Der Verschwörungstheoretiker

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Engherzigkeit Politik Vorurteile

Ich (w/28) habe vor 14 Tagen mal eben den Kontakt zu einem langjährigem Freund abgebrochen. Er wohnt etwas weiter weg, war aber zu Kindheitstagen mein Nachbar. Wir sahen uns in den letzten Jahren meist jeden Monat einmal. Ich habe mir geschworen, nie aus politischen Gründen den Kontakt zu jemandem abzubrechen. Ich bin mit Leuten befreundet die AfD wählen und mit welchen die die Grünen wählen und sehr feministisch eingestellt sind. Diese Leute reden halt seit drei Jahren untereinander nicht mehr miteinander, aber das ist ein anderes Thema. Ich habe versucht die gespaltene Gesellschaft zu ignorieren, da ich ziemlich in der Mitte stehe.

Jedoch verbreitete dieser Freund seit 2015 die krudesten Theorien. Spricht nur noch von geplantem Bevölkerungsaustausch, all das ist gewollt, kommender Bürgerkrieg, reichen Familien, die die Welt beherrschen. Nicht wie meine "normalen" AfD-Freunde; nein, er verbreitete antisemitische Theorien und wurde immer rassistischer. Sprach von Eliten, die ein "Mischvolk" erschaffen wollen. Ich habe nun ewig versucht, das Thema zu ignorieren und habe ihn darum gebeten, mit mir nicht über Politik zu sprechen, aber es ging nicht mehr. In jeder Werbung, jedem Flyer sah er Beweise für einen weißen Völkermord.

Nun habe ich ihn eines Abends ohne eine letzte Nachricht überall blockiert; sogar seine Telefonnummer. Ich habe all unsere Fotos in eine Kiste geworfen, sie zugeklebt und diese auf den Dachboden gebracht. Ich werde die alten Zeiten vermissen.

Beichthaus.com Beichte #00041579 vom 30.09.2018 um 05:20:05 Uhr (11 Kommentare).

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Der Platz der dunklen Männer

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Vorurteile Hochmut Gesellschaft Karlsruhe

Vor ein paar Tagen war ich (Mitte 20, w) an einem zentralen Platz in der Großstadt unterwegs, in der ich lebe. Ich war unausgeschlafen und schlecht gelaunt und habe mich, als ich von den Rolltreppen der U-Bahn-Station auf den Platz ankam, gleich zur Seite gestellt um in meinem Handy nachzuschauen, wo ich genau hinmusste. Nur 5 Sekunden später sah ich aus dem Augenwinkel einen Schwarzen in einer zu großen Daunenjacke auf mich zukommen. Ich muss dazusagen, dass an diesem Platz häufig dunkelhäutige Männer (meist in zu großen, formlosen Jacken und tief ins Gesicht gezogenen Mützen) herumlaufen, die einen ständig ansprechen und Pfandflaschen, Zigaretten oder einfach Bargeld wollen. Häufig sind sie betrunken und schreien einen an, wenn man sie abweist. Ich bin auch häufiger mit Freunden abends in dieser Gegend unterwegs, und man sieht diese Typen schon von Weitem. Und in 99% aller Fälle laufen sie direkt auf einen zu und bedrängen einen. Einmal musste mein Freund fast handgreiflich werden, als uns einer so nah auf die Pelle gerückt ist und herumgeschrien hat.

Auf jeden Fall habe ich ihn im Augenwinkel kommen sehen und dachte mir schon, oh nee, nicht schon wieder. Wenn man diesen Typen alleine begegnet werden sie auch manchmal anzüglich und noch unangenehmer. Also hab ich kurz, bevor er direkt vor mir stand, mein Handy sinken lassen und habe ihm direkt ins Gesicht gesagt "Ich hab kein Geld für dich, verpiss dich!"

Er hat mich komisch angeschaut und in relativ flüssigem Deutsch gesagt "Sorry, ich wollte dich nicht stören! Ich wollte nur wissen wo hier eine Sparkasse ist." Ich war irritiert und hab in die entsprechende Richtung gezeigt, worauf er meinte "OK ok danke" und sich wieder abgewendet hat. Ich muss zugeben, dass ich ein etwas schlechtes Gewissen wegen der Sache habe. Ich habe ihm vermutlich Unrecht getan aufgrund eines Vorurteils. Eigentlich konnte er ja wirklich nichts dafür, nur weil er nicht so schick gekleidet war (ich hab ihn ja erst nur aus dem Augenwinkel gesehen). Hätte er einen Anzug getragen, hätte ich vermutlich aufgeschaut und ihn sein Anliegen vorbringen lassen. Ich beichte, dass ich Vorurteile habe und vermutlich jemanden mit meinem Verhalten verletzt habe, der es nicht verdient hat.

Beichthaus.com Beichte #00041570 vom 26.09.2018 um 13:16:59 Uhr in Karlsruhe (30 Kommentare).

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Wiedereinführung der Wehrpflicht

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Vorurteile Gesellschaft München

Ich bin der Meinung, dass unbedingt die Wehrpflicht wieder eingeführt gehört. Diese ganzen jugendlichen Idioten heutzutage kiffen und saufen sich blöde, daddeln nur noch am Handy rum und machen einen auf Hipster. Denen gehört mal richtig Disziplin und Ordnung beigebracht. Bevor jetzt jeder schimpft. Ich bin 40, habe damals meinen Wehrdienst geleistet und es war eine durchweg positive Erfahrung. Es schadet keinem, wenn er mal ein paar Tage ohne Strom, Wasser und fliessend Wasser in der Natur ein Manöver mitmacht. Raus aus der Komfortzone ihr Luschen!

Beichthaus.com Beichte #00041509 vom 22.08.2018 um 13:37:15 Uhr in München (33 Kommentare).

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Nervige junge Mütter in Elternzeit

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Vorurteile Zorn Mutter

Ich (w/28 - keine Kinder) beichte, dass ich junge Mütter einfach nur nervig finde. Ich spreche von denen, die ihr erstes Kind bekommen haben, in Elternzeit rumhängen und dennoch jammern wie anstrengend alles doch ist. Mutter sein ist ein 24-Stunden-Job und sie hätten viel mehr Anerkennung verdient.

Was machen die bitte den ganzen Tag? Ein Baby schläft in der Regel 15 Stunden am Tag. Klar muss auch der Haushalt gemacht werden, die Wäsche und eingekauft werden muss auch noch. Berufstätige Frauen machen das auch alles und zwar NACHDEM sie den ganzen Tag arbeiten waren und Abends nach Hause kommen.

Noch besser sind aber Hausfrauen mit älteren Kindern, die den halben Tag in der Schule sind und auch danach selbst spielen, essen und Hausaufgaben machen können. In welcher Welt ist das denn bitte mit einem Vollzeitjob zu vergleichen? Außerdem beichte ich, dass ich insgeheim hoffe, mit meinen Vorurteilen recht zu haben und nicht mein blaues Wunder zu erleben, wenn ich mal gebäre.

Beichthaus.com Beichte #00041506 vom 21.08.2018 um 15:50:58 Uhr (26 Kommentare).

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Angepasste Benotung

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Ungerechtigkeit Vorurteile Schule Magdeburg

ich habe gemeinsam mit anderen Eltern einen öffentlichen Protestbrief an die Schule meiner Tochter (11) verfasst. Der Grund: trotz dessen, dass die Kinder in Deutschland geboren wurden, erhalten Schüler ihrer Gymnasialklasse, deren Eltern Migranten sind, eine angepasste Bewertung. Sprich, bei der Benotung wird Rücksicht auf die Herkunft genommen, um einen Nachteilsausgleich herbei zu führen, da sie aufgrund ihrer Herkunft als sprachlich benachteiligt gelten.

Wie kann das sein, da die Kinder von Geburt an hier aufgewachsen sind und ihren Eltern Sprachkurse etc. angeboten wurden? Was ist dann mit den Kindern behinderter Deutscher, die zum Beispiel blind oder taub sind? Warum bekommen die Kinder derer diese Ausgleichsbenotung nicht, obwohl ihre Eltern ebenfalls Sprachprobleme und Sprachbarrieren zu bekämpfen und zu überwinden haben, um ihre Kinder auf schulische Anforderungen vorzubereiten? Weil sie seit Generationen Deutsche sind? Bedeutet Integration heutzutage Bevorteilung ethnischer Minderheiten und wenn ja, wie lange soll das noch so weiter gehen mit der Rücksichtnahme auf vermeintlich Schwächere, die in dem Fall seit mehr als einer Dekade in Deutschland leben und dieselben Bildungs- und Gemeinschaftsinstitutionen wie der Rest der Bevölkerung zur Verfügung gestellt bekommen? Es tut mir leid, der Schuldirektorin auf die Füße zu treten, aber so ein öffentlicher Brief ist längst fällig gewesen. Schließlich gilt doch gleiches Recht für alle - oder nicht?

Beichthaus.com Beichte #00041493 vom 14.08.2018 um 22:19:52 Uhr in Magdeburg (38 Kommentare).

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