Mein Leben nach der Beziehung mit einer Traumfrau

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Fremdgehen Trägheit Partnerschaft

Seit 4 Monaten stecke ich in einem absolut tiefen Loch. Heute ist der erste Tag, an dem ich mich zusammenreissen kann. Ich (m) bin jetzt Anfang 30 und bis vor kurzem ist mein Leben fast schon zu perfekt abgelaufen.

Ich muß vielleicht etwas früher anfangen. Als ich mit meinem Studium fertig war, habe ich sofort eine Anstellung in einem großen Bauunternehmen erhalten, die haben sich bereits auf der Uni um Bewerber bemüht. Als Fachingenieur für Brückenbau wurde ich mit einigen Großprojekten beauftragt. Dadurch bin ich sehr viel in die baltischen Staaten gekommen. Teilweise habe ich dort zwischen 6 und 8 Monate verbracht und weil ich meinen Job sehr gut ausgeführt habe, bin ich sehr schnell aufgestiegen. Mein Arbeitgeber hat dort einige Büros für die Zeit der Projekte, meist zwischen 4 und 6 Jahren, eröffnet. Hier spielt auch die Übersetzung eine sehr große und wichtige Rolle. Ganz genau dabei habe ich eine junge Frau aus Estland kennengelernt. Sie war als Dolmetscherin angestellt und ein Blickfang für alle Männer, doch ausgerechnet auf mich ist sie abgefahren. Dabei bin ich alles andere als ein Frauentyp, sondern eher ein unauffälliger Einzelgänger. Wir sind damals in Kontakt gekommen, weil ich das Sagen hatte und es hier um ein gigantisches Bauprojekt ging. Um es kurz zu machen, wir wurden ein Paar. Weil ich ohne Eltern aufgewachsen bin und darunter sehr leiden musste, habe ich alles für sie getan, damit die Beziehung sehr harmonisch wird. Nach einigen Jahren ging sie dann mit mir nach Deutschland, weil ich hier eine leitende Stellung im Unternehmen einnehmen sollte. Sie bekam hier aber keine Arbeit, was vollkommen egal war, denn mein Einkommen war für uns beide mehr als ausreichend. Sie nahm in Deutschland einen sehr aufwändigen Lebensstil ein und hatte einen ausgefüllten Tag, angefangen vom Friseur alle 2 bis 3 Tage und der Nagelpflege bis zum Shopping, auch 2 Stunden im Fitness-Studio waren an der Tagesordnung. Schnell hatte sie sich einen großen Freundeskreis aufgebaut. Im Grunde genommen ist sie sehr kinderlieb, aber das Thema eigene Kinder schob sie immer beiseite. Auch an einer Heirat war sie nicht sehr interessiert, obwohl sie von Haus aus sehr konservativ ist.

Dann änderten sich die Eigentumsverhältnisse bei meinem Arbeitgeber. Der neue Chef gab eine große Party um alle kennenzulernen, auch die Partner und Familien der Angestellten. Dort war meine Partnerin wieder einmal mit großem Abstand das schönste weibliche Wesen. Dies hat sich dann aber einige Wochen später als Pech für mich erwiesen, denn als ich Abends nach Hause kam, hatte sie ihre Sachen gepackt und war sang- und klanglos verschwunden, sogar ihr Cabrio hatte sie stehen lassen. Den Zettel mit der Nachricht, daß wir nicht zueinander passen hätte sie sich auch sparen können. Als ich dann aber 3 Tage später mitbekommen habe, dass sie bei meinem neuen Chef eingezogen ist, bin ich fast vom Glauben abgefallen. Der Mann ist Ende 50, geschieden und hat vier erwachsene Kinder. Ich war so entsetzt und enttäuscht, dass ich bereits am gleichen Tag meine Kündigung abgegeben habe. Das war vor etwa vier Monaten. Seitdem bin ich freigestellt und bekomme noch 2 Monate mein Gehalt. Aber was diese Nachricht aus mir gemacht hat, ist kaum vorstellbar. In mir ist eine Welt zusammengebrochen. Ich habe einen Hass auf wirklich alles. Bereits 12 Kilo habe ich abgenommen. Ich war anfangs sechs Wochen nicht mehr vor der Haustüre. In mir herrscht nur noch Leere und Wut. Heute ist mir zum ersten Mal aufgefallen, dass ich seit vier Wochen die selbe Kleidung trage und dass ich aussehe wie ein Penner. Aber es ist mir egal. Was in Zukunft mit mir passiert, ist mir eigentlich völlig schnuppe. Die Post stapelt sich, anfangs habe ich sie noch angesehen, mittlerweile nicht mehr. Ich möchte aber jetzt wirklich beichten, denn es gibt einige Rechnungen, die ich noch nicht bezahlt habe. Auch das ist mir erst jetzt klar geworden, vor mir liegen bestimmt 30 Mahnungen. Daß die Leute ihr Geld nicht bekommen tut mir leid, aber ich habe einfach keinerlei Antrieb mehr. Wenn ich diese Zeilen geschrieben habe, werde ich mich wieder in mein dunkles Schlafzimmer zurückziehen und 2 oder 3 Tage einfach liegen bleiben.

Beichthaus.com Beichte #00040170 vom 11.08.2017 um 13:53:00 Uhr (20 Kommentare).

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Meine Putzfrau bekommt das vierfache Gehalt!

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Ekel Faulheit Trägheit Maßlosigkeit Unreinlichkeit

Ich (m/24) bin ein faules Schwein. Ich lebe in einem Wohnheim, um genau zu sein beschränkt sich meine Wohnung auf ein Bad und ein weiteres Zimmer mit eingebauter Küche. Überall liegen Klamotten rum, die jedes Wochenende in einen Sack gepackt werden, damit meine Mutter sie waschen kann. Meine Aschenbecher nehmen so gut wie jeden Monat die Gestalt eines Igels an. Wenn kein Platz mehr ist, werden leere Flaschen missbraucht, für meine schlimme Sucht. Wenn ich einmal in meinem 2.000-Euro-Sessel versunken bin und meine täglichen sechs Stunden vor der Konsole verbringe, ist jeder Schritt zu viel. Deshalb stehen Becher auf meinem Schreibtisch, für das kleine Geschäft. Wenn ich dann dochmal groß muss, werden diese natürlich ausgeleert, ich bin ja kein Unmensch. Mein Abendessen wartet in einem Kühlschrank unter meinem Schreibtisch auf mich. Wenns dann doch mal warm sein soll, steht auch der Wasserkocher in greifbarer Nähe, es geht nichts über asiatische Nudelsuppe.

An schlimmen Tagen sind sogar die zwei Meter zum Bett zu viel und die Nacht wird auf dem Sessel verbracht. Das Wohnheim hat eine Putzfrau, die auf Wunsch kommt, bei mir einmal im Monat. Ich würde lügen, wenn ich sage dass ich ihr das Doppelte zahle, denn ich zahle ihr den vierfachen Preis, aus freien Stücken. Wobei man anmerken muss, dass sie von Anfang an das Dreifache wollte. Denkt nicht falsch von mir, ich halte meinen Arsch auch jeden Tag der deutschen Leistungsgesellschaft hin, deshalb ist das mein wohlverdienter Ausgleich. Und der für mich einzige Weg, mein Geld nicht für irgendeinen Rotz auszugeben und für eine schöne Zukunft zu sparen. Ich beichte also, dass eine Putzfrau zu mir meinte, sie will das Dreifache, wenn sie sich um den Schweinestall kümmern soll und ich ihr aus Mitleid das Vierfache gebe. Ich bin ein Schwein.

Beichthaus.com Beichte #00039964 vom 29.06.2017 um 15:57:21 Uhr (12 Kommentare).

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Mein versauter Urlaub

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Faulheit Trägheit Urlaub Hamburg

Ich habe mich so sehr auf meinen zweiwöchigen Urlaub gefreut, endlich den Hobbys nachgehen, die man sonst immer vernachlässigt. Endlich wieder ausschlafen und den Sommer genießen. So die Theorie. Seit fast einer Woche liege ich faul herum, höre Musik und vegetiere vor mich hin. Nicht einmal ausschlafen klappt, jeden Morgen wache ich gegen 9:00 Uhr auf. Selbst essen nervt mich, weshalb ich mich von zwei Äpfeln pro Tag ernähre. Hunger habe ich sowieso nicht. Auf ein Treffen mit Freunden habe ich auch keinen Bock. Ich beichte, dass ich mir meinen Urlaub versaue und es bereuen werde.

Beichthaus.com Beichte #00039960 vom 28.06.2017 um 23:12:29 Uhr in Hamburg (11 Kommentare).

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Umziehen für den Job

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Trägheit Arbeit

Ich hatte mich bei einer großen Industriefirma für eine Stelle beworben, die in meiner Heimatstadt und einem weit entfernten Standort ausgeschrieben wurde. Man wollte mich zum Vorstellungsgespräch einladen - in diese andere Stadt. Auf meine Nachfrage wurde mir gesagt, dass ich dort ein halbes Jahr eingearbeitet werden soll und dann ggf. in meine Heimatstadt zurück kann. Ich sagte, dass dies nicht möglich sei. Für den potentiellen Arbeitgeber nicht nachvollziehbar. Meine Absage stieß auf totales Unverständnis und am Ende kam gar keine Antwort mehr. Ich beichte, dass ich diesen Jobirrsinn nicht mitmache und nicht mit Haus und Hof nur für einen blöden Job umziehe. Ist doch nur ein Arbeitsplatz.

Beichthaus.com Beichte #00039922 vom 21.06.2017 um 08:11:31 Uhr (19 Kommentare).

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Religion ist der größte Schwachsinn

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Unglaube Trägheit Verzweiflung Stuttgart

Ich beichte, dass ich keinen Sinn in meinem Leben sehe und mich total einsam fühle. Ich habe kein gutes Verhältnis zu meiner Familie und auch nicht wirklich viele Freunde. Ich habe mich immer an einer bestimmten monotheistischen Religion festgehalten und Gott als meinen Trost gehabt. Vor Kurzem habe ich gelesen und plötzlich gemerkt, dass Religion der größte Schwachsinn ist und von Menschen erfunden wurde. Es gibt keinen Gott. Mein Weltbild wurde völlig zerstört von mir selbst. Auf der einen Seite fühle ich mich jetzt freier und weiß, dass ich nach dem Tod mich nicht vor jemanden rechtfertigen muss. Aber auf der anderen Seite fühle ich mich so extrem einsam. Wenn ich Probleme hatte, habe ich immer gebetet, dabei waren das nur Selbstgespräche, bei denen ich mich dann besser gefühlt habe. Ich bin echt am Ende.

Beichthaus.com Beichte #00039836 vom 03.06.2017 um 21:26:29 Uhr in Stuttgart (Königsstraße) (16 Kommentare).

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