Lasst es Demokratie regnen!

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Zorn Waghalsigkeit Politik

Ich (m/24) muss beichten, dass ich mir wünsche, dass die Situation in Nordkorea endlich eskaliert. Nicht, weil ich Bock auf Krieg habe, sondern einfach weil es mir extrem auf den Sack geht, dass die Nordkoreaner dauernd davon reden alles platt zu machen. Aber ich will nicht, dass es in einem Atomkrieg endet, das würde zu viel irreparablen Schaden anrichten. Die Amis sollen einfach mit ihrer Demokratie-Armee alles militärisch plattmachen, meinetwegen zusammen mit Südkorea. Und eigentlich verachte ich die USA genau wegen dieses unbändigen Kriegswillen, verpackt als demokratische Intervention. Außer den Russen hat keiner die Eier dazu, aber die sympathisieren ja noch eher. Also lasst es endlich Demokratie regnen, damit man Ruhe hat!

Beichthaus.com Beichte #00037810 vom 12.03.2016 um 16:49:44 Uhr (9 Kommentare)

Panik in der Toilettenkabine

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Waghalsigkeit Vandalismus Aggression

Ich (m/20) mache mir manchmal den Spaß, andere Leute auf öffentlichen Toiletten zu beängstigen. Oft läuft es so ab, dass ich mir eine freie Kabine suche, bei der die Nachbarkabine besetzt ist. Manchmal sind sogar beide Nachbarkabinen besetzt, wodurch sich der Spaß sogar verdoppelt. Sobald ich drin bin, fange ich an, wie ein Irrer zu schreien und gegen die Wände zu schlagen. Ihr glaubt nicht, wie lustig das manchmal ist, wenn die ahnungslosen Toilettengänger sich erschrecken. Meistens wird dann gleich der Abzug betätigt, um schnell das Weite zu suchen. Allein die Vorstellung, beim entspannten Kacken Panik zu bekommen, ist einfach herrlich. Wahrscheinlich brauche ich diesen Kick einfach, da mich die Ausbildung ankotzt und ich dadurch ein Ventil finde. Nun habe ich gestern leider meine verdiente Strafe bekommen. Als ich wieder die übliche Tour durchzog und der Kabinennachbar wie erwartet erschrak, kicherte ich erst einmal.


Nach meinem Stuhlgang wollte ich auch wieder ganz normal nach Hause, bis eine fremde Faust mit meinem Gesicht kollidierte. Sofort rannte ich dem Trottel hinterher, aber der Angsthase war zu meinem Pech einfach schneller unterwegs. Nach einem Tag Bedenkzeit, glaube ich, eine Lektion erteilt bekommen zu haben. Womöglich war mein Verhalten tatsächlich eine Spur zu asozial. Naja, in Zukunft lasse ich die Toiletten der städtischen Galerie in Ruhe. Vergebt mir, schließlich habe ich meinen Fehler eingesehen.

Beichthaus.com Beichte #00037740 vom 02.03.2016 um 21:05:25 Uhr (10 Kommentare)

Es gibt keine gute Verhütungsmethode!

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Verzweiflung Waghalsigkeit Partnerschaft

Ich (w/27) beichte, dass ich ungeschützten Sex habe, weil ich einfach keine für mich zufriedenstellende Verhütungsmethode gefunden habe. Für mich persönlich fällt schon mal alles, was hormonell ist, raus. So etwas will ich meinem Körper nicht geben und da lasse ich auch nicht mit mir reden. Kupferspirale, Gynefix und Co. sind mir nicht nur unheimlich, sondern auch zu riskant. Wenn ich doch schwanger werden sollte, und man das Teil dann nicht mehr entfernen kann, dann teilt sich mein Baby mit so einem Ding den Uterus und ich bin dann schuld, wenn es Fehlbildungen hat, oder es sogar zu einer Fehlgeburt kommt. Auch wenn die Wahrscheinlichkeit sehr gering ist, sie ist trotzdem da und mit diesem Wissen könnte ich nicht unbeschwert Sex haben. Ich habe auch von einigen gruseligen Vorfällen im Zusammenhang mit Kupferspirale und Gynefix gelesen. Gynefix ist außerdem sehr teuer. Kondome kann ich nicht leiden, sie reiben meine Scheide wund (auch mit Gleitgel, bin da sehr empfindlich) und das Gefühl ist allgemein nicht so geil, auch für meinen Mann.


Diaphragma ist mir viel zu kompliziert in der Anwendung, ich bin in so etwas auch sehr ungeschickt. Die Temperatur- und Schleim-Methode ist mir zu aufwendig, dazu habe ich keine Zeit. Daher bleibt mir nichts anderes übrig, als an meinen fruchtbaren Tagen keinen Sex zu haben und an den nicht fruchtbaren Tagen ungeschützten Sex mit Coitus interruptus zu haben. Dafür habe ich mir jetzt eine App heruntergeladen, die das ausrechnet. Ich weiß, dass das sehr unsicher ist, aber wir haben keine andere für uns zufriedenstellende Lösung gefunden. Sollte ich trotzdem schwanger werden, würde es zwar aktuell nicht optimal in unseren Lebensplan passen, aber wir würden uns trotzdem freuen und das Kind lieben, weil wir später sowieso mehr Kinder haben wollen.

Beichthaus.com Beichte #00037729 vom 01.03.2016 um 12:58:40 Uhr (35 Kommentare)

Ich wurde mit sozialen Netzwerken reich!

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Waghalsigkeit Hochmut Maßlosigkeit Internet Geld

Ich (m/28) bin absoluter Gegner der sozialen Netzwerke. Die grundlegende Idee dahinter mag ja nicht schlecht sein. Wie es jedoch genutzt wird, vermittelt mir den Eindruck, dass ein Großteil der Nutzer an ADS leiden muss. Da mir diese Sensationsgeilheit, viraler Exhibitionismus und die exzessive Befriedigung von Neugier total auf den Keks gehen, habe ich diese Internetseiten immer gemieden. Dies ist natürlich im Freundes- und Bekanntenkreis auf Unverständnis gestoßen, was mir aber egal war. Aber dies ist ja im Grunde keine Beichte, da es nur meine eigene Meinung ist. Was ich eigentlich beichten wollte, ist eine andere Geschichte, welche mit dem großen blauen F zu tun hat. Leider ist Ende 2011 meine geliebte Oma verstorben, und da sie sehr sparsam war, hat sie ein beträchtliches Vermögen angehäuft. Als dann das Erbe ausbezahlt wurde, bekamen meine Eltern meine Schwester und ich jeweils rund 100.000 Euro. Zu diesem Zeitpunkt war ich noch im Studium, lebte bei meinen Eltern und mit meinem Nebenjob und Ferienjobs konnte ich all meine Ausgaben decken. Ich war also auf dieses Geld nicht angewiesen und überlegte, was ich damit anfangen könnte.


Anfang 2012 floppte der Börsengang dieses sozialen Netzwerks und die Aktienwerte brachen nach ihrer Ausgabe ordentlich ein. Als der Wert nahezu am Tiefpunkt war, habe ich das gesamte Geld investiert. Warum ich das getan habe? Ich setzte auf die Dummheit anderer, die bereitwillig alle Informationen über sich preisgeben, welche von dem besagten Unternehmen gesammelt und wohl gewinnbringend weiterverkauft werden. Mein Plan ging auf und der Kurs der Aktie ist stetig gestiegen. Anfang des Jahres habe ich meine gesamten Anteile wieder verkauft und mein eingesetztes Kapital nahezu verfünffacht.


Da es auch gewaltig hätte schiefgehen können, möchte ich beichten, dass ich das mühevoll gesparte Geld meine Oma in eine - meines Erachtens - Schnapsidee investiert und damit auf die Dummheit anderer gesetzt habe. Mittlerweile habe ich mein Studium abgeschlossen, einen guten Job gefunden, meine Freundin an unserem achten Jahrestag zu meiner Frau gemacht und diese Woche den Kaufvertrag zu unserem gemeinsamen Eigenheim unterschrieben. Somit bin ich, mit noch nicht einmal 30 Jahren, stolzer Besitzer eines bereits abgezahlten Eigenheims.

Beichthaus.com Beichte #00037708 vom 26.02.2016 um 14:54:40 Uhr (11 Kommentare)


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