


29873

Ich bin nicht überzeugt, dass eurer Handeln korrekt ist. Sich für andere Menschen zu engagieren, begrüße ich ohne Weiteres. Das mit den ständigen Spenden hättet ihr klar und deutlich ansprechen sollen. Vielleicht ist ihr aber was Schlimmes passiert und sie muss sich freikaufen? Ist eine Spekulation aber diese stelle ich in den Raum. Vermutlich hat sie sich geschämt und ist wirklich von jemand/was abhängig und hat Angst. Ich würde sagen, eines Tages kommt deine Schwester zurück. Redet mit ihr im Guten, was ihr zugestoßen ist und verweigert nicht eure Hilfe. Vielleicht braucht sie euch mehr als eurer Geld?

14.02.2013, 15:11 Uhr     melden


cocahunter911

Also wenn ich diese Beichte so höre, denke ich nur eines: 100% Junkie.
Die hat euch von vorne bis hinten verarscht, da besteht kein Zweifel.
Alle Anzeichen deuten auf Drogen hin, Geldnot und totale Verwahrlosung, und das auch noch in schnellem Tempo, zusätzlich noch die totale Gefühlskälte. Das sind alles Anzeichen für schweren Drogenmissbrauch. Es gibt wenig andere Szenarien in denen ein Mensch sich so zurichtet. Bestimmt niemand der in der Lage ist anderen zu Helfen!!!

14.02.2013, 15:37 Uhr     melden


Johnny_Pümmel

Ich glaube, deine Stiefschwester hat ernste Probleme und du merkst es nicht mal. Bist du sicher, dass das Geld für Hilfsorganisationen war? Für mich klingt es eher so, als wäre sie in der Dritten Welt auf einen "Einheimischen" gestoßen, der ihr erstmal die große Liebe vorgespielt hat, sie aber nur finanziell ausnutzen wollte. Wahrscheinlich war das Geld für ihn und seine Familie. Wie es aussieht, wurde sie sogar misshandelt. Letztendlich hat sie es anscheinend doch geschafft, von ihm loszukommen. Diese Theorie würde auch erklären, warum sie so mit ihrem Kind umgeht und anscheinend keine mütterliche Liebe empfinden kann, denn es erinnert sie an dieses Trauma. Solche Männer gibt es in der Dritten Welt, sie sind gerissen und wissen genau, wie sie eine Frau "hörig" machen und welche Frauen dafür geeignet sind (Frauen mit Helfersyndrom z.B.). Sowas nennt man "Bezness" und deine Geschichte hört sich wie ein ganz klassisches Beispiel an. Ich würde an deiner Stelle nicht sauer auf sie sein und sie im Stich lassen, sondern versuchen, ihr zu helfen, denn sie braucht deine Hilfe. Wenn du ihr nicht hilfst, wer dann?

14.02.2013, 15:50 Uhr     melden


Jojo1977

Ich glaub ja nicht, das dass was deine Stiefschwester tut "gut und richtig" ist. Sie beklaut ihre Familie und kümmert sich nicht um ihr Kind. Auch wenn man nicht die Gründe kennt, ich finde schon das sie euch hätte mal einweihen können was ihre Pläne betrifft. Insofern.. Absolution. Ich find es super, das Du der Kleinen eine solche Zukunft erspart hast. Danke dafür.

14.02.2013, 15:57 Uhr     melden


Belze-Bub

Ich glaube Deine Schwester ist in Not! Wende Dich nicht ab sondern hilf ihr!!!

14.02.2013, 16:10 Uhr     melden


ichhabegesuendigt

japp Drogensucht und das sieht jeder mit nem Krückstock. das Geld hat sie wohl eher für koks und ähnliches gebraucht

14.02.2013, 16:19 Uhr     melden


VcS

Ihr habt ihr keinen Gefallen getan, indem ihr sie ohne Diskussion unterstützt habt. Manchmal ists besser, Hilfe an Bedingungen zu knüpfen... @Johnny_Pümmel: Das gibts aber auch in der westlichen Welt so ähnlich, da nennt es sich eben "Toy Boy".

14.02.2013, 16:24 Uhr     melden


MatzePeters

Alles richtig gemacht. Nicht ihr, sondern deine Schwester. Bekommt auf Jahre hinaus euer hart erarbeitetes Geld in den Rachen geworfen, lässt sich durchpimpern, lädt das Kind bei euch ab, tauscht es gegen eure Wertsachen... doch, solch eine naive Familie wie euch hätte ich auch gerne.

