Wohlhabender Leiharbeiter

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Falschheit Hochmut Geld Frankfurt

Ich lasse mir von der Bank extra 100- und 200-Euro-Scheine geben, nur um dann beim Einkaufen von Beträgen unter 20 Euro zu sagen, dass ich es leider nicht kleiner habe. Nur damit die Leute um mich herum denken, ich wäre wohlhabend. Dabei bin ich nur Leiharbeiter.

Beichthaus.com Beichte #00040924 vom 27.01.2018 um 16:09:47 Uhr in Frankfurt (8 Kommentare).

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Ich bin ein Gutmensch - und stolz darauf!

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Aggression Zorn Gesellschaft Vorurteile Hochmut Stolz Stuttgart

Ich bin wohl ein sogenannter "Gutmensch" und stand damals an mehreren Bahnhöfen, um Züge mit Refugees zu begrüßen. Ja, auch das "Welcome"- Shirt trug ich und schäme mich nicht dafür. Im Flüchtlingsheim unserer Stadt habe ich ein Vierteljahr lang bei der Essenausgabe geholfen und zurzeit begleite ich ehrenamtlich zwei syrische Familien mit Kindern, die Angelegenheiten bei Behörden zu klären haben. Ich gebe ihnen Kleidung meiner Kinder, die nicht mehr passt und wurde von ihnen auch schon zum Essen zu sich nach Hause eingeladen, was eine wunderbare, bereichernde Erfahrung für uns alle war. Ich spende monatlich etwas Geld sowie Futter an zwei Tierschutz- Organisationen und meide Zirkus- und Zoobesuche, um das Leid und die nicht artgerechte Haltung der Tiere dort zu boykottieren. Haustiere halten wir selbstverständlich nicht. Regelmäßig wählen mein Mann und ich die Grünen und achten beim Konsum auf Prüfsiegel und korrekte Herkunft. Gegen "Stuttgart 21" bin ich damals mitgelaufen und engagiere mich auch sonst durch mein Konsumverhalten für den Umweltschutz, denn jede Kleinigkeit, die man beachtet, zählt.

Wir leben ökologisch sparsam und gesetzestreu, da Werte und Normen feste Bestandteile unseres humanitären Weltbildes sind. Als 2016 unser Verfahren zur Aufnahme eines minderjährigen unbegleiteten Flüchtlings lief, scheiterte es letztendlich daran, dass ich nochmal schwanger wurde und wir weniger Zeit und Raum für den Jugendlichen zur Verfügung gehabt hätten. Aufgegeben haben wir die Vorstellung jedoch noch nicht. Mit meiner Tochter (3) habe ich in der Adventszeit bei der Aktion "Weihnachten im Schuhkarton" mitgemacht und sie ein paar Spielzeuge und Kuscheltiere aussortieren lassen, die nun ein Zuhause in der dritten Welt gefunden haben. Mein Mann hätte gerne ein weiteres Kind mit mir, aber ich überlege, ob wir nicht lieber ein Kind aus schlimmen Verhältnissen adoptieren sollten, um ihm zu helfen, statt ein neues Leben in unsere ungemütliche, unberechenbare Welt zu setzen, wo es doch schon genug Bedürftigkeit gibt, die abgestellt gehört.

Auf alle Fälle werden wir demnächst eine Patenschaft für ein afrikanisches Kind übernehmen, damit es gute Chancen hat, sicher und gebildet aufzuwachsen. So erleben unsere eigenen Kinder ganz nebenbei Toleranz und die Bereitschaft, zu teilen, denn das Einzige, was sich durchs Teilen verdoppelt, ist das Glück! Meine Beichte ist, dass ich die rücksichtslose, egoistische Haltung vieler Mitmenschen ablehne, die nicht an die Zukunft und Mitverantwortung aller Bürger denken und mein Unverständnis für sie stetig wächst. Ich hoffe auf Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00040916 vom 26.01.2018 um 10:55:47 Uhr in Stuttgart (51 Kommentare).

