So wird jeder Arbeitstag zum Urlaub!

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Faulheit Trägheit Engherzigkeit Arbeit Frankfurt

Bei uns im Büro herrscht auf der "mittleren" Ebene recht viel Flaute, daher schlafe ich oft im Büro oder trink mir einen. Wenn dann doch mal etwas zu tun ist, gebe ich meine Aufgaben an meine Untergebenen weiter und schlafe im Büro bzw. lege mich in die Sonne. Wenn die Aufgaben erledigt sind, gebe ich mit den guten Ergebnissen vor meinem Chef an. Da mein Chef so gut wie nie im Haus ist, habe ich auch keine Probleme damit, meine Machenschaften durchzusetzen. Damit ich nicht erwischt werde, habe ich einen ausgeklügelten Mechanismus "eingebaut" und mit einem Bewegungsmelder versehen - also klingelt es kurz, bevor jemand das Büro betritt und meine Mitarbeiter merken nicht, dass ich nichts arbeite. Ich bitte um Absolution, da ich ein stinkfauler Mensch bin, der auf Kosten seiner Sachbearbeiter fast jeden Tag Urlaub macht. Es tut mir leid um die qualifizierte Zeit derer, die wirklich etwas zu tun haben.

Beichthaus.com Beichte #00039781 vom 24.05.2017 um 11:26:08 Uhr in Frankfurt (7 Kommentare)

Der Hund meiner prügelnden Schwester

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Falschheit Lügen Engherzigkeit Tiere Berlin

Meine 26-jährige Schwester hatte einen mittelgroßen Hund, den sie immer, wenn sie getrunken hatte, geschlagen hat. Sie war richtig fies zu ihm und der Hund war trotzdem sehr lieb zu ihr und allen anderen Leuten. Sie hat ihn auch wenig gefüttert und ihm manchmal mit so einem Stock geschlagen, ihr Freund hat das auch gemacht. Nicht dauernd, aber ab und zu. Die Nachbarin hatte sie wegen Tierquälerei angezeigt, aber das hat nicht so wirklich viel gebracht.

Auf jeden Fall sollte ich (m/30) mal für eine Weile auf ihren Hund und ihr Haus aufpassen, als sie und ihr Freund verreist waren. Ich habe eine gute Freundin, die 300 km von meiner Schwester entfernt wohnt und darüber nachdachte, sich einen Hund zu zu legen. Sie ist sehr nett und wollte einen Hund für sich und ihre Kinder, ihr war ziemlich egal was für einer - Hauptsache er ist freundlich. Ich habe sie dann angerufen und gefragt, ob sie noch einen Hund wolle und dass ich einen abzugeben hätte. Sie war begeistert, also habe ich den Hund meiner Schwester genommen, in mein Auto gesetzt und bin mit ihm zu ihr gefallen. Sie hat sich riesig gefreut und ich habe ihr noch eine Leine mitgebracht. Dort, wo sie wohnt, kommt meine Schwester nie hin und ihr bescheuerter Freund auch nicht.

Jedenfalls habe ich meiner Schwester dann erzählt, dass der Hund weggelaufen sei und ihr gesagt, dass sie Flugblätter aufhängen soll. Ich habe ihr dann möglichst teure Sachen angedreht und sie hat eine Unmenge dafür bezahlt und natürlich hatte niemand den Hund in der Gegend gesehen.

Beichthaus.com Beichte #00039779 vom 23.05.2017 um 20:58:00 Uhr in Berlin (Joachim-Maier Straße) (9 Kommentare)

Pfanddosen im Mülleimer

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Engherzigkeit Köln

Ich (w) kaufe pfandfreie Getränkedosen im Ausland ein. Auf dem Weg nach Hause entsorge ich die leeren Dosen dann oft in einem bestimmten Papierkorb, einfach, weil der in der Nähe ist. Ich muss zu meiner Schande zugeben, dass ich mir oft einen grinse, wenn ich anderntags sehe, dass jemand die Dose vom Vortag entnommen hat. Die denken sich auch: Schön blöd eine Pfanddose wegzuwerfen.

Beichthaus.com Beichte #00039772 vom 22.05.2017 um 14:09:35 Uhr in Köln (9 Kommentare)

Kein Mitgefühl für den Verlust

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Engherzigkeit Ignoranz Unfall Hamburg

Ein guter Kumpel meines kleinen Bruders (Mitte 20) ist vor Kurzem bei einem tragischen Autounfall ums Leben gekommen. Den guten Kumpel kannte ich (w) nicht persönlich, aber er soll wohl sehr beliebt und in seinem Umfeld wohl etwas bekannter gewesen sein (öffentlichkeitsbedingt). Er war etwa im selben Alter wie mein jüngerer Bruder. Einerseits tut es mir leid, dass der junge Mann so ums Leben gekommen ist, dass mein kleiner Bruder und die restlichen Freunde einen guten Kumpel verloren haben. In kleinen Teilen fühle ich auch mit der Familie, in die plötzliche eine Lücke gerissen wurde.

Andererseits ist die eigentliche Beichte, dass es mir langsam auf den Wecker geht, dass um den Tod des jungen Mannes soviel Tamtam gemacht wird: Täglich postet mein kleiner Bruder auf Facebook irgendwelche selbstgemachten Bilder mit dem Konterfei seines Kumpels, dazu irgendwelche Kalenderzitate. Eines ist kitschiger als das andere. Oder er teilt Links von Leuten, die ebenfalls solche kitschigen Bilder erstellt haben. Oder Artikel von Online-Magazinen, die vom Unfall berichten. Das geht so weit, dass mein Bruder inzwischen das Foto vom üblich prall dekorierten Unfallort zum Profilfoto gemacht hat. Inzwischen habe ich das Profil meines Bruders deswegen nicht mehr abonniert.

Jetzt beschwerte sich mein Bruder via Facebook, dass die Leute achtlos am Unfallort vorbeigehen und -fahren, als sei alles wie immer. Und genau darin liegt der Knackpunkt. So tragisch das auch alles auf der einen Seite ist - mich interessiert der Tod des jungen Mannes auf der anderen Seite überhaupt nicht, denn es sterben jeden Tag Leute. Auch solche, deren Leichen lange unentdeckt in ihren Wohnungen liegen, weil sie keiner vermisste. Um diese Leute, finde ich, sollte mal so getrauert werden. Dennoch: Die vielen schmalzigen Bilder helfen vielleicht bei der Trauer, machen den Mann aber auch nicht mehr lebendig.

Gleichzeitig hege ich also eine große Gleichgültigkeit gegenüber dem Verstorbenen und fühle mich von jedem Bild aus dieser Kategorie von Mal zu Mal genervter. Eigentlich sollte ich Mitgefühl mit meinem Bruder und seiner Trauer haben, welche mir allerdings fehlt. Das bereue ich.

Beichthaus.com Beichte #00039720 vom 09.05.2017 um 16:30:25 Uhr in 20249 Hamburg (Kellinghusenstraße) (7 Kommentare)

Kinder sind nicht süß!

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Engherzigkeit Kinder

Ich finde Kinder nicht süß. Eigentlich sagt man Frauen nach, dass sie so einen eingebauten Mutterinstinkt haben und total drauf abfahren, aber den habe ich nicht. An sich störe ich mich nicht an Kids, habe auch nichts gegen den Spiellärm oder Kinderlachen und ich lasse Mamas mit Kinderwagen gerne vor oder helfe im Bus beim Wagen rausheben, wenn es nötig ist. Aber im Grunde genommen sind die Sprösslinge genauso, wie jeder andere Mensch, nur in der Miniaturausgabe: da wird gekotet, gespeichelt, durch die Gegend geniest, mit Brei rumgesaut. Kinder sind wertvoll und unsere Zukunft, aber niedlich? Tut mir leid, nein!

Beichthaus.com Beichte #00039689 vom 01.05.2017 um 18:48:53 Uhr (15 Kommentare)


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