Ich hätte beim Nichtstun bleiben sollen!

10

anhören

Dummheit Stolz Arbeit

An meinem ehemaligen Arbeitsplatz wurde ich so oft von meinen Vorgesetzten für meine Leistungen gelobt, dass meine Kollegen schon meinten, sie könnten sich das nicht mehr anhören. Ich habe auch wirklich sehr gut gearbeitet. Allerdings bin ich nur so extrem positiv aufgefallen, weil meine Kollegen unglaublich faul waren. Da ging es fast ausschließlich darum, so oft es geht heimlich Pausen zu machen, um sich vor der Arbeit zu drücken. Es wurde gelogen, geklaut, absichtlich Eigentum des Unternehmens beschädigt (und einiges Schlimmeres, das ich nicht aufzähle, weil ich nicht "erkannt" werden möchte).

Gekündigt habe ich irgendwann, weil ich es nicht mehr aushielt. Zum einen wollte ich nicht, dass die Arbeitseinstellung meiner Kollegen auf mich abfärbt und zum anderen machte mein Körper am Schluss einfach nicht mehr mit. (Doppelschichten, während der Schicht teilw. zusätzlich Arbeit von 3-4 Kollegen übernehmen, ständiger Ausfall meiner freien Tage, für meine Zukunft wichtige Termine mussten hinten anstehen etc.). Bei meiner Kündigung führte sich mein Chef auf wie ein pubertärer Zwölf-Jähriger mit einem viel zu großen Ego, das Arbeitszeugnis fiel ungerecht schlecht aus. Dort wo ich jetzt (seit wenigen Wochen) arbeite, verdiene ich etwas über 13 Prozent mehr, die Arbeit an sich macht jedoch keinen Spaß und ich falle eher negativ auf. Obwohl ich mir wirklich den Hintern aufreiße, um mitzuhalten. Zwei Mal habe ich gehört, dass Mitarbeiter meinten, ich sei zu langsam.

Ganz einfach weil die Angestellten wirklich arbeiten! Und das nicht nur schnell, sondern auch gut. Klar, ich bin noch neu. Aber irgendwie nervt es, sich von Neuem, ich sage mal, beweisen zu müssen. Und meine Beichte? Ich glaube, ich bin der größte Idiot auf Erden. Wäre ich klug gewesen, hätte ich nicht gekündigt, mich stattdessen angepasst und wie die Kollegen mit Nichtstun Geld verdient. Außerdem wäre ich gerne ein schlechterer Mensch. Irgendwie schneidet man in unserer Gesellschaft ja besser damit ab.

Beichthaus.com Beichte #00039254 vom 21.01.2017 um 20:29:04 Uhr (10 Kommentare)

Der Passwort-Checker

7

anhören

Neugier Stolz Schule Steinfurt

Es war im Jahre 2010, ich (m/21) hatte eines Abends ziemlich Langeweile und versuchte mich in ICQ-Accounts von Mitschülern einzuloggen. Dabei probierte ich sämtliche Geburtsdaten, Spitznamen, Dinge wie "12345678" oder "Passwort" und sonstige gängige Passwörter. Tatsächlich schaffte ich es mit "Passwort" in ein Konto rein und befand mich im Account einer Mitschülerin.

Mein jugendlicher Schelm brachte mich dazu, einen männlichen Mitschüler anzuschreiben und regelrecht anzuflirten. Er sprang direkt darauf an und wir einigten uns darauf, uns am nächsten Schultag mit einer festen Umarmung zu begrüßen. Davon wusste meine Mitschülerin, deren Account ich missbrauchte, natürlich nichts. Am nächsten Morgen dann die Überraschung. Wir warteten alle vor der Schulklasse und die letzten Kollegen kamen angetrudelt und dann ist es passiert. Mein Mitschüler läuft selbstbewusst auf meine Mitschülerin zu und drückt sie von der Seite. Sie wusste überhaupt nicht, was los war. Ihrem Blick zufolge wollte sie dies jedenfalls nicht. Ich möchte beichten, dass ich etwas eigentlich ungefährliches, aber trotzdem falsches getan habe!

