Spardose: Schwester beklaut

7

Diebstahl Geld Familie Hamm

Ich (m/25) habe vor ungefähr 13 Jahren meine Schwester beklaut. Sie war gerade 18 und hatte neben der Schule einen Job, damit sie sich auch mal was leisten kann. Unseren Eltern ging es finanziell sehr schlecht. Ich hatte kaum Spielsachen, aber das soll keineswegs eine Entschuldigung sein. Meine Schwester hatte einige Monate Geld in einer Spardose gespart und der Schlitz war groß genug um die Scheine wieder herauszuholen. Als sie dann nach einigen Monaten mit ihrer Freundin die Spardose öffnete, merkte sie das circa 120 Euro fehlten. Ich bekam unglaublichen Ärger von meiner Mutter, aber ich habe geleugnet bis meine Mutter die Freundin verdächtigte, die bei der Öffnung zufällig auch da war. Ich bin mir sicher, meine Schwester wusste, dass ich dahintersteckte, aber irgendwann ist soviel Zeit vergangen, dass wir nie wieder darüber geredet haben. Das Traurige an der Sache ist, sie wusste natürlich wie es finanziell bei meinen Eltern stand und kaufte mir von ihrem verdienten Geld auch manchmal was. Trotzdem war ich undankbar und habe sie beklaut. Vor kurzem lieh sie sich 100 Euro von mir. Als sie mir das Geld wiedergeben wollte, habe ich es ihr unter einem banalen Vorwand geschenkt. Von dem Geld habe ich mir damals hauptsächlich Yugioh-Karten und Essen gekauft.

Beichthaus.com Beichte #00041856 vom 04.06.2019 um 00:09:49 Uhr in Hamm (7 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Keime & Bakterien

10

Ekel Neurosen Familie

Ich (w/19) habe Zwangsneurosen und ekel mich seit ich 8 bin, vor mehr Keimen und Bakterien. Aus irgendeinem Grund habe ich total Angst, dass Bakterien in mein Gesicht kommen (durch Anfassen oder so) und ich dadurch Pickel/Hautunreinheiten bekomme. Dazu muss man sagen, dass ich einen schwerstbehinderten älteren Bruder (m/30) habe und der bis vor Kurzem noch bei uns im Elternhaus lebte. Er musste von meinen Eltern auch regelmäßig gewindelt werden. Aufgrund der vollständigen Lähmung hatte er meistens Verstopfungen und wegen der ganzen Medikamente durfte er meistens keine Abführmittel bekommen, da er da sehr sensibel ist. Also haben die Ärzte meinen Eltern zum "manuellen Ausräumen" geraten. Das bedeutet plump: Finger in Popo und herausholen. Weder sind meine Eltern 100 % reinlich, noch haben sie sich danach 30 Sekunden die Hände gewaschen, geschweige denn immer mit Seife. Desinfiziert wurde auch nicht.

Meine Eltern verstehen meine Zwangsstörung und mich nicht. In meinen Gedanken ist alles was sie anfassen verseucht. Ich bin schon richtig traurig, ich hab meine Familie doch lieb, würde aber am liebsten Auswandern oder zumindest weit weg. Ich fühle mich immer total schmutzig, wenn ich Haushaltsgegenstände anfassen muss und habe auch nicht die allerbeste Haut.

Beichthaus.com Beichte #00041846 vom 26.05.2019 um 22:42:30 Uhr (10 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Pflegefall Schwiegermutter

16

Boshaftigkeit Familie Hagen

Ich beichte, dass ich Schadenfreude empfinde, dass meine Schwiegermutter eine schwere Krankheit bekommen hat. Meine Schwiegermutter ist eine eitle boshafte Frau, immer über andere herziehen. Sie ist die Schönste mit 82 Jahren, Leggins und blauen Fingernägeln. Was ich am meisten hasse, ist ihr lästern über andere Leute in ihrem Alter, die am Rollator gehen oder dement sind.

Zum Beispiel: "Oh sieh mal. die ist auch balla balla." Dann kam September 2018. Sie kollabierte in ihrer Wohnung. Mit RTW ins Krankenhaus, alle dachten Schlaganfall. Diagnose Hirntumor (gutartig), Operation, Reha und das ganze Programm. Nach der Reha: Geht sie jetzt am Rollator, braucht einen Badewannenlift, hat Pflegestufe 2. Ich weiss, es ist scheisse von mir, aber ich gönne ihr das. Ich empfinde es als gerechte Strafe, ich kann leider nicht anders, obwohl ich weiss, dass es falsch ist.

Beichthaus.com Beichte #00041844 vom 21.05.2019 um 10:55:24 Uhr in Hagen (Freiburger Straße) (16 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Das Pferdemädchen

9

Ungerechtigkeit Tiere Familie Kiel

Ich (w/20) sitze hier und versinke in Hass, Trauer und Reue. Ich war eines dieser kleinen nervigen Pferdemädchen. Ich hatte in meiner Kindheit nur Pferde im Kopf. Mein Opa war ein Landwirt der alten Schule, selbst während seiner Rente bis ins hohe Alter hielt er eine große Herde Mutterkühe, sowie 2 Pferde. Er war begeisterter Reiter und Züchter, er versuchte sein Hobby an einen Nachkommen weiterzugeben. Sein Sohn interessierte sich nicht, also versuchte er es später bei seinen Enkelsöhnen, ebenfalls konnte er sie nicht richtig überzeugen. Wie es sich für einen ordentlichen Patriarch gehört, versuchte er nun aus Verzweiflung die Enkelinnen für den Sport zu begeistern. Meine ältere Schwester hatte Angst vor Pferden und die zwei älteren Cousinen kein ernsthaftes Interesse. Nun kam noch eine Cousine und ich als stark verspätete Nachzügler hinzu. Mein Opa sah hier seine letzte Chance, das Hobby in der Familie zu erhalten. Schlussendlich war ich die letzte, der 7 Enkel, die er für das Hobby begeistern konnte. Zähneknirschend nahm er das hin und versuchte noch das „beste“ daraus zu machen. Jedoch bekam ich es hart zu spüren, das ich nur ein Mädchen sei und dazu noch die letztgeborene, seiner Versager-Tochter.

Ich besuchte meine Großeltern oft. Mit den Pferden verbrachte ich eine tolle Zeit, ich konnte Stunden auf der Weide verbringen und mich mit den Tieren beschäftigen. Unter Anleitung meines Opas ritt ich ein Pferd an, der Wallach und ich waren 8 Jahre alt. Mit diesem Pferd entwickelte ich schließlich eine tolle Freundschaft. Wenn ich zu Besuch kam und der Wallach hörte mich auf dem Hof sprechen, kam er wiehernd in den Stall gerannt, auch wenn er am anderen Ende der Weide stand. Diese wundervolle Zeit und schöne Erlebnisse mit den Pferden, ließen mich über einige Grausamkeiten meines Opas hinwegsehen. Einige Jahre ging dies so weiter, doch plötzlich waren die Pferde weg. Wie ich von der Nachbarstochter meines Opas im Schulbus erfuhr. Sie meinte, dass die Pferde von heute auf morgen einfach verschwunden sind. Alle in meiner Familie wussten es, als ich sie zu Rede stellte, nur ich musste es im Schulbus erfahren. Nach dem Schock wurde ich von meiner Familie vertröstet mit den Worten: die Pferde seien auf einem Gnadenhof. Was Gnadenhof in den Worten eines alten Bauers bedeutet, kann man sich sicher denken.

Irgendwann war auch dieser Schock weitestgehend verdaut, jedoch werde ich dies niemals meinem Opa verzeihen können. Vor allem als ich die Hintergründe des „Verkaufs“ erfuhr und wie meine Eltern dies unterstützten. Meine Eltern wollten das ich endlich aufhöre zu reiten, sie hofften der Fluch würde mit der kommenden Pubertät vorbei sein. Der Fluch war nicht vorbei, heute noch bin ich aktiv in einem Reitverein.

