Die Besoffenen aus den Kneipen der Nachbarschaft

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Trunksucht Engherzigkeit Polizei Nachbarn Augsburg

Ich (m/36) habe derzeit ein neues Hobby: Ich lebe zwischen zwei richtigen Sauf-Kneipen, deren Gäste - natürlich insbesondere an den Wochenenden - diese oft grölend und schreiend im stockbesoffenen Zustand verlassen. Nicht nur, dass sie wegen der unterschiedlichen Gäste - die eine Kneipe bedient eher junge Menschen, die wenig Perspektiven haben, die andere ältere, die gar keine haben - ständig aneinandergeraten, nein, das ganze Umfeld wird auch vollgepisst und vollgekotzt, was in den fünf Jahren, die ich hier lebe, sogar zu einer deutlichen Verschlechterung des sozialen Umfeldes hier geführt hat, da die halbwegs normalen Leute fast alle entnervt weggezogen sind. Dazu kommt: Ich war selbst fast 20 Jahre, seit meinem 16. Lebensjahr, Alkoholiker, der wirklich alle Phasen durch hat und selber mit der Fresse im Dreck liegen musste, um es endlich zu verstehen und den Entzug durchzuziehen. Mein neues Hobby ist es daher, sobald sich ein Grund dafür ergibt, sei es Ruhestörung, Sachbeschädigung oder Schlägereien, die Polizei zu rufen. Diese wissen über meine Geschichte Bescheid, kommen auch jedes Mal und räumen auf, und das richtig. Wir sprechen hier auch nicht von Leuten, die am Wochenende mal feiern, sondern von sehr kaputten Säufern, die von selbst nur aufhören, wenn das Geld ausgeht oder der Stoff alle ist, und wenn beides da ist, bis zum Umfallen weitermachen würden.

Und da unsere Stadt, wenn auch vergeblich, Vorbild in der Bekämpfung und Prävention von Sucht sein will, weil wir prozentual gesehen mehr Tote durch Drogen und Alkohol haben, als die großen Städte im Norden, wie Berlin und Hamburg, heißt es bei uns nicht ab in die Ausnüchterungszelle, nein, bei uns landen 90 Prozent aller betrunken aufgegriffenen Personen sofort in der Entgiftung. Der Bedarf ist SO hoch, dass dafür gerade erst zwei neue Stationen fertiggestellt wurden. Letzte Woche stand der Wirt der "Älteren" Kneipe, also was die Kundschaft angeht, wutschnaubend vor meiner Türe, es könnte ja nur ich sein, der ständig die Polizei ruft, weil ich mich ja jetzt offenbar für was Besseres halten würde, seit ich nicht mehr käme. Oft war ich da eh nicht. Meistens nur Nachschub holen, schnell ein frisch gezapftes zischen und dann wieder heim. Ihm blieben die Kunden weg, er habe 40 Prozent weniger Umsatz und kenne Leute, die mir die Fresse polieren. Da sah ich kurz rot, habe ihn gepackt, an die Hausflurwand gedrückt und gesagt, er könne seine Leute schicken, ich wisse ja, von wem es kommt, und würde ihm jeden Schlag, den ich kriege, 10-fach zurückgeben und jetzt solle er sich schleunigst verpissen, sonst hole ich die Polizei nämlich sofort. Meine Nachbarn bekamen das mit, kamen aus ihrer Wohnung und meinten auch nur, er solle das Haus bitte umgehend verlassen und sie könnten die Drohung bezeugen. Er ist dann recht kleinlaut gegangen und bat sogar um Nachsicht, er müsse ja auch Leben und die Kneipe sei trotz allem sein Lebenstraum.

Aber dann muss man eben seine Gäste im Griff haben und ihnen auch klar machen, sich draußen und im Umfeld zu benehmen. Umziehen kann ich mir leider derzeit noch nicht leisten, da ich körperlich ein Wrack bin, da ich von 2010-2016 praktisch durchgehend besoffen war und mich das einiges in Sachen Gesundheit gekostet hat. Da findet man leider nur langsam ins Berufsleben zurück. Zwei Anrufe waren seitdem leider wieder nötig. Ich mache das auch nicht aus Bösartigkeit. Ich hoffe, dem einen oder anderen Säufer den richtigen Impuls zu geben. Ich habe auch nicht ohne einen solchen aufhören können. Und ich gebe zu, so mache Festnahme unter Schreien und Wehrversuchen ist doch ganz amüsant. Und wenigstens ist danach Ruhe, weil die anderen dann so erschrocken sind, dass sie sich wenigstens leise nach Hause oder in die nächste Kneipen verkrümeln.