Beichthaus.com Beichte #00039079 vom 18.12.2016 um 12:35:14 Uhr in Steinfurt (7 Kommentare)

Mobbing zwischen Krankenschwestern

12

anhören

Boshaftigkeit Rache Stolz Zwietracht Arbeit Kollegen Trier

Ich (w/28) bin Krankenschwester und seit einiger Zeit Stationsleitung einer chirurgischen Station in einer Uniklinik. Ich beichte mein gemeines, bösartiges und hämisches Verhalten im Umgang mit einer Kollegin. Sie war ziemlich träge und faul, verstand es aber, sich bei ihren Vorgesetzten so anzubiedern, dass sie alle ihre Extrawünsche hinsichtlich Urlaub und Schichteinteilung trotzdem fast immer berücksichtigt wurden. Während ich mich auf der Station abrackerte, Weiterbildungskurse besuchte und klaglos meine Feiertags- und Wochenendschichten machte, saß sie sich oft ihren breiten Hintern im Stationszimmer platt, trank Kaffee, stopfte Kuchen in sich hinein und lästerte über mich und meine Kolleginnen ab.

Ich hätte kotzen können. Wenn sie mir mal die Gnade erwies, beim Bettenmachen oder Waschen anzupacken, konnte ich mir ihr überhebliches und herablassendes Gerede anhören, was ich noch lernen müsste. Wir kannten uns schon aus der gemeinsamen Ausbildung, wo sie in einem Kurs zwei Jahre über mir war und schon damals ziemlich drall war. In den nächsten Jahren legte sie noch einmal ordentlich zu, um dann mit geschätzten 120 kg zu meiner großen Erleichterung vor drei Jahren mit ihrem Mann in die USA zu gehen. Mittlerweile hatte sich vieles geändert, ich wurde Stationsleitung auf einer anderen Station und war nicht überrascht, als meine Chefin mir vor sechs Monaten eine neue Kollegin ankündigte. Es sei eine Ex-Mitarbeiterin, die wieder den Einstieg in den Beruf nach Jahren im Ausland probieren wollte, meinte sie. So ganz fit wäre sie nicht mehr.

Ich war neugierig und mit einem Blick auf den Namen wusste ich, um wen es sich handelt: Meine Lieblingskollegin, allerdings nach dem Foto ihrer Bewerbung musste sie noch einmal 30 oder 40 Kilo zugelegt haben. Ungeduldig erwartete ich ihren ersten Arbeitstag. Der Verdacht bestätigte sich, als mich eine bekannte Stimme morgens an ihrem ersten Arbeitstag übertrieben freundschaftlich und anbiedernd begrüßte, als ob wir die besten Freundinnen wären. Sie fände es ja so toll mit mir zusammen zu arbeiten. Als ich mich als ihre Chefin vorstellte, entgleiste ihr leicht das Gesicht. Damit hatte sie nicht gerechnet. Ich war hin- und hergerissen zwischen Mitleid und Schadenfreude, als ich etwas irritiert an ihr herunterguckte. Vor mir stand sie, stark übergewichtig und schwer atmend.

Ich hatte in der Folgezeit kein Mitleid mit ihr, stets bekam sie die Zimmer mit den pflegeaufwendigsten Patienten. Schnaufend und watschelnd machte sie sich an die Arbeit, nach wenigen Minuten war sie schon knallrot im Gesicht und nahe der Schnappatmung, auch verschwand sie übertrieben oft auf der Toilette. Aber sie hielt zu meiner Überraschung durch. Gelegentlich überzeugte ich mich vom Fortgang der Arbeit und beobachtete sie, nicht ohne kritische Bemerkungen zum Arbeitstempo oder aber heucheltem Mitgefühl wegen der schweren Arbeit. So hart hatte sie wahrscheinlich in ihrem Leben nicht arbeiten müssen wie jetzt. Da sie meist als Letzte zu Arbeitsbeginn auftauchte, machte ich mir das Vergnügen es so einzurichten, dass ich vor Dienstbeginn mit ihr gemeinsam in der Umkleide ankam. Ich wollte mir mal ansehen was da lief. Erst machte sie alles in Zeitlupe bis die letzte Kollegin außer mir raus war. Sie sah mich irritiert an, ich machte aber keine Anstalten den Raum zu verlassen, sondern kramte in aller Ruhe in irgendwelchen Unterlagen. Mein Verdacht hatte sich bestätigt, es war ihr offensichtlich zu peinlich, sich in Anwesenheit anderer umzuziehen. Jetzt aber war sie dazu gezwungen, die Zeit bis zum Dienstbeginn wurde immer kürzer für die Arme.

