Iss Vogelbeeren oder zieh dich aus!

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Zwang Neugier Kinder Bremen

Als kleiner Junge (ich war vielleicht sieben oder acht Jahre alt), war ich neugierig, wie Mädchen denn so nackt aussehen. In der Nachbarschaft gab es ein Mädchen in meinem Alter, mit der ich mich immer gut verstanden habe. Irgendwann waren wir auf dem Spielplatz und wir haben Wahrheit oder Pflicht gespielt. Sie hat Pflicht gewählt. Ich sagte ihr, sie solle ein paar Vogelbeeren essen, sonst würde ich sie ausziehen. Unter Tränen hat sie die Vogelbeeren gegessen und ist dann nach Hause gerannt. Ich stand einfach nur da und habe gelacht. Kurz darauf kam der Vater an, hat mich am Oberarm mitgeschleift und mir gesagt, ich würde jetzt die gleiche Behandlung bekommen. Irgendwie haben meine Eltern das mitbekommen, haben mich da rausgeholt und den Typen angezeigt. Kurze Zeit später ist die Familie weggezogen.

Beichthaus.com Beichte #00041137 vom 03.04.2018 um 11:14:11 Uhr in Bremen (36 Kommentare).

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Ich versage bei allem

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Verzweiflung Zwang Gesellschaft Berlin

Ich bin ein kompletter Versager. Ich lasse mich von allem und jedem runterkriegen. Bin in der Schule durchgehend gemobbt worden und hatte nie Freunde. Ich habe einen Beruf gelernt und ein Jahr darin gearbeitet. Dort bin ich auch gemobbt worden, was sich auf meine Leistung ausgewirkt hat. Seit mein Vertrag nicht verlängert wurde, bin ich arbeitslos und das obwohl in dem Beruf dringend Mitarbeiter gesucht werden. Ich habe mich eine Zeit lang auf diesen Beruf beworben und kam nie über Vorstellungsgespräche hinaus. Ich bin einfach zu unsicher, habe einen psychischen Knacks und habe auch schon Therapien gemacht. Ich habe mich entschieden, nicht mehr in diesem Beruf zu arbeiten, weil ich ihn mir nicht mehr zutraue und bewerbe mich nun um andere Jobs. Ich will unbedingt arbeiten, leider sind diese Bewerbungen nicht von Erfolg gekrönt.

Nun bin ich kurz davor einen schlecht bezahlten Vollzeit-Job in der Zeitarbeit anzunehmen. Ich mache seit zwei Jahren den Führerschein und bin zum dritten Mal durch die praktische Prüfung gefallen. Ich habe mich dazu entschieden nun aufzuhören, auch wenn ich eine Menge Geld investiert habe. Mein Verlobter ist das einzige Positive in meinem Leben. Dennoch macht er mir unterbewusst Druck. Er will unbedingt, dass ich den Führerschein mache, sucht schon nach Autos für mich obwohl ich schon keine Hoffnung mehr habe. Er hätte gerne ein Haus und Kinder (ja, nicht mal das Kinderbekommen klappt) was wir uns einfach nicht leisten können. Ich fühle mich unendlich mies, weil ich in allen Punkten versage. Ich komme auf keinen positiven Zweig.

Beichthaus.com Beichte #00041059 vom 08.03.2018 um 10:18:19 Uhr in Berlin (8 Kommentare).

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Käse hinter dem Sofa

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Engherzigkeit Zwang Ekel Fürth

Schon seit längerer Zeit habe ich eine Angewohnheit: Immer wenn ich irgendwo zu Besuch bin, verstecke ich heimlich von mir mitgebrachte Dinge in der Wohnung. Ich habe schon Mandarinen auf Schränke ganz oben drauf geworfen und Käsestückchen hinter Sofas platziert. Und erst vor Kurzem habe ich im Badezimmer ein Ei in einer Schublade hinterlassen. Bin gespannt, wann sie es merken. Klar ist das asozial und ekelhaft, aber es ist wie ein Zwang für mich. Vielleicht sollte ich in Behandlung gehen.

Beichthaus.com Beichte #00040926 vom 27.01.2018 um 20:48:18 Uhr in Fürth (10 Kommentare).

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So überlebt man ohne Menschen!

