Arbeitsverhalten meinem Gehalt anpassen

21

anhören

Neid Faulheit Trägheit Ludwigsburg

Ich möchte hiermit beichten, dass ich mittlerweile mein Arbeitsverhalten meinem Gehalt angepasst habe. In unserer Firma bin ich als Berufsneuling schlecht bezahlt im Vergleich zu anderen Kollegen. Allerdings wälzen diese ihre Arbeit auf mich ab. Am Anfang habe ich mir auch wirklich große Mühe gegeben, da ich meinem Chef beweisen wollte, dass ich mein Geld wert bin. Das ging dann so lange bis ich herausfand, dass meine Kollegen teilweise das Doppelte bis Dreifache von meinem Gehalt verdienen und dabei nicht pro Monat circa 20 Überstunden ansammeln.


Irgendwann bin ich dann dazu übergegangen, mein Arbeitsverhalten anzupassen und verbringe somit knapp 50 Prozent meiner Arbeitszeit damit, dass ich im Internet surfe, rauchen gehe oder in unserer Kantine die Kaffeemaschine neu einstelle. Eigentlich tut es mir ja kein bisschen Leid, aber ein schlechtes Gewissen habe ich trotzdem manchmal, vergeht aber wenn ich wieder Internet surfe.

Beichthaus.com Beichte #00030006 vom 23.05.2012 um 13:53:20 Uhr in Ludwigsburg (21 Kommentare)

Kommentare der Beichthaus-Bewohner

Killerspielspieler

Geht mir genauso. Ich erkenne mich in deinen Zeilen sofort wieder. Absolution erteilt!

25.05.2012, 13:09 Uhr     melden


Ikebana

LOL. Keine Berufserfahrung und schon wie nen großer verdienen wollen.

25.05.2012, 13:23 Uhr     melden


lovinglucy

Dich unter den Umständen nicht mit Arbeit zu überschlagen, finde ich prinzipiell richtig. Zielführender wär aber ein Gespräch mit dem Chef. Klar ist es unrealistisch, als "Neuling" genauso verdienen zu wollen, wie "erfahrene" Mitarbeiter, aber wenn du mehr Geld wert bist, als du bekommst, musst du deinen Chef darauf hinweisen- von allein wird ers nicht bemerken!
Und was das Surfen auf der Arbeit angeht: Unter Umständen bekommst du dafür nicht nur keine Gehaltserhöhung, sondern eine Kündigung.

25.05.2012, 13:37 Uhr     melden


hallelulja

Also ich finde du solltest 2 Jahre mindestens hart arbeiten. Dann kannst du ja mit deinem Arbeitgeber mal reden und ihn auffodern mehr Gehalt zu bekommen. Wenn du jetzt schon mit ihm redest wird der dir wahrscheinlich als gegen Argument deine Erfahrung ans Kopf setzten....

25.05.2012, 13:37 Uhr     melden


son-of-sin

Ich finde auch, man sollte statt nach Erfahrung lieber nach Leistung bezahlen. Dann lehnen sich die alten Hasen nicht mehr reihenweise zurück und die Neueinsteiger haben nen Grund, sich reinzuhängen.

25.05.2012, 14:07 Uhr     melden


facepalm

Das aktuelle Wirtschaftssystem lebt eben davon, dass Erfahrung mehr honoriert wird. Deshalb sitzen ja auch so viele unfähige Manager in hohen Jobs.

25.05.2012, 14:43 Uhr     melden


Bücherwurm

Eine Sünde kann ich hier nicht erkennen. In den Stellenanzeigen wird immer mit "leistungsgerechter Bezahlung" geworben, dann kann Du ja auch mit "bezahlungsgerechter Leistung" punkten. Ich glaube aber, dass Dich das auf Dauer nicht ausfüllt. Such Dir früher oder später einen Job, der besser bezahlt ist und der Dir mehr Spaß macht.

25.05.2012, 15:05 Uhr     melden


tradsoc


Es gibt den netten Spruch: "Solange ihr nur so tut als würdet ihr uns bezahlen, tun wir auch nur so als würden wir arbeiten."

Ist individuell eine absolut nachvollziehbare Verhaltensstrategie, und kann man in allen Niedriglohnjobs, speziell im Dienstleistungssektor beobachten.

Ob es sinnvoll ist so zu handeln, wenn man gerade irgendwo angefangen hat und auf Big Karriere aus ist, darf man allerdings bezweifeln. Da muss sich der Beichter schon entscheiden: Entweder er arbeitet scheiße für einen scheiß Lohn und bleibt wo er ist, oder er macht sich für einen scheiß Lohn den Rücken krumm, lässt sich wie Dreck behandeln und grinst noch nett dazu, mit der (je nach dem relativ großen oder kleinen) Chance in 5-10 Jahren selber irgendeinen Neuen wie Dreck behandeln zu können.

