Das zweite Opfer von Marcel Heße

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Verrat Engherzigkeit Habgier

Ich möchte hiermit beichten, dass ich einem Reporter für 500 Euro in Bar und weitere 500 in Form eines bereits eingelösten Schecks den Namen der besten Freundin des zweiten Opfers von Marcel Heße verraten habe. Sie wurde daraufhin zwei Tage lang mit Anfragen belästigt, das ist aber schon wieder vorbei. Sie weiß nicht, dass ich das war, aber ich habe vor, einen Teil dieses Geldes in ihr nächstes Geburtstagsgeschenk zu investieren und ihr damit als Ausgleich etwas Gutes zu tun. Ich hätte das nicht gemacht, wenn ich momentan nicht in extremen finanziellen Problemen stecken würde, an denen ich aber keinerlei Schuld trage, und habe somit wenigstens die Miete für April zusammen.

Und ich bin auch nicht zur Presse gerannt damit, sondern kenne den Reporter schon länger, er arbeitet für eine große Zeitung und wir trafen uns zufällig in einer kleinen Kneipe, bei der ich noch Kredit habe, und kamen ins Gespräch. Und als wir darüber sprachen, dass der arme Kerl ja wirklich absolut nichts ahnend in diese Sache geraten war und seinem Kumpel nur helfen wollte, sagte ich nur: "Ja, seine Beste sei auch total am Boden zerstört." Fast sofort fing er an zu bieten und bei 1.000 Euro sagte ich dann ja. Sie kennt Marcel H. übrigens nicht. Es tut mir wirklich leid wegen des erzeugten Stresses, aber ich hoffe, sie kann schnell wieder normal leben. Und ich brauche das Geld wirklich, aber es ist die mit Abstand unmoralischste Angelegenheit, auf die ich mich je eingelassen habe.

Beichthaus.com Beichte #00039517 vom 22.03.2017 um 23:13:25 Uhr (10 Kommentare)

Bin ich wirklich übereifrig?

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Verrat Zorn Ungerechtigkeit Arbeit Leer

Ich habe wohl etwas Mist gebaut. Ich bin Krankenpfleger und arbeite in der Kinderintensivpflege. Ich betreue schwerbehinderte Kinder in der heimischen Umgebung. Ich mag meinen Job und ich denke mal, dass ich ihn gut mache. Ich sehe mich nicht als eine besonders gute Pflegekraft. Aber ich möchte gut sein und gebe mir Mühe. Nun ist es so, dass ich mich um viel kümmere, was eigentlich alle aus dem Team machen müssten. Pflegeplanung, Pflegeüberleitung schreiben, wiegen, messen, Medikamentenbestellungen, Materialbestellungen, Rezepte organisieren, etc. Hat mich nie gestört. Ich habe zwar mal gesagt, es wäre schön, wenn die anderen sich auch mal kümmern würden, aber im Endeffekt ist es so geblieben.

Bei den letzten beiden Pflegevisiten ist aufgefallen, dass fast alle Einträge in der Akte von mir sind. Das wurde in einem Teamgespräch von der Leitung bemängelt. Ich wurde gefragt, warum ich alles mache und habe nur mit den Schultern gezuckt und gesagt, dass ich die Arbeit erledige, wenn sie da ist. Mehr nicht. Anfang Dezember musste ich zu einem Personalgespräch ins Büro. Mein Chef sagt zu mir, das sich "mehrere" über mich beschwert haben. Ich würde alle Arbeit an mich reißen und eine Teamarbeit gar nicht zulassen. Das würde so nicht gehen. Ich war geschockt. Zum einen, weil jeder die Arbeit machen kann, wenn er im Dienst ist und weil man nicht mit mir gesprochen, sondern mich bei der Leitung angeschwärzt hat. Wahrscheinlich, um selbst nicht als Faulenzer dazustehen. Ich bin bis heute sauer. Ich fühle mich verraten. Ich habe inzwischen ein ziemliches Misstrauen gegenüber jedem im Team entwickelt.

Nun zu meinem Mist: Im Urlaub hatte mich der Vater meines Patienten gefragt, ob ich im Rahmen der Verhinderungspflege drei Stunden auf seinen Sohn aufpassen könnte. Ich sagte zu. Er fragte, ob ich es meiner Firma mitteile. Ich sagte, dass meine Firma es zwar erlaubt, dass wir das machen, es aber nicht gerne sieht. Und da ich aktuell eh als "übereifrig" gelte, sagte ich, dass wir wegen drei Stunden nicht unbedingt ein Fass aufmachen brauchen. Eine Kollegin hat es nun mitbekommen und schrieb mir per SMS, dass sie es unmöglich findet, dass ich nun auch noch privat dort arbeite. Mein Verhalten sei extrem unprofessionell. Ich erklärte ihr, dass es nicht privat ist, sonder über die Verhinderungspflege läuft. Aber ich machte mir jetzt Sorgen, dass sich wieder jemand bei der Firma beschwert. Besonders, da diese Kollegin mir schon einmal androhte, sich an die Firma zu wenden, wenn ich ihrem Rat nicht nachkomme. Ich informierte den Vater, dass er es gegenüber der Firma ruhig zugeben kann, wenn Fragen kommen. Dieser wiederum rief die Kollegin an und erklärte es ihr auch. Sie ist jetzt stinksauer auf mich, dass ich sie "angeschwärzt" habe. Es tut mir leid, dass ich sie jetzt verpetzt habe und dass sie vor dem Vater habe dumm dastehen lassen. Heute muss ich zur Firma, zu einer Fortbildung und werde dem Chef mitteilen, dass ich Mist gebaut habe.

Beichthaus.com Beichte #00039376 vom 21.02.2017 um 08:34:09 Uhr in 26789 Leer (9 Kommentare)

Cola aus dem Nuckefläschchen fürs Kleinkind

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Verrat Kinder

Vor ein paar Monaten war ich mit meinem Mann und unseren beiden Kindern auf dem Spielplatz. Meine Tochter ist vier und mein Sohn zwei Jahre alt. Neben mir saß eine andere Mutter, etwas jünger als ich, ebenfalls mit zwei kleinen Kindern. Der ältere Sohn war im Alter meines Sohnes und der zweite vielleicht zehn Monate. Ihr Älterer nuckelte an einem dieser Flaschen mit Sauger herum. Als er sie neben sich gelegt hat, hat mein Kleiner die Flasche genommen und mir gezeigt.

Ich fand die Farbe des Getränks verdächtig, habe dran gerochen und es war tatsächlich Cola drin. Ob Kindercola ohne Koffein oder nicht ist wurscht, Cola ist ungesund. Und dann packte sie auch noch eine Tüte Pommes aus, der Ältere hat welche gegessen und der Kleine an einem gelutscht. Mein Mann und ich achten auf gesunde Ernährung. Klar darf es mal Pommes geben, aber nicht bei Kleinkindern! Wir haben das Handy genommen und das Jugendamt informiert. Da kam dann tatsächlich jemand vorbei. Kurz darauf haben wir einen Termin bekommen. Es war ein langes Gespräch und mittlerweile sehen wir das Ganze gelassener und es ist uns unangenehm.

Beichthaus.com Beichte #00039084 vom 18.12.2016 um 18:07:36 Uhr (24 Kommentare)

Gerechte Rache für ihren Verrat

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Rache Zorn Ungerechtigkeit Engherzigkeit Verrat Bremen

Ich (w/28) bin nun seit etwas mehr als sechs Jahren mit meinem Freund zusammen. Vor einiger Zeit hatten wir aufgrund einiger Differenzen eine Pause von zwei Monaten eingelegt. In dieser Zeit haben wir auch getrennt gewohnt. Außerdem hatte ich in der Zeit keinen Kontakt zu seiner Familie, obwohl sich dort normalerweise ein Großteil unseres Lebens abspielt. Seine Familie besteht aus den Eltern, seinen drei Brüdern und deren Frauen/Freundinnen. Ich habe mich immer gut mit allen verstanden - dachte ich. Ich bin eine ziemlich fürsorgliche Person. Wenn jemand Hilfe brauchte, war ich sofort zur Stelle und wenn ich merkte, dass es jemandem nicht gut geht, habe ich stets ein offenes Ohr gehabt. Gerade wir "Mädels" waren meistens gut drauf und haben auch mal etwas zusammen unternommen. Doch in der Zeit der Trennung kam gar nichts von ihnen. Versteht mich nicht falsch. Ich bin nicht auf Mitleid aus, oder so. Aber ich habe irgendeine kleine Reaktion erwartet, nachdem man ja eigentlich mal eine Familie war. Die anderen hatten auch schon oft genug Stress in der Beziehung oder mit anderen Dingen und ich war für sie da.

Nun sind mein Freund und ich gerade dabei, uns wieder näherzukommen und plötzlich merke ich, dass die Mädels mich aus ihrer Kontaktliste gelöscht haben. Ich habe nichts getan, weshalb sie mir irgendwie böse sein könnten. Ich habe meinen Freund auch nicht betrogen oder irgendwas dergleichen. Bei dem Streit ging es einzig und alleine um uns. Da frage ich mich doch, wie man den Leuten plötzlich so egal sein kann, nachdem man sich einen Tisch, Freude und Sorgen geteilt hat. Jedenfalls habe ich seit dem echt böse Gedanken. Ich weiß z. B., dass der eine Bruder seine Freundin zu Beginn der Beziehung heftig betrogen hat - mit mehreren anderen und auch auf Feiern, bei denen sie nicht anwesend war, hat er mit anderen zumindest geflirtet. Und dann weiß ich noch, dass der andere, trotz Frau, vor Kurzem eine Affäre angefangen hat. Mit diesem Wissen könnte man sich echt mal rächen für ihren Verrat. Also beichte ich diese schlechten Gedanken, die ich echt nicht haben sollte. Ich sollte wirklich reifer sein, statt so zu denken.

Beichthaus.com Beichte #00038918 vom 13.11.2016 um 00:13:53 Uhr in 28199 Bremen (Rosenweg) (13 Kommentare)

Ich bin neugierig und weiß alles!

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Neugier Verrat Nachbarn

Seit fast zwei Jahren wohne ich in einem kleinen Kaff mit 5.000 Einwohnern. Kennengelernt habe ich bisher niemanden. Da ich momentan keine Arbeit habe, bin ich auch meistens zu Hause. Ich wohne mitten im Zentrum und habe eigentlich einen Überblick, wer sich so trifft. Da ich neugierig bin, kenne ich schon die halbe Jugend. Wenn sie sich bei Namen rufen, suche ich sofort bei einem sozialen Netzwerk nach Namen und Wohnort. So habe ich drei Leute gefunden, die sich regelmäßig treffen. Da sich die Leute alle kennen und ihre Beiträge öffentlich posten, habe ich leichtes Spiel und kann locker herausfinden wer wer ist.

Ich fühle mich wie ein Commander, der über jeden und alles Bescheid weiß, den aber niemand kennt. So weiß ich über alle Beziehungsgeschichten Bescheid oder kann alle Bilder zuordnen wenn sie sich in der Öffentlichkeit fotografieren. Ich habe auch entdeckt, dass zwei Leute in der Nacht eine Bank zerstört haben. Da ich wusste, wie sie heißen, konnte ich sie anonym anzeigen. Allerdings gibt es auch Personen, die ich nicht zuordnen kann. Dies macht mich neugieriger. Ich möchte damit nicht aufhören nach neuen Informationen zu suchen und hoffe, dass es jeden Tag neue Storys auf den Profilen gibt. Ich stalke niemanden auf offener Straße.

Beichthaus.com Beichte #00038642 vom 18.08.2016 um 00:31:44 Uhr (17 Kommentare)


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