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Zwang Engherzigkeit Gesellschaft

Ich (m/28) träume sehr oft davon, dass von einem Tag auf den anderen einfach alle Menschen auf dem Planeten verschwinden und nur noch ich übrig bleibe. Ich verschwende unglaublich viel Lebenszeit für solch einen Irrwitzigen Tagtraum. Ich verbringe manchmal ganze Stunden damit zu planen, was ich dann tun würde. Wie ich mich versorgen würde und vieles mehr. Ich habe sehr viel über Solartechnik gelernt, immerhin wird der Strom nach einigen wenigen Tagen ausgehen. In meinem Kopf existiert schon ein genauer Plan was zu tun ist, wenn ich mal aufwache und alle Menschen weg sind. Zunächst würde ich zur Tankstelle fahren und dort mein Auto füllen sowie alle Kanister, die ich dort finden kann, auffüllen. Danach werden so viele Kanister wie möglich besorgt, dazu ein kleiner Laster und dann wird so viel Sprit wie möglich in Kanister abgefüllt. Ich habe sogar bei unserem Baumarkt schon geschaut, wie viele Kanister dort auf Lager sind, die ich dann für Benzin und Diesel nutzen kann. Danach werden so viele frische Lebensmittel (Fleisch etc.) wie möglich eingefroren. Hier bin ich noch am Überlegen, wie ich das logistisch am Besten anstelle - wo ich das Fleisch einfriere, immerhin müssen die Kühltruhen nach ein paar Tagen über Generatoren versorgt werden.

Die ersten 2-3 Jahre wären sehr einfach, hier kann man viel über Generatoren am Laufen halten, wenn man genug Benzin gezapft hat, solange der Strom noch läuft. Zu Essen gäbe es dann erst mal genug - Tiefkühlgerichte und Ähnliches. Nach ein paar Jahren wird das Benzin aber schlecht und zündet nicht mehr, man muss dann auf Solartechnik ausweichen, wodurch man aber vermutlich nur noch das nötigste bei Bedarf wird betreiben können. Heizlüfter im Winter bei Nacht werden dann schon schwerer, hier muss man ein Netz aufbauen, mit vielen kombinierten Akkus. Dann muss man sich auch Gedanken über die Selbstversorgung machen, Jagen und Tiere ausnehmen, Nahrung anbauen und genug Vorräte für den Winter haben. Die medizinische Versorgung wird schwer, bei vielen Dingen kann man sich ja selbst diagnostizieren und behandeln, aber was wenn man wirklich mal etwas Ernsteres bekommt? Oder was bei Zahnschmerzen? Und schon bin ich wieder drin im Tagtraum und meinem Plan, was getan wird, wenn die Menschen dann mal weg sind.

Beichthaus.com Beichte #00040832 vom 30.12.2017 um 23:51:04 Uhr (28 Kommentare).

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Hilfe, mein Traummann ist geizig!

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Geiz Zwang Partnerschaft

Ich (w/22) bin seit zwei Jahren mit einem gutaussehenden, smarten Banker zusammen. Bei mir war es Liebe auf den ersten Blick. Er hat Manieren, ist zurückhaltend, zärtlich im Bett und macht auch optisch was her. Ein guter Fang, Typ "Schwiegermamas Liebling", viele Freundinnen sind begeistert von ihm und meine Familie auch. Ich jedoch komme langsam ins Grübeln. Wir leben seit einigen Monaten zusammen in einer Wohnung und so nach und nach stelle ich Eigenheiten an ihm (26) fest, die ich ihm vorher nicht zugerechnet hätte und die mir das Miteinander zunehmend erschweren. Früher hielt ich ihn für einen sehr sparsamen Menschen, aber inzwischen weiß ich, dass es purer Geiz ist. Außerdem zeigt er wiederkehrende Verhaltensweisen, die eigentlich schon Zwänge sind. Beim Einrichten unserer Wohnung bat ich ihn, mir von unterwegs einen Schrubber mitzubringen - er kehrte mit einem Lappen zurück und dem Satz: "Wenn du auf den Knien wischst, werden die Ecken sauberer." Er hilft weder beim Kochen noch beim Putzen, hat mir vor Kurzem ganz klar ins Gesicht gesagt, dass das zu Hause seine Mutter gemacht hat und nicht sein Vater - und so erwarte er das auch bei uns. Er sei für das Auto und den Einkauf da.