Muss jeder für sich entscheiden wo die eigenen Prioritäten liegen.

25.05.2012, 15:24 Uhr     melden


29873

Mir wäre das auf Dauer langweilig. Würde mir einen anderen Job, wo ich gefördert/gefordert werden würde, suchen.

25.05.2012, 15:35 Uhr     melden


VcS

Kann ich irgendwo verstehen, aber du schneidest dir damit auch ins eigene Fleisch. Ständig etwas (halbwegs) sinnvolles zu tun zu haben und dabei einiges zu lernen ist doch angenehmer als ständig die Zeit totschlagen zu müssen. Irgendwann wirst du die Firma verlassen - dann ist wichtig, wieviel Motivation und Erfahrung (fachlich, menschlich, organisatorisch) du von dort mitnimmst.

25.05.2012, 16:08 Uhr     melden


scheisshaus_benutzer

Tja, dienen kommt vor verdienen. Aber irgendwann platzt jedem mal der Kragen. Wenn du für sie schuften sollst, dann müssen sie für dich zahlen. So schaut es nun mal aus. Du kannst in deiner Freizeit schließlich auch Geld verdienen und musst nicht jeden Chef in den Hintern kriechen.

25.05.2012, 16:57 Uhr     melden


MeinSenfDazu

Viele Aufstiegschancen werden sich dir nicht bieten wenn du so weitermachst. Dann wurstelst du eben so dahin in deiner unterbezahlten, entspannten Tätigkeit bis zum Sankt-Nimmerleinstag, oder du riskierst die Kündigung. Generell bin ich auch dafür, dass Arbeit mehr nach Leistung bezahlt werden soll, doch das funktioniert nicht in jeder Branche.

25.05.2012, 17:23 Uhr     melden


patrikk

Bei Beichten wie diesen verstehe ich nie, wieso sich der Beichter keinen anderen Job sucht. Spricht etwas dagegen?

25.05.2012, 19:19 Uhr     melden


Fitzebutze

Übertreibe es lieber nicht, sonst bist du als Neuling ratzfatz deinen Job los

26.05.2012, 09:19 Uhr     melden


Krachbum aus Deutschland

Keine Absolution für Gammelei am Arbeitsplatz! Überleg's Dir lieber nochmal, sonst hast Du bald nur noch 0% vom Gehalt Deiner Kollegen.

26.05.2012, 11:27 Uhr     melden


dunicht!

Meingott... in meiner jetzigen Arbeit habe ich am Anfang auch schlappe 1100 Euro netto bekommen... Jetzt nach einem Jahr bin ich immerhin schon bei 1370. Dauert nunmal. Achja: Mit der Arbeit nicht zufrieden = Kündigen, ist für dich das Beste!

27.05.2012, 12:16 Uhr     melden


Suane

als du deinen arbeitsvertrag unterschrieben hast bist du eine vereinbarung eingegangen für besagtes gehalt besagte stunden zu arbeiten, also halte dich an den vertrag

28.05.2012, 19:11 Uhr     melden


WeiseFrau

Wenn Du die Arbeit trotzdem noch schaffst kann es so viel nicht sein.

29.05.2012, 14:09 Uhr     melden


JuliaTrin aus Osterhofen, Deutschland

Warum fragst du nicht nach einer Lohnerhöhung? Leider muss man erst leisten bevor man belohnt wird. Von nichts kommt nichts

30.05.2012, 13:39 Uhr     melden


BubbleTea

Also ich persöhnlich verstehe dich vollkommen. Wenn die das doppelte bis dreifache verdienen sollen die gefälligst ihre Ärsche bewegen und ihre Arbeit tun. Weil wenn ich so nen Job hätte, würd ich am wohl kündigen. Yaya, ich weiß das von nichts nichts kommt, aber wenn ich nix anständiges bekomme, dann setz ich meinen Hintern auch nicht wirklich in Bewegung.

20.10.2012, 14:56 Uhr     melden


gemmakaffeetrinken aus Simbabwe

Kann man mit Deinem Chef sprechen? Ist er halbwegs ein Mensch? Dann kannst Du ihm - ohne Namen zu nennen - Deine Situation ja darstellen. Neugierig, wie er darauf reagiert.

27.09.2013, 00:22 Uhr     melden


Melde dich an, um auch einen Kommentar zu schreiben.

Facebook Kommentare

Ähnliche Beichten

Langeweile bei der Arbeit

Wir, mein Kollege und ich, möchten beichten, dass wir uns an der Arbeit so etwas von extrem langweilen, dass es nicht mehr feierlich ist. Wir haben …

Inkompetente Ärzte und faule Patienten

Ich beichte, dass ich zu faul bin, um zum Arzt zu gehen und deswegen meinen Körper kaputtmache. Im Februar habe ich es irgendwie geschafft, durch das …


Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht