Ein Ring, sie zu knechten

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Dummheit Medien Unglaube

Ein Ring, sie zu knechten
Ich (m/18) war früher nun wirklich nicht der Hellste. Daher beichte ich, dass ich bis zum neunten Lebensjahr dachte, dass das berühmte Zitat aus Herr der Ringe: "Ein Ring, sie zu knechten, ins Dunkel zu treiben und dort ewig zu binden." eine Beschreibung der Ehe ist und dass Priester diesen Spruch bei der kirchlichen Hochzeit sagen.

Beichthaus.com Beichte #00038702 vom 06.09.2016 um 05:49:35 Uhr (14 Kommentare).

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Religionen sollten nicht unsere Leben bestimmen!

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Gewalt Unglaube

Ich (m) möchte beichten, dass ich mich zum Atheismus hingezogen fühle. Gesagt habe ich das noch niemandem und ich bekomme ein schlechtes Gewissen, wenn ich versuche, jemandem davon zu erzählen, da ich sehr religiös aufgewachsen bin. Für mich liegt aber auf der Hand, dass das der richtige Weg für mich ist. Im Religionsunterricht haben wir schon häufig darüber geredet, was Religion für manche Menschen bedeutet - sei es nun die Zugehörigkeit zu etwas größerem oder das schützende Gefühl, zu wissen dass man nie alleine ist. Ich weiß natürlich, dass die Religion für viele Menschen besonders wichtig ist und akzeptiere dies, aber ebenso wünsche ich mir diese Akzeptanz für meine Meinung.

Es gibt in letzter Zeit so viele Auseinandersetzungen zwischen Menschen wegen den Religionen... Es kotzt mich an, wenn Menschen sich gegenseitig nicht leiden können, nur weil ihnen die Religion des anderen nicht gefällt. Allgemein benehmen wir uns teilweise wie Tiere, wenn das Thema Religion aufkommt - wir schlagen und beleidigen uns gegenseitig. Ich "bin" Christ und mein bester Freund ist Moslem und ich habe kein Problem damit. Egal welcher "Gruppe" du angehörst, ich würde mich mit dir an einen Tisch setzen ohne dass es mich stört. Allgemein nervt es mich, dass wir uns alle auf solch unwichtige Sachen beschränken, obwohl Religion das Dümmste ist, was es gibt. Ws gibt so viele Beweise und glaubwürdigere Theorien dafür, dass es doch nicht so ist, wie es in der Bibel oder anderen Büchern geschrieben steht, aber trotzdem glauben wir an einen allwissenden bärtigen Mann, der alles sieht. Und dabei töten und missachten wir uns alle gegenseitig, da wir der Meinung sind, dass unsere Religion die Richtige sei. Ich möchte zu so etwas nicht gehören und das eine Leben, das ich auf dieser Welt habe, nicht einer unsichtbaren Gestalt opfern.

Beichthaus.com Beichte #00038558 vom 27.07.2016 um 01:44:21 Uhr (36 Kommentare).

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Ein Kind ohne Gottesglaube

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Unglaube Neugier Neugier Kinder Wien

Ich (w/25) bin kein Freund davon, wenn man Kindern alles beschönigt und in "Baby-Sprache" mit ihnen spricht. Dementsprechend rede ich auch immer sehr ernst und interessiert mit meiner 7-jährigen Nichte. Sie ist sehr wissbegierig und klug und momentan in einer totalen "Warum"-Phase, weshalb sie alles wissen will. Als sie neulich fragte, ob es Gott gibt, antwortete ich ihr ehrlich, dass ich persönlich das nicht denke. Wir haben natürlich noch ein wenig weiter über das Thema geredet und ich habe versucht, ihr ehrlich zu antworten. Das hatte jetzt allerdings zur Folge, dass ich sie so sehr überzeugt habe, dass sie den Religionsunterricht in der Schule boykottiert. Ihre Eltern haben deshalb schon Probleme von der Schulleitung bekommen und meine Schwägerin ist jetzt sehr sauer auf mich, weil sie meint, ich habe dem Kind den Gottesglauben genommen. Tatsächlich beginne ich, mich etwas schuldig zu fühlen.