Beichthaus.com Beichte #00039532 vom 26.03.2017 um 18:30:03 Uhr in Augsburg (8 Kommentare)

Kartoffeln, Eier und Äpfel direkt vom Bauer

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Trunksucht Diebstahl Vandalismus Last Night Weilheim

Als ich 18 war, war ich (m/21) gerne mit meinem besten Freund in der Dorfdisco zwei Dörfer weiter. Natürlich haben wir uns jedes Mal dabei total abgeschossen. […]
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Beichthaus.com Beichte #00039476 vom 16.03.2017 um 01:11:07 Uhr in Weilheim (8 Kommentare)

Wodka in der Wasserflasche

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Trunksucht

Ich habe gerade Wodka in eine Mineralwasserflasche umgefüllt. Warum? Ich fahre mit meiner Freundin für drei Tage ans Meer und da sie selbst keinen Alkohol trinkt, werde ich die drei Tage wohl oder übel abstinent bleiben müssen. Den Wodka habe ich nicht vor zu trinken. Ich packe ihn mir nur in die Tasche für den Notfall, dass plötzlich meine Hände anfangen zu zittern, schließlich möchte ich nicht, dass meine Freundin denkt, ich hätte ein Problem. In den letzten sieben Tagen habe ich es nicht einmal an einem Abend geschafft, nüchtern zu bleiben.

Beichthaus.com Beichte #00039421 vom 03.03.2017 um 10:18:07 Uhr (15 Kommentare)

Besoffen auf dem Geburtstag einer 11-Jährigen

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Maßlosigkeit Trunksucht Kinder Tübingen

Gestern war ich (w/29) auf einer Geburtstagsparty eingeladen. Es war ehrlich gesagt ein Kindergeburtstag der 11-jährigen Tochter einer guten Freundin von mir. Da diese Freundin aber relativ jung (mit 21) Mutter wurde, ist sie immer noch eine junge quirlige, lebhafte Frau. Dementsprechend gab es für uns Erwachsene eben reichlich Alkohol zu trinken. Ich möchte beichten, dass ich mit meinen bald 30 immer noch nicht kontrolliert saufen kann. Ich war noch vor 20 Uhr auf der Toilette zum Kotzen, dabei machte ich mir noch in die Hose. Leider trug ich an dem Tag eine hellere Hose, der Fleck war also deutlich zu sehen. Ich band also meine Strickjacke um die Hüften und lief so zur Garderobe, um mir schnell meinen Mantel überzuziehen. Während ich mich von meiner Freundin und ihrer Familie verabschiedete versuchte ich möglichst meinen Rausch zu verbergen.

Beichthaus.com Beichte #00039401 vom 26.02.2017 um 20:29:01 Uhr in Tübingen (12 Kommentare)

Karneval in Köln

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Hass Aggression Trunksucht Gesellschaft

Ich, ein gebürtiger Westerwälder, lebe in einem Wohndorf vor Köln. Dort ist es die meiste Zeit sehr ruhig, ja sogar beschaulich, Kinder fahren auf der Straße Fahrrad und zwei Nachbarn halten eigene Hühner. Doch leider ist ja ein Mal im Jahr Karneval, was bedeutet, dass man sich ein achwielustiges Kostüm anzieht und sich entweder in einen stickigen Saal setzt, um auf Kommando über Witze zu lachen, die in den Sechzigerjahren mal aktuell waren - oder sich an eine zugige Straße stellt, um mit billigen Süßigkeiten (Kamelle) beworfen zu werden. Bei der Kölner Jugend ist eine Art Karnevals-Disco üblich, bei der man besagte Kostüme trägt und überlaute kölsche Musik hört. Unglücklicherweise befindet sich in der direkten Nachbarschaft ein Gelände, auf dem jedes Jahr ein Zelt für mehrere Veranstaltungen dieser Art aufgebaut wird. Da es sich um eine Brauchtums-Veranstaltung (!) für die Jugend handelt, ist um Punkt Mitternacht Schluss. Dann geht der Stress für mich erst richtig los, denn nach kurzer Zeit torkeln die Ersten unter meinem Schlafzimmerfenster vorbei.

Dummerweise steht auch noch die erste Straßenlampe in unmittelbarer Nähe meines Fensters. Diese dient als Sammelpunkt für verstreute Gruppen, die Wartenden schreien in ihre Smartphones, rauchen, saufen und werfen ihre Kippen und leeren Flaschen auf die Straße. Wenn der Rest ankommt, wird dieser lautstark begrüßt, dann wird in derselben Lautstärke diskutiert, wie es denn weitergehen soll. Meist wird sich dafür entschieden, zur nicht weit entfernten Bushaltestelle weiterzugehen. Diese Bushaltestelle ist im Übrigen der Grund für den ganzen Ärger, denn sie ist die nächste in der Umgebung des Veranstaltungsgeländes. Die einzige funktionierende Methode zur Vertreibung dieser Gestalten ist es eine lichtstarke LED-Taschenlampe zu nehmen und ihnen direkt ins Gesicht zu leuchten - bei Gruppen suche ich mir dafür den Lautesten aus. Mein eigentliches Geständnis aber ist, dass ich rabiatere Abwehrmaßnamen plane. Seit Jahren habe ich vor an einer geeigneten Stelle Stolperdrähte zu spannen, damit diese Idioten sich auf die Fresse legen. Nur mein gesunder Menschenverstand hält mich noch davon ab.

Beichthaus.com Beichte #00039330 vom 09.02.2017 um 23:59:33 Uhr (17 Kommentare)


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