Angstpatient beim Zahnarzt

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Feigheit Verzweiflung Gesundheit

Ich bin ein extremer Angstpatient, was Zahnärzte angeht. Nachdem ich endlich eine Ärztin gefunden habe, bei der ich mich wohlfühlte, ging ich auch immer zu den Terminen. Nun ist meine Zahnärztin in Rente und mir ist ein Zahn abgebrochen. Das Ganze ist zwei Jahre her. Ich habe noch keinen Arzt gefunden, dem ich vertrauen kann. Mir ist das Ganze sehr peinlich und ich schaffe es nicht, trotz psychischer Ängste, mir einen Neuen zu suchen. Aus Angst vor Mundgeruch kaue ich 12 scharfe Kaugummis am Tag, damit es nicht unter den Gesprächspartnern auffällt. Ich schäme mich zutiefst.

Beichthaus.com Beichte #00039392 vom 24.02.2017 um 00:47:25 Uhr (10 Kommentare)

Warum bin ich Arzt geworden?

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Hass Zorn Maßlosigkeit Gesellschaft Gesundheit

Ich bin Arzt und hasse meinen Job wie die Pest. Ich gehe nur noch mit Bauchschmerzen zur Arbeit. Je mehr ich mit Patienten, Angehörigen und teilweise Pflegekräften zu tun habe, desto mehr Abstand will ich von ihnen haben. Sie sind kleingeistig, verlogen, boshaft, dreist, fordernd und niederträchtig. Was die Patienten betrifft, würde ich schätzen, dass 70-80 Prozent (mindestens) aller Patienten eigentlich gar nicht ins Krankenhaus gehören oder aber selbstverschuldet dort sind. Die kommen mit einer Grippe oder Migräne ins Krankenhaus und erwarten, dass ich sie stationär aufnehme. Ich habe schon 24-Stunden-Schichten mit eitriger Bronchitis und Temp. von 38,3 °C durchgearbeitet ohne zu schlafen. Von den Antibiotika habe ich Durchfall bekommen und vom Schnupfen Nasenbluten. Sie fühlen sich wegen einer Grippe eine Woche lang schlecht und erwarten, dass ich Ihnen einen Pflegedienst organisiere. Auf welchem Planeten leben die eigentlich? Der Großteil der Patienten ist wegen gefäßbedingter Erkrankungen dort (Niere, Herz...) oder aber weil sie Lungenschäden haben. Diese Erkrankungen sind fast ausschließlich durch mangelnde Bewegung, ungesunde Ernährung und Rauchen direkt oder indirekt hervorgerufen worden. Man sagt den Leuten über Jahre hinweg, was sie ändern sollen, und sie ändern nichts.

Aber wehe man lehnt auch nur eine ihrer dreisten Forderungen ab. Dann hagelt es Beschwerden mit konstruierten Unterstellungen. Man sei unfreundlich oder es wird gefragt, warum man überhaupt Arzt geworden sei. Das frage ich mich auch jeden Tag. 100 Stunden-Wochen, ein Stundenlohn von etwa 12 Euro (meine Putzfrau kriegt 15), extreme Bürokratie und dann noch dieses Volk jeden Tag. Hätte ich das gewusst, wäre ich nie Arzt geworden. Ich denke jeden Tag daran zu wechseln und etwas anderes zu machen. Vollstes Verständnis habe ich für Trump, dass er Obamacare abschaffen will. Menschen, die ohne Eigenverschulden in Not geraten, sollte man natürlich unterstützen. Aber ich sehe es nicht ein, warum die Allgemeinheit dafür zahlen soll, wenn sich der Einzelne über Jahrzehnte hinweg trotz mehrfacher Ermahnungen selbst zerstört. Und wenn jemand meint, wegen jedem Wehwehchen zum Arzt zu rennen, soll er es selbst bezahlen. Ich beichte also meinen Zorn auf die Menschen, mit denen ich zusammenarbeite.

Beichthaus.com Beichte #00039355 vom 16.02.2017 um 16:16:48 Uhr (21 Kommentare)

Ich hasse Menthol

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Ekel Gesundheit Köln

Für mich gibt es nichts ekelhafteres als den Geschmack von Minze. Was andere Menschen als erfrischend empfinden, löst bei mir Brechreiz aus. Aus diesem Grund habe ich mir als Jugendlicher von circa 1995 bis 1999 nicht die Zähne geputzt. Erst als ich eine Zahnpasta ohne Menthol entdeckte, habe ich wieder damit angefangen. Dafür, dass diese Zahnpasta kein Methol enthält ist ihr Preis mit über 2,50 Euro ziemlich happig.

