Mein Freund ist so verschwenderisch

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Verzweiflung Verschwendung Geld Partnerschaft

Mein Freund ist noch Student und schreibt seit etlichen Jahren an seiner Abschlussarbeit. Das liegt seiner Aussage nach daran, dass er mir den Rücken mit unseren Kindern freigehalten hat, damit ich mein Studium beenden kann. Unsere Kinder sind aber von 7:30 bis 16:30 Uhr im Kindergarten, er hat sie lediglich danach betreut, dazwischen hatte er täglich immerhin über acht Stunden Zeit, an seiner Abschlussarbeit zu schreiben. Jetzt verdiene ich alleine unseren Lebensunterhalt und mein Gehalt ist nicht wirklich hoch genug, um eine ganze Familie zu ernähren. Mein Freund kommt unterdessen mit seiner Abschlussarbeit wahrscheinlich überhaupt nicht voran (ich habe es schon aufgegeben) und verdient keinen Cent.

Jetzt kommt aber das wirklich Schlimme: Während ich jeden Cent zwei Mal umdrehe und sogar bei kleinen Dingen wie zwei Euro Preisunterschied spare, verschleudert mein Freund unkontrolliert unser Geld. Geld, das wir nicht haben. Das läuft schon seit einigen Jahren so. Ich habe schon zigmal mit ihm darüber geredet und eigentlich hatten wir ausgemacht, alles nur noch mit Karte zu bezahlen, um einen besseren Überblick über unsere Ausgaben zu haben. Nur leider hält mein Freund sich nicht daran, er hat allein in diesem Monat schon 700 Euro abgehoben und kann mir noch nicht einmal erklären, was er damit gemacht hat. Dabei gehen alle paar Tage auch Kartenzahlungen in Höhe von um die 30 Euro an Supermärkte oder Drogerien von unserem Konto ab, also nehme ich mal nicht an, dass die 700 Euro für Essen oder Sonstiges waren. Was mir am meisten an dieser Sache weh tut, ist, dass ich bei den Dingen für unsere Kinder so sehr spare (Geschenke, Klamotten, Hobbys, Reisen), während ihr Vater scheinbar das ganze gesparte Geld für sich selbst ausgibt.

Ich selbst gebe auch nie Geld für neue Klamotten für mich aus oder andere Frauensachen. Am liebsten hätte ich getrennte Konten, nur dann hätte mein Freund ja gar kein Geld und müsste mich jedes Mal um Bargeld anbetteln, was auch keine optimale Situation in einer Beziehung ist. Außerdem bekommen wir neben meinem Geld auch Kindergeld und Geld vom Amt, was ja eigentlich für uns beide ist, das heißt das könnte er dann immer noch verschleudern (zumindest das Geld vom Amt). Ich bin langsam echt verzweifelt.

Beichthaus.com Beichte #00038979 vom 24.11.2016 um 22:49:48 Uhr (27 Kommentare)

Die Stromkosten meiner Scheißnachbarn

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Boshaftigkeit Verschwendung Hass Nachbarn

Ich (w/24) hasse meine Nachbarn abgrundtief und treibe deswegen absichtlich die gemeinsamen Stromkosten jährlich um bestimmt einen Euro in die Höhe. Alles fing damit an, dass mein Freund und ich zusammengezogen sind. Etwa einen Monat vor dem Einzug haben wir die Wohnungsschlüssel bekommen und hatten Zeit zum Renovieren. Erst nach diesem Monat, also zum Einzugstermin, haben wir uns bei den betroffenen Nachbarn, auch die "Scheißnachbarn" genannt (beide circa Ende 20), vorgestellt. Das fanden die Scheißnachbarn natürlich total doof und viel zu spät.

Nach einiger Zeit fingen die dann, an sich bei uns zu beschweren. Wir würden die Haustür zu laut schließen. Wir selbst wären zu laut im Flur. Unsere Schuhe (Gummisohle!) seien morgens im Flur ebenfalls zu laut. Unsere Garagenzufahrt sollten wir doch öfter von Unkraut befreien. Unsere Wäsche würde viel zu lange auf der Wäscheleine hängen - wir teilen uns übrigens mit den zwei Parteien fünf Wäscheleinen, von denen wir lediglich die Hälfte benutzen. Die Scheißnachbarn blockieren aber tatsächlich alle Leinen und das auch teilweise für fast eine Woche am Stück.

