Religiöser Durchbruch in der Werbebranche

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Morallosigkeit Unglaube Unglaube Arbeit Meinerzhagen-Valbert

Ich (w/22) komme aus einem atheistischen Elternhaus und habe bis zum neunten Lebensjahr, nach der Trennung meiner Eltern, nicht viel mit Religion am Hut gehabt. Damals ließ meine Mutter mich evangelisch taufen, auf Druck meiner Tante, die Pastorin ist. Eben diese Tante versuchte mir die vermeintliche Unwissenheit einzuhämmern, was allerdings nur bewirkte, dass ich gar keine Lust auf Religion im Allgemeinen hatte. Das änderte sich schlagartig, als mein Vater Selbstmord beging und man mich zu meiner religiösen Oma in den Harz schickte. Ich begleitete sie zu Gottesdiensten, in die Gemeinde und fing an, mich intensiv damit zu beschäftigen. Ich ließ mich auch konfirmieren, als Einzige in der Gruppe aus Überzeugung. Zwar konnte ich mich mit dem Christentum gut identifizieren, aber ich wurde dennoch neugierig auf andere Religionen. So begann ein regelrechter Marathon - durch muslimische Mitschüler konnte ich ihre Religion "ausprobieren," im jüdischen Zentrum meiner Heimatstadt lernte ich das Judentum kennen. Beide Religionen fesselten mich nur kurz und ich sprach mit den Zeugen Jehovas und Scientologen, die mich aber nicht wirklich reizten, ihre Religionen auszuprobieren.


Durch meinen alten Pastor kam ich dann in Kontakt mit Zen-Buddhisten und landete schließlich bei dem tibetischen Buddhismus, den ich seit drei Jahren, so gut es als Nicht-Mönch geht, zu praktizieren. Jetzt möchte ich auch mal zu meiner Beichte kommen: Durch meine experimentierfreudige Phase habe ich sehr viele, sehr gläubige Menschen unterschiedlicher Religionen kennengelernt. Fast alle haben mir sehr viel Respekt für meine Suche gezollt und mir wurde oft gesagt, dass man mir, "egal wie ich mich entscheide," gerne helfen würde. Und genau das nutze ich beruflich aus. Ich bin gelernte Mediengestalterin und habe vor einem Jahr, sechs Monate nach Beendigung meiner Ausbildung, meine eigene, kleine Agentur gegründet. Ich habe natürlich allen, die ich so kannte, Bescheid gegeben und ziemlich schnell kamen auch Ladenbesitzer auf mich zu. Ich habe ihnen dann sehr günstig Flyer, Fensterbeklebungen und Ähnliches gestaltet.


Da die Ladenbesitzer überwiegend Muslime sind, werde ich auch oft für Hochzeitseinladungen gebucht - mit Auflagen bis zu 2500 Stück. Aber auch die evangelische Kirchengemeinde kommt mittlerweile regelmäßig auf mich zu, für Rundbriefe und das Schwarze Brett. Dazu möchte ich allerdings sagen, dass ich nur die Materialien berechne, dasselbe gilt für alles andere, das einen religiösen Hintergrund hat. Ich begründe es mit Dankbarkeit, aber eigentlich ist auch das Werbung für mich. Mittlerweile habe ich dadurch auch drei größere Firmen als Kunden gewinnen können. Ich verdiene sehr gutes Geld, habe zwei Angestellte und zum nächsten Jahr wollen wir einen Azubi einstellen. Trotzdem habe ich oft ein schlechtes Gewissen, immerhin hole ich mir meine Kunden aus Kirchen, denen ich nicht angehöre, und habe unzählige religiöse Vektorgrafiken erstellt, die ich zwar respektiere, aber nichts abgewinnen kann. Außerdem habe ich einem sehr netten Zeugen Jehovas für seine Hochzeitseinladungen einen höheren Preis als üblich zugewiesen, da ich seit meinem Gespräch vor vier Jahren immer noch regelmäßig Infomaterial und Besuche bekomme.

Beichthaus.com Beichte #00034641 vom 19.12.2014 um 09:54:48 Uhr in Meinerzhagen-Valbert (9 Kommentare).

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Perfekte Menschen

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Neid Aggression Zorn Hass Studentenleben Greifenhagen

Ich möchte hiermit meinen Hass beichten. Meinen Hass gegenüber den Menschen, die einfach alles perfekt haben. In meiner Hochschule, um nur einen Ort zu nennen, an denen man solche Menschen leider antreffen kann, gibt es Kommilitonen, welche es einfach zu gut haben. Sie sehen gut aus, kleiden sich stilvoll, fahren die dicksten Autos, haben viel Geld, sind nicht dumm und schreiben nur die besten Noten in den Klausuren. Gegebenenfalls verdienen sie sich als Tutoren noch mehr dazu, sind bei allen beliebt und haben einen guten Charakter. Ich möchte hiermit ferner beichten, dass ich oft daran denke, wie ich diesen Menschen mit meinen diversen Kontakten das Leben zur Hölle machen kann. Einfach, um ihnen zu zeigen, wie es ist, nicht perfekt zu sein und Schwächen zu haben. Dabei denken einige Kommilitonen wie ich und ich möchte zuletzt beichten, dass ich ihnen das Glück nicht gönnen will.