Besondes im Winter bereitet mir meine Abneigung Probleme: Manche Menschen schmieren sich mit derart viel Methol ein, dass ich ein bis zwei Meter Abstand zu ihnen halten muss, um noch Luft zu bekommen. Eine COPD habe ich nämlich auch noch. Außer mit Zahnpasta habe ich auch noch mit vielen anderen Kosmetikprodukten Probleme. Einmal habe ich meinen Eltern sechs Flaschen Duschgel aufgenötigt weil dieses unerwarteterweise Menthol enthielt. Eine Flasche davon steht noch heute im Gästebad. Ein anderes Mal habe ich eine neue Zahnbürste direkt nach dem Auspacken weggeworfen weil diese mit Menthol imprägniert war.

Beichthaus.com Beichte #00039279 vom 29.01.2017 um 00:23:06 Uhr in Köln (Greesberger Strasse) (12 Kommentare)

Unser Kneipenwirt ist Alkoholiker

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Trunksucht Chef Gesundheit Restaurant

Ich arbeite schon seit einigen Jahren in einer Kneipe, um mir mein Studium zu finanzieren. Meistens ist die Arbeit in Ordnung, es gibt gutes Trinkgeld und oft macht es sogar richtig Spaß - sofern der Chef nicht da ist. Es heißt ja, dass alle Wirte Alkoholiker sind. Nun, das kann ich nicht beurteilen, aber mein Chef ist definitiv einer. Mehr noch, er trinkt so viel, dass ich es nicht glauben würde, wenn ich es nicht selbst gesehen hätte. Ich bin auch kein Kind von Traurigkeit und kann, wenn ich feiern gehe, sehr viel trinken, aber er schafft das jeden Tag, und das wie gesagt schon seit Jahren. Ich hätte wirklich nie gedacht, dass ein Mensch so etwas länger als ein paar Wochen überleben kann und dabei sogar noch in der Lage ist, einen Betrieb zu führen.

Das tut er allerdings sehr schlecht. Wenn er nüchtern ist, kann er richtig nett sein, ist hilfsbereit und witzig, aber sobald er gegen Abend einen gewissen Pegel erreicht hat kippt seine Stimmung und er wird zunehmend unerträglich. Dann fängt er an, mich und meine Kollegen bei unserer Arbeit zu behindern, indem er in Abläufe reinpfuscht, mit blödsinnigen Fragen, Geschichten oder Forderungen nervt, selbst wenn wir gerade richtig Stress haben, oder schlicht und ergreifend im Weg rumsteht. Noch schlimmer ist aber, dass er in diesem Zustand anfängt, Gäste ohne den geringsten Grund anzupöbeln und rauszuschmeißen. Das ist uns Kellnern nicht nur unheimlich peinlich, sondern sein Verhalten treibt die Kneipe natürlich langsam in den Ruin, weil immer mehr Gäste wegbleiben.

Trotzdem versuchen wir alle, unsere Arbeit so gut wie möglich zu machen, obwohl uns der Umsatz ja egal sein könnte, solange wir weiterhin pünktlich bezahlt werden. Aber wenn unser Chef da ist, vergeht jedem von uns direkt die Lust, zumal uns klar ist, dass alles viel besser läuft, wenn er endlich heimgegangen ist. Das macht er aber erst, wenn er richtig stockbesoffen ist.

Und leider helfe ich ihm dabei tatkräftig. Je nerviger er ist, desto gewissenhafter sorge ich dafür, dass sein Glas immer voll ist. Da er fast nur Schnaps trinkt, steht immer ein neues Shotglas vor ihm, wenn ich arbeite. Zwar würde er auch völlig ohne mein Zutun trinken und oft genug verlangt er selber danach, aber trotzdem säuft er auf diese Weise natürlich viel schneller. Alles nur, damit er so schnell wie möglich sein Limit erreicht und mich endlich in Ruhe lässt.

Trotzdem weiß ich, dass das falsch ist. Nur weil er Alkoholiker ist und auch ohne mich trinken würde, muss ich es ihm ja nicht noch extra einfach machen und seine Sucht unterstützen. Er ist nun mal krank und inzwischen auch körperlich in einer erbärmlichen Verfassung. Eigentlich ist er ein sehr armer, einsamer Mensch, der durch seine Sucht schon fast alles verloren hat und früh sterben wird, wenn er nicht bald die Kurve kriegt. Das ist allerdings unwahrscheinlich, weil er keinerlei Einsicht zeigt, wenn man mit ihm darüber zu reden versucht.

Sprich, eigentlich tut er mir total leid und ich fühle mich schrecklich, wenn ich ihn auf diese Weise mit voller Absicht abfülle, aber dann zeigt er mir wieder, wie ekelhaft und nervig er sein kann und das macht mich so sauer, dass ich fast alles tun würde, um ihn endlich für den Abend loszuwerden, damit ich meine Ruhe habe. Aber ich weiß trotzdem, dass mein Verhalten falsch ist und gebeichtet werden muss.

Beichthaus.com Beichte #00039257 vom 23.01.2017 um 04:15:24 Uhr (8 Kommentare)


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