Schläge mit Brennnesseln

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Boshaftigkeit Engherzigkeit Falschheit Kinder Helmstedt

Passiert ist das Ganze, als ich noch ein Kind war - ca. 10 Jahre alt. Kurz vorweg, meine Eltern haben ein Haus in direkter Nähe zu einem Spielplatz, auf diesem Spielplatz waren ich und ein guter Kumpel relativ häufig. Aber auch andere Kinder aus der Nachbarschaft. Da war dieser eine Junge, der war irgendwie anders. Keine Ahnung, ich glaube er hat eine leichte geistige Behinderung oder so. Der ist halt öfter ausgerastet und hat uns an einem Tag mit Dreck und Steinen beworfen. Nun zur eigentlichen Beichte: Mein Vater hatte an dem Tag die Hecke geschnitten und in der Hecke waren große Brennnesseln. Wir sind also zum Garten gegangen und haben die Brennnesseln mit Handschuhen geholt und zu dem Jungen gesagt, dass wir etwas für ihn haben. Dann hat mein Kumpel ihm mit der Brennnessel an die Beine geschlagen und der Junge hat angefangen zu weinen. Und dann hatten wir teilweise noch so getan, als ob wir seine Freunde sind, weil er uns öfters ein Eis geschenkt hat. Ich wohne immer noch bei meinen Eltern, und heutzutage grüße ich diesen Jungen auch nett. Mir tut es leid, ihn damals ausgenutzt und verletzt zu haben.

Beichthaus.com Beichte #00039027 vom 06.12.2016 um 02:15:28 Uhr in Helmstedt (0 Kommentare)

Von Mathegenies und ihren Beweisen

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Dummheit Peinlichkeit Hochmut

Ich (m) bin Mitarbeiter des Instituts für Mathematik an meiner Universität. Da ich noch ein relativ junger Mitarbeiter bin, darf ich die Drecksarbeit machen. Das heißt: Übungszettel korrigieren, Übungsgruppen betreuen und gelegentlich mal Beweise prüfen. Um die Beweise soll es sich in dieser Beichte drehen. Ihr müsst wissen, dass es da draußen viele Menschen gibt, die sich gerne mit mathematischen Problemen beschäftigen. Diese Menschen haben oft ein MINT-Fach studiert, aber auch Unstudierte haben die Mathematik als Passion entdeckt. Viele dieser Möchtegern-Mathegenies glauben, die Riemannsche Vermutung bewiesen zu haben. Auch die Goldbachsche Vermutung taucht hin und wieder gerne auf. Wenn ich so einen "Beweis" vor mir liegen habe, kann ich immer nur den Kopf schütteln. Die Schritte sind meistens unstrukturiert und schwer nachvollziehbar, es wird Triviales in den Beweis mit reingenommen, bzw. Behauptungen, die gar nicht erst bewiesen worden sind.

Am Witzigsten sind aber immer noch die Vorworte und die Schlusszeilen. Wir Mathematiker sammeln diese Sätze sogar zur bloßen Erheiterung. Viele Hobby-Mathematiker vergleichen sich mit Leibniz oder Ramanujan. Andere wiederum bedanken sich bei Gott für ihren genialen Verstand. Nur die wenigsten Hobby-Mathematiker üben sich in Bescheidenheit. Hauptsache ein: "Sensation! Riemannsche Vermutung bewiesen!" in den E-Mail-Betreff packen. Diese Leute bekommen dann von mir eine mathematisch sauber formulierte Rückmeldung, warum der Beweis so nicht stimmt und einen dezenten Hinweis, dass man in Zukunft nicht unsere Zeit verschwenden sollte. Ab hier beginnt eine hitzige E-Mail-Diskussion mit Schimpfwörtern auf beiden Seiten und wildesten Anschuldigungen. Angeblich würde ich die Beweise unter meinem Namen publizieren, so einen Schwachsinn! Letztens hat mir jemand seine Ausscheidungen über die Post an meine private Adresse verschickt. Weil ich mir so etwas nicht bieten lassen wollte, musste ich die dreifache Menge meiner Ausscheidungen an seine Adresse liefern. Wer glaubt, dass Mathematiker langweilige Spießer sind, wird nun hoffentlich eine andere Meinung haben.