Unsere Moppeds sollten wir doch die steile Garageneinfahrt nicht hochfahren. Das wäre zu laut. Manchmal bekommen wir auch SMS, dass wir doch alle Kellertüren schließen sollen, weil dem Herr Scheißnachbarn das "total auf den Sack geht", wenn eine Tür offenstünde. Als eine Tür sogar mal verschlossen war, hat der Kacknachbar sich kurzerhand selbst zum Hausmeister ernannt und sämtliche Kellerschlüssel abgezogen. Diese verwahrt er seitdem bei sich in der Wohnung. Diese Liste könnte ich noch weiterführen.

Der springende Punkt ist jedoch, dass ich aus lauter Hass und Boshaftigkeit nun absichtlich jedes Mal das Flurlicht einschalte. Auch tagsüber, obwohl genug Licht vorherrscht. Und wenn das Licht nach einer Minute wieder ausgeht, schalte ich es wieder ein. Auch, wenn ich noch vor Erlöschen wieder in unserer Wohnung bin und das Licht nicht gebraucht hätte. Ich verschaffe mir Genugtun mit der Vorstellung, dass der doofe Nachbar sich darüber ärgern würde, sollte er es herausfinden. Manchmal stelle ich mir sein rotanlaufendes Meerschweinchengesicht vor, wenn er mir über den Weg läuft. Ich bitte für mein kindisches Verhalten um Absolution. Und um angenehme Nachbarn.

Beichthaus.com Beichte #00038851 vom 24.10.2016 um 23:57:20 Uhr (18 Kommentare)

Das Leben als Fachidiot

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Dummheit Peinlichkeit Verschwendung Arbeit

Ich habe von meinem Beruf keine Ahnung. Ich bin Softwareentwickler und meine Programme laufen alles andere als fehlerlos. Ich habe ständig sogenannte "segmentation faults", weiß nicht, wie man mit Pointern umgeht etc. Dabei habe ich ein abgeschlossenes Studium als Informatiker. Es tut mir ein bisschen leid für meinen Arbeitgeber, dass er seit drei Jahren so einen Fachidioten als Arbeitnehmer hat. Ich sollte mir einen anderen Beruf suchen, der mir dann vielleicht auch mehr Spaß macht.

Beichthaus.com Beichte #00038831 vom 17.10.2016 um 14:15:33 Uhr (16 Kommentare)

Meine Eltern sind Abzocker!

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Hass Aggression Ungerechtigkeit Verschwendung Familie

Weil es anders nicht möglich war, musste ich von der Kindheit an bis zum 21. Lebensjahr bei meinen Eltern leben. Die Schule hatte ich mit knapp 20 fertig, war dann aber zur Orientierung erst einmal ein Jahr arbeiten, bevor ich wusste, wie es mit Studium oder Ausbildung weitergehen soll. Das Gehalt im Mindestlohn reichte jedoch nicht für eine eigene Wohnung, also zahlte ich Miete, Ess- und Wasser/Heizgeld an meine Eltern und wohnte weiter dort. Ich beichte, dass ich heute einen tiefen Hass für diese Zahlungen gegen meine Eltern hege. Heizung, Wasser, Strom, das verstehe ich noch. Mir wurde pro Monat aber ca. das Doppelte abgeknüpft, als ich danach in meiner eigenen Wohnung für Einkauf und Essen ausgab. Meine Essgewohnheiten haben sich aber nicht geändert. Damals haben bloß immer sie eingekauft.

Ich verachte meine Eltern nun regelrecht für diese Abzocke, zumal sie mir immer sagten, zwei Mal warmes Essen am Tag könnten sie sich nicht leisten, trotz angeblicher Sparsamkeit. Ich habe einen sehr fordernden Job gehabt und kam da mit einmal, wenn überhaupt, Fertigfraß warm und ein paar Broten am Tag eben nicht aus. Jetzt stehe ich hier mit einem eigenen Haushalt und weiß, dass man sogar mit weniger als 50 Prozent der damals verlangten Summe als Single zwei, wenn man will auch drei Mal am Tag "warm" essen kann. Noch immer könnte ich brechen vor Wut, wenn ich das sehe. Sie geben heute noch enorm viel Geld für einen dieser Tiefkühllieferanten aus, bei dem sie auch damals schon gekauft haben. Dummerweise habe ich davon das wenigste gegessen und fühle mich einfach betrogen. Wenn Freundschaften bei Geld aufhören, warum dann nicht verwandtschaftliche Beziehungen? Ich hätte gerne 12 Monate zu viel bezahltes Essensgeld wieder und traue mich nicht, das zu sagen.

Beichthaus.com Beichte #00038816 vom 13.10.2016 um 01:26:27 Uhr (31 Kommentare)


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