Mein Opa erkrankte vor 2 Jahren schwer, ein schnelles Lebensende war absehbar. Ich bereue das ich damals nicht zu ihm nach Hause geritten bin mit meiner Reitbeteiligung. Ihm hätte es sicher gefallen, in seinen letzten Wochen von einem Enkel auf dem Pferd besucht zu werden. Jedoch besuchte ich meinen Opa nur ein paar mal, wenn ich von den Eltern mitgeschleppt worden bin. Ich wollte diesen Mensch nicht sehen, da er mich in meiner Kindheit so stark verletzte. Ich habe sogar heute noch Hass auf ihn, da ich diese Pferde liebte und sie mir eiskalt genommen worden sind. Jedoch bereue ich heute, einem sterbenden Menschen keine Freude gemacht zu haben. Ich hätte nur zu ihm reiten müssen, er hätte sich vermutlich riesig gefreut zu sehen wie ein Enkel Spaß an seinem Hobby gefunden hat und es weiter führt.

Beichthaus.com Beichte #00041826 vom 29.04.2019 um 19:13:14 Uhr in Kiel (9 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Meine Mutter hat Brustkrebs

18

Trägheit Ignoranz Familie Frankfurt

Meine Mutter ist gesundheitlich sehr angeschlagen. Ihr macht der Brustkrebs sehr zu schaffen. Seit ihrem 48. Lebensjahr wirkt sie wie eine sehr alte Frau. Sie war schon immer ausgesprochen schlank. Inzwischen wiegt sie bei einer Größe von ca. 1,67 m jedoch knappe 38 kg. Ihr Kopf wackelt und sie kann keine 40 Meter mehr gehen. Das macht mich fertig. Wenn ich meine Beichte zusammenfassen müsste, würde ich sagen, dass ich sicher teilnahmslos rüberkomme, als wäre es mir egal. Meine Mutter wirkte immer wesentlich jünger, war cool, mitfühlend und liebenswert. Letzteres ist sie noch heute. Nur haben wir uns nicht mehr wirklich was zu sagen. Wenn sie mich anruft, erzählt sie mir von ihrem Tag, also was sie gekocht hat, ob sie Buntwäsche oder Helles gewaschen hat und dergleichen. Ich höre zu und rede nicht wirklich viel. Außerdem habe ich den Eindruck, monoton zu klingen. Diese Gespräche ziehen sich wie Kaugummi und ich weiß nicht genau, wann unser inneres Band gerissen ist. Meine Mutter hat mein komplettes Mitgefühl.

Allerdings bin ich seit Jahren psychisch angeschlagen, kraftlos und erschöpft. Im Alltag muss ich darauf achten, dass ich anderen nicht ohne Mimik begegne. Wenn ich lächle, ist es gespielt. Ich möchte mich aber nicht so erstarrt zeigen, wie ich mich fühle. Immerhin können andere nichts dafür und ich versuche ihnen möglichst offen zu begegnen. Zeitweise wird dieses taube Seelengefühl durch heftige Heulkrämpfe und einer unbeschreiblichen Verzweiflung durchbrochen. Ich weine oft, wenn ich an meine Mutter denke. Das Leben hat ihr ständig ordentlich eingeschenkt, leider nichts Gutes. Mir gelingt es nicht im geringsten für sie da zu sein. Es ist, als laufe ich durch zähen Matsch. Keine Therapie hilft. Ich mache alles, was mir empfohlenen wird. Es ist zäh. Ich weiß einfach nicht, warum ich meiner eigenen Mutter nicht zeigen kann, dass sie mir wichtig ist, obwohl ich es versuche. Das kann ich mir nie verzeihen.

Beichthaus.com Beichte #00041818 vom 24.04.2019 um 14:48:37 Uhr in Frankfurt (18 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht