Der Sack-Indikator

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Ekel Ignoranz Intim

Ich (m/34) bin irgendwie ein Ferkel. Ich vergesse oft, wann ich das letzte Mal geduscht habe. Ich dusche also nicht unbedingt täglich, weil ich davon immer so spröde Haut bekomme. Außer ich rieche mich unangenehm selbst oder ich habe geschwitzt. Im Sommer kann es […]
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Beichthaus.com Beichte #00040443 vom 10.10.2017 um 00:57:04 Uhr (12 Kommentare).

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Staudenknöterich im Garten

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Dummheit Ignoranz Nachbarn Eiberg

Als Kinder sind wir viel durch den Wald gestreift und haben irgendwo eine Pflanze gesehen, die keiner kannte, die aber sehr beeindruckend war. Sie hatte riesige Blätter und wuchs in einem Jahr fast drei Meter hoch und fiel dann im Herbst wieder zusammen. Also gruben wir ein paar Teile aus und pflanzten sie im Garten ein. Von dort machten wir dann weitere Ableger und schenkten sie an alle möglichen Freunde mit Garten. Jahre später waren alle verzweifelt, denn das Zeug wucherte wie der Teufel, obwohl es eigentlich recht dekorativ war. Irgendwann stellte sich dann heraus, dass es ein Sachalin-Staudenknöterich war.

Beichthaus.com Beichte #00040415 vom 04.10.2017 um 21:48:35 Uhr in Eiberg (6 Kommentare).

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Wie meine Eltern mir fast das Leben ruinierten

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Ignoranz Verzweiflung Arbeit Hamburg

Ich (w/32) bin ein Kind zweier Eltern, die beide keine allzu rosige Kindheit hatten. Mein Vater wurde früh zum Halbwaisen und seine Mutter war immer schon ein tyrannischer Drache, dem man nie etwas Recht machen konnte. Meine Mama lebte mit zwei bekloppten, religiösen Fanatikern als Eltern und sieben Geschwistern am Existenzminimum. Beide haben es jedoch geschafft, sich selbst aus dem Dreck zu ziehen, erfolgreich studiert und gutes Geld verdient. So weit, so gut.

Ich bin Einzelkind und zweisprachig aufgewachsen. Es stellte sich früh heraus, dass ich nicht auf den Kopf gefallen war und bin, im Kindergarten und in der Volksschule war ich vielen anderen von der Entwicklung her weit voraus. Deshalb, und natürlich wegen meiner erfolgreichen Eltern, hat jeder von mir erwartet, dass ich eine tolle Karriere hinlegen sollte. Ich sollte studieren und dann mindestens Diplomatin werden (ich wusste damals als kleiner Zwerg nicht einmal, was das sein soll), oder als international tätige Starchirurgin Leben retten, nebenbei drei Instrumente spielen und was weiß ich was noch alles.

Leider bin ich diesbezüglich nichts als eine Riesenenttäuschung geworden. Ich hatte nie die Ambitionen, die von mir verlangt wurden. Faul bin ich nicht, um das klarzustellen: Ich bin handwerklich sehr geschickt, und mein Traum war es immer, diese Begabung für meinen zukünftigen Beruf zu nutzen. Am liebsten wäre mir ein wenig frauentypischer Beruf wie Kunstschmied gewesen, denn mit Feuer und Metall zu arbeiten hat mich immer schon fasziniert. Das stieß jedoch auf taube Ohren, ständig bekam ich nur zu hören, dass das bestenfalls als Hobby taugen würde. Eine Frau als Schmied mache sich lächerlich und sowieso müsse man studieren, um erfolgreich zu sein. Als die Zeit, wo man sich für einen beruflichen Weg entscheiden muss, immer näher rückte, kam es, wie es kommen musste: Mobbing in der Schule, Leistungsdruck von daheim, meine eigene Unentschlossenheit... All das war wohl Schuld daran, dass meine bis dahin glänzenden Noten in den Keller rasselten. Das setzte eine unheilvolle Spirale in Gang: Meine Eltern wurden immer unzufriedener mit mir und ließen mich das auch spüren, ich fühlte mich immer ungeliebter und kapselte mich mehr und mehr ab.

Weiter ging es, indem ich mich noch einmal aufgerafft habe, um das Abitur mit einem ziemlich guten Schnitt hinzukriegen und danach habe ich wider besseres Wissen ein Sprachenstudium begonnen. Leider habe ich es von Anfang an nur gehasst, was auch kein Wunder ist, wenn man es nur macht, um sich endlich mal von den Eltern akzeptiert zu fühlen. Ich sah keinen Sinn darin, verlor schnell die Lust, hörte auf Kurse zu besuchen und arbeitete ein halbes Jahr bei der goldenen Möwe, um die Zeit des angefangenen Semesters wenigstens irgendwie sinnvoll zu nutzen. Dann zog ich die Reißleine, ignorierte zum ersten Mal die Wünsche meiner Eltern komplett, machte erfolgreich eine Ausbildung und zog mit meinem Freund zusammen, sobald ich den ersten Job ergattert hatte.