14.02.2013, 16:28 Uhr     melden


“Folge

Johnny_Pümmel

@Vcs: Na ja, Toyboys sind um einiges harmloser, denn da handelt es sich um eine Art gegenseitige Ausnutzung. Reiche, ältere Damen, zahlen sozusagen Geld im Austausch für Sex mit jungen Männern. Beide Seiten sind sich in der Regel dieser Situation bewusst und haben sich freiwillig dazu entschieden.

14.02.2013, 16:31 Uhr     melden


Bücherwurm

Wollte eigentlich gerade meine Zweifel an der Frömmigkeit Deiner Schwester anbringen, denn die Geschichte klingt eher nach verratzten Junkie als nach frommer Helene. Jetzt lese ich aber gerade, dass andere die Idee schon vor mit hatten. Passt gut auf die Kleine auf und rette sie vor Deiner Schwester!

14.02.2013, 17:12 Uhr     melden


Whitie66 aus Deutschland

Zumindestens habt ihr die Tochter gerettet. Einfach nur klasse!

14.02.2013, 17:39 Uhr     melden


TrueStory

Mal ne frage, wie kann es sein,dass sie das Geld von euren Konten abheben konnte? Und wie soll sie die Wertgegenstände weggeschafft haben und das alles an einem Tag?

14.02.2013, 18:31 Uhr     melden


autovaz2104

Glaube auch, daß deine Schwester entweder ein Junkie oder ein Beznessopfer ist.

14.02.2013, 19:24 Uhr     melden


LacrimaMosaEst

Sorry, deine Schwester arbeitet bestimmt nicht in einer Hilfsoragnisation, sondern das klingt eins zu eins nach Chrystaljunk! Abgemagert, gealtert, keine Zähne in der Fresse, ein Kind hat sie sich auch noch ranbasteln lassen, und euch schön ausgenommen hat sie auch! Wie kann man so eine derartige Drogensucht nur übersehen? Oder einfach nicht wahrhaben... Demnächst wird sie tot sein, denn C trägt nicht grade zum überleben bei! Ich kann mir haargenau vorstellen wie die aussieht...

14.02.2013, 19:35 Uhr     melden


HolySword

Ich muss sagen, da hat Beichthaus ja mal die volle Punktzahl für das Bild verdient. Klasse, dass sie sich sogar mit Meme's auskennen!

14.02.2013, 19:53 Uhr     melden


Melitta_Jacobs-Hag

Ich denke, Du solltest mit Deiner Schwester darüber reden, was passiert ist. Ihr die Tür vor der Nase zuklappen, wäre nicht die richtige Lösung.

14.02.2013, 20:32 Uhr     melden


Psychobold aus Blechwerk Happendorf, Deutschland

Also ich find das ist ein fairer Tausch. Sie klaut euch Geld und Wertsachen und lässt als Ausgleich ihr Kind da. Besser so als das Kind klauen und 50 Euro auf dem Tisch liegenlassen. Ansonsten werd ich nie begreifen das jemand freiwillig Geld spendet. Wofür? Kohle für Hungerleider? Never. Ist rausgeschmissenes Geld.

14.02.2013, 20:35 Uhr     melden


Silberwolf1 aus Köln, Deutschland

Echt harte Geschichte. Es wurde eigentlich schon alles geschrieben. Klingt sehr nach einem Abrutsch in den Sumpf von Drogen und Zwangsprostitution. Evtl. ein Kerl, der ihr die große Liebe vorgegaukelt hat und sie psychisch von sich abhängig gemacht hat. Ich finde es sehr gut, dass ihr euch um ihre kleine Tochter (?) kümmert. Aber bitte hak nach, was mit deiner Schwester wirklich los ist!

14.02.2013, 20:36 Uhr     melden


ntz

Andere Möglichkeit: Die Schwester ist kein Junkie, sondern tatsächlich Mutter Theresa, und war einfach bloß zur falschen zeit am falschen Ort... Keine Zähne, plus Narben, plus Kind, was schlecht von ihr behandelt und schließlich zurückgelassen wird? Lass sie mal zB. in Darfur gewesen sein, oder der Armee in "die Quere" gekommen sein. Klingt für mich eher nach Schlägen oder Folter und Vergewaltigung mit Schwangerschaftsfolgen. Dein Geld braucht sie, um ihre hehren Ziele zu verfolgen, und den mit ihr gelitten habenden Frauen und anderen Dorfbewohnern zu helfen... Wäre auch durchaus plausibel.

14.02.2013, 21:58 Uhr     melden


MeinSenfDazu

Also, rein vom Bauchgefühl her würde ich meinen, deine Stiefschwester hatte ursprünglich reine Absichten selbstlos zu helfen, und ist dann ebenso selbstlos den falschen Leuten zum Opfer gefallen, die sie unter dem Deckmantel eines guten Zweckes ausnutzen und vielleicht sogar quälen. Ist euch in den Sinn gekommen, dass sie ihr Kind alleine seines Schutzes und der Sicherheit wegen bei euch hinterlassen haben könnte? Und sie das Geld gebraucht hat weil sie Angst hatte? Das sind natürlich auch nur Spekulationen... auf jeden Fall, werft bitte nicht komplett die Tür vor ihrer Nase zu wenn sie eines Tages wiederkommt und euch braucht. Sollte sie eines Tages zu sich kommen, dann braucht sie in erster Linie MENSCHEN!

14.02.2013, 22:58 Uhr     melden


Verus

Deine Stiefschwester hat eindeutig einen Dachschaden. Super, dass ihr die Kleine bei euch aufgenommen habt, dafür habt ihr meinen vollen Respekt und meine Bewunderung. Es müsste mehr Menschen wie euch geben. Zeigt deine Stiefschwester wegen Diebstahls an! Ihr braucht das Geld ja wohl dringender als sie - mal abgesehen davon, dass es sowieso eures ist...

15.02.2013, 01:39 Uhr     melden


Suane

LacrimaMosaEst hat absolut Recht. Ich tippe deine Familie wohnt auch noch in der Nähe von Tschechien, also in den Bundesländern Sachsen oder Bayern und kommt so gut an ihr C ran. Habt ihr irgendwelche Beweise, dass sie überhaupt in Afrika war? Ich glaub eher ihr habt ihr brav das Geld für ihren Stoff auf ihr Privatkonto überwiesen und so die Sucht unterstützt. Was die Kleine angeht habt ihr aber echt richtig gehandelt. Meinen vollsten Respekt. Sollte es zum Sorgerechtsstreit kommen würde ich die Drogenproblematik mit einbeziehen. Auch würde ich (egal ob Afrika oder Drogen) die Kleine gründlichst auf entsprechende Schäden untersuchen lassen. Vielleicht kann man ja eventuelle Schäden früh genug abmildern.

15.02.2013, 03:42 Uhr     melden


wurstdrummer

Abgemagert, fehlende Zähne, merkwürdige Narben im Gesicht? Kommt eine Methamphetaminsucht ("Crystal, Meth") in Frage?

15.02.2013, 08:45 Uhr     melden


azrael01

mir kam bei dem kind schnell der gedanke das das kind vielleicht durch eine vergewaltigung entstanden ist.
finde es gut das ihr euch der kleinen angenommen habt.

es gibt von mir keine absolution, weil es nichts zu vergeben gibt. durch euren umzug schützt ihr euch nur.

15.02.2013, 08:52 Uhr     melden


Senistro

...du du bist ihr nicht sauer das sie dir deine ganze kohle abgenommen hat???

15.02.2013, 10:40 Uhr     melden


WeiseFrau aus Berlin, Deutschland

Wie konnte sie eure Konten abräumen?
Für alles andere Absolution.

15.02.2013, 12:43 Uhr     melden


MichaelGossen aus Potsdam, Deutschland

Ich weiß gar nicht warum hier so viele gleich auf Drogen spekulieren. Naheliegend ist doch wohl eher, dass sie das Helfersyndrom hat. Ich kenne auch jemanden, bei dem das Helfen zur Sucht wurde und er sich damit so sehr verausgabt, dass er an die Grenzen seiner Kräfte stößt und sich selbst schadet. Ein bisschen wie Robin Hood ist er auch; von den Reichen nehmen und den Armen geben. Von der Gesellschaft werden Menschen mit Helfersyndrom teils bewundert, geachtet und ausgenutzt. Nur selten wird erkannt, dass dahinter eine psychische Krankheit steckt.