Beichthaus.com Beichte #00033343 vom 26.05.2014 um 23:53:56 Uhr in Greifenhagen (18 Kommentare).

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Mein Sex-Analyse-Tool

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Eitelkeit Hochmut Rache Engherzigkeit Hagen

Mein Sex-Analyse-Tool
Meine Geschichte liegt schon ziemlich lange zurück, genauer gesagt in den 80er Jahren, als der Commodore 64 bei uns Jugendlichen beliebt war. Auf meiner Schule war ein ziemlicher Angeber, er prahlte ständig mit seinem vermeintlich großen Ding in der Hose und damit, wie viele Mädchen er ja schon gehabt hätte. Ich war zu der Zeit ein ziemlicher Computerfreak und musste mich des Öfteren von ihm öffentlich hänseln lassen. Kaum ging es aber um Computerkram, war ich natürlich immer der erste Ansprechpartner und der ach so tolle Freund, bei dem er sich nach der Schule eingeschleimt hat. Irgendwann wurde mir das zu bunt und der Tag meiner Rache sollte kommen. Ich setzte mich jeden Abend dran und programmierte fleißig an einem vermeintlichen "Sex-Analyse-Tool", ein Frage- und Antwort-System, natürlich mit hoch seriöser wissenschaftlicher Auswertung am Ende. Dabei stellte mein Tool dem Benutzer einen ganzen Fragenkatalog voller peinlicher Sachen, darunter war unter anderem auch die Frage nach der Länge des Schniedels in den verschiedenen Stadien der Erregung. Am Ende des Fragekatalogs kam dann eine Auswertung, bei der natürlich nur absolut positive Dinge genannt wurden und zeitgleich wurde ein Flag auf der Diskette gesetzt, damit die Umfrage danach kein weiteres Mal gestartet werden konnte.

Als er von mir dann mal wieder Disketten mit Spielen haben wollte, gab ich ihm "zufällig" das Tool mit. Als er es mir dann ein paar Tage später zurückbrachte, war er total glücklich! So bestätigte doch die Analyse endlich mal, was für ein toller Hecht er sein musste. Nur schade, dass es nur einmal klappte, es käme beim Neustarten jetzt immer "Load Error". Sein Pech: Mein Tool war so programmiert, dass sämtliche peinlichen Antworten, die er gab, ebenfalls auf der Diskette gespeichert wurden - diese kopierte ich dann fleißig und verteilte sie an der Schule. Fortan war auch dem letzten Zweifler klar, dass er in Wahrheit noch nie eine Freundin hatte und dass sein Schniedel völliger Durchschnitt war. Ich muss heute noch dran denken, wie der da mit dem Maßband vorm Computer rumhantiert haben muss. Ich bin ein schlechter Mensch.

Beichthaus.com Beichte #00033336 vom 25.05.2014 um 15:40:51 Uhr in 58097 Hagen (Altenhagener Straße) (16 Kommentare).

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Der Zahnbürsten-Vibrator

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Masturbation Trägheit Maßlosigkeit Petershagen

Vor einem Jahr habe ich mit dem Gedanken gespielt, mir endlich einen Vibrator anzuschaffen. Da ich aber irgendwie nie dazu kam, mir auch wirklich einen zu kaufen, wurde daraus nichts. Als ich dann überlegte, wie ich dem Ganzen Abhilfe schaffen könnte, kam mir die Idee, dass meine elektrische Zahnbürste ja auch funktionieren müsste. Was ich natürlich prompt ausprobierte und ziemlich heftige Orgasmen bekam. Das ist zwar mehr als komisch, aber bisher habe ich noch nichts Vergleichbares gefunden, mit dem ich mich befriedigen kann. Eigentlich möchte ich meine Zahnbürste nicht zweckentfremden, aber das mache ich jetzt schon seit ungefähr einem Jahr täglich und ich kann einfach nicht damit aufhören!

Beichthaus.com Beichte #00032878 vom 16.03.2014 um 20:43:54 Uhr in 32469 Petershagen (17 Kommentare).

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Zufallsbeichte


Magna Doodle Zaubertafel

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Dummheit Schamlosigkeit Shopping Hagen

Magna Doodle Zaubertafel
Immer wenn ich in der Stadt bin, gehe ich in große Kaufhäuser, und zwar direkt in die Spielwarenabteilung. Mein Ziel sind Magnet-Schreibtafeln (Magna Doodle), die ich in einem unbeobachteten Moment mit sexuellen Schmierereien verhunze. Dabei kann ich recht gut zeichnen und male explizite Darstellungen zwischenmenschlicher Liebesakte, oft aber auch sodomistische Szenen. Wenn alle Tafeln bemalt sind, suche ich einen Verkäufer und heuchele Hilfe bezüglich eines Geschenks für meinen kleinen Neffen. Wenn der Verkäufer mir dann eine Magnettafel zeigt, tue ich ganz empört und meist löscht der Verkäufer dann ganz schnell das Bild, entschuldigt sich und geht zur nächsten Tafel. Natürlich sieht es da nicht besser aus. Meistens habe ich anschließend Mitleid. Das kann mich aber nicht von meinem nächsten Besuch in einem Kaufhaus abhalten.

Beichthaus.com Beichte #00032072 vom 20.10.2013 um 12:24:37 Uhr in Hagen (Luisenstraße) (9 Kommentare).

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