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Angstpatienten beim Zahnarzt

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Fetisch Hochmut Engherzigkeit Arbeit Gesundheit

Ich bin Zahnarzt und führe eine eigene Praxis. Meine Beichte ist, dass ich diesen Beruf ergriffen habe, weil ich den Umgang mit Schmerz- und Angstpatienten liebe. In meinem Stuhl wird jeder noch so harte Kerl butterweich und handzahm, wenn ich den Bohrer führe oder mit der Zange hantiere. Viele Menschen kommen wirklich erst dann, wenn es "zu spät" ist und richtig viel repariert oder gar gezogen werden muss. Am liebsten sind mir diejenigen, welche dabei auf eine Betäubung verzichten. Aber bis zur Betäubung dauert es ja etwas und der Moment selbst, dieses Zucken und das Verziehen des Gesichts geben mir ebenfalls einen Kick. Ja, ich genieße die Angst der Patienten, die sie oft überspielen wollen, den kalten Schweiß, den ich schon beim Händedruck spüre und der sich bei der Behandlung auf der Stirn bildet, das Zittern und Händeringen, die kippende Stimme beim Beantworten meiner Fragen. Wenn jemand beim Behandeln stöhnt oder schreit, weiß ich, ich habe den Nerv getroffen. Je heftiger die Beschwerden, je dicker die geschwollene Wange, je größer die Verzweiflung in meinem Behandlungszimmer, desto erregter werde ich in meinem Inneren.

Die Jugendlichen mit der größten Klappe da draußen, arrogante Führungskräfte, besserwissende LehrerInnen, jede Schicht und Altersgruppe, sie finden sich früher oder später alle auf demselben Stuhl wieder und werden unter meinen Händen lammfromm, brauchen ein Stofftier oder die Hand der Partnerin/des Partners, um die Behandlung nervlich zu überstehen. Natürlich wirke ich beruhigend auf sie ein und lasse mir nicht anmerken, dass mich ihre Zahnschmerzen und die Angst erregen und ich tue auch nichts, was ihnen schaden könnte. Selbstverständlich berate ich auch zum Thema Prophylaxe, aber viele Patienten achten eben nicht auf ihre Zähne bzw. haben eine Veranlagung zu Komplikationen. Ich ziehe innerlich einen enormen Lustgewinn aus dem Leid und der Bedürftigkeit meiner Patienten und bitte um Absolution für diese Neigung, die ich mit nicht wenigen meiner KollegInnen teile.

Beichthaus.com Beichte #00040899 vom 20.01.2018 um 09:24:24 Uhr (27 Kommentare).

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14-Jährige mit Tangas

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Neugier Hochmut Schule Düsseldorf

Als ich (w) 14 Jahre alt war, hatten viele Mädchen in meiner Klasse Tangas. Ich wollte das auch, fand es sexy, wollte wohl auch dazugehören, hatte aber sehr konservative Eltern. Also habe ich den oberen Rand des Höschens abgetrennt sodass es wie ein String aussah. Und ließ ihn bei der Jeans rausschauen. Als ich mich (absichtlich) bückte und er so rausschaute, sah man auch gleichzeitig, blöderweise, von der Seite, dass es doch ein kaputtes Höschen war. Eine Kollegin rief dann laut: "DU hast einen Tanga? Ach nein, dass ist ja eine kaputte Unterhose!" Sie lachte schallend, grell auf. Mir war das damals sehr peinlich. Ich beichte meinen Übermut.

Beichthaus.com Beichte #00040808 vom 23.12.2017 um 11:56:55 Uhr in Düsseldorf (10 Kommentare).

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Die Nachbarstochter raucht!

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Hochmut Nachbarn Kinder

In meiner Nachbarschaft lebt eine Familie, in der die Eltern sich einbilden, etwas Besseres zu sein, obwohl sie weder besonders reich noch besonders gebildet sind. Die Tochter ging mit meiner Tochter zur Grundschule. Und da beklagte sich die Nachbarin schon, das wäre nichts, die Kinder wären alle so frech und unerzogen. Das Mädel durfte nicht jeden zum Geburtstag einladen und nicht auf alle Feiern gehen, sie durfte nicht mal zur Kommunion gehen und war traurig, als die anderen von ihren Kleidern und Geschenken erzählten. Als Krönung wurde sie, weil die Schulen in der Umgebung ja alle nicht gut genug sind, nach der 4. Klasse auf ein teures Internat geschickt. Manchmal, wenn sie daheim ist, trifft sie, jetzt 13, sich mit den Dorfkids, weil sie längst nicht so überheblich ist wie die Eltern. Ich beichte meine helle Freude, als ich neulich an der Bushaltestelle vorbeifuhr, wo sie herumhingen. Die Nachbarstochter rauchte. Sonst tat das, so weit ich sah, keiner.

Beichthaus.com Beichte #00040695 vom 27.11.2017 um 18:27:56 Uhr (9 Kommentare).

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