Beichthaus.com Beichte #00039026 vom 05.12.2016 um 17:18:39 Uhr (5 Kommentare)

Akzeptiert einen Korb!

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Verzweiflung Gewalt Zorn Gesellschaft Berlin

Ich wurde oft von Männern bespuckt und beleidigt, wenn ich kein Interesse an ihnen hatte. Ich habe ehrlich Respekt vor Menschen, die den ersten mutigen Schritt machen und jemanden ansprechen, aber man sollte auch immer auf eine Ablehnung gefasst sein. Da ich fast immer aggressive Gegenreaktionen beobachte, bin ich sehr vorsichtig geworden und versuche so freundlich wie möglich abzulehnen. Eine freundliche Abfuhr hat aber manchmal auch zur Folge, dass viele dann glauben meine Meinung ändern zu können und dann mit Nachdruck versuchen mich umzustimmen. Die Nationalität spielt im Übrigen keine Rolle, ich habe das mit verschiedenen Männern erlebt. Ich wurde gestern am Bahnhof von einem Mann belästigt und natürlich wurde von jeder Seite nur geglotzt und nicht geholfen. Zuerst zeigte der Mann sich von seiner charmanten Seite, aber das änderte sich schlagartig nach meinem Korb. Ich habe ihm erklärt, dass ich einen Freund und kein Interesse daran habe, ihn zu hintergehen, wünschte ihm viel Glück für die Zukunft und ging weg. Er folgte mir aber über den ganzen Platz und blieb stur an meiner Seite.

Ich wiederholte mich nochmals freundlich und versicherte ihm, dass er sicher bald die Richtige findet und ich seine Zeit nur verschwende, aber er ließ immer noch nicht locker und stieg sogar in dieselbe Bahn ein. Er setzte sich neben mich und versuchte mich zu umarmen und zu küssen. Ich ging auf Abstand, setzte mich in ein anderes Abteil und zitterte am ganzen Körper. Jeder um uns herum ignorierte meine Hilferufe, mir platzte allmählich der Kragen. Ich stieg aus und lief hoch zum Bus, er natürlich immer noch neben mir. Es war zwar erst 17 Uhr, aber es war schon stockdunkel und der Bus hatte wie immer Verspätung. Kein Mensch in der Nähe, also holte ich aus und trat ihn mit aller Kraft zwischen die Beine. Er schrie aus vollem Hals und krümmte sich nach vorne, was mich dazu veranlasste nochmal nachzutreten, aber dieses Mal ins Gesicht. Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie jemanden geschlagen, geschweige denn getreten, aber das war die einzige Lösung. Der Mann wimmerte auf dem Boden mit Tränen und drohte mir damit, mich umzubringen. Zum Glück kam der Bus und ich war weg. Ich kann jedem nur raten, immer mit einem voll aufgeladenen Handy rauszugehen.

Beichthaus.com Beichte #00039025 vom 05.12.2016 um 16:01:11 Uhr in Berlin (Südkreuz) (3 Kommentare)

Hau ihn mal mit dem Hammer!

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Dummheit Gewalt Kinder Hamburg

Ich habe mit vier Jahren die Freundschaft von meinem Vater und seinem besten Kumpel kaputt gemacht. Sie haben damals seine Wohnung renoviert und mein Vater hatte mich dabei - ich hatte sehr viel Spaß, die passenden Werkzeuge aus dem Koffer zu holen und anzureichen. Irgendwann hat mein Vater - aus Spaß - gesagt: "Hau ihn mal mit dem Hammer!"

Als Vierjähriger versteht man jedoch keine Ironie oder Spaß. So schnappte ich mir den Hammer und tat wie geheißen. Mein Vater brüllte zwar noch "Stop!", allerdings war das zu spät. Was danach passierte ist ziemlich schnell erzählt: Der Kumpel von meinem Vater gab mir den Arsch voll, was sich mein Vater nicht bieten ließ, ihn von mir wegzog und ihn mit einem Schlag niederschlug. Daraufhin ging er mit mir nach Hause und die beiden haben nie wieder miteinander gesprochen. Es tut mir leid.

Beichthaus.com Beichte #00039024 vom 05.12.2016 um 18:30:47 Uhr in Hamburg (3 Kommentare)


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