Apfelschorle wird nicht gekauft, weil er ausgerechnet hat, dass das Mischen von Sprudelwasser und Apfelsaft billiger ist. Gefrierbeutel werden so lange abgewaschen, zum Trocknen aufgehängt und wieder benutzt, bis sie Löcher haben. Alufolie vom Pausenbrot wird mehrfach benutzt. Natürlich hat er sich nicht in der Kantine zum Mittagessen angemeldet und kauft AUSSCHLIESSLICH beim Discounter mit den weiß-blauen Streifen, sogar seine Kragenhemden für den Bankschalter und das Brot kauft er dort. Ich kann diese ewig gleichen Wurstsorten und Joghurts schon nicht mehr sehen, aber ihm macht es Freude. Kaufe ich woanders, reagiert er sauer und rechnet mir vor, wie teuer das im Vergleich ist. Wir haben eine Haushaltskasse, in die monatlich 250 Euro von uns beiden für Lebensmittel gezahlt werden - anteilig je zur Hälfte (er isst mehr als ich und manchmal zweige ich mir heimlich Kleinbeträge für Zigaretten davon ab...).

Unterwegs wird nichts gekauft, kein Snack, kein Kaffee, nein, es wird Tee gekocht und mitgenommen. Pizza wird nicht bestellt oder selbst gemacht - die Discounterpizza kostet weniger, sagt er, da kann man auch noch was drauflegen. Er gönnt uns nichts, beklagt überall die hohen Preise, nimmt aber an, wenn ich etwas ausgebe. Bisher waren wir dreimal Essen und nur einmal davon hat er bezahlt. Ich werde es nicht noch einmal tun. Teebeutel werden zwei Mal aufgegossen. Autowäsche nur per Hand, getankt nur an der günstigsten Tankstelle und nie vor Feiertagen. Eines Sonntags hatten wir vergessen, den obligatorischen Sekt (der NICHT aus dem Discounter kommt, weil er ja für seine Eltern ist, die aus seiner Sicht etwas Besseres verdient haben als wir) mit zu seiner Familie zu nehmen und in der ersten Tankstelle war er ihm zu teuer. Nachdem er in der zweiten Tanke noch mehr kostete, fuhr er wieder zurück zur ersten und kaufte ihn doch dort. Den Frust bekam ich ab - den Eltern schenkte er die Flasche mit einem Lächeln.

Besuchen wir meine Oma isst er dort für zwei, dann packt er alles mögliche an Lebensmitteln ein, weil sie es uns gerne gibt, obwohl wir es nicht nötig hätten, was ich ihm auch sage. Er meint, bei ihr käme es sonst auch nur um. Sein ältestes Parfum ist ein Geschenk seiner Ex und vier Jahre alt. Die Flasche ist noch halb voll und leicht getrübt. Einmal alle zwei bis drei Tage gibt es eine Badewanne für beide und dann wird die Toilette mit dem Wasser gespült. Jetzt im Winter wird die Heizung nur "im Notfall" angestellt und sich ansonsten warm angezogen. Im Leuchter brennen nur drei von fünf Sparbirnen - aus Kostengründen. Er trägt Unterhemden, die so alt sind, dass sich gelbe Schweißringe unter den Achseln gebildet haben, die beim Waschen nicht mehr rausgehen. Als ich sie bleichen wollte, riet er mir stattdessen zu Gallseife - ist billiger. Mir ist das fast schon peinlich vor mir selbst und ich fremdschäme mich für ihn. Seine Socken haben lauter Löcher, aber er meint, solange es die Kunden nicht sehen, seien die noch okay. Ich habe ihm schon Neue geschenkt, die liegen noch mit Etikett im Schrank, ebenso die Lederjacke, in der ich seinen athletischen Körper gerne mal sehen würde.

Besuchen wir jemanden und mein Freund stößt direkt nach Feierabend dazu, hat er stets ein paar intakte Socken dabei und wechselt diese sofort auf der Toilette, damit es dem Gastgeber nicht auffällt. Die kaputten Socken steckt er ein und legt sie zu Hause in die Wäschebox. Als ich mir letzten Monat erlaubte, kaputte Socken wegzuwerfen, meckerte er herum und beschwerte sich bei seiner Mutter über mich, die mir zwar vornherum beipflichtete, selbst aber genauso geizig ist wie der Rest der Familie. Woher hat er es denn sonst? Das alte Hörertelefon seiner Eltern, deren abgeschaffter Teppich und die Küche von Onkel und Tante reichen für uns aus, bis "wir uns mal was leisten können." Er hat große Ersparnisse, gibt aber nichts aus. Ich bin Studentin und habe von wenig Erspartem die Hälfte der Wohnungseinrichtung gezahlt, denn schließlich leben wir zusammen und ich bin nicht scharf auf sein Geld. Zu Hause stehen und liegen haufenweise Werbegeschenke dieser Bank herum, die eigentlich an die Kunden gehen sollten. Langsam vergeht mir die Freude daran, diese Sachen zu benutzen.

