Eine große Wohnung für Singles

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Faulheit Trägheit Unreinlichkeit Wiesbaden

Ich (w/28) beichte, dass ich eine große Wohnung für mich alleine (glücklicher Single, verdiene ziemlich gut) habe, aber mich das tägliche Leben und der Haushalt derart überfordert haben, dass ich nur eine Möglichkeit gesehen habe, gesellschaftlich nicht degradiert zu werden. Ich hätte die Möglichkeit gehabt, mir eine kleinere Wohnung zuzulegen, mir eine Putzfrau zu nehmen, einfach den Arsch hochzukriegen und zu putzen... All das wollte und will ich nicht. Meine Lösung: Ich wohne ab jetzt nur noch im Bad. Der Raum ist überschaubar, leicht zu reinigen, einfach zu heizen. Eine Matratze vor der Wanne ersetzt das Bett. Gegessen wird in der Wanne auf einem Tablett, das eigentlich für Kerzen oder Bücher in der Wanne gedacht ist. Nach dem Essen stehe ich auf, schüttele die Krümel ab und brause die Wanne aus. Die restliche Wohnung habe ich somit mit einer Stunde pro Woche im Griff. Denn da muss ich nur noch staubsaugen und Staub wischen. Die Klamotten wandern gleich in die Maschine und dann in den Trockner neben der Wanne. TV schaue ich auf dem Tablet, während im Wohnzimmer eine teure Anlage vor sich hinvegetiert.

Wenn Besuch kommt, werfe ich das Bettzeug in die Waschmaschine und stelle die Matratze in den Wandschrank im Flur. Da ich im 5. Stock wohne, habe ich immer genug Zeit dafür, bis Besucher oben sind. Ich kann immer eine picobello Wohnung vorzeigen und werde oft dafür gelobt. Andere Leute wären froh, wenn sie eine so große und schöne Wohnung für sich hätten und mir gefällt es eben so. Manchmal denke ich schon darüber nach, wie krank das eigentlich ist. Ich beichte also, dass ich ein faules Stück bin, dem gesellschaftliche Anerkennung und persönliche Bequemlichkeit über ein geordnetes Leben gehen.

Beichthaus.com Beichte #00041132 vom 02.04.2018 um 13:27:11 Uhr in Wiesbaden (21 Kommentare).

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Kinder am Tablet

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Faulheit Trägheit Kinder Mutter

Mein dreijähriges Kind darf zu oft und zu lange ans iPad, weil ich mehr im Haushalt schaffe und ausgeglichener bin, wenn das Kind ruhig und zufrieden ist. Ich bitte um Absolution, weil ich es mir zu einfach mache, mich eigentlich intensiver mit meinem Kind befassen und es weniger vors Gerät setzen sollte.

Beichthaus.com Beichte #00040874 vom 11.01.2018 um 22:55:30 Uhr (19 Kommentare).

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Zu faul zum Abwaschen

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Faulheit Trägheit Nürnberg

Ich besitze zwei Wohnungen, die ich aus beruflichen Gründen abwechselnd nutze. Aber nur in einer ist ein Geschirrspüler. Weil ich zu faul zum Abspülen mit der Hand bin, sammle ich das (wenige) Geschirr ein und fahre dann alle zwei Wochen 200 km in die andere Wohnung zum Abwaschen.

Beichthaus.com Beichte #00040790 vom 19.12.2017 um 21:34:18 Uhr in Nürnberg (9 Kommentare).

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Gefangen in meiner Ehe

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Feigheit Trägheit 50+ Verzweiflung Bünde

Ich bin jetzt seit knapp 20 Jahren verheiratet, habe eine 22-jährige Stieftochter und eine 14-jährige leibliche Tochter. Schon früher war mein Traum alleine in Alaska zu leben. Irgendwie war ich nie wirklich mit anderen Menschen kompatibel. Meine wenigen damaligen Freunde waren sich damals sicher, dass ich irgendwann als Einsiedler irgendwo landen werde. Doch es kam alles anders. Ich lernte 1999 meine jetzige Frau kennen, die damals ihren Mann verlassen hatte und eine kleine Tochter hatte. Es war Liebe auf den ersten Blick und alles, was ich bis dahin geplant hatte, war vergessen. Wir bauten uns ein Leben auf. 2003 kam dann eine gemeinsame Tochter. Vor knapp 10 Jahren wurde meine Frau befördert und musste geschäftlich viel reisen. Daraufhin entschlossen wir uns, das ich meinen Beruf aufgebe und zu Hause bleibe. Meine Frau verdient gut und uns geht es allgemein auch gut. Trotzdem bin ich nicht glücklich. Ich komme mit meinem Leben nicht mehr klar. Ich bin in einem goldenen Käfig gefangen. Beruflich bin ich komplett raus, sodass ich höchstens als Fahrer oder Hilfskraft etwas finden würde. Doch mir geht hier alles so unendlich auf den Zeiger. Jeder Tag vergeht wie der Andere. Ich habe hier einiges zu tun, da wir ein altes Haus haben und außer Hausarbeit, essen Kochen, Wäsche, Einkaufen usw. auch immer wieder renoviert werden muss.

Am allerliebsten würde ich bei Nacht und Nebel abhauen, alles hinter mir lassen und einsam irgendwo den Rest meines Lebens verbringen. Einzelhaft wäre für mich keine Bestrafung! Aus anfänglicher Liebe ist Gewohnheit geworden, ein Leben wie Bruder und Schwester. Dazu kommt das meine Stieftochter extrem an ihrer Mutter hängt und trotz ihrer 22 Jahre immer dabei ist, egal was wir zu zweit auch unternehmen wollen. Mein Selbstbewusstsein ist gleich null. So komme ich auch gar nicht gegen meine Frau oder meine Stieftochter an. Ich funktioniere einfach nur noch. Meine leibliche Tochter macht ihr Ding, hat viele Freunde und ist viel unterwegs. Beginnt jetzt dann eine Ausbildung. Wir haben keinen Freundeskreis. Außer ein Hallo zu den Nachbarn gibt es da nicht viel. Meiner Frau kann es auch keiner recht machen, sodass die Freunde, die wir mal hatten, alle vertrieben und vergrault wurden. Ich hätte schon drei Mal mit gutem Grund hier gehen können, hatte aber nie den Mut. Wohin soll ich auch? Ich habe ja absolut nichts mehr, was wirklich mir gehört. Was kann ich tun in meiner Situation, außer es auszuhalten.

Beichthaus.com Beichte #00040709 vom 29.11.2017 um 14:42:24 Uhr in Bünde (18 Kommentare).

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Ich verschwende mein Leben nicht mit Arbeit!

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Stolz Maßlosigkeit Trägheit Arbeit Berlin

Ich habe nicht vor, noch einmal etwas zu arbeiten. Bin jetzt 27 und war acht Jahre lang in derselben Firma. Ich habe bis zu 14 Stunden täglich gearbeitet und hatte richtig viel Kohle. Aber kaum Freizeit. Kaum Zeit für mich oder mal für Hobbys. Mein ganzes Leben pendelte nur zwischen Arbeit und Schlafen. Und dann kam der totale Burnout. ich wusste nicht wieso so plötzlich, aber ich konnte wochenlang nicht arbeiten, ich konnte einfach nicht mehr klar denken und wollte auch keinen mehr sehen und hören. Dann kam von meiner Firma der Vorschlag, den Arbeitsvertrag "im gemeinsamen Interesse" gegen Zahlung einer Abfindung aufzuheben. Schon klar, ich wurde denen zu teuer. Aber ich habe es gemacht. Mit meiner Qualifikation finde ich jederzeit etwas Neues.

Nach dem Aufheben des Vertrags wollte ich erstmal wohin. Mal weg von der lauten, verdreckten Stadt. Ich hatte eine Bekannte, die ist mehrmals im Jahr in Nepal in so einem Bergdorf, um da eine Schule zu bauen und so Projekte eben. Und die hat mir erzählt, wenn die ein paar Wochen dort war, kam sie immer soo entspannt und ausgeruht zurück. Ich habe mich mal mit ihr besprochen und bin dann auch wirklich mit hingeflogen. Und es war der Hammer. Kein Lärm, eine Ruhe, eine Luft, bei der jeder Asthmatiker sofort geheilt wäre. Ein ganz anderes Miteinander. Das Essen schmeckt dort ganz anders, viel besser, da merkt man, was hier bei uns für Chemie im Essen drin ist. Und man isst mit der Hand - fand ich so geil.

Als ich wieder hier in Deutschland war, habe ich das Leben ganz anders wahrgenommen. Ich will mir einfach keinen Stress mehr machen. Mein Auto werde ich verkaufen, mir eine kleine Eigentumswohnung besorgen und das Wichtigste: Nicht mehr arbeiten. Das macht die Menschen kaputt. Klar wir haben in Nepal auch etwas gearbeitet. Aber das war ein geruhsames und entspanntes Arbeiten, das kannst du mit hier überhaupt nicht vergleichen. Die Arbeit hier macht dich seelisch total kaputt. Auch wenn ich jetzt in den Augen vieler ein Schmarotzer und fauler Sack bin, werde ich das Leben jetzt mehr genießen. Man hat nur eins. Und das werde ich nicht in einer Fabrikhalle oder in einem stickigen Büro verbringen.

Beichthaus.com Beichte #00040653 vom 17.11.2017 um 11:13:43 Uhr in Berlin (25 Kommentare).

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