Meine Kollegin hurt rum!

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Eifersucht Begehrlichkeit Maßlosigkeit Kollegen

Ich (m/40) beichte, dass ich seit Jahren auf meine Bereichskollegin im Büro abfahre und dadurch privat angefangen habe, mich sehr stark mit dem Thema Psychologie zu beschäftigen! Seit Jahren stecken wir in so einer Art Arbeitsbeziehung, die durch viele Annäherungen und privates Kennenlernen geprägt war. Da ich und sie seit ein paar Jahren von unseren Partnern geschieden leben, konnten wir zunächst unser bisher freundschaftliches Verhältnis entspannt intensivieren und versuchten es in intimere Bahnen zu schubsen. Leider waren diese Versuche nicht immer von Erfolg gekrönt. So verstrichen die Jahre und sie ist seit Längerem in einer Single-Phase angekommen, bei der sie fast monatlich irgendwelche Macker und Dates am Start zu haben scheint. Trotz aller Freundschaft und guter Chemie verlor sie mir gegenüber allerdings nie ein freiwilliges oder gewolltes Wort über diese Bekanntschaften. Normal sollte es mir als Mann ja recht und egal sein, wenn eine Frau nichts über ihre Verhältnisse erzählt, ist es mir aber leider nicht! Dank vieler Bücher und Foren über Mikroexpressionen, Gesagtes, Augenleserei und was es so alles auf dem Gebiet gibt, achte ich längst zur Übung verstärkt auf Gestik, Mimik und Sprache innerhalb meines Umfelds. Ich bin quasi darauf fokussiert, ihre Fassade verbessert durchschauen zu können.

Ich hasse es einfach, von Grund auf angelogen zu werden oder zu spüren, dass mir jemand etwas verschweigt. Das machte mich schon immer rasend. Meine Kollegin selbst hat zu diesem ganzen Thema nicht mal eine Idee. Da erscheint sie in ihrer Art plötzlich wie ein kleines Kind, das man beim Lügen ertappt, oder das sich beim Lehrer fürs Schuleschwänzen rechtfertigen muss. In der Hinsicht ist sie wie das menschliche Abziehbild einer Person, wie sie allzu oft in Foren und Ratgeber-Seiten dargestellt werden. Das alles macht mich zwar traurig, doch konnte ich diese Schwächen über die Zeit zu meinem eigenen Vorteil nutzen, um allgemein Frauen und sie besser einschätzen und verstehen zu können. Neben der schon immer locker gekonnten Flirterei kommt somit ab und an mein detektivischer Spürsinn in mir auf, der aus dem I-Net und in Büchern Gelesenes in die Tat umsetzt und wiedermals erstaunt über die Reaktion der Person und das abschließende Ergebnis ist. Da wird gestottert, das Thema gewechselt, herausgeredet, abgelenkt und auf den Boden geschaut, wie ich es nicht mal von meiner eigenen Ex-Frau als noch Unwissender kannte. Fast schon mit Freude zähle ich hinterher die mitbekommenen Indizien, Fakten und äußerlichen Details auf und kombiniere und spinne diese dann in mögliche Geschichten, die mir plausibel erscheinen.

Leider auch mit dem schmerzenden Gefühl, dass alles oder nur ein Teil daran wahr sein könnte, aber sich das Spiel immer wiederholt. Zwar habe ich einen guten Draht zu ihr, doch das alles lässt mich über meine ursprünglichen Ziele und über mich selbst grübeln. Lieber hätte ich wieder einen freien Kopf und eine unbeschwerte Freizeit, als eine eigentlich ganz liebe nette Person aus Neugier und Wut in die Ecke zu treiben und deren Privatsphäre und Schwächen auszuforschen. Diese Falschheit und das erfolg- und niveaulose Rumgehure kränken mich einfach zu sehr, um wegschauen zu können. Letzten Endes möchte ich jetzt einfach versuchen, diese lächerliche Eifersucht in mir abzulegen und mit dem Schnüffeln sofort aufzuhören. Nur so kann ich ein Mensch werden, der mit den Schwächen anderer Leute besser umgehen kann. Versprochen!

Beichthaus.com Beichte #00039207 vom 11.01.2017 um 03:00:57 Uhr (13 Kommentare)

Neue Lieder braucht das Land

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Vorurteile Zwietracht Musik Dresden

Ich (m/32) spiele schon ziemlich lange in einer Rockband, aber nicht als Berufsmusiker. Ich habe einen Job, Frau und Kinder, und mein Hobby (die Band) ist der Ausgleich zu allem. Ich freue mich immer auf die wöchentliche Probe. Seit einiger Zeit fühle ich mich da aber ziemlich unwohl. Ich möchte musikalisch mehr oder anders machen, leider sind meine Bandkollegen bis auf einen sehr träge und ziehen nicht mit. Vor allem finde ich den Gesang vom Frontmann scheiße. Er wird immer monotoner und brüllt fast nur noch, es hat kaum noch etwas mit Gesang zu tun. Spaßeshalber habe ich auf der Gitarre seine Gesangsmelodie nachgemacht, indem ich nur einen einzigen Ton auf dem Rhythmus gespielt habe. Diesen Wink hat er nicht verstanden und beharrt auf seiner Linie. Sehr demokratisch!

Das bringt mich zu meinen nächsten Problem. Seit der ganzen Flüchtlingsdebatte und dem Pegida-Mist der hier abläuft vergiftet es die Band ungemein, da einige sich von dem Scheiß anstecken lassen haben. Zum Glück denkt der größere Teil anders, aber dennoch löst es immer wieder Diskussionen aus, in denen man als Gutmensch oder dumm betitelt wird. Eine sachlicher Diskurs ist nie möglich, egal wie, es kommt immer zum Streit. Daher umgehen wir solche Themen. Diese erscheinen aber teilweise in neuen Texten mit sozialkritischem Hintergrund und fadem Beigeschmack. Ich habe meinen Standpunkt klargestellt, dass ich so etwas nicht spielen werde, welches großes Unverständnis auslöste. Ich stand aber nicht allein, einige andere taten es mir gleich. Nun beichte ich, dass ich einen früher sehr geschätzten Bandkollegen und Freund jetzt verachte und nicht mehr ernst nehmen kann, weil er sich ein Gedankengut angeeignet hat, welches seinen Charakter verändert. Ich werde in nächster Zeit der Band den Rücken kehren und wehmütig auf die vielen Jahre zurückblicken.

Beichthaus.com Beichte #00039206 vom 13.01.2017 um 01:20:57 Uhr in Dresden (14 Kommentare)

Warum meine Nachbarn sich jetzt leiser streiten

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Zwietracht Nachbarn

Meine Nachbarn, ein Ehepaar, streiten sich ständig. Mit Vorliebe abends, vermutlich weil sie glauben dass ihre Kinder es so nicht mitbekommen. Tatsächlich ist das Gekeife und Gebrülle im ganzen Haus zu hören. Als die beiden vor einiger Zeit eine sehr laute Auseinandersetzung hatten und ich deshalb nicht schlafen konnte, habe ich Adressen von allen möglichen Scheidungsanwälten der Stadt im Internet zusammengesucht. Das Blatt mit den Adressen sowie eine Nachricht mit der Bitte sich selbst, ihren Kindern und den Nachbarn doch einen Gefallen zu tun und sich einfach scheiden zu lassen, habe ich in ihren Briefkasten geworfen. Seitdem ist es wesentlich leiser, obwohl sie immer noch verheiratet sind.

Beichthaus.com Beichte #00039205 vom 13.01.2017 um 00:00:51 Uhr (11 Kommentare)

Ich bin eine unromantische Frau

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Ignoranz Partnerschaft

Ich (w) bin wohl ein unromantischer Klotz. Mir ist egal ob mir mein Mann was zum Geburtstag kauft. Valentinstag kann ich nur spöttisch kommentieren, weil ich der Meinung bin, dass es ein Armutszeugnis unserer Gesellschaft ist, dass wir so einen besonderen Tag brauchen, um sich Liebe zu beweisen. Meistens auch noch dazu nur mit schnödem Geld. Letztes Jahr mussten mein Mann und ich lachen, weil wir beide unseren Hochzeitstag vergessen hatten. Erinnert hat uns daran meine Mutter, die angerufen hat, um uns alles Gute zu wünschen. Schmalzige Komplimente sind mir ein Gräuel.

Des Weiteren habe ich keinen einzigen Schnulzenfilm im DVD-Regal stehen und schaue mir lieber Stirb langsam oder Irgendwas in der Richtung an. Als mein Mann mal Lust hatte, mir Blumen zu kaufen, hat er mir einen stachelbewehrten Kaktus mitgebracht und grinsend gemeint, der hätte ihn an mich erinnert. Besagter Mann ist übrigens ein haariger, tätowierter Metaler mit Wikingerbart, der den Ruf genießt, der einzige zu sein, der mich je erobern konnte. Es schert mich auch nicht, ob er zu Hause rülpst, furzt und sich am Sack kratzt. Was ich jedoch verlange, ist bedingungslose Treue und Ehrlichkeit - selbst dann, wenn die Wahrheit schmerzt. Und nein, ich bin kein Mannsweib mit Bürstenhaarschnitt. Ich komme meist unsympathisch rüber, kann aber gut damit leben. Ich habe nur wenige Freunde, dafür mögen die mich wirklich, weil niemand sich die Mühe machen würde, mir Zuneigung vorzugaukeln.

Beichthaus.com Beichte #00039203 vom 11.01.2017 um 11:27:24 Uhr (17 Kommentare)


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