War das ein Geächze, bis der dicke Hintern und ihr Bauch in der Arbeitshose verschwunden und der Reißverschluss oben war. Dabei grinste sie mich immer mal wieder verschämt an. Ich ließ mir die ganze Zeit nichts anmerken, schmunzelte aber in mich hinein. Ich schäme mich aber jetzt für meine Triumphgefühle. Nach acht Wochen hatte ich das Vergnügen, mit ihr ein Mitarbeitergespräch zu führen. Sie war ja immerhin noch in der Probezeit. Natürlich ließ ich sie aus ihrem Frei kommen. Es war nicht zu verkennen, dass sie ziemlich aufgeregt war und dauernd nervös an ihrem Oberteil zupfte, unter dem sich immer wieder gnadenlos ihre riesigen Fettrollen an Bauch und Hüfte abzeichneten. Ich kam dann auch schnell zum Punkt.

Ihr Arbeitstempo, das ließe ja schon noch Platz nach oben, zum Teil wären Schülerinnen schneller. Immerhin wäre sie ja noch in der Probezeit. Sie wusste sofort was gemeint war und wurde rot. Dir ist ja sicher nicht entgangen, meinte sie kleinlaut, dass ich in den letzten Jahren ziemlich zugelegt habe. Ich nickte verständnisvoll. Sie wolle ja alles versuchen, um meine Anforderungen zu erfüllen und so bla bla. Ein Jahr später hat sie dann doch die Probezeit bestanden. Zu meiner großen Überraschung hat sie mittlerweile auch fast 30 kg abgenommen, ok, sie ist immer noch fett, aber ihre Arbeit kann sie wenigstens machen und es sieht nicht ganz so schlimm aus. Neulich hat sie mir gesagt, wie dankbar sie mir sei, dass ich an sie geglaubt habe und ihr eine Chance gegeben hätte.

Beichthaus.com Beichte #00038977 vom 23.11.2016 um 18:38:41 Uhr in 54290 Trier (Feldstrasse) (12 Kommentare)

Der unsympathische, populistische Kotzbrocken

20

anhören

Stolz Politik

Ich möchte beichten, dass ich mich darüber gefreut habe, dass Donald Trump die US-Wahlen gewonnen hat. Warum? Trump mag zwar ein unsympathischer populistischer Kotzbrocken sein, aber letztendlich kann es uns Deutschen egal sein, ob er rassistisch, misogyn oder homophob ist, solange er nur Amerika ins Unglück stürzt. Hillary Clinton hat dagegen mehrfach klargemacht, dass sie einen harten Kurs gegen Russland fahren will und am liebsten eine Flugverbotszone in Syrien einrichten würde und auch bereit wäre, diese durchzusetzen, indem sie notfalls russische Bomber abschießt.

Es tut mir leid, aber ich sehe in Clintons Nahost-Plänen eine wesentlich größere Gefahr für den Weltfrieden als in Trumps Plänen, eine Mauer an der Grenze zu Mexiko zu bauen. Natürlich würde ich mich in der Öffentlichkeit niemals outen und sagen, dass ich auch Trump gewählt hätte, aber letztendlich sind wir in Deutschland nur von der Außenpolitik Amerikas betroffen und da halte ich Trump für wesentlich zurechnungsfähiger als Clinton.

Beichthaus.com Beichte #00038914 vom 10.11.2016 um 16:42:19 Uhr (20 Kommentare)


Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht