Mein ungewöhnliches Zwangsverhalten

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Peinlichkeit Zwang Neurosen

Ich (m) beichte hier etwas, was kaum jemand, eigentlich nur die Familie, von mir weiß. Wenn ich mich sehr über etwas freue, mir etwas gefällt, mich amüsiere, ich euphorisch und aufgeregt oder voller Vorfreude bin oder mich interessante, kuriose, anregende, spannende Gedanken, Vorgänge, Stimmungen, Gegenstände, Themen, Phantasien oder Tätigkeiten (z. B. ein eigenes Arbeitsergebnis betrachten, Spiele spielen, Filme schauen oder auf Beichthaus stöbern), entwickle ich automatisch, zwanghaft, einen starken, ausgelassenen Bewegungsdrang. Das ist schon seit der Kindheit so und seitdem von der Häufigkeit und Intensität kaum weniger geworden. Wenn ich beispielsweise auf der Couch- oder im Schneidersitz auf dem Boden sitze, lege ich die Arme auf den Oberschenkeln ab, schließe die Hände und reibe damit auf dem entsprechenden Untergrund, auf der Hose oder dem Oberkörper und bewege dazu die Beine. Das war in der Kindheit so stark, dass die Oberfläche eines Wohnzimmerteppichs regelrecht durchgefreut (abgenutzt) wurde und auf einer kleinen Stelle das Trägergewebe sichtbar wurde. Es kommt dabei auch zu leichten Lautäußerungen.

In der Familie wurde dieses Verhalten unkritisch mit Humor aufgenommen aber diesem nicht weiter auf den Grund gegangen. Weiter reibe ich mit beiden geschlossenen Händen unter der Nase. Möglicherweise habe ich dadurch eine schiefe Nase bekommen. Ich wedel auch mit den Händen in der Luft oder gehe hin und her. Wenn ich nicht familiär und zu Hause, sondern quasi in der Öffentlichkeit bin, dann reibe ich die Finger beider Hände aneinander oder wackle leicht mit beiden Beinen. Dieses Verhalten ist nicht ganz so aufsehenerregend und ich achte darauf, dass ich in diesen Augenblicken unbeobachtet bin. Trotzdem ist das an der Arbeit schon aufgefallen und hat zu entsprechenden Kommentaren geführt: "Was machst Du da? Alles ok?". Wenn ich mal meine Mutter besuche, ermahnt sie mich heute immer noch das alles zu unterlassen. Ich dachte eigentlich, dass sich diese Macke als Erwachsener irgendwann mal von selbst erledigt. Aber bisher ist das leider nicht passiert.

Ich befürchte, dass - falls ich irgendwann mal eine Freundin haben sollte - das ziemlich seltsam wirkt. Ich wüsste gerne woher diese hyperkinetischen Impulse kommen, ob das normal oder doch eine pathologische Verhaltens- oder Entwicklungsstörung ist. Vielleicht ist es auch einfach nur eine harmlose Eigenart. Ich glaube, das ist eine Übersprungshandlung bzw. ein Tick mit dem Zweck mich selbst zu beruhigen, zu spüren und körperliche Energie loszuwerden. Eine sexuelle Komponente hat es nicht. Eigentlich schade ich damit ja weder mir noch Anderen. Dieses Verhalten ist aber auf jeden Fall etwas peinlich, skurril, kindisch und wirkt autistisch. Also ein gewisser Leidensdruck ist deshalb schon vorhanden. Wenn es geht, würde ich es gerne schaffen diesen Impuls zu unterdrücken, zu kontrollieren oder umzuwandeln. Ich habe schon überlegt einen Arzt oder Psychologen aufzusuchen. Aber ob die mir da weiterhelfen können?

Beichthaus.com Beichte #00041707 vom 07.01.2019 um 21:11:03 Uhr (8 Kommentare).

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Iss Vogelbeeren oder zieh dich aus!

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Zwang Neugier Kinder Bremen

Als kleiner Junge (ich war vielleicht sieben oder acht Jahre alt), war ich neugierig, wie Mädchen denn so nackt aussehen. In der Nachbarschaft gab es ein Mädchen in meinem Alter, mit der ich mich immer gut verstanden habe. Irgendwann waren wir auf dem Spielplatz und wir haben Wahrheit oder Pflicht gespielt. Sie hat Pflicht gewählt. Ich sagte ihr, sie solle ein paar Vogelbeeren essen, sonst würde ich sie ausziehen. Unter Tränen hat sie die Vogelbeeren gegessen und ist dann nach Hause gerannt. Ich stand einfach nur da und habe gelacht. Kurz darauf kam der Vater an, hat mich am Oberarm mitgeschleift und mir gesagt, ich würde jetzt die gleiche Behandlung bekommen. Irgendwie haben meine Eltern das mitbekommen, haben mich da rausgeholt und den Typen angezeigt. Kurze Zeit später ist die Familie weggezogen.

Beichthaus.com Beichte #00041137 vom 03.04.2018 um 11:14:11 Uhr in Bremen (36 Kommentare).

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Ich versage bei allem

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Verzweiflung Zwang Gesellschaft Berlin

Ich bin ein kompletter Versager. Ich lasse mich von allem und jedem runterkriegen. Bin in der Schule durchgehend gemobbt worden und hatte nie Freunde. Ich habe einen Beruf gelernt und ein Jahr darin gearbeitet. Dort bin ich auch gemobbt worden, was sich auf meine Leistung ausgewirkt hat. Seit mein Vertrag nicht verlängert wurde, bin ich arbeitslos und das obwohl in dem Beruf dringend Mitarbeiter gesucht werden. Ich habe mich eine Zeit lang auf diesen Beruf beworben und kam nie über Vorstellungsgespräche hinaus. Ich bin einfach zu unsicher, habe einen psychischen Knacks und habe auch schon Therapien gemacht. Ich habe mich entschieden, nicht mehr in diesem Beruf zu arbeiten, weil ich ihn mir nicht mehr zutraue und bewerbe mich nun um andere Jobs. Ich will unbedingt arbeiten, leider sind diese Bewerbungen nicht von Erfolg gekrönt.

Nun bin ich kurz davor einen schlecht bezahlten Vollzeit-Job in der Zeitarbeit anzunehmen. Ich mache seit zwei Jahren den Führerschein und bin zum dritten Mal durch die praktische Prüfung gefallen. Ich habe mich dazu entschieden nun aufzuhören, auch wenn ich eine Menge Geld investiert habe. Mein Verlobter ist das einzige Positive in meinem Leben. Dennoch macht er mir unterbewusst Druck. Er will unbedingt, dass ich den Führerschein mache, sucht schon nach Autos für mich obwohl ich schon keine Hoffnung mehr habe. Er hätte gerne ein Haus und Kinder (ja, nicht mal das Kinderbekommen klappt) was wir uns einfach nicht leisten können. Ich fühle mich unendlich mies, weil ich in allen Punkten versage. Ich komme auf keinen positiven Zweig.

Beichthaus.com Beichte #00041059 vom 08.03.2018 um 10:18:19 Uhr in Berlin (8 Kommentare).

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Käse hinter dem Sofa

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Engherzigkeit Zwang Ekel Fürth

Schon seit längerer Zeit habe ich eine Angewohnheit: Immer wenn ich irgendwo zu Besuch bin, verstecke ich heimlich von mir mitgebrachte Dinge in der Wohnung. Ich habe schon Mandarinen auf Schränke ganz oben drauf geworfen und Käsestückchen hinter Sofas platziert. Und erst vor Kurzem habe ich im Badezimmer ein Ei in einer Schublade hinterlassen. Bin gespannt, wann sie es merken. Klar ist das asozial und ekelhaft, aber es ist wie ein Zwang für mich. Vielleicht sollte ich in Behandlung gehen.

Beichthaus.com Beichte #00040926 vom 27.01.2018 um 20:48:18 Uhr in Fürth (11 Kommentare).

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So überlebt man ohne Menschen!

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Zwang Engherzigkeit Gesellschaft

Ich (m/28) träume sehr oft davon, dass von einem Tag auf den anderen einfach alle Menschen auf dem Planeten verschwinden und nur noch ich übrig bleibe. Ich verschwende unglaublich viel Lebenszeit für solch einen Irrwitzigen Tagtraum. Ich verbringe manchmal ganze Stunden damit zu planen, was ich dann tun würde. Wie ich mich versorgen würde und vieles mehr. Ich habe sehr viel über Solartechnik gelernt, immerhin wird der Strom nach einigen wenigen Tagen ausgehen. In meinem Kopf existiert schon ein genauer Plan was zu tun ist, wenn ich mal aufwache und alle Menschen weg sind. Zunächst würde ich zur Tankstelle fahren und dort mein Auto füllen sowie alle Kanister, die ich dort finden kann, auffüllen. Danach werden so viele Kanister wie möglich besorgt, dazu ein kleiner Laster und dann wird so viel Sprit wie möglich in Kanister abgefüllt. Ich habe sogar bei unserem Baumarkt schon geschaut, wie viele Kanister dort auf Lager sind, die ich dann für Benzin und Diesel nutzen kann. Danach werden so viele frische Lebensmittel (Fleisch etc.) wie möglich eingefroren. Hier bin ich noch am Überlegen, wie ich das logistisch am Besten anstelle - wo ich das Fleisch einfriere, immerhin müssen die Kühltruhen nach ein paar Tagen über Generatoren versorgt werden.

Die ersten 2-3 Jahre wären sehr einfach, hier kann man viel über Generatoren am Laufen halten, wenn man genug Benzin gezapft hat, solange der Strom noch läuft. Zu Essen gäbe es dann erst mal genug - Tiefkühlgerichte und Ähnliches. Nach ein paar Jahren wird das Benzin aber schlecht und zündet nicht mehr, man muss dann auf Solartechnik ausweichen, wodurch man aber vermutlich nur noch das nötigste bei Bedarf wird betreiben können. Heizlüfter im Winter bei Nacht werden dann schon schwerer, hier muss man ein Netz aufbauen, mit vielen kombinierten Akkus. Dann muss man sich auch Gedanken über die Selbstversorgung machen, Jagen und Tiere ausnehmen, Nahrung anbauen und genug Vorräte für den Winter haben. Die medizinische Versorgung wird schwer, bei vielen Dingen kann man sich ja selbst diagnostizieren und behandeln, aber was wenn man wirklich mal etwas Ernsteres bekommt? Oder was bei Zahnschmerzen? Und schon bin ich wieder drin im Tagtraum und meinem Plan, was getan wird, wenn die Menschen dann mal weg sind.

Beichthaus.com Beichte #00040832 vom 30.12.2017 um 23:51:04 Uhr (28 Kommentare).

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