Als ich Geburtstag hatte, habe ich mir eine bestimmte CD gewünscht und er berichtete mir eines Abends, als er recht spät nach Hause gekommen ist, stolz, dass er in vier (!) Musikgeschäften war und nun endlich die Günstigste erwischt hatte. Dieses Schnäppchengefühl hebt ihn unwahrscheinlich an. Ich konnte mich gar nicht richtig darüber freuen. Er hat auch festgelegt, dass Geschenke unter uns 25 Euro nicht übersteigen sollen. Es ist ernüchternd, exakt zu wissen, wieviel man jemandem wert ist, der von Liebe spricht, Heirat und Kindern und das ständig von einem zurückhören möchte. Was seine Eltern angeht, gibt er weitaus mehr Geld für Anlässe und Geschenke aus, ist denen quasi hörig und lässt sich von der Mutter zu kostenlosen "Dienstfahrten" zum Wocheneinkauf oder als Abholdienst nach Partys ausnutzen, wenn die Eltern getrunken haben und nicht selbst fahren. Sein Vater buttert ihn total unter, trampelt permanent auf seinem Selbstwertgefühl herum, gibt ihm fiese Spitznamen und die Schwester macht sich ungestraft lustig über ihn, wann immer es geht. Sage ich ihm das bzw. was ich davon halte, wird er gemein und persönlich mir gegenüber. Wenn ich dort zu Besuch bin, erdrückt mich die gespannte Atmosphäre regelrecht und ich fühle mich nicht wohl.

Da ist aber auch noch das mit den auffälligen Verhaltensweisen. Er rüttelt nach dem Aussteigen am Autogriff und kann ihn minutenlang nicht loslassen. Händewaschen dauert ewig bei ihm, da darf sogar das Wasser laufen. Bevor wir die Wohnung verlassen, läuft er jeden Raum ab und kontrolliert akribisch Fenster und Herd, auch wieder, indem er die Griffe ewig anfässt. Sex am Morgen verwehrt er mir an Werktagen, um seine Kraft für die Arbeit zu sparen und vor dem Halbmarathon gibt es tagelang gar keinen Verkehr, sondern nur Nudelgerichte wegen der Kohlenhydrate. Wenn ich am Tisch sitze, kriecht er gerne mal drunter und hebt irgendeine Fussel auf. Schon zweimal habe ich ihn ertappt, wie er dabei genüsslich an meinen Socken geschnüffelt hat. Ich war perplex. Als ich blaue Tapete fürs Schlafzimmer ausgesucht habe, freute er sich wie verrückt. Als wir mit Tapezieren fertig waren, erfuhr ich auch, warum: "Wie bei meinen Eltern." Am liebsten hätte ich alles wieder von der Wand gerissen. Ich hätte das gerne vorher gewusst und fühle mich reingelegt. Er verlangte allen Ernstes, dass ich mich im Bett auf die Seite legen solle, auf der zu Hause seine Mutter liegt und er würde die Seite belegen, die sein Vater im heimischen Schlafzimmer einnimmt. Das habe ich schon aus Prinzip verweigert.

Ich habe vor Kurzem eine Psychotherapie begonnen und merke, dass er zunehmend Hauptbestandteil dieser Sitzungen wird und es fast nur um ihn geht. Mitkommen oder selbst eine machen will er nicht, im Gegenteil, er mag es nicht, dass ich diese Termine überhaupt wahrnehme, was mir das Ganze nicht leichter macht. Ich beichte, dass ich meinen Mitmenschen eine heile Welt vorgaukle, während ich ein Leben voller krankhafter Sparsamkeit ertrage und nicht nur bald den Respekt vor meinem Freund verliere, sondern auch vor mir selbst.

Beichthaus.com Beichte #00040826 vom 29.12.2017 um 15:32:29 Uhr (77 Kommentare).

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