Kampf mit einem betrunkenen Russen

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Engherzigkeit Waghalsigkeit Trunksucht Last Night

Ich (m/26) beichte mein Fehlverhalten auf dem Campingausflug, mit der Familie meiner russischen Freundin und deren Bekannten. Jeder, der eine russische Frau heiratet, heiratet wohl auch indirekt ihre Familie. Zumindest ist das so bei meiner Frau. Und so kam es auch, dass wir mit ihrem Familienkreis bzw. Bekanntenkreis campen waren. Um meinen Fehltritt besser zu erläutern, muss ich auf Vergangenes zurückgreifen. Ihre Eltern sind mit einem Paar befreundet, deren Mann ein typischer Angeber ist. Er ist diese Sorte Mensch, die behauptet alles zu können - und zwar perfekt. Darüber lässt er sich bei jedem Anlass total zulaufen, was sein Gerede noch unerträglicher macht. Oft endet der Abend, wenn ihn seine Frau besoffen ins Auto schleift, weil es ihr zu peinlich geworden ist. Jeder weiß das und jeder macht sich mehr oder weniger darüber lustig. Dennoch ist das Paar sehr eng mit den Eltern meiner Frau befreundet, was dazu geführt hat, dass sie an diesem besagten Ausflug auch vertreten waren.

Nun zum Ausflug. Beim Mittagessen wurden schon die ersten Flaschen Wodka gelehrt und die Stimmung war super. Da ich auch zur Smartphone-Generation gehöre, schaute ich ab und zu in Facebook rum. Da ich als Jugendlicher sieben Jahre lang Kickboxen trainiert habe, habe ich auch viele Seiten abonniert, die täglich Meldung erstatten, da mich der Sport immer noch sehr interessiert. Zufälligerweise lief er in diesem Moment direkt hinter mir, und wie das so ist, stierte er in mein Handy. Es dauerte nicht lange und er verlangte von meiner Frau, den Platz zu räumen um sich neben mich zu setzten. Dann ging es los, sage ich euch. Er versuchte, mir sämtliche Techniken zu erklären. Am Anfang konnte ich Ruhe behalten doch irgendwann hatte ich genug, denn er hatte keine Ahnung. Also versuchte ich, ihn freundlich zu verbessern.

Dann ließ er mich als Idioten dastehen und verkündete laut, wie wenig Ahnung ich doch habe. Also forderte ich ihn zu einem Freundschaftskampf auf. Er hatte keine Ahnung, dass ich sieben Jahre lang Unterricht hatte. Abends war es dann so weit. Er zwang seine Frau noch schnell in die Stadt zu fahren, um zwei Mundschütze zu organisieren. Und dann war er so weit. Es dauerte nicht lange, ich sage nur "Beautiful Headkick" und er lag k.o. am Boden. Der eine oder andere fand es gar nicht so verkehrt, eingeschlossen die Eltern meiner Freundin. Doch wenn ich im Nachhinein über die Aktion nachdenke, war es sehr unreif. Denn jeder, der mal in einem Verein war, weiß dass es ein Tabu ist, seine Fähigkeiten in der Öffentlichkeit gegen Passanten einzusetzen. Ich beichte, mich unreif verhalten zu haben.

Beichthaus.com Beichte #00038271 vom 21.05.2016 um 16:47:16 Uhr (15 Kommentare)

Achtet auf Fahrradfahrer!

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Waghalsigkeit Zorn Dummheit

Ich hasse Fußgänger, die - ohne sich umzuschauen - über den Radweg gehen. Es kann doch nicht so schwer sein, einmal nach links und rechts zu schauen! In den letzten paar Wochen hatte ich schon so einige Beinaheunfälle. Oft musste ich sehr stark bremsen oder auf die Straße ausweichen, um diesen Idioten auszuweichen. Aus Frust und Ärger bin ich dazu übergegangen, einfach sehr riskant an diesen besagten Leuten vorbeizufahren, sodass diese sich oft stark erschrecken. Nicht selten höre ich dann Gefluche oder so einiges anderes, was mir aber am Arsch vorbeigeht. Es tut mir nur für die Person leid, die ich irgendwann wohl wirklich umfahren werde. Vielleicht lernt derjenige dann aber wenigstens, vorsichtiger zu sein und ich mehr Rücksicht zu nehmen.

Beichthaus.com Beichte #00038196 vom 06.05.2016 um 23:59:19 Uhr (20 Kommentare)

Ich kenne keine Tabus!

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Verzweiflung Peinlichkeit Waghalsigkeit

Ich (w/Anfang zwanzig) beichte, dass ich es mir mit einem wirklich netten Typen verscherzt habe. Das kam so: Eigentlich bin ich für mein Alter stockkonservativ, zumindest was meine Ansichten betrifft, mit denen ich nicht hinterm Berg halte. Optisch bin ich auch eher zugeknöpft, trotz guter Figur. Und doch bin ich (in einer Beziehung) sexuell sehr offen, was man bei meinem Anblick wahrscheinlich nicht glauben mag. Zurück zum eigentlichen Thema: Wir haben stundenlang telefoniert, uns super verstanden und öfters getroffen. Und irgendwann hat sich das Gespräch in Richtung Sex entwickelt. Leider habe ich ihm die Wahrheit erzählt - nämlich, dass ich recht wenige Tabus kenne. Im Nachhinein schäme ich mich so sehr und könnte mich ohrfeigen für meine diesbezügliche Aufrichtigkeit. Ich mache mir seit Gesprächsende Gedanken, dass er das in den falschen Hals gekriegt haben könnte. Am besten hebe ich gar nicht mehr ab, wenn er wieder anrufen sollte. Welcher Teufel hat mich da bloß geritten?

Beichthaus.com Beichte #00038168 vom 01.05.2016 um 01:49:14 Uhr (15 Kommentare)

Mit dem Klapphandy im Internet

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Dummheit Waghalsigkeit Sucht Verschwendung Internet

Als ich so dreizehn Jahre alt war, habe ich ein neues Handy bekommen - derzeit ganz modern, ein flaches Klapphandy. Damals war das mit dem mobilen Internet noch nicht so wie heute und es wurde pro Minute getaktet, man konnte nicht einfach zwei Gigabyte buchen, sondern bei dem Vertrag wurde dann so bezahlt, wie man auch nutzte. Meine Eltern hielten mir dementsprechend eine Predigt, dass ich das Internet am Handy nicht nutzen durfte, weil es zu teuer war, um eine Abschaltung der Option kümmerten sie sich als Vertragsinhaber jedoch nicht. Für mich im Großen und Ganzen ein Schlag ins Gesicht, denn einen Router, also Hausinternet, hatten wir auch immer noch nicht, es war aber die Zeit, wo es dann losging, dass Sachen für die Schule online recherchiert und ausgedruckt werden mussten und sich privat auch schon jeder im Internet herumtrieb. Alle meine Freunde hatten schon gefühlt ewig Internet zu Hause, doch die einzige Möglichkeit, die mir blieb, war bei Wind und Wetter mit dem Rad in die Bibliothek zu fahren und dort mein knappes Taschengeld ins Internet sowie die Druckmöglichkeit zu investieren.

Bei Freunden ging das natürlich mal, aber auch nicht durchgehend. Geschichten aus Abenden im ICQ und solche Späßchen konnte ich in der Schule immer nur anhören, nie selbst erzählen. Ob es schließlich die Neugier oder der Gruppenzwang war, weiß ich noch nicht genau, doch ich kam auf die folgenschwere Idee, dennoch das Handyinternet zu nutzen. Man konnte das Gerät mit einem USB-Kabel an den PC anschließen und darüber im Browser am Computer surfen. Eine vollkommen neue Welt öffnete sich für mich, auch wenn ich anfangs sehr vorsichtig war und immer nur kurz für die Schule online ging. Es gab dann irgendwann eine Telefonrechnung im niedrigen dreistelligen Bereich und meine Eltern waren schon tierisch sauer, zwei Wochen hatte ich das Telefon abzuliefern: Handyverbot. Doch der Drang war weiterhin groß, irgendwann saß ich täglich stundenlang davor, auch wenn es enorm langsam war. Sogar einen Song lud ich herunter, lud meine eigenen Geschichten und Gedichte in Foren und auf Schreibplattformen hoch und chattete in ICQ, bis die Tasten glühten. Wenn ich online war, dachte ich gar nicht an die Kosten, die dabei entstehen könnten.

Da ich meist eher aus der Schule kam, als meine Eltern von der Arbeit, fand ich eines Tages einen Brief der Telefongesellschaft vor, der in Dicke und Schwere den Umfang der regulären Rechnung um ein Vielfaches überstieg. Für einen Moment ging mir der Hintern echt auf Grundeis, deswegen versteckte ich den Brief einfach in meinem Zimmer und das normale Leben ging weiter, es hatte wohl keiner etwas gemerkt und ein paar Tage später surfte ich auch lustig weiter. Ich verdrängte einfach, was da vielleicht per Post gekommen war und meine zahlreichen neuen Internetfreunde wollte ich nicht aufgeben, immerhin waren alle Klassenkameraden auch immer online. Ein paar Wochen später kamen meine Eltern schon mit einem Riesendonnerwetter unten reingepoltert, das war der Tag, an dem sie das auf ihren Kontoauszügen gemerkt hatten. Die Summe hatte sich durch mein Surfen auf einen fünfstelligen Betrag gesteigert und ich bekam natürlich im wahrsten Sinne den Arsch ab. Sie schoben total Panik, weil all das Ersparte weg war, und machten sich schon Gedanken über einen Auszug und den Verkauf diverser Wertsachen.

In der ersten Panik sollte auch mein selbst ersparter iPod verkauft werden, deswegen habe ich all meinen Wertkram vorerst versteckt, damit sie da nicht drankamen. Zum Glück klärte sich das Ganze am Ende aber nach Kontaktaufnahme mit der Telefongesellschaft auf. Ich war noch keine vierzehn Jahre alt, das erkannte die Gesellschaft an und gab selbst zu, dass ihr ein Fehler unterlaufen war. Eigentlich hätte in gewissen Abständen angezeigt werden müssen, dass die Rechnung einen bestimmten Betrag erreicht hat, beispielsweise bei 500, 1000 Euro und so weiter. Nachweislich war das bei uns nicht der Fall, wahrscheinlich hätte ich mit diesem Wissen auch direkt zu Anfang gar nicht weitergesurft.

Am Ende bekamen meine Eltern all ihr Geld zurück, sie sind heute noch Kunden dort, alles ist in Ordnung. Ich beichte, dass mir das Ganze trotz der zwischenzeitlichen Angst wegen der Rechnung eigentlich gar nicht so nahe gegangen ist und weiß, dass ich mich gerade dafür schämen sollte, aber ich denke noch immer ein bisschen, dass meine Eltern teilweise auch schuld sind, weil sie so lange keine Notwendigkeit sahen, einen Router nach Hause zu holen und es damit ständig zu Engpässen bei Hausaufgaben und der Zugehörigkeit in der Schule kam. Ich bin nur froh, dass sich der Vorfall noch zum Guten gewendet hat und direkt im Anschluss hatten wir dann auch endlich LAN zu Hause, sodass ich nie wieder in Not geriet und nie wieder - von schlechten Mathenoten und einmal Sitzenbleiben abgesehen - Mist baute.

Beichthaus.com Beichte #00038148 vom 27.04.2016 um 13:30:29 Uhr (17 Kommentare)


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