Von da an kann ich mich über mein Leben eigentlich nicht beschweren. Aus dem Freund wurde ein Ehemann, aus der ersten winzigen Wohnung ein schmuckes Haus, und heute verdienen wir zu zweit genügend Geld für ein sorgenfreies Leben. Die Arbeit macht nach mittlerweile über zehn Jahren auch noch immer Spaß. Sogar das Verhältnis zu meinen Eltern ist wieder besser denn je. Trotzdem gibt es mir manchmal noch einen Stich, wenn ich daran denke, was ich hätte anders machen können. Hätte ich nur gleich laut genug gesagt, was ich will, dann hätte ich mir einen Haufen Tränen, Selbstzweifel und Selbsthass, Essstörung inklusive, erspart und hätte heute vielleicht einen Beruf, der noch besser zu mir passen würde. Klar jammere ich auf hohem Niveau, und "hätte, wäre, würde" bringt nachträglich nichts. Aber es hat gut getan, sich das mal von der Seele zu schreiben... Meine Beichte ist, dass ich nicht durchsetzungsfähig genug war, und mich viel zu sehr beeinflussen ließ.

Beichthaus.com Beichte #00040405 vom 03.10.2017 um 10:59:39 Uhr in Hamburg (9 Kommentare).

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Bahn-Sitz mit Tasche blockieren

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Ignoranz Bahn & Co. Gesellschaft Königswinter

Ich fahre jeden Tag mit dem Zug zur Arbeit. Morgens ist das alles ganz easy, aber nachmittags könnte ich ausrasten. Immer diese Leute, die mit ihren Taschen und Rucksäcken die Sitze blockieren und die nach einem Platz Suchenden verbiestert anstarren! Komischerweise sind das fast alles ältere Frauen mit unfreundlichen Gesichtern und fetten Ärschen, neben denen sowieso nur ein Magersüchtiger sitzen könnte. Manchmal möchte ich mich vor so eine Dame hinstellen und sie lautstark auffordern, mal gefälligst Platz zu machen oder besser noch ganz aufzustehen - ein bisschen Bewegung könne ihr ja schließlich nicht schade.

Beichthaus.com Beichte #00040375 vom 27.09.2017 um 19:45:28 Uhr in Königswinter (11 Kommentare).

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Betrunkene Teenager alleine im Wald

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Ignoranz Trunksucht Waghalsigkeit Lügen Last Night Niederösterreich

Als ich (w/28) ungefähr 16 Jahre alt war, fragte mich eine Freundin, ob ich Lust hätte mit ihr und ein paar Freunden am Wochenende Campen zu gehen. Mit 16 ließ mich Mutter natürlich nicht so einfach weg und es dauerte ewig, sie zu überreden - noch dazu sagte ich ihr, dass ich nur bei der Freundin schlafen würde. Am einem Freitag traf ich mich also mit dieser Freundin, die etwas außerhalb wohnte. Sie hatte schon einen Schlafsack für mich und ein Zelt. Ich freute mich auf meinen ersten Campingausflug und darauf, neue Leute kennenzulernen. Es war Oktober - Tagsüber noch ganz frisch und Nachts kalt. Im Wald angekommen - mit vielen jungen Artgenossen meines Alters und etwas älter - feierten wir ausgelassen und mit viel Alkohol. Wir hörten Musik, unterhielten uns, plapperten. Als es dann schon dunkel war, waren alle schon so besoffen, dass einer auf einen Schlafsack von einem anderen pinkelte - nur um das Ausmaß der Besoffenheit zu beschreiben. Als ich mich dann auch in meinen Schlafsack legen wollte (Nein, es war nicht der Bepinkelte) sah ich im Dunkeln so eigenartige Umrisse, als würde da jemand stehen.

Ich war selbst betrunken und meinte noch zu den anderen: "Ich glaube, da steht jemand!" Die haben aber nur blöd gelacht und meinten, dass ich viel zu betrunken wäre und mir das nur einbilden würde! Naja, ich konnte sehr lange nicht einschlafen und lauschte, wie die anderen nach und nach schlafen gingen und vernahm natürlich auch die anderen Geräusche. Ich meine, wir waren im Wald und ich sah auch immer gerne Horrorfilme. Kurz: Meine Fantasie sprudelte über, auf welche Arten man uns umbringen könnte - noch dazu im betrunkenen Zustand. Ich legte irgendwann meine Handtasche als Kopfkissen unter meinen Kopf und schlief ein. Am nächsten Morgen merkte ich, dass meine Handtasche nicht mehr da war und versuchte, die anderen zu wecken. Allen anderen fehlten auch irgendwelche Stücke. Meine Tasche fand ich ein paar Meter weiter, ausgeleert und aus der Geldbörse war alles rausgenommen. Gut, es waren eh nur 20 Euro oder so etwas... Aber die Tatsache, dass jemand meine Tasche unter meinem Kopf entwendet hat? Dieser Gedanke alleine lässt mich schauern. Wenn jemand auf andere Sachen scharf gewesen wäre, zum Beispiel Vergewaltiger oder Mörder... Wir wären wir alle leichte Opfer gewesen. Und das in einem Wald neben einer Stadt...

Beichthaus.com Beichte #00040289 vom 08.09.2017 um 13:24:06 Uhr in Niederösterreich (12 Kommentare).

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