17.02.2013, 09:40 Uhr     melden


Verus

@MichaelGossen: "Meine Stiefschwester sah gar nicht gut aus. Sie war abgemagert, ihr fehlten Zähne, außerdem hatte sie seltsame Narben im Gesicht und war vorzeitig gealtert." Das beschriebene Äußere passt leider sehr gut zu den typischen körperlichen Anzeichen von Süchtigen. Dass sie ihren Bruder beklaut fällt in die klassische Kategorie Beschaffungskriminalität. Anscheinend hat sie ja für irgendwas ganz dringend ganz viel Geld gebraucht - und zwar so schnell wie möglich. Auf ihre eigene Tochter gibt sie offenbar einen Dreck, denn wer mit gesundem Menschenverstand würde denn sein eigenes Kind, das gerade mal ein Jahr alt ist, einfach bei fremden Leuten lassen die es nicht kennt? Wie muss sich denn die Kleine gefühlt haben, als die einzige Bezugsperson plötzlich verschwand??? Ich stimme dir zu, dass diese Frau auch im Vornherein schon ein saftiges Problem mit ihrer Psyche hatte, aber ob das ein reines "Helfersyndrom" war, wage ich dann doch stark zu bezweifeln. Dagegen spricht zum Beispiel, dass sie dann doch recht egoistisch handelt, sobald es darum geht das unerwünschte Kind loszuwerden und an Geld für die eigenen "Bedürftnisse" zu gelangen, indem sie es schlicht von ihrem Bruder stiehlt. Dass sie auch im Voraus von ihrer Familie regelmäßig viel Geld unter dem Deckmäntelchen der Wohltätigkeit befordert hat ist ja auch eine eindeutige Sachlage. Selbst ein krankhaftes Helfersyndrom sieht mit Sicherheit nicht SO aus. Wenn sie doch unbedingt helfen wollen würde, sollte sie da nicht bei ihrer eigenen Familie - inklusive Tochter! - anfangen müssen? Vielleicht ist sie am Anfang wirklich einfach nur hilfsbereit gewesen, als sie die caritative Arbeit begann, aber hat dem Leidensdruck nicht standgehalten? Das wäre ein tragisches Schicksal. Nichtsdestotrotz bleibt es dabei, dass sie eine Kriminelle ist, die meiner Meinung nach für ihre Taten zur Rechenschaft gezogen werden muss. Dass die Pflegeeltern - die die Madame ja kennen - ihrer Tochter den Eindruck haben die Kleine vor ihr beschützen zu müssen ist ja wohl auch eine Aussage an sich...

17.02.2013, 12:22 Uhr     melden


FieserKerl

Die ganzen Konten für angebliche Hilfsorganisationen waren sicher gefaked und ihr habt die ganze Zeit das Geld an eine Sekte oder für ihren Drogenkosum überwiesen.

17.02.2013, 14:24 Uhr     melden


theconciliatory

Deine Stiefschwester ist jener Typ "Gutmensch", den ich absolut verachte. Diese Leute tragen ihren vorgespielten Altruismus wie einen teuren Pelzmantel zur Schau, behandeln aber sogar ihre eigenen Kinder wie den letzten Dreck. Ich kenne auch ein paar Leute dieser Sorte. Du hast meine volle Absolution. Bei dir ist das Kind sicher besser aufgehoben.

19.02.2013, 11:59 Uhr     melden


Johnny_Pümmel

@Methadir2: Vielleicht noch ein bisschen an Gandhi, Martin Luther King und Nelson Mandela rummeckern?
Wie heilig musst du denn sein, dass sogar solche Menschen für dich nicht genug geleistet haben, um Menschen zu helfen und die Welt ein Stück zu verbessern?

19.02.2013, 21:21 Uhr     melden


Die,_die_recht_hat

Hört sich für mich auch eindeutig nach Bezness an. Habe so einen Fall persönlich mitbekommen, da lief das genauso.

11.04.2013, 17:56 Uhr     melden


Erbsensuppe

Keine Zähne mehr im Mund, frühzeitig gealtert, abgemagert.
Sie pumpt euch um Geld an, angeblich Spendengelder.
Dann macht sie schließlich eure Konten leer.
Ist dir schon mal der Gedanke gekommen das deine Stiefschwester nie an solchen Projekten im Ausland teilgenommen hat, sondern einfach nur ein Junkie ist ? Ich tippe da auf Meth, passt zu den ausgefallenen Zähnen.

16.02.2014, 15:06 Uhr     melden


masoeng aus Deutschland

Vielleicht wurde sie missbraucht und das Kind ist das Resultat. Das würde erklären, warum sie kalt und distanziert zu dem Kind ist und es im Stich gelassen hat. Vielleicht hat sie den Anblick nicht ertragen, weil es sie an das schlimmste Erlebnis in ihrem Leben erinnert.

11.11.2016, 08:22 Uhr     melden


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