Die deutsche Jammergesellschaft

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Engherzigkeit Geld Gesellschaft

Wir sind eine junge Familie und werden dieses Jahr mehr als 50.000 Euro Einkommenssteuer (zzgl. Sozialabgaben) zahlen. Da wir Beide voll arbeiten spielt Ehegattensplitting praktisch keine Rolle. Ich finde zwar wir könnten ein wenig weniger zahlen, aber im Großen und Ganzen finde ich die Steuersumme angemessen.

Was mich nervt ist, dass diejenigen die praktisch nichts oder sehr sehr wenig zahlen nur am Heulen sind. Sie kriegen davon zu wenig und wollen da mehr haben und überhaupt die „Reichen“ und die „da oben“ würden den Staat nur ausnützen und betrügen. Außerdem haben Sie das Gefühl nur sie müssen Steuern zahlen und würden Staat damit am laufen halten. Leute, dass tut ihr nicht - ihr zahlt praktisch nix ein. Die unteren 30 Prozent (nach Einkommen) zahlen nicht mal 1 % der Einkommensteuer. Und dann kommt immer: Aber die Mehrwertsteuer. Ich habe das Gefühl es wird immer schlimmer und es nervt mich. Ich verdiene zu wenig, die Abgaben sind so hoch, die Rente zu niedrig, das Benzin zu teuer, der Sommer war zu warm, der Winter ist zu kalt und die Zigarettenschachteln werden immer kleiner. Ich habe keine Lust mehr mir dieses Gejammer anzuhören.

Beichthaus.com Beichte #00041748 vom 07.02.2019 um 08:13:23 Uhr (64 Kommentare).

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Als Altenpflegerin Rentner beklaut

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Diebstahl Habgier Geld 50+ Cottbus

Ich (w/27) war Altenpflegerin bei einem mobilen Pflegedienst. Vor drei Jahren hatte mich der 88-jährige Nachbar einer meiner Patienten angesprochen für ihn privat kleinere Pflegeleistungen und Haushaltsleistungen gegen Bezahlung zu übernehmen, was ich natürlich angenommen habe. Er überließ mir nach Einkäufen immer großzügig das Wechselgeld, irgendwann konnte ich auch für Einkäufe oder Anschaffungen seine Bankkarte benutzen bzw. er forderte sie gar nicht mehr zurück. Ich wurde immer dreister, gab an für Einkäufe, die ich gar nicht machte, Geld zu benötigen und steckte mir die Scheine selbst ein. Er bemerkte nichts, kontrollierte offensichtlich auch seine Bankauszüge nicht. Am Bankautomaten konnte ich sehen, dass er einen mittleren sechsstelligen Betrag auf dem Konto hatte. Dann war es mit mir vorbei, ich genehmigte mir fast täglich mehrere hundert Euro, erlaubte mir Anschaffungen und andere Vergnügungen. Bei neugierigen Fragen meiner Freundinnen oder Kolleginnen erfand ich einen Opa, der mich unterstütze. War ja nicht ganz gelogen. Nach ein paar Monaten reduzierte ich meine Stelle auf 50%, ich hatte es bei diesem Zufluss ja nicht mehr nötig mich in der häuslichen Pflege kaputt zu schuften.

Der Lieferdienst ging bei mir oft zweimal am Tag ein und aus. Ich ließ es mir richtig gut gehen und habe in den letzten beiden Jahren begleitet von spöttischen Bemerkungen meiner Kolleginnen mehr als 40 kg auf 160 kg zugenommen. Mit Völlerei, Online-Bestellungen von exklusiven Plus-Size-Klamotten und Schuhen oder einem jährlichen Luxusurlaub (den ich vor meinen Freunden und Kollegen leider verheimlichen musste) habe ich das Geld dann verpulvert. Immer weniger kam mir der Gedanken, dass es auffliegen könnte, bis plötzlich an einem Sonntagmorgen Polizisten in Zivil vor meiner Tür standen und mich wegen Verdachts auf Betrug, Unterschlagung und schweren Diebstahl auf der Stelle verhaftet und mich zum Verhör auf die Polizeiwache unserer Kreisstadt gebracht haben. Ein anderes Kommando hat zwischenzeitlich meine Wohnung auf den Kopf gestellt und noch 30.000 Euro gefunden.

Ich wurde den ganzen Tag vernommen und nach drei Tagen U-Haft entlassen. Ich war völlig am Ende, ein nervliches Wrack. Aber das Schlimmste kam noch. Ich bekam direkt die fristlose Kündigung meines Arbeitgebers nach Hause. Fast mein ganzer Freundeskreis hat sich mittlerweile von mir abgewandt, entweder antworten sie nicht mehr auf meine Nachrichten oder sagen mir offen, dass sie mit mir nichts mehr zu tun haben wollen. Ich bereue alles, was ich gemacht habe: meine Verschwendung, meine Völlerei und meine Gier. Mir ist das alles so furchtbar peinlich, was ich getan habe. Ich habe mich in einem langen Brief bei den älteren Herren entschuldigt.