Beichthaus.com Beichte #00038507 vom 14.07.2016 um 12:43:23 Uhr in 1190 Wien (Dammstraße) (51 Kommentare).

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Mein Ex ist ein religiöser Spinner

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Zorn Hass Ungerechtigkeit Unglaube Ex

Mein erster Freund war sehr gläubig und hatte dementsprechende Vorstellungen bezüglich vorehelichem Sex und solchen Dingen. Allerdings sagte er mir zu Beginn unserer Beziehung nicht so direkt, dass er mit dem Sex bis zur Ehe warten wolle, sondern machte nur eine vage Andeutung, dass er es so besser fände. Ich dachte mir ehrlich gesagt auch nicht viel dabei, denn ich ging davon aus, dass er sowieso schon Erfahrungen im Bett gesammelt hatte, zumal er doch einige Jahre älter war als ich. Dabei war er aber noch Jungfrau. Es kam, wie es kommen sollte, er warf nach ein paar Monaten (ohne mein Zutun) seine Überzeugungen doch über den Haufen und wir schliefen trotzdem miteinander. Doch dann schien ihn immer mehr das schlechte Gewissen zu plagen und er stellte mich vor die Wahl: Entweder zukünftig mit dem Sex bis zur Ehe warten oder er würde die Beziehung beenden. Ich war total enttäuscht und weinte, weil ich ihn liebte und ihn nicht verlieren wollte.

Andererseits war ich auch noch ziemlich jung (17/18) und befand mich noch in Ausbildung, er war mein erster Freund und ich konnte mir einfach nicht vorstellen, jahrelang auf Sex zu verzichten. Auch heiraten lag mir eher fern. Ich konnte seine Ansichten immer weniger verstehen. Er trennte sich dann doch nicht von mir und wir schliefen auch wieder miteinander. Dieses Thema stand jedoch immer im Raum und ich wusste, dass es ihn sehr belastete. Der Sex wurde mit der Zeit immer schlechter, irgendwann war es nicht mehr als kurzes "Rein-Raus", nach zwei bis drei Minuten schon zu Ende. Ich versuchte einiges, um daran etwas zu ändern: Ich kaufte ein Partnerbrettspiel, bei dem man seinen Partner kennenlernen soll und Spaß miteinander hat, es hatte auch einige etwas abgefahrene Dinge dabei, aber er war zu verklemmt, um damit etwas anzufangen. Ich versuchte ihm zu sagen, was mir beim Sex gefällt und versuchte, das auch bei ihm herauszufinden. Es nützte alles nichts. In ihm kämpften ständig zwei Seiten: Die eine, die wollte, die andere, die ein schlechtes Gewissen hatte.

Ich dachte mir schließlich, dass in einer Beziehung ja eigentlich auch andere Dinge wichtiger sind, beispielsweise gemeinsame Interessen, Hobbys, Zeit miteinander, und so weiter. Aber wenn ich mit ihm über Dinge sprach, kam einfach immer sein Glaube dazwischen. Er versuchte mich ständig von Gott zu überzeugen, was mich extrem nervte, denn ich war (und bin) nicht religiös. Er konnte das einfach nicht akzeptieren. Und ich hoffte, trotz der immer häufigeren Streitereien, dass unsere Beziehung das überstehen würde. Irgendwann begann ich dann aber eine regelrechte Abneigung gegen ihn zu entwickeln, manchmal empfand ich fast so etwas wie Abscheu. Zum Beispiel, wenn er sich in Bezug auf das Thema "Homosexualität" keine Meinung bildete, sondern mit der Bibel argumentierte. Ich fand das echt daneben und verachtenswert. Mir fiel immer stärker seine Scheinheiligkeit auf. Wenn ich nicht da war, schaute er sehr sich viele Pornos an (was mir persönlich ziemlich egal wäre, ich gucke ja selbst auch ab und zu). Das schien mir bei ihm doch ziemlich heuchlerisch, da er es ja eigentlich für "verwerflich" hielt. Außerdem trank und rauchte er ziemlich viel und erzählte die ganze Zeit, er wolle damit aufhören und er habe alles im Griff, was aber nicht wirklich der Fall war.

Irgendwann, nach über zwei Jahren, schaffte ich es, einen Schlussstrich zu ziehen. Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende, dachte ich mir. Er war völlig am Boden zerstört, denn er war nach wie vor überzeugt gewesen, dass wir für immer zusammenbleiben und heiraten würden. Um ihm aber keine Hoffnungen mehr zu machen, brach ich den Kontakt zu ihm fast ganz ab, auch wenn es mir anfangs schwerfiel. Ich genoss eine Weile das Singledasein und beim ersten Mal, als ich wieder mit einem Mann schlief, musste ich weinen, weil es einfach so gut, ehrlich und unbelastet war. Was hatte ich nur verpasst! Dann meldete sich mein Ex irgendwann bei mir und beichtete, dass er mich während unserer Beziehung mit einer 40-jährigen Frau betrogen hatte. Eine einmalige Sache. Er schob es auf den Alkohol und bat mich um Vergebung. Er erniedrigte sich in seiner Nachricht selbst und stellte sich als den sündigsten Menschen hin, den es gibt, meinte auch, dass er an unserer Trennung schuld wäre.

Ich war echt wütend. Nicht, weil er mich betrogen hatte, sondern weil er nicht genug Stärke aufbrachte, diese Sache mit sich selbst auszumachen, sondern mich im Nachhinein noch damit belasten musste. Seitdem habe ich ihn gegenüber überhaupt kein schlechtes Gewissen mehr. Ich beichte also einerseits, dass er wegen mir nicht unbefleckt in seine zukünftige Ehe eingehen wird (was mir allerdings ziemlich egal ist). Und andererseits, dass ich 2,5 Jahre meines jungen Lebens mit diesem Mann vergeudet habe und dass ich ihn immer noch verachte, auch wenn ich versuche, dies nicht zu tun.

Beichthaus.com Beichte #00038436 vom 30.06.2016 um 00:43:41 Uhr (21 Kommentare).

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Zufallsbeichte


Religionen sind Werkzeuge der Macht

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Unglaube Ignoranz Vorurteile Gesellschaft Witten

Religionen sind Werkzeuge der Macht
Ich (m/20) möchte beichten, dass ich gläubige Menschen nicht im Geringsten ernstnehmen kann. Dabei spielt die Religion gar keine so große Rolle, wobei ich Christen und Moslems besonders im Blick habe (was aber wohl daran liegt, dass dies die größten Gruppen in Deutschland sind). Ich verstehe nicht, wie teilweise wirklich intelligente und gebildete Menschen der Massenhalluzination eines (oder mehrerer) vermeintlichen Gottes erliegen können. Es ist doch vollkommen offensichtlich, dass sie niemals diesem Glauben nachgehen würden, wenn nicht ihre Eltern und Umfeld sie in diese Thematik hineinerzogen hätten. Damit verliert die Religion doch jeden Wert! Es kann doch kaum offensichtlicher sein, dass Religionen seit Langem nur als Werkzeuge der Macht missbraucht werden, Entwicklung der Menschheit entgegenstehen und mit einer aufgeklärten, selbstbestimmenden und auf rationalem Weltbild basierender Lebenseinstellung nicht vereinbar sind. Ich beichte also Blasphemie und Intoleranz, auch wenn ich es mir im Dialog mit diesen Menschen nicht anmerken lasse. Auch dass ich Mitleid verspüre, weil es mir im Herzen wehtut, Menschen auf Irrwegen zu sehen.

Beichthaus.com Beichte #00038280 vom 23.05.2016 um 02:26:54 Uhr in 58453 Witten (Alfred-Herrhausen-Straße) (40 Kommentare).

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