Mein Ex ist ein religiöser Spinner

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Zorn Hass Ungerechtigkeit Unglaube Ex

Mein erster Freund war sehr gläubig und hatte dementsprechende Vorstellungen bezüglich vorehelichem Sex und solchen Dingen. Allerdings sagte er mir zu Beginn unserer Beziehung nicht so direkt, dass er mit dem Sex bis zur Ehe warten wolle, sondern machte nur eine vage Andeutung, dass er es so besser fände. Ich dachte mir ehrlich gesagt auch nicht viel dabei, denn ich ging davon aus, dass er sowieso schon Erfahrungen im Bett gesammelt hatte, zumal er doch einige Jahre älter war als ich. Dabei war er aber noch Jungfrau. Es kam, wie es kommen sollte, er warf nach ein paar Monaten (ohne mein Zutun) seine Überzeugungen doch über den Haufen und wir schliefen trotzdem miteinander. Doch dann schien ihn immer mehr das schlechte Gewissen zu plagen und er stellte mich vor die Wahl: Entweder zukünftig mit dem Sex bis zur Ehe warten oder er würde die Beziehung beenden. Ich war total enttäuscht und weinte, weil ich ihn liebte und ihn nicht verlieren wollte.

Andererseits war ich auch noch ziemlich jung (17/18) und befand mich noch in Ausbildung, er war mein erster Freund und ich konnte mir einfach nicht vorstellen, jahrelang auf Sex zu verzichten. Auch heiraten lag mir eher fern. Ich konnte seine Ansichten immer weniger verstehen. Er trennte sich dann doch nicht von mir und wir schliefen auch wieder miteinander. Dieses Thema stand jedoch immer im Raum und ich wusste, dass es ihn sehr belastete. Der Sex wurde mit der Zeit immer schlechter, irgendwann war es nicht mehr als kurzes "Rein-Raus", nach zwei bis drei Minuten schon zu Ende. Ich versuchte einiges, um daran etwas zu ändern: Ich kaufte ein Partnerbrettspiel, bei dem man seinen Partner kennenlernen soll und Spaß miteinander hat, es hatte auch einige etwas abgefahrene Dinge dabei, aber er war zu verklemmt, um damit etwas anzufangen. Ich versuchte ihm zu sagen, was mir beim Sex gefällt und versuchte, das auch bei ihm herauszufinden. Es nützte alles nichts. In ihm kämpften ständig zwei Seiten: Die eine, die wollte, die andere, die ein schlechtes Gewissen hatte.

Ich dachte mir schließlich, dass in einer Beziehung ja eigentlich auch andere Dinge wichtiger sind, beispielsweise gemeinsame Interessen, Hobbys, Zeit miteinander, und so weiter. Aber wenn ich mit ihm über Dinge sprach, kam einfach immer sein Glaube dazwischen. Er versuchte mich ständig von Gott zu überzeugen, was mich extrem nervte, denn ich war (und bin) nicht religiös. Er konnte das einfach nicht akzeptieren. Und ich hoffte, trotz der immer häufigeren Streitereien, dass unsere Beziehung das überstehen würde. Irgendwann begann ich dann aber eine regelrechte Abneigung gegen ihn zu entwickeln, manchmal empfand ich fast so etwas wie Abscheu. Zum Beispiel, wenn er sich in Bezug auf das Thema "Homosexualität" keine Meinung bildete, sondern mit der Bibel argumentierte. Ich fand das echt daneben und verachtenswert. Mir fiel immer stärker seine Scheinheiligkeit auf. Wenn ich nicht da war, schaute er sehr sich viele Pornos an (was mir persönlich ziemlich egal wäre, ich gucke ja selbst auch ab und zu). Das schien mir bei ihm doch ziemlich heuchlerisch, da er es ja eigentlich für "verwerflich" hielt. Außerdem trank und rauchte er ziemlich viel und erzählte die ganze Zeit, er wolle damit aufhören und er habe alles im Griff, was aber nicht wirklich der Fall war.

Irgendwann, nach über zwei Jahren, schaffte ich es, einen Schlussstrich zu ziehen. Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende, dachte ich mir. Er war völlig am Boden zerstört, denn er war nach wie vor überzeugt gewesen, dass wir für immer zusammenbleiben und heiraten würden. Um ihm aber keine Hoffnungen mehr zu machen, brach ich den Kontakt zu ihm fast ganz ab, auch wenn es mir anfangs schwerfiel. Ich genoss eine Weile das Singledasein und beim ersten Mal, als ich wieder mit einem Mann schlief, musste ich weinen, weil es einfach so gut, ehrlich und unbelastet war. Was hatte ich nur verpasst! Dann meldete sich mein Ex irgendwann bei mir und beichtete, dass er mich während unserer Beziehung mit einer 40-jährigen Frau betrogen hatte. Eine einmalige Sache. Er schob es auf den Alkohol und bat mich um Vergebung. Er erniedrigte sich in seiner Nachricht selbst und stellte sich als den sündigsten Menschen hin, den es gibt, meinte auch, dass er an unserer Trennung schuld wäre.

Ich war echt wütend. Nicht, weil er mich betrogen hatte, sondern weil er nicht genug Stärke aufbrachte, diese Sache mit sich selbst auszumachen, sondern mich im Nachhinein noch damit belasten musste. Seitdem habe ich ihn gegenüber überhaupt kein schlechtes Gewissen mehr. Ich beichte also einerseits, dass er wegen mir nicht unbefleckt in seine zukünftige Ehe eingehen wird (was mir allerdings ziemlich egal ist). Und andererseits, dass ich 2,5 Jahre meines jungen Lebens mit diesem Mann vergeudet habe und dass ich ihn immer noch verachte, auch wenn ich versuche, dies nicht zu tun.

Beichthaus.com Beichte #00038436 vom 30.06.2016 um 00:43:41 Uhr (21 Kommentare)

Religionen sind Werkzeuge der Macht

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Unglaube Ignoranz Vorurteile Gesellschaft Witten

Ich (m/20) möchte beichten, dass ich gläubige Menschen nicht im Geringsten ernstnehmen kann. Dabei spielt die Religion gar keine so große Rolle, wobei ich Christen und Moslems besonders im Blick habe (was aber wohl daran liegt, dass dies die größten Gruppen in Deutschland sind). Ich verstehe nicht, wie teilweise wirklich intelligente und gebildete Menschen der Massenhalluzination eines (oder mehrerer) vermeintlichen Gottes erliegen können. Es ist doch vollkommen offensichtlich, dass sie niemals diesem Glauben nachgehen würden, wenn nicht ihre Eltern und Umfeld sie in diese Thematik hineinerzogen hätten. Damit verliert die Religion doch jeden Wert! Es kann doch kaum offensichtlicher sein, dass Religionen seit Langem nur als Werkzeuge der Macht missbraucht werden, Entwicklung der Menschheit entgegenstehen und mit einer aufgeklärten, selbstbestimmenden und auf rationalem Weltbild basierender Lebenseinstellung nicht vereinbar sind. Ich beichte also Blasphemie und Intoleranz, auch wenn ich es mir im Dialog mit diesen Menschen nicht anmerken lasse. Auch dass ich Mitleid verspüre, weil es mir im Herzen wehtut, Menschen auf Irrwegen zu sehen.

Beichthaus.com Beichte #00038280 vom 23.05.2016 um 02:26:54 Uhr in 58453 Witten (Alfred-Herrhausen-Straße) (40 Kommentare)

Weiße sind vom Aussterben bedroht!

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Verzweiflung Unglaube Engherzigkeit

Ich (m/20) muss beichten, dass mich der Gedanke, dass die "weiße Rasse" bald aussterben wird, ziemlich beschäftigt und ich in gewisser Weise den Liberalismus hier in Europa verachte. Versteht mich nicht falsch, mein ganzer Freundeskreis besteht aufgrund von Mentalitätsdifferenzen aus Osteuropäern und Türken und auch ich vertrete die Meinung, dass Multikulturalismus bis zu einem bestimmten Grad gut ist, jedoch führt die von den Politikern und der Gesellschaft tolerierte "Vielfalt" dazu, dass voraussichtlich innerhalb der nächsten 100-150 Jahre nicht mehr so viel von uns den "Weißen" übrig bleiben wird. Was ich daran so erschreckend finde? Dass es zu wenig Leute gibt, die sich um so etwas scheren und es so leicht mit dem Spruch: "Ach was kümmert es mich. Ich werde bis dahin abgelebt haben", oder "Ich finde es ja gar nicht so schlimm, weil das ein natürlicher Prozess der Evolution ist, der sich schon seit Tausenden von Jahren abspielt" hinnehmen!