Fast ein Jahr später war die Verhandlung. Die Wartezeit bis dorthin mit all der Ungewissheit und den widersprüchlichen Nachrichten was mich erwartet, war ein Alptraum für mich. In dieser Zeit habe ich mich zu einer richtigen Stressfresserin entwickelt und noch mal 15 kg mehr drauf gehabt. Zu meinem Entsetzen wurde ich zu drei Jahren Haft verurteilt, letzte Woche wurde das Urteil rechtskräftig. Bei der Hauptverhandlung ist mir so viel Ablehnung und Hass entgegengeschlagen. Auch die lokale Presse hat sich darauf gestürzt. Originalzitat: "Wie die sprichwörtliche Made im Speck, so der Staatsanwalt doppeldeutig, habe die 27-jährige Angeklagte von ihren Gaunereien gelebt."

Ich muss jetzt auf das Datum zum Haftantritt warten. Ich gerate deshalb immer mehr in Panik, nach allem was ich darüber gehört habe. Ich habe keine Ahnung, ob und wie ich das psychisch durchhalte. Noch dazu weiß ich nicht, welche Auswirkungen mein starkes Übergewicht hat und ob ich dadurch nicht zu eingeschränkt in der Haftzeit sein werde bzw. wie die Mitgefangenen mich behandeln werden. Ich weiß auch nicht, wie man mit mir aufgrund meiner Taten umgeht, man hört ja so einiges.

Beichthaus.com Beichte #00041737 vom 30.01.2019 um 08:21:42 Uhr in Cottbus (Sielower Landstraße) (44 Kommentare).

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Lieber Tierschutz als Kinderhilfe

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Engherzigkeit Geiz Geld Ludwigsburg

Hiermit möchte ich meinen Hass auf diese Spendensammler beichten, die doch eigentlich nur Gutes wollen. Ich wurde am Bahnhof von einer Frau mittleren Alters am Bahnhof angesprochen. Sie hatte ein Klemmbrett dabei. Mein erster Gedanke war schon "hoffentlich keine Spendensammlerin". Sie zeigte mir ein paar Fragen zum Thema Kinderschutz und ob ich bestimmte Fakten wüsste. Darunter stand ja und nein. In mir kam Skepsis auf. Sie erzählte völlig enthusiastisch von der Kinderhilfe und ich dachte nur "Nein. - Ich spende nichts!"- Aber mein schlechtes Gewissen führten dazu, dass ich brav eine Spendeneinwilligung ausfüllte. Ich war so wütend auf diese Frau, wie sie begeistert davon sprach, dass man den Kindern in Deutschland helfen muss. Ich verstehe es, aber ich möchte nichts spenden. Ich setzte mich lieber für den Tierschutz ein, indem ich vegan lebe. Zum Glück gab es keinen Gruppenapplaus von den Spendensammlern, dass ich spende. Sobald ich die Bestätigung von der Kinderhilfe bekomme, werde ich sie ganz feige kündigen.

Beichthaus.com Beichte #00041663 vom 05.12.2018 um 13:05:02 Uhr in Ludwigsburg (Karl-Dieter-Straße) (18 Kommentare).

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Die Idee vom Baukindergeld

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Hass Geld Politik Greifswald

Ich (w) finde, dass derjenige, der die Idee mit dem Baukindergeld hätte, geprügelt gehört. Das Geld sollte man lieber mal zum Sanieren der Schulen verwenden oder für Schulfrühstück für alle. Da hätten auch diejenigen Familien was von, die sich nie Wohneigentum werden leisten können. Ganz ehrlich, bin stink sauer. Da können die fettarschigen Blagen von heute, die satt in die Schule kommen und die Kik-Jeans-träger mobben, später schön was erben, während die armen Kinder, die in der Schule schon die schlechteren Chancen hatten, dann Kredite aufnehmen müssen, um Mama würdig unter die Erde zu bringen.

Beichthaus.com Beichte #00041605 vom 23.10.2018 um 19:32:33 Uhr in Greifswald (48 Kommentare).

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Die Hoffnung auf den großen Lottogewinn

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Verschwendung Habgier Geld

Ich habe von 2012 bis 2014 ca. 2000 € meiner Ersparnisse in der Hoffnung auf den großen Lotto-Gewinn verbrannt. Wenn ich das gleiche Geld im gleichen Zeitraum in Aktienfonds gesteckt hätte, hätte ich zwar auch nicht den großen Gewinn gemacht, aber ich hätte trotzdem wesentlich mehr gewonnen als verloren. Ich war naiv und habe dem Staat und dubiosen Glücksspielunternehmen mehr als zwei meiner damaligen Netto-Monatsgehälter geschenkt.

Beichthaus.com Beichte #00041604 vom 21.10.2018 um 12:44:09 Uhr (10 Kommentare).

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