Seht ihr nicht, dass wir ein Teil unserer Identität und unserer Kultur einbüßen, für die unsere Ururahnen lange gekämpft haben? Warum sind beinahe alle anderen Länder außerhalb Europas in der Lage ihre Kultur, ihren Hintergrund, ihre Sprache, ihre Bräuche und Sitten um jeden Preis beizubehalten? Wofür ich sie auch respektiere. Wann haben die Europäer aufgehört, an ihrer Identität festzuhalten? Das finde ich einfach nur traurig. Wenn ihr jetzt glaubt, ich wäre so ein Fascho, der hier seinen Frust über die Flüchtlinge und die Ausländer ablässt, habt ihr falsch gedacht. Ich finde es nur bemerkenswert, wie andere Länder wie die Türkei hinter ihrem Land, ihrer Nationalität, ihrem Erbe steht und bereit sind dieses fortzusetzen, während wir hier in Deutschland und Europa scheinbar uns selbst bereits vergessen haben und Jeden willkommen heißen, anstatt die Geburtenrate mal etwas anzukurbeln. Bin ich verblendet? Tröstet mich der Gedanke, dass in Europa bald eine neue "Rasse" entsteht? Ich glaube nicht.

Beichthaus.com Beichte #00038279 vom 22.05.2016 um 22:13:41 Uhr (47 Kommentare)

Der Tod ist endgültig

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Engherzigkeit Unglaube Kinder Tod

Ich bin Atheistin. Ich akzeptiere zwar, dass es Menschen gibt, die an Gott oder Götter glauben, aber ich gehöre nicht dazu. Mein Sohn wird auch atheistisch […]
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Beichthaus.com Beichte #00038077 vom 17.04.2016 um 05:38:37 Uhr (38 Kommentare)

Sie gehört freiwillig dem Islam an

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Unglaube Engherzigkeit Falschheit Vorurteile

Ich (m/40) habe letztens einer hübschen und klugen Frau den Laufpass gegeben, mit der alles nach einer festen und guten Beziehung aussah, weil sie mir beim etwa siebten oder achten Treffen sagte, muslimischen Glaubens zu sein, obwohl sie "Biodeutsch" geboren wurde. Sie war jedoch mit einem Mann aus dem Nahen Osten verheiratet und hat auch ein Kind mit ihm. Ich dachte dann: "Okay, die Sache ist klar, er und seine Familie wollten es so." Als ich das sagte, erklärte sie mir jedoch, dass die Familie des Mannes, allesamt wohlhabend und hochgebildet, extrem säkular lebt, nicht betet, nie in die Moschee geht und sogar zu ihren Kindern, die sich für atheistisch erklärt haben, weiterhin völlig normalen Kontakt hat.

Sie dagegen hat sich bei den vielen Besuchen in der Heimat von einem Imam einwickeln lassen, sich den Koran in deutscher und später arabischer Sprache gekauft und schließlich ganz offiziell den Glauben angenommen. Dabei ist diese Frau selbst eine hochintelligente Naturwissenschaftlerin und trägt zwar kein Kopftuch, sagt aber, es sei eine Überzeugung. Das Einzige, was ich zu ihrer Verteidigung sagen kann, ist, dass sie das tut, was man sonst von den angeblich gemäßigten Muslimen vergeblich erwartet: Sie stellt sich offen gegen Terror und Glaubenskriege. Dennoch habe ich ihr gesagt, dass ich mir keine nähere Bekanntschaft mit einer Frau vorstellen kann, die der übelsten Religion der Welt freiwillig angehört und ihr auch gesagt habe, dass das ein dauernder Streitpunkt wäre und ich mich deswegen nicht zwischen sie und ihren imaginären Freund stellen möchte. Sie hat es akzeptiert und mir sogar noch freundliche Worte mit auf den Weg gegeben. Das hat mich zum Grübeln gebracht, denn wären alle so wie sie, wäre es friedlicher auf diesem Planeten. Andererseits kann auch sie radikalisiert werden, und wenn das der Fall wäre, möchte ich einfach kein Teil ihres Lebens sein. Schade nur in einem Punkt: Der Sex mit ihr war unglaublich, aber das ist halt nicht alles, was zählt.

Beichthaus.com Beichte #00037790 vom 10.03.2016 um 16:00:02 Uhr (